78. [Realität]✔️
[Jungkook]
Wütend drückte ich mit meinem Fuß aufs Gaspedal.
Die roten Ampeln ignorierte ich und bretterte um Mitternacht über die Straßen von Seoul.
Meine hyungs hatten versucht mich aufzuhalten, aber ich stürmte so schnell an ihnen vorbei, dass ich es eigentlich nicht mal richtig mitbekam.
Mit quietschenden Reifen kam mein Wagen zum stehen und ich lief schnell Richtung Wohnhaus.
Mit zügigen Schritten und immer zwei Stufen auf einmal, rannte ich die Treppen hoch.
An Y/Ns Wohnungstür blieb ich stehen. Ich klopfte zaghaft, doch nichts rührte sich auf der anderen Seite der Tür.
Ich schaute mich um.
Schnell lief ich zu dem kleinen Blumentopf auf dem Fensterbrett und hob ihn an. Tatsächlich befand sich dort ein Schlüssel.
Als wir kleiner waren, hatte sie mir verraten, dass sie öfter den Schlüssel zuhause vergaß, weshalb sie einen immer unter einem Blumentopf versteckte.
Lächelnd über diese Erinnerung, lief ich wieder zur Tür und drehte den Schlüssel im Schloss.
Zum Vorschein kam ein dunkler Flur und es war mucksmäuschenstill.
"Y/N?", rief ich in die Dunkelheit hinein und schaltete das Licht an.
Als keine Reaktion kam, schloss ich dir Tür hinter mir und ging weiter in die Wohnung.
Ich ging ins Wohnzimmer, welches ich leer vorfand. Also machte ich mich weiter auf die Suche. Im Schlafzimmer war ebenfalls keiner und ich wollte gerade wieder umdrehen, als mir etwas ins Auge fiel.
Mit schnellen Schritten lief ich zum Bett und nahm mir ihr Handy in die Hand.
Auf dem Display waren einige Nachrichten zu sehen. Unter anderem von Jimin, Tae und den anderen.
Allerdings beanspruchte etwas anderes meine Aufmerksamkeit.
Ich las mir die ganzen Nachrichten und Kommentare durch, die sie auf Instagram bekam und immer mehr zog sich mein Herz zusammen.
Wie konnte man ihr nur den Tod wünschen?
Panisch schmiss ich ihr Handy wieder zurück aufs Bett und ging schnell weiter auf die Suche.
Das Bad war der letzte Raum. Die Tür war geschlossen und langsam drückte ich die Klinke hinunter und öffnete die Tür, mit der Hoffnung, dass auch hier niemand war.
Doch meine Hoffnung zersprang sofort in tausend Teile, als ich sie seitlich auf dem Boden liegen sah.
Ihr rechter Arm war komplett mit Blut bedeckt und in ihrer linken Hand hielt sie eine Klinge.
"Nein! Nein! NEIN!", schrie ich und stürzte mich sofort zu ihr runter.
Ich riss ein Handtuch von einer Halterung und drückte es auf ihren Arm.
"Komm schon Y/N. Komm schon!"
Verzweifelt nahm ich ihren schlaffen Körper in meine Arme und drückte sie an mich.
Mein tränennasses Gesicht vergrub ich in ihrem Haar.
"'J-Jungkook?", flüsterte sie und ich hob meinen Kopf.
"Oh Gott Y/N." Wieder presste ich sie an mich.
Nach ein paar Minuten half ich ihr aufzustehen und wusch vorsichtig ihren Arm. Anschließend verband ich ihn vorsichtig und ging mit ihr in ihr Schlafzimmer.
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