(19)

『Yoongi 』

Es ist 19 Uhr.

Zeit fürs Abendessen.

Nachdem Jin nach Hause gekommen ist, hat er sich an den Herd begeben und gekocht.
Die Leiche im Flur ist von ihm natürlich nicht unentdeckt geblieben.
Er war enttäuscht von mir.

Könne ich Probleme eines Konfliktes nicht anders lösen?

Jin mein Freund, wie sehe ich in deinen Augen aus? Wie eine ruhige Persönlichkeit, welche einen Stuhlkreis machen will und mit dem Anderen in einem Kompromiss die Probleme, dann vergessen lassen will?
Sehe ich aus, als ob ich nach Kompromissen rage?
Ich war froh, dass sich mir diese zweite Möglichkeit eines Blutspielchens gegeben hat.
Zwar negativ verstörend, gegenüber Personen, die eigentlich lieblich über mich denken sollen, aber dennoch perfekt angeboten.

Jiminie kann mir mein Handeln nicht böse nehmen.
Ich wollte ihn beschützen.
Jin hat mein Handeln nickend auch sofort verstanden, nachdem ich ihn voller Wut gegen die Küchentheke gedrückt habe.
Er ist so verständnisvoll, ich bin froh, ihn mein Freund nennen zu dürfen.
Er ist schon, solange an meiner Seite.
Unterstützt mich.

Hilft mir.
Er sagt zwar auch des Öfteren das ich psychisch krank bin, in Therapie sollte, aber was meint er damit?
Etwa, dass ich beim Decken des Tisches die Klinge vom Messer nach unten ragend hinlege?
Ich weiß man kann sich schnell beim Greifen nach der Esshilfe schneiden, jedoch kann ich mir dies auch ohne Therapie wieder abgewöhnen.

Das mach ich sogar gerne, wenn er dann aufhört sich über die ganzen Blutflecken aufzuregen, welche nach dem Waschen noch leicht zu erkennen sind, sogar sehr gerne.
Mich stört es nicht, wenn mein einst weißes Shirt einen pinken Schimmer annimmt.
Es sind Erinnerungen..
Wunderschön mit Blut überströmte Erinnerungen.

Also echt keine Ahnung, warum ich in eine Therapie sollte.
Er lebt immerhin auch schon ewig mit mir zusammen. Ich bin ein toller Mitbewohner..
.. ja das bin ich.

Als ich vor der Tür von meinem Engel zum Stehen komme, sehe ich diese noch kurz stumm an. Haben Türen eigentlich auch Faszinationen an sich?
Dies ignorierend, weil meine einzige Faszination hinter der Tür ist, drücke ich sofort erfreut lächelnd die Türklinke runter.

Sofort springt die Tür auf und das Loch in der Wand ist wieder zum Durchgang offen.

19:04.

Jin wird warten.

『Jimin』

Ich höre ein Klicken, ist er da?
Gewährt er mir endlich gastfreundlich die erste Mahlzeit? Ich würde gerne verzichten.

Als ich dann zur Tür blicke, steht er tatsächlich in dieser.
„Jiminie~ wie ich sehe, warst du schon duschen und verzichtet auf meine Hilfe."
„Ja-a weißt du, ich kann das schon alleine und fühle mich ohne langsam krustiges auf meiner Haut wohler."
Sofort ziert wieder dieses mir mittlerweile schon gut bekanntes grinsen sein Gesicht.
Will ich wissen, woran er denkt?
Eigentlich kann er über die Laufbahnen, welche in seinem Kopf eingeschlagen werden, auch behutsam schweigen.
Mich stört diese Ruhe um die Verstörungen seiner Gedanken nicht im geringsten.

„Da dann alles fertig ist, komm es gibt Essen.", er will zu mir kommen nach meinem Arm greifen.
Schnell rutsche ich übers Bett und stehe dann hinter diesem. An meinem Rücken spüre ich die Wand.
Zwischen uns ist nur das Bett und dieses Hindernis könnte er in Schnelle überwinden.

„Engel, was soll das~
Das es jetzt Essen gibt haben wir doch geklärt."
Er will wirklich übers Bett zu mir kommen, jedoch halte ich ihn auf.
„Ja. Ich hab auch nichts gegen die Sättigung meines Hungers.", sofort stoppt er in seiner Bewegung und legt seinen Kopf fragend schief. Süß. Warum, kann so ein verdammter kranker Mensch süß sein?!
„Ich würde gerne alleine gehen, ohne deine Berührung wahrnehmen zu müssen und dein Name war auch mal wissenswert."

Wieder dieses Grinsen.
„Die erste Bitte kann ich dir nicht erfüllen, ich will dich bei mir Wissen. Aber zum zweiten kann ich dir schnell eine Antwort geben. Nenn mich Yoongi."

Yoongi der Stalker also.
Je öfter ich diese zwei Worte in meinen Kopf kombiniert wiederhole, desto mehr scheinen sie aufeinander abgestimmt. Egal, was für Yoongis ich noch in meinen Leben kennenlernen sollte...
... sie sind für mich die größten Stalker.

Und berühren wird mein persönlicher Stalker mich gleich auch wieder.
Wenn es nicht mehr ist. Die Berührung an meiner Hand oder Arm kann ich ignorieren. Ich will sie zwar trotzdem am liebsten verbannen, aber ich kann es ignorieren.
Aber dieses langsam wachsende stechen in meinen Bauch nicht. Ich habe Hunger, großen sogar.
Hoffentlich kann Psychos Freund gut kochen.
Ansonsten sehe ich meinen Tod schon fröhlich lächelnd an der schweren Eingangstür klopfen.

Ob die Leiche schon weg ist?
Wo ist überhaupt das Esszimmer?
Kann ich diese Frage auf dem Weg zu diesem vielleicht beantworten?
„Freut mich, Yoongi.", gelogen aber wenigstens gesichert vor sowas wie Bestrafungen, welche mich noch mehr traumatisieren würden, als ich jetzt eh schon bin, lächel ich ihn höflich aber fake an.
Er grinst auf meiner höflichen Geste hin noch breiter. Ob er mir je ein ehrliches Lächeln zeigen wird? Oder muss ich mich mit diesem undefinierten Psycho-Grinsen abfinden? Für immer?

Langsam gehe ich dann um dem Bett herum zu ihm. Krabbeln über die so schön weiche Matratze, wäre auch eine Option gewesen.
Aber wie sehe ich aus? Ich werde ihm nicht jeden Anblick gewähren.

Sobald ich vor ihm stehe, greift er nach meiner Hand. Sofort setzt er sich in Bewegung. Wir verlassen mein Zimmer und steuern geradeaus.
Der gleiche Weg zur Leiche also.
Als wir in der Nähe von der Eingangstür sind, biegen wir auf einmal in einen Raum ein.
Jedoch konnte ich einen Blick zu der großen Tür erhaschen. Alles sauber, kein einziger Fleck. Scheinlich alles friedlich, dort lag nie eine Leiche. Aber das eingebrannte in meinem Gehirn enthält die Realität. Dies wäre in meinem Fall jedoch lieber das Scheinliche.

In der Mitte von dem Raum steht ein junger Mann. Dieser deckt uns nicht bemerkend ruhig den Tisch und summt vor sich hin.
Er scheint mir nicht wie ein Psycho. Aber wie kann er fröhlich summend mit einem zusammenleben?

Als sich der Psycho neben mir dann auf einmal räuspert, bleibt mir mein Blut in den Adern fast gefrierend stehen.
Der bis eben noch summend glücklich den Tisch deckende, hoffentlich, nicht Psycho dreht sich sofort zu uns um.
Als er uns erblickt weiten sich seine Augen kurz, eh sich dann ein erfreutes Lächeln auf seine Lippen legt.

„Ihr seid soooo rechtzeitig!", ich bleibe dabei, er lebt mit einem Psycho zusammen. Wie kann er so strahlend glücklich und optimistisch sein?
Kann mir jemand sein Geheimnis verraten?
Ich würde es nämlich gerne anwenden.

Dann könnte ich meinen Aufenthalt hier, welcher für immer geplant ist, vielleicht wenigstens etwas scheinend glücklich gestalten. Während ich weitere Flüchte plane.
Ob sie alle wieder mit dem Abstechen von jemanden, dank meines Psychos, zusammenhängen? Wenn ja, wir werden zusammen ein paar Menschen abschlachten, solang ich hier bin. Ich kann sein dankbares Grinsen schon fast vor meinen sinnlich blinden Augen in der Dunkelheit, zwischen den Blut erkennen. Ich werde erneut in der Blutlache liegen, während ich mich zu dem Opfer mehr verbunden fühle, als zu meinem Wärter.

Yoongi persönlicher Psycho von Park Jimin, höchstpersönlich.
Sie wollen jemanden tot sehen?
Er muss meinen Engel nur einen Schritt zu nah kommen. Sein Licht ist aus, ich grinse und mein Jiminie hat unbegründete Schuldgefühle.
Also, hallo neues Leben.

Ein plötzliches Drücken in meinen Rücken von dem Yoongi höchstpersönlich soll mir dann wohl deuten, dass ich den Raum betreten soll.
Diese etwas schmerzende Bitte nachgehend, betrete ich also die Küche mit anhängenden Esszimmer.
Wenigstens nimmt der Druck beim Gehen ab. Wusch erfüllt. Was bin ich doch für ein Engel.

Der nette Typ entfernt sich währenddessen von dem Tisch und holt einen Topf vom Herd.
Mit diesem rennt er dann förmlich zum Tisch und stellt ihn auf seinen vorgesehenen Platz, welcher schon mit einer schützenden Unterlage bestückt ist.

Sobald der Topf steht, wendet er sich lächelnd an mich. Ein ehrliches Lächeln. Wow, ich dachte eigentlich wirklich, ich sehe nur noch dreckig grinsende nach oben gezuckte Mundwinkel. Aber das ist echt unerwartet und erfreut mich auch irgendwie. Leicht erwidere ich das Lächeln. Ehrlich.

Sofort erkenne ich einen Blick auf mir, Yoongi sieht mich mit einem Blick an welchen ich nicht genau definieren kann. Ich hab ihn noch nicht ehrlich angelächelt. Also vielleicht Eifersucht?

„Oh ist der cute! Yoongi, ein wahrlich guter Fang!", durch ein plötzliches Kneifen in meiner Wange, werde ich meinen Gedanken der möglichen Eifersucht von hot Psycho gerissen.

Was macht dieser mir zu optimistische Typ, mit meiner Wange?

Hab ich in dieser Irrenanstalt, jetzt sogar meine Oma gefunden?

Freude, hier lässt es sich leben.

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huhu!

Ich habe mich auch mal dazu entschieden das Kapitel fertig zu schreiben~
Huch... buiiii. ^^

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