Chapter 36➰
summary of chapter 35:
Alec wacht auf und Magnus ist für ihn da, da es ihm nicht gut geht.
Danach will Alec mit Izzy telefonieren und Magnus wartet auf ihn im Wohnzimmer.
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...
"Treffen wir uns im Wohnzimmer, wenn du fertig telefoniert hast?", fragte Magnus leise und drückte Alec einen Kuss auf die Schläfe.
Alec schloss kurz die Augen und nickte.
Magnus warf Alec noch einen letzten Blick zu und verschwand dann aus dem Zimmer.
Hoffentlich blieb Alecs Zustand so...
...
Alec Pov:
Nach dem Magnus das Schlafzimmer verlassen hatte, holte ich erst einmal tief Luft.
Die Schmerzen waren zwar weg, doch die Sorge um Jace fraß sich durch meinen Körper.
Es war schrecklich, Jace' Leid in meinem Körper spüren zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Ich war machtlos gewesen. Ich hasste dieses Gefühl, doch mir war bewusst, dass ich Jace nicht ein mal ein kleines bisschen hätte helfen können.
Klar, ich machte mir große Vorwürfe deswegen, doch ich rannte nicht mehr blind los ohne vorher nachzudenken.
Ich musste Ruhe bewahren, wie Magnus es immer tat.
Fast nichts brachte Mags aus der Ruhe und genau das faszinierte mich so an ihm.
Ich spürte eine aufgeregtes Flattern in meiner Brust. Automatisch lächelte ich.
Es war unglaublich wie sehr ich Magnus liebte. Vielleicht schien es manchmal nicht so, doch insgeheim liebte ich ihn so sehr, dass es weh tat. Doch dieser Schmerz hinderte mich nicht, ihn weiterhin so sehr zu lieben.
Ich wusste, dass es Magnus genauso ging. Er war leichter zu durchschauen, was ich nicht als schwach hielt, sondern mutig.
Ich dagegen verkapselte mich vor Fremden beziehungsweise anderen, da ich der Meinung war, dass meine Gefühle niemanden etwas angingen.
Außer Magnus und Jace.
Selbst vor Izzy verschloss ich mich, denn wenn immer ich in ihre Augen sah, kamen mir meine Eltern wieder in den Sinn.
Und ich wusste, dass Izzy gerne weich wurde, wenn Robert mit ihr sprach.
Das war so seine Masche.
Wut kochte in mir hoch, als ich an meinen Vater dachte.
Ich hatte mir vorgenommen, Magnus nicht vor meiner Familie zu verstecken.
Vor allem jetzt nicht mehr, da Magnus fast sein Leben für Max' geben hätte, damit er nicht sterben musste.
Die Lightwoods verdankten ihm so viel, doch Maryse und Robert sahen das nicht ein, obwohl sie es insgeheim natürlich wussten.
Das war typisch für meine Familie. Selbst ich war manchmal so, doch seit ich Magnus so nahe bin, kam es nicht mehr so oft vor.
Apropos Familie.
Ich sah auf mein Handy, das in meinen Händen lag.
Ich hatte immer noch keine Ahnung, wie so etwas überhaupt funktionieren konnte, doch ich hatte aufgeben Mundie-Ware auseinander nehmen zu wollen, damit ich wusste, mit was ich es zu tun hatte.
Außerdem sollen solche Smartphones ziemlich teuer sein und ich wollte nicht, dass mir Magnus ein neues besorgen musste, auch wenn er dafür nicht bezahlen würde.
Mit zitternden Händen tippte ich Izzys Nummer ein und hob das Handy an mein Ohr.
"Alec?!", meldete sich Izzy atemlos.
Ich lächelte halb.
"Hi.", antwortete ich etwas kleinlaut.
"Oh mein Gott.", flüsterte meine Schwester ungläubig.
"Magnus hat mich gerettet.", erklärte ich ihr leise.
Izzy lachte unter Tränen. "Natürlich hat er das."
"Jace geht es nicht gut, Izzy.", presste ich hervor. "Seine Schmerzen waren so..." Meine Stimme versagte.
Izzy seufzte. "Wir müssen ihn finden."
Ich nickte. "Vielleicht gehe ich zurück, um zu helfen..."
Meine eigene Worte gruben sich schmerzhaft in meine Brust.
"Nein."
Für einen Moment herrschte Stille.
"Wieso nicht? Ich muss irgendetwas tun, vor allem jetzt, da ich weiß, was er die ganze Zeit vermutlich schon über durchmachen muss."
"Trotzdem kann ich nicht zulassen, dass du schon wieder gehst. Weißt du, was du Magnus da antust?"
Ich biss mir auf die Unterlippe als eine Träne meine Augen verließ.
Der Schmerz in meinem Herzen war überwältigend.
"Ich kann doch nicht einfach tatenlos herumsitzen, Izzy.", entgegnete ich verzweifelt aber auch stur.
Izzy schnaubte. "Du bist noch nicht einmal so weit wieder auf Missionen zu gehen, wie willst du dann die Spezialeinheit überleben?"
Ich schüttelte den Kopf. Ich verstand sie nicht.
"Bei dir kommt das so rüber, als würde mein Leben davon abhängen."
"DAS TUT ES DOCH AUCH.", schrie Izzy mich aufgebracht an.
Ich zuckte zurück und runzelte die Stirn.
"DU wirst STERBEN, wenn du das durchziehst."
Ihre Worte verletzten mich zu tiefst.
Nicht, weil sie meinen Tod prophezeite, sondern weil sie mir nicht vertraute.
Sie glaubte nicht an mich.
Ich verschloss mich in meiner Kapsel und schaltete auf kalt.
"Du kannst mir nicht vorschreiben, was ich tun oder lassen soll.", sagte ich kalt.
Izzy schluchzte auf. "Alec, bitte."
Ich legte einfach auf.
Verzweifelt und aufgewühlt fuhr ich mir durch mein Haar.
Ich musste Jace finden.
Ich konnte nicht länger herum sitzen und nichts tun.
Ich fühlte mich eingesperrt, durfte nicht auf Missionen gehen oder bei Jace' Suche helfen.
Ich durfte all das nicht tun, was ich früher konnte.
Vor Clary.
Wut kochte in mir hoch.
Am liebsten würde ich auf irgendetwas einschlagen.
Wie konnte nur alles so aus dem Ruder laufen?
Ich hatte keine Kontrolle mehr.
Der einzige Fels in der Brandung war Magnus.
Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen.
Magnus war zur Zeit die einzige Person, der ich blind vertrauen konnte und nicht enttäuscht wurde.
Erneut verspürte ich das nervöse Flattern in meinem Herzen.
Magnus bedeutete mir alles, für ihn würde ich alles tun.
Unschlüssig stand ich auf, legte mein Handy zurück auf den Nachttisch und verließ das Schlafzimmer.
Leise lief ich ins Wohnzimmer und fand einen schlafenden Magnus auf der großen Couch.
So leise wie möglich setzte ich mich neben seinen Kopf, drehte meinen Körper so, Magnus' Kopf zwischen meinen Beinen lag.
Vorsichtig zog ich Magnus Körper zu mir hoch, so dass sein Kopf auf meinem Oberschenkel lag.
Sanft zog ich die Decke über meine Beine und begann meine Finger sanft durch Magnus' Haar zu fahren.
Ein Seufzen ertönte aus Magnus' Kehle und ich musste automatisch lächeln.
Magnus Gesichtszüge entspannten sich noch mehr als ich vorsichtig über seine Gesicht fuhr.
Mein Lächeln grub sich tiefer in mein Gesicht.
Nach einer Weile wachte Magnus blinzelnd und ziemlich verschlafen auf und hob mit halb geschlossenen Augen den Kopf.
"Alexander.", murmelte er überrascht.
Ich drückte ihm ohne zu zögern einen kleinen Kuss auf den Mund. "Hey."
Magnus lächelte und ließ seinen Kopf wieder in meinen Schoss fallen.
Ich keuchte überrascht auf, Magnus lachte leise.
"Wie lief das Gespräch mit Izzy?", wollte Magnus plötzlich wissen und setzte sich so auf, dass sein Rücken gegen meinen Bauch lehnte.
Automatisch legte ich meine Arme um seinen Torso und hielt ihn ganz fest an mich gedrückt.
Magnus lehnte seinen Kopf gegen mein Schlüsselbein und wartete geduldig auf meine Antwort.
Ich seufzte und vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge.
Magnus kicherte leise.
Normalerweise war ich derjenige, der in Magnus' jetziger Position war, doch dieser Positionswechsel, fühlte sich so neu und aufregend an, dass ich es so mochte.
"Wir haben uns gestritten.", sagte ich.
Magnus schüttelte ungläubig den Kopf. "Typisch."
Ich schnaubte nur.
"Ich hab ihr versucht beizubringen, dass ich nicht weiter einfach nur herumsitzen kann und warten, bis sie Jace finden."
Magnus drehte den Kopf und sah mir ernst ins Gesicht.
Seine Augen waren von Unruhe geprägt.
Er hatte Angst, dass er mich verlor.
Schuld machte sich in meinem Körper breit.
"Was willst du mir damit sagen?", fragte Magnus lauernd.
Ich senkte den Blick und atmete tief durch. "Ich muss zurück, Magnus."
Schmerz breitete sich in mir aus.
Ich wollte Magnus nicht verlassen, nicht schon wieder, doch was blieb mir anderes übrig?
Ich musste Jace finden, dringender denn je.
Magnus schüttelte ungläubig den Kopf. Sein Körper war angespannt.
Ich fühlte mich mehr und mehr unwohler.
"Ich kann nicht glauben, dass du mich schon wieder verlassen willst.", flüsterte Magnus mehr zu sich selbst als zu mir.
Rasende Angst erfüllte mein Herz.
Schnell zog ich mich hinter Magnus hervor, packte seine Arme, drückte sie gegen das Couchmaterial unter uns und positionierte mich über den Hexenmeister.
Durchdringend sah ihm in die Augen. "Ich werde dich nicht verlassen...nicht wirklich."
Magnus schnaubte verletzt und drehte den Kopf.
Sanft drückte ich kleine Küsse auf seinen Hals.
"Hör auf mich ablenken zu wollen, Alec.", meinte er dann grimmig.
Ich hielt inne.
Er hatte recht. Ich wollte ihn ablenken, aber nur weil ich ihn nicht noch mehr verletzten wollte.
Seufzend hob ich den Kopf. "Würdest du an meiner Stelle nicht auch gehen wollen?"
Magnus überlegte kurz. "Ich würde mich erst versichern, was die Spezialeinheit während meiner Abwesenheit noch alles herausgefunden hat und erst wenn es sich lohnen würde, dann würde ich wieder zurückgehen."
"Aber du würdest mich auch verlassen?", fragte ich vorsichtig.
Magnus seufzte. "Ich verstehe, warum du dahin willst und ja, wahrscheinlich würde ich dich auch verlassen, aber nicht vergessen, wie du es damals getan hast."
Seine Worte trafen mich überraschend und tief.
"Hast du Angst, dass ich dich vergessen würde?", fragte ich ihn dann leise und sah ihn durchdringend an.
Magnus blinzelte und schien eindeutig gegen die Tränen anzukämpfen.
Sanft umfasste ich sein Gesicht mit seinen Händen.
"Ich liebe dich so sehr..." Magnus Stimme brach und Tränen liefen ihm die Wangen hinunter.
Auch mir standen Tränen in die Augen.
Es tat so weh, Magnus so zu sehen. Ich konnte nicht glauben, dass ich Schuld daran war.
Wieso hatte ich das getan? Magnus verdiente das nicht.
"Mags...", flüsterte ich leise und fuhr ihm über die nassen Wangen.
"Bitte." Seine Augen sahen mich flehend an.
Ich senkte den Kopf und lehnte ihn an seine Schulter.
Magnus Arme umschlossen meine Taille und drückte mich auf ihn.
Ich atmete seinen Geruch ein, den ich so sehr liebte und atmete tief durch.
"Okay." Ich hob meinen Kopf und sah Magnus ins Gesicht.
Hoffnung strahlten seine Augen auf.
"Ich werde aber trotzdem nachfragen, wie weit sie schon sind.", setzte ich hinzu.
Magnus lächelte breit und zog mich in einen sanften Kuss.
Seine Lippen waren so weich und augenblicklich spürte ich wie sich die Ruhe in meinem Körper ausbreitete.
Magnus war der erste, der sich von dem Kuss löste. Er sah mich mit einem intensiven Blick an.
Ich legte den Kopf schief.
"Du machst mich verrückt."
Ich senkte den Blick und errötete verlegen. "Tut mir leid."
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OH
MEIN
GOTT
!!!!!
Mehr sag ich dazu nicht hahah 😌😂😩
Meinungen?
Ly❤️
sparklingjnh_➰
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