[🇩🇪]#MWGA! - Meine Gehirnzellen begehen Selbstmord VI
5. Kapitel - Funkstille
Sam räumte in der zwischen Zeit sein und Bonny's Tablet auf und setzte sich auf die Bank, auf der Bonny in der ersten Pause saß, Musik gehört hatte und die Regentropfen beobachtet hatte. zwischen Zeit? Really, Chilli? REALLY? Man....
Nun saß er dort seit fast 10 Minuten und starrte auf die Tür seines Klassenzimmers. Hobbies? +100
Plötzlich wurde eine Tür neben ihm aufgeschlagen und jemand stürmte heraus. Uiiii es wird spannööönd!
Dieser jemand war Bonny.
Uhhh, Dramaaaaa!
Leider setzte sie sich nicht zu Sam, was ihn etwas enttäuschte,
Mimimimimi
sondern auf den Boden, an die Stelle wo sie ihm vorhin in Englisch geholfen hatte. Das Bodenkind ist wieder am Start und ich sag euch jetzt mal was: Der einzige Grund, warum ich mich nicht drüber lustig gemacht hab, dass die beiden 24/7 auf dem Boden hocken, ist, weil ich das auch immer mache. Born a floorkid - Dying a floorkid.
Sie lehnte sich an die Wand zog sich die Kapuze über die Haare, holte ihr Handy und ihre Kopfhörer heraus, entspannte sich und zog die Knie an. Sie entspannte sich? Meditiert sie da etwa, oder was geht ab? Ey yo, Gefrierfachmädel, meditier dir mal ein Komma her. Oder gleich 1000, wenn wir die Story aufbessern wollen.
Ihr Kopf sank auf ihre, auf den Knien verschränkten Armen herab. Einmal benutzt sie ein Komma und dann da, wo man keines braucht. Ja, ich weiß, ich würde normalerweise auch welche hin machen, aber bei Attributen braucht man sie nicht. Und wir haben da ein "n" zu viel bei Arme.
Wenn es um sinkende Köpfe geht, denke ich, jemand hat sie abgeschlagen. Da muss ich an die alte 3. Klässler Parodie von "Ich Geh' Mit Meiner Laterne" denken.
Ich gehe mit meiner Basuka
und meine Basuka mit mir
dort oben schießen die Aliens
und unten schießen wir
Mein Kopf ist ab,
er liegt im Matsch
Rabimmel Rabammel Rabumm
Ja, sowas dichten sich Kinder zusammen.
Sie konzentrierte sich auf den Text und die Melodie, versuchte nicht mehr auf den heutigen Tag zu achten, einfach ruhig zu bleiben und den Rest des Tages nicht mehr zu heulen.
Vielleicht hört sie ja genau das Lied! xD Sorry, hätte jetzt einfach zu gut gepasst. Oh mimimi, das "Ich darf nicht mehr heulen"- Klischee.
...I hear voices crying
I see heros dying
I taste blood that's driying
I feel tension rising
I hear voices in my head
They council me, they understand
The talk to me...
(Sie hat drying falsch geschrieben...)
Nein, sie hört natürlich einen WWE Themesong! (Mini-Preisfrage an die WWE Fans unter euch: Wessen Theme Song ist das? Mega schwer, I know.) ES INTERESSIERT KEINEN!
Ja, Stimmen hörte sie auch. "Du bist scheiße!"
Rede darüber! Oh manno, ich dachte die Stimmen wären gemein...
Du weißt du musst es rauslassen! Warum muss jeder an dieser Schule etwas rauslassen? Lass mal n paar Kommas raus aus dem Kommagefängnis.
Du willst nicht immer alleine bleiben!
Wäre aber besser für die restliche Menschheit.
Du solltest echt mal was mit deiner Familie machen und nicht immer alle zu Haus rum hocken! "Ja also, wenn alle Zuhause rumhocken, dann macht sie ja was mit ihrer Familie." - Bonny, 3, dachte, es wäre lustig, den Fehler so zu covern. Nein, sie meinte "alleine"...
Aber sie blendete die Stimmen aus, auch wenn sie wusste das sie allesamt Recht hatten. Wir sind schon wieder an der "dass oder das"- Geschichte angekommen. Ich werde das alles nicht nochmal erklären.
Einige weitere Stunden der Langeweile vergingen, bis der Tag endlich vorbei war. Keine Konfrontation mit Sam? Logik izz daa!
Alle packten zusammen, Bonny räumte ihr Zeug in ihren Spind und nahm nur das nötigste mit.
UUUND willkommen zur nächsten Episode "Deutsch mit Bonny!"
(Mit mir, der richtigen Bonny, nicht mit dem magischen Kühlschrank, der ist scheiße)
Unser heutiges Thema ist die Nominalisierung von Verben und Adjektiven.
Vielleicht erst mal ein Quick Guide: Nomen:
(Namenswörter, Hauptwörter, whatever)
Wörter, die nach einem Artikel folgen. (Artikel sind der, die, das [bestimmt] und eine, ein [unbestimmt].)
Bsp: Der [bestimmter Artikel] Hund [Nomen]
Oder
Ein [unbestimmter Artikel] Hund.
Man schreibt Nomen immer groß.
Sie können durch Pronomina ersetzt werden.
(Ja, das ist der Plural von Pronomen.)
Pronomen heißen in der Grundschule Fürwörter. Der Name "Pronomen" ist dabei passend, denn: "Pro" steht für "Für" und "nomen" heißt Nomen. Das heißt: Pronomen stehen "für Nomen", dass man sie also durch sie ersetzen kann.
Mein Hund [Nomen] schläft.
Er [Pronomen] schläft.
Weiter.
Adjektive:
(Wiewörter, "Wie ist etwas?")
Adjektive beschreiben Nomen näher. Der blaue [Adjektiv] Hund bellt.
Wie ist der Hund? - Blau.
Verben (Tunwörter):
Verben beschreiben eine Aktivität.
Der Hund bellt [Verb].
Was macht er? - Er bellt.
Adverbien ("Wie wird etwas gemacht?")
Jetzt wird der Shizzle gedizzlet, meine Friendz. Adverbien beschreiben Verben. (Bei Verben, die Sinne beschreiben, wie schmecken, riechen, anfühlen, aussehen, ist das n bisschen anders. Dazu komme ich nachher noch.)
Der blaue Hund bellt laut [Adverb].
Wie bellt der Hund? - Laut.
(Wir fragen also nicht mehr danach, wie der Hund ist, sondern wie er etwas macht. Das ist der Unterschied!)
Ich bin vorsichtig.
Wie bin ich? [Adjektiv] - Vorsichtig.
Ich fahre vorsichtig.
Wie fahre ich? [Adverb] - Vorsichtig.
Im Deutschen sehen Adverbien genauso aus, wie Adjektive.
Deshalb haben viele deutsche Schüler Probleme mit dem Unterschied zwischen Adjektiven und Adverben in Fremdsprachen.
Denn im Englischen und Französischen sieht das ganz anders aus.
(Trilingual, oh yes baby!)
Englisch:
The blue [Adjektiv] dog barks loudly [Adverb].
Wie ist der Hund? [Adjektiv] - Blau.
Wie bellt der Hund? [Adverb] - Laut.
I am careful [Adjektiv].
Wie bin ich? - Vorsichtig.
I drive carefully [Adverb].
Wie fahre ich? - Vorsichtig.
Was fällt auf? Genau! Die Endung -ly an den Adverbien.
Im Englischen werden Adverbien mit dem jeweiligen Adjektiv und der Endung -ly gebildet. (Es gibt natürlich Ausnahmen bei der Bildung.)
He is furious.
He looks at me furiously.
He is good.
He plays well.
(Ein Wort wie "goodly" existiert leider nicht. Genauso wenig wie "fastly". "Fast" bleibt einfach wie es ist.)
Oft wissen wir deutschen Schoolboys und -girls nicht, wie wir damit umgehen sollen, wann ein -ly dran kommt und warum dieses ly nicht "love you" heißt. (You know, wegen der Abkürzung ly, wenn man mit jemandem textet? Nicht? Okay...)
Französisch:
Le chien bleu [Adjektiv] aboie bruyamment [Adverb].
Wie ist der Hund? [Adjektiv] - Blau.
Wie bellt der Hund? [Adverb] - Laut.
Je suis attentive.
Wie bin ich? [Adjektiv] - Vorsichtig.
Je conduis attentivement.
Wie fahre ich? [Adverb] - Vorsichtig.
Was fällt auf? Genau! Die Endung -ment an den Adverbien.
Im Französischen werden Adverbien mit der weiblichen Form des Adjektivs und einem -ment am Ende gebildet.
(Es gibt immer eine weibliche und eine männliche Form eines Adjektivs. So ist die männliche manchmal attentif, actif, sportif, mit einem "-f" hinten. Oder mit einem "-x" hinten, wie bei heureux, furieux, joyeux.
Während es bei der weiblichen Form attentive, active, sportive mit "-ve" am Ende oder heureuse, furieuse, joyeuse mit "-se" am Ende ist.)
Il es furieux.
Il me regarde furieusement.
(Ich hoffe gerade, dass das grammatikalisch richtig ist. Hust hust Diplom A2 und immernoch nicht sicher, ob das, was sie sagt stimmt...)
"Hey Bonnizzle, du wolltest doch was mit den Sinnen erklären, oder nicht?"
Ja, danke! #JugendDemenz ist am Start.
Mit den Sinnen ist das so:
Im Deutschen ist das nicht nur einfach, weil Adjektive und Adverbien die selben Wörter sind, sondern weil manche Verben der Sinneseindrücke anders sind als im Englischen.
Es macht einen Unterschied, ob ich gut schmecken kann, ich also gut ausgebildete Geschmacksknospen habe.
Ich schmecke gut.
I taste well.
Oder ob ich gut schmecke, sich also ein Kannibale über mich freuen würde.
Ich schmecke gut.
I taste good.
Wisst ihr, was ich meine?
Es macht einen Unterschied, ob ich böse aussehe, ich also einfach ein böses Gesicht ziehe.
Ich sehe böse aus.
I look furious.
Oder ob ich dich böse ansehe.
Ich sehe dich böse an.
I look at you furiously.
Oder ob ich gut aussehe, weil ich einfach richtig bEaUtIfUl bin.
Ich sehe gut aus.
I look good.
Oder ob ich gut sehen kann, ich also nicht blind bin.
Ich sehe gut.
I see well.
Es macht einen Unterschied, ob ich gut rieche, meine Nase also ihren Job gut macht.
Ich rieche gut.
I smell well.
Oder ob ich gut rieche, ich also auf Körperhygiene achte und mich einparfümiere.
Ich rieche gut.
I smell good.
(Sorry .... xD)
Es macht einen Unterschied, ob ich gut fühlen kann, mein Tastsinn also gut ausgebildet ist.
Ich fühle/ taste gut.
I feel/ sense well.
Oder ob ich ich mich gut anfühle. Die Zweideutigkeit kicken wir mal schön vor die Tür und holen sie erst morgen wieder rein.
Ich fühle mich gut an.
I feel good.
Oder ob ich mich gut fühle, ich also happy as a flying fuck bin.
Ich fühle mich gut.
I feel good.
(Um Musik kommt ihr leider nicht herum, Leute.)
So! Dieser Quick Guide war gar nicht mal so quick. 😂
Aber hey, jetzt wisst ihr ein bisschen was über Adverbien.
Jetzt zum eigentlichen Thema.
Wenn man Artikel vor ein Adjektiv oder Verb packt, kann man sie nominalisieren. Das heißt, sie werden dann selbst zu Nomen.
Bsp:
Ich laufe gerne. Das Laufen macht mir Spaß.
Verb -> Nomen.
Das ganze funktioniert auch bei sogenannten zusammengezogenen Artikeln. Also ein Artikel, der mit einer Präposition verbunden ist.
Zum = zu + dem
Zur = zu + der
Beim = bei + dem
Am = an + dem
Ans = an + das
Ins = in + das
Sowas halt.
Bsp: Beim Laufen fühle ich mich fit. Zum Laufen brauche ich gute Schuhe.
Bei Adjektiven ist das Ganze ein bisschen komplizierter.
Nur weil du einen Artikel vor ein Adjektiv klatscht, ist es nicht sofort ein Nomen.
Wir erinnern uns an unseren Bello.
Der blaue Hund ist niedlich.
Da steht ein Artikel direkt vor dem Adjektiv, trotzdem bleibt es ein Adjektiv.
Mrs Frosty nahm alle ihre nötige Schulsachen mit. Sie nahm nur das Nötigste mit.
Nötig ist ein Adjektiv, aber das Nötigste ist ein Nomen.
So gilt das für so gut wie alles.
Das Schöne. Das Tolle. Das Einzige. Das Besondere. Das Gute.
Auch, wenn die Adjektive gesteigert wurden.
Das Schönste. Das Tollste. Das Beste.
(Nicht zu verwechseln mit am schönsten, am tollsten, am besten, denn das sind nur die gesteigerten Adjektive. I know, confusing)
So funktioniert das auch, wenn sogenannte Numerale verwendet werden.
Das sind Wörter wie:
zwei, drei, vier, fünf, und so weiter. (Also Zahlen)
Und:
wenige, viele
Und sowas in der Art.
Also: Numerale zeigen, wie viel etwas ist/ wie viel von etwas vorhanden ist.
AND THUS CONCLUDES "DEUTSCH MIT BONNY!"
Und damit beenden wir nicht nur "Deutsch mit Bonny!", sondern auch dieses Kapitel, das ich mit einen Erklärungen komplett überladen habe.
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