Episode 15


,,Das wird echt höllisch wehtun", lachte er dreckig und band mich und Yejoon an die Decke des Lasters. ,, Dein Schädel bricht auf und dein Gehirn quillt heraus, wenn du gleich zerquetscht wirst"

Er tätschelte meine Wange. ,,Das würde ich ja nur zu gerne sehen, aber ich hab keine Zeit mehr. Machs gut Kleines", sagte er und schloss die Wagentür. Er drückte einen Knopf und der Laster wurde von einem Kran hochgenommen und irgendwo anders platziert. ,,Yejoon! Yejoon, aufwachen! Schnell!" Er öffnete die Augen und sah mich verpeilt an. ,,Was ist das?" Der Laster wackelte und wir wurden herumgeschleudert. Das Dach wurde eingedrückt. ,,Irgendwas, was gleich diesen Laster zerquetschen wir und uns gleich mit, wenn wir hier nicht irgendwie rauskommen", sagte ich mit zittriger Stimme. Mein Herz schlug rasant. Ich hatte zum ersten Mal wirklich Angst um mein Leben. Ich kann nicht sterben ohne mich zu rächen! Das Dach spaltete sich und unsere Handschellen brachen ab. Wir krachten auf den Boden und rappelten uns auf, um die Wagentür zu öffnen, doch sie war verschlossen. ,,Scheiße", sagte Yejoon und krümmte sich. Seine Schläfe blutete und er konnte kaum stehen. Das Ding was uns zerquetschen soll, ging immer weiter runter. Als wir uns nur noch auf den Knie fortbewegen konnte, spaltete sich auf einmal auch die Tür. Yejoon ließ mich vor, also quetschte ich mich zuerst durch den Spalt. Yejoon war noch im Laster, als die Riesen-Walze nun schon so weit unten war das man sich bücken musste. ,,Scheiße, komm endlich raus!", schrie ich panisch. ,,Ich versuch es doch!", rief er und versuchte sich auch rauszuquetschen, jedoch blieb er mit seinen Handschellen irgendwo hängen. ,,Nicht bewegen, ich helfe dir!", rief voller Panik. ,,Nein", krächzte er. ,,Hau schnell ab" Ich schnaubte empört. ,,Ich lass dich doch nicht hier verrecken, du Idiot" Er wollte protestieren, doch quetschte mich wieder halb durch, um die Handschellen zu lösen. Auf einmal tauchte Choi Sungho auf. Mit seinem Auto fuhr direkt in die Säule mit dem Knopf für die Walze rein und sie hörte auf sich zu bewegen. Ich holte Yejoon aus dem Laster raus. Plötzlich hörten wir Polizei-Sirenen. Ich gab Sungho ein Zeichen abzuhauen.

,,Also wirklich. Polizisten, die sich Handschellen anlegen lassen", sagte Koohu und half Yejoon hoch. Unser Chef sah uns enttäuscht an. Leeho half mir auch und Yejoon schaute zu mir. ,,Alles okay bei dir?", fragte er. Das Blut an seiner Schläfe war angetrocknet. ,,Ja", sagte ich erschöpft. Um mich herum drehte sich alles. ,,Alles Bestens" Plötzlich wurde alles dunkel. Bevor ich das Bewusstsein verlor, sah ich nur verschwommen, wie Yejoon sich aus Koohuś Armen befreite und mich hinderte auf den Boden zu fallen, da Leeho mich nicht sehr gut festgehalten hatte.

***

[P.o.V. Sungho]

,,Geht es Ihnen soweit gut?", fragte Hyon, der mein Hotelzimmer betrat. Ich antwortete nicht, den ich war immernoch angepisst auf ihn, weil er ohne mich Drogen geliefert hatte. ,,Wieso haben sie allein gehandelt?" Meine Geduld neigte sich dem Ende zu, doch ich blieb ruhig. ,,Dangryul hat versucht Yeonseo zu töten"

Hyon atmete entnervt aus. ,,Nur wegen diesem Mädchen, wären Sie fast umgebracht worden"

Nun riss mir wirklich bald der Geduldsfaden.

,,Auf dem Schiff hat sie geschossen, obwohl die Gefahr bestand, deswegen entarnt zu werden", sagte ich gefährlich ruhig. ,,Und was hast du getan?"

Langsam kam ich auf ihn zu. ,,Hm Hyon, was hast du denn getan?" Als er nicht antwortete, packte ich ihn am Hemdkragen. ,,Ich habe dich etwas gefragt, Hyon"

Reuevoll blickte er auf den Parkettboden. Ich sah ihn wütend an. ,,Es tut mir leid", murmelte Hyon. Meine Hand an seinem Kragen zitterte und ich stieß in von mir weg. Ich glaube, der konnte mir gestohlen bleiben.

[P.o.V Yejoon]

Wir waren ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem wir von Dangryul's Leuten fast ermordet wurden. Yeonseo wurde vor ein paar Stunden operiert, während ich, Koohu, Leeho und Eum Seungri warteten. ,,Ich geh jetzt Huh Dangryul schnappen, mir reicht's !", rief und wollte mit meiner Krücke loslaufen, doch Seungri schubste mich wieder auf die Bank zurück. ,,Du wirst erstmal genesen, verstanden!", rief er zurück. Ich stockte. Das war ja kaum zu fassen!? ,,Hören Sie, dieses Arschloch hat Yeonseo ein Messer ins Bein gerammt und sie wäre beinahe gestorben! Und der Typ läuft da draußen immernoch herum!" ,,Kwang Yejoon!", rief Seungri etwas lauter. ,,Sie hat mein Vertrauen", sagte ich.

Seungri stockte. ,,Huh Dangryul kriegen sowieso bald, also setz dich hin", befahl er.

Stur stand ich auf und lief die Flure im Krankenhaus entlang, bis ich vor Yeonseo's Zimmer stand. Ich blickte durch das Fenster, was in der Tür eingelassen war. Sie sah auf einmal so schwach aus. Nicht so wie sonst, kalt und emotionslos. Ihr Gesicht voller Schrammen, ihr Bein genäht und ihre blassen Hände lagen erschöpft auf der blauen Decke.

[P.o.V Sungho]

Ich war mit Hyon zur Trainingshalle gefahren, um denjenigen nach Dangryul auszufragen, den Hyon angeblich als Geisel halten konnte. Dort angekommen sah ich mich genau um. Es war verwüstet und trockenes Blut klebte am, Boden. Hyon brachte mir die Geisel und als ich ihn erblickte stockte ich erstaunt. ,,Du", prustete ich. ,,Woonbin?" Er schaute mich aus leeren Augen an. ,,Wo ist Dangryul, hm?", fragte ich nun ernst. Auf einmal wurde Woonbin aggressiv. ,,Scheiße, ich hab keine Ahnung", krächzte er und das getrocknete Blut an seinem Hals, bröselte auf den Boden. ,,Ich weiß nur, das ich die kleine Schlampe umbringen werde, wenn ich sie das nächste Mal sehe" Ich sah ihn spöttisch an. ,,Die Konsequenzen sind hart, doch du entscheidest, wie lange es sich hinzieht" Ich ließ ihn kopfüber am Fuß an die Decke hängen und schaute ihn von unten an. Seine Hände waren gefesselt, damit er nicht auf dummer Gedanken kam. ,,Denk über deine Fehler nach, Woonbin. Ich bin bald wieder da", sagte ich und lief wieder zu Hyon. ,,Haben Sie etwas herausgefunden?", fragte er vorsichtig. Ich schüttelte den Kopf und räusperte mich. ,,Hast du heute schon etwas gegessen?", fragte ich ihn. ,,Nein, noch nicht", antwortete er. ,,Lust auf Samgyetang?", lächelte ich leicht. ,,Sehr gern", nickte er.

***

Wir saßen in einem Restaurant und aßen Samgyetang. Ich räusperte mich und fing an zu sprechen. ,,Wir warten was die Drogenermittlung tut. Sobald die Dangryul jagen, taucht er schon von selbst auf"

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