Wieder zu Hause

*4 Wochen später*

Kathrin P.O.V.

Ich bin gerade am Flughafen von St. Louis gelandet. Jetzt ist es soweit. Ich bin also wieder in meiner alten Heimat. Ich streiche mein Kleid glatt und schiebe den Wagen mit meinen Koffern zum Ausgang. Da die Sonne heute ihre Bestleistung zeigt, setze ich meine Sonnenbrille auf. Laut Paul werde ich von einem seiner guten Freunde abgeholt, der mir bei der Eingewöhnung helfen soll.

Ich schaue mich um, weil ich seinen Freund nirgends sehen kann. „Angel?" höre ich eine sehr vertraute Stimme, die ich hoffte niemals wieder hören zu müssen. Ich straffe meinen Körper und drehe mich langsam um. „Ich weiß leider nicht wen zu meinen. Schönen Tag noch." sage ich mit kühler Stimme. Zum Glück versteckt die Sonnenbrille meine Augen. Randy kommt auf mich zu und nimmt seine Sonnenbrille ab. Seine Augen wandern über meinen Körper und fixieren dann meine Augen. „Ich glaube nicht, dass ich mich irre, Kathrin. Hunter hat mich geschickt. Ich soll dir bei der Eingewöhnung in der WWE helfen." antwortet er mir. Ich erwidere seinen Blick und sehe ein Funkeln in seinen Augen. „Hunter?" frage ich. „Ach so du kennst ihn wohl als Paul." antwortet er und streicht sich über den Nacken. Diese Geste lässt mich leicht lächeln, weil er schon als Teenager so reagiert hat wenn er nervös ist. „Okay. Dann bringen Sie mich bitte zu meinem Haus. Ich bin erschöpft vom Flug." sage ich und sieze ihn bewusst. Ich will keine Nähe aufkommen lassen. Ich muss Randy auf Abstand halten. Ich darf ihn nicht hinter meine Mauer lassen. Ich werde nur wieder verletzt. „Du musst mich nicht siezen. Wie sind doch schließlich alte Freunde." flüstert er fast. „Ich kann mich nicht daran erinnern sie jemals gesehen zu haben. Bringen Sie mich jetzt bitte zu meinem Haus." sage ich gespielt genervt. Randy schaut mich geschockt an und senkt dann seinen Blick. Ich sehe unendliche Traurigkeit und Schmerz in seinem Blick. Er nimmt mir den Wagen ab und wir gehen zu seinem Auto. Randy verstaut meine Sachen in dem Kofferraum seines Hummers. Ich will auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, aber ich scheitere an der Höhe des Autos. „Kann ich dir helfen? Schließlich habe ich dir schon früher bei solchen Höhenunterschieden geholfen. Du bist in den letzten 15 Jahren nicht wirklich gewachsen." schmunzelt er und packt mich an der Hüfte. Er hebt mich hoch und setzt mich auf dem Beifahrersitz ab. Ich erröte leicht und senke meinen Blick. Diese Berührung bringt mich etwas durcheinander. Ich atme tief durch und versuche mein Gefühlschaos zu sortieren. Ich darf ihm keine Macht über mich geben. Randy setzt sich neben mich und startet das Auto, nachdem er noch einen kurzen Blick zu mir geworfen hat. Wir fahren knapp 45 Minuten und erreichen dann mein Haus. Ich bin verwundert woher Randy meine Adresse kennt, aber wahrscheinlich hat Paul ihm diese geben. Er betätigt einen kleine Fernbedienung und das Tor öffnet sich. Wir fahren die Einfahrt hoch. Randy hält direkt vor der Garage und steigt aus. Ich öffne die Tür und er hält mir seine Hand hin. Ich ignoriere sie und steige einigermaßen galant aus dem Auto. Ich gehe an ihm vorbei zum Kofferraum. „Bitte öffnen Sie den Kofferraum. Wenn ich meine Koffer habe, dann können Sie mich allein lassen. Ach so die Fernbedienung benötige ich auch noch." sage ich kühl und weiche seinem Blick aus. Randy stellt sich neben mich, öffnet den Kofferraum und holt meine Koffer heraus. „Ich trage dir die Koffer noch ins Haus." sagt er aber ich schüttle den Kopf. „Nein danke. Ich schaffe das allein." sage ich genervt. Wieso kann er nicht einfach aufgeben und mich genauso kühl wie ich ihn behandeln? „Wie du willst. Ich werde dich heute Abend zum Essen abholen und dir wichtige Informationen zu deiner Arbeit geben." antwortet er kühl aber mit einer Spur Schmerz. Ich nicke und nehme ihm die Fernbedienung ab. Kurz berühren sich unsere Finger und ich spüre ein Kribbeln an dieser Stelle. Ich schließe kurz meine Augen. Ich darf mich nicht auf ihn einlassen. Ich trete ein paar Schritte zurück und wende mich von ihm ab. Als er meine Koffer vor die Haustür gestellt hat, kommt er auf mich zu. Er lehnt sich zu mir runter, streicht eine lose Strähne hinter mein Ohr und flüstert „Ich weiß, das du es auch spürst. Ich bin nicht böse auf dich Angel. Ich bin so unendlich glücklich, dass du wieder bei mir bist. Ich habe dich vermisst. Endlich ist meine kleine Schwester wieder hier bei mir.". Seine kleine Schwester? Er sieht mich nur als seine Schwester. Ich habe es gewusst. Ich verkrampfe mich sofort und trete energisch von ihm weg. „Ich bin Niemandes kleine Schwester. Und jetzt nehmen Sie ihre Hände von mir." knurre ich. Er nimmt seine Hand zurück, als wenn er sich an mir verbrannt hätte. „Bis heute Abend. Ich hole Sie um 19 Uhr ab." sagt er kühl und steigt in sein Auto. Ich schaue seinem Auto hinterher als ein mein Grundstück verlässt. Ich seufze kurz auf und schließe die Tür zu meinem neuem zu Hause auf. Obwohl ist es wirklich mein zu Hause?

Randy P.O.V.

„Verdammte Scheiße. Ich hätte sie nicht so bedrängen dürfen." schreie ich im Auto. Ich schlage aufs Lenkrad und löse damit die Hupe aus. Ich schrecke mich kurz und halte dann auf dem Seitenstreifen an. Ich nehme mein Handy und wähle die Nummer von Damian.

D: „Hi Randy. Hast du unsere Kleine nach Hause gebracht?"

R (seufzt): „Ja habe ich, aber es ist alles schief gelaufen."

D: „Was ist passiert?"

R: „Sie hat mich die ganze Zeit gesiezt und sehr kühl behandelt. Sie hat sogar bestritten mich zu kennen. Damian... sie hat auch gesagt, dass sie von Niemandem die kleine Schwester ist. Sie war so abweisend. Gar nicht wie unsere Kathrin."

D: „Oh mein Gott. Randy wir müssen etwas tun. Ich will sie endlich wieder in meine Arme schließen. Ich will meine Kleine zurück."

R: „Ich weiß. Ich auch. Ich treffe mich heute um 19 Uhr mit ihr zum Essen. Willst du vielleicht mitkommen?"

D: „Ja, auf jeden Fall. Wo wollt ihr hingehen?"

R: „Ich wollte sie zu unserem Lieblingsitaliener ausführen. Wir treffen uns vor dem Restaurant. Ich hoffe es wird alles gut und sie weist uns nicht ab."

D: „Alles wird gut. Sie ist unsere Kleine und das wird sie auch einsehen. Bis heute Abend. Ach Randy... danke."

R: „Nicht dafür."

Wir beenden das Gespräch und ich fahre nach Hause. Als ich mein Grundstück betrete, sehe ich ein mir sehr bekannte Frau vor der Tür stehen. Sam. „Was willst du hier? Du sollst dich doch von mir fern halten." knurre ich genervt. „Babe. Ich will doch nur mit dir reden. Ich habe dich vermisst. Gib uns doch bitte noch eine Chance." fleht sie und streicht mit ihrer Hand über meine Brust. Ich schlage ihre Hand weg und gehe einen Schritt zurück. „Es gibt kein uns, Sam. Wir hatten unseren Spaß, aber das ist schon lange Vergangenheit. Verschwinde aus meinem Leben. Ich will dich nicht mehr sehen." schreie ich sie an. Sam zuckt zusammen, aber geht nicht weg. „Babe. Du willst mich doch auch. Vergiss sie endlich. Sie wird nicht mehr zurückkommen. Ich bin hier und will die Frau an deiner Seite sein. Ich liebe dich und du wirst mich auch lieben lernen." versucht sie es wieder. „Niemals. Sie ist die Frau an meiner Seite und wird das immer bleiben. Und sie ist wieder hier. Jetzt verschwinde endlich und das für immer." knurre ich und packe ihren Arm. Ich zerre sie zu meinem Tor und werfe sie raus. Hinter ihr schließe ich das Tor wieder. Ich höre noch ihre Rufe, aber ignoriere sie einfach. Ich betrete mein Haus und gehe in mein Fitnessstudio. Ich ziehe mir eine kurze Sporthose und ein Tanktop an. Ich muss einfach Dampf ablassen.

Nach drei Stunden bin ich völlig erschöpft und lasse mich auf die Hantelbank sinken. Ich wische mir mit dem Handtuch den Schweiß vom Gesicht und nehme einen großen Schluck aus der Wasserflasche. Ich schaue auf die Wanduhr und sehe das es bereits 17 Uhr ist. Ich stehe auf und gehe in Bad, um mich zu duschen und meine Haare zu waschen. Ich gehe mit einem Handtuch um die Hüfte in mein Schlafzimmer. Ich ziehe mir frische Boxershort und einen Anzug an.

Ich schaue nochmal in den Spiegel, nehme meine Geldbörse und Handy und verlasse das Haus. Ich steige in meinen Mercedes und fahre zu Kathrin's Haus. Als ich ihr Haus erreicht habe, steige ich aus und klingle an ihrer Haustür. Nach kurzer Zeit öffnet sie die Tür und steht in einem wunderschönen Kleid mit passenden High Heels vor mir. Ihre Haare fallen in großen Locken über ihre Schulter und sie ist dezent geschminkt.

„Du siehst wunderschön aus." hauche ich und sehe wie sie leicht errötet. Sie ist so süß, wenn sie rot wird. „Danke. Sie sehen auch sehr gut aus Randy." flüstert sie. Wie sie meinen Namen ausspricht, lässt mich Gänsehaut bekommen. Was würde wohl passieren, wenn sie ihn unter mir stöhnt? Sie legt ihre Hand auf meinen Unterarm und holt mich damit aus meinen Gedanken. Ich schüttle kurz meinen Kopf und atme tief durch. Ich muss schleunigst runter fahren, da es in meiner Hose schon etwas spannt. Sie schließt die Haustür und ich führe sie zum Auto. Ich habe meine Hand auf ihren Rücken gelegt und spüre die Wärme ihres Körpers. Diese Frau macht mich verrückt. Ich öffne die Tür und lasse Kathrin einsteigen. Ich werfe einen längeren Blick auf ihre langen Beine und muss schwer schlucken. Ich schließe die Tür, gehe zur Fahrerseite und setze mich hinters Lenkrad. „Wo fahren wir eigentlich hin?" fragt sie mich und lächelt mich an. „Wir fahren zu einem sehr guten Italiener in St. Louis." antworte ich und fahre von ihrem Grundstück. Da kaum Verkehr auf der Straße ist, kommen wir nach 30 Minuten beim Restaurant an. Ich parke auf einem freien Platz direkt davor und helfe ihr beim Aussteigen. Ich biete Kathrin meinen Arm an und sie hackt sich nach einem skeptischen Blick bei mir unter. Als sie den Namen des Italieners sieht, schaut sie mich überrascht an. „Es gibt ihn immer noch?" fragt sie. „Ja Angel. Ich gehe hier sehr gern mit meiner Familie und Freunden essen. Hier gibt es immer noch die beste Pasta Arrabiata. Du hast sie früher regelrecht inhaliert." lache ich. Sie wird wieder leicht rot und boxt mir auf den Oberarm. Diese kleinen Neckereien lassen mein Herz schneller schlagen. Vielleicht haben wir doch eine Chance wieder zueinander zu finden. Wir betreten das Restaurant und ich nenne dem Kellner meinen Namen. Er führt uns zu einem Tisch im hinteren Bereich. So haben wir unsere Ruhe und werden nicht von außen gesehen. Ich liebe meine Fans, aber heute brauche ich keine Störung. Ich ziehe den Stuhl für Kathrin zurecht und schiebe ihn wieder heran als sie sich gesetzt hat. Ich nehme ihr gegenüber Platz. „Kommt noch jemand zum Essen? Der Tisch ist für drei Personen gedeckt." fragt sie und legt ihren Kopf leicht schief. Verdammt wie soll ich ihr erklären, dass ihr Zwillingsbruder kommt? Sie wird ausflippen, weil ich sie überfahre. Wir haben doch gerade so einen entspannte Stimmung zwischen uns, die ich ungern zerstören will. „Naja. Es wird noch jemand zu uns stoßen. Er arbeitet auch für die WWE, aber auf freiberuflicher Basis." versuche ich den dritten Platz zu erklären. „Okay?" sagt sie skeptisch. Der Kellner unterbricht die Spannung und ich bestelle uns einen guten Rotwein und Wasser für uns. Nach ein paar Minuten kommen die Getränke und wir stoßen auf ihren Job an. Wir unterhalten uns etwas über die WWE und die zwei Brands, als eine vertraute Person hinter ihr auftaucht. „Kleine. Du bist wieder hier." höre ich Damian mit gesprochener Stimme sagen. Kathrin spannt sich sofort an und krallt ihre Finger um das Rotweinglas.

A/N

Guten Morgen ihr Lieben. Kathrin ist also wieder zu Hause! Das erste Aufeinandertreffen mit Randy ist ja mehr als kühl verlaufen. Wie wird sie auf ihren Zwillingsbruder reagieren?

Leider hat mich eine nervige Grippe erwischt 😷. Zwischen schlafen, Medikamenten und Tee trinken, habe ich hoffentlich Zeit die Geschichte weiter zuschreiben. Normalerweise kommen ja nur Mittwoch und Samstag neue Kapitel, aber ich denke morgen oder Freitag könnte noch ein zusätzliches kommen.

Schönen Start in den Mittwoch.

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