Rückfall

Kathrin P.O.V.

Ich wache mit heftigen Kopfschmerzen auf und habe das Gefühl alles bricht über mir zusammen. Ich fühle mich so leer und einsam. Neben der Beerdigung meiner Eltern, ist das gestern der schlimmste Tag in meinem Leben gewesen. Ich habe wirklich gedacht, dass Randy mich liebt und ich ihm vertrauen kann. Ich habe 15 Jahre lange niemanden vertraut und habe das erste Mal meine Mauer fallenlassen. Wenn ich meine Augen schließe, dann sehe Randy und Sam küssend vor mir. Ich setze mich langsam auf und reibe mir übers Gesicht. Ich habe gehofft, dass ich mich nie wieder so fühlen würde, aber das war wohl ein Fehler. Ich seufze tief auf und schaue aus dem Fenster. Ich stehe auf und gehe ins Bad. Ich ziehe meinen Pyjama aus, strecke mich und stelle das Wasser meiner Badewanne an. Ich lehne mich an die Wand und spüre die kalten Fließen an meinem nackten Rücken. Als die Wanne voll ist, lasse ich Lavendelbadezusatz reinlaufen und steige ich hinein. Ich lehne mich zurück und lasse mich runter gleiten. Das warme Wasser entspannt meine Muskeln und spült den Dreck des gestrigen Tages weg. Ich versuche meine schlechten Gedanken zu verdrängen, aber spüre wie mir die Tränen über die Wangen laufen. Wieso hat er mir das angetan? Hab ich mich wirklich so sehr in ihm getäuscht? Ich streiche mir über meine nassen Haare und atme tief durch. Ich fühle wie sich meine Brust vor Schmerz zusammenzieht und meine Atmung hektischer wird. Plötzlich spüre ich einen vertrauten Drang, den ich das letzte Mal vor 10 Jahren gespürt habe. Ich setze mich auf und wische mir übers Gesicht. Meine Muskulatur ist angespannt. Ich seife mich ein und shampooniere meine Haare. Ich spüle alles ab und steige aus der Wanne. Ich binde ein Handtuch um meinen Körper und Haare. ‚Du darfst es nicht tun. Du darfst nicht wieder rückfällig werden.' ermahne ich mich selber. Ich stelle mich vor den Spiegel und sehe eine gebrochene blaße Frau vor mir. Meine Augen haben ihr Strahlen verloren und sind von Augenringen umgeben. Ich trockne mich ab, putze meine Zähne und ziehe mir frische Unterwäsche an. Ich rubble meine Haare trocken und binde sie zu einem Dutt im Nacken. Ich gehe ins Schlafzimmer und hole mir einen schwarzen Hoddie, eine Jeans und meine schwarz roten British Knights heraus. Ich ziehe mich an und setze mir noch eine schwarze Beanie auf.

Ich gehe nach unten und ziehe meinen Anorak an. Ich nehme mir Geld und meine Autoschlüssel. Ich fahre zu einem Ort, wo ich das bekomme was ich gerade brauche. Als ich angekommen bin, stelle ich den Motor aus und lege meine Stirn auf das Lenkrad. In mir tobt ein Sturm aus Verzweiflung, Schmerz und Wut. Ich hebe meinen Kopf und sehe die vertraute Umgebung. ‚Soll ich es wirklich tun?' denke ich und reibe über meinen Nacken. Ich straffe meinen Körper, setze die Kapuze meines Anoraks auf und steige aus. Ich gehe auf einen schwarz gekleideten Mann zu, der mich dreckig angrinst. „Du bist also wieder da." begrüßt er mich. „Leider ja. Ein weiterer Fehler auf meiner Liste. Ich brauche etwas von dir." antworte ich. „Bist du dir sicher?" fragt er mich mit hochgezogener Augenbraue. Ich nicke und halte ihm Geld hin. Er umarmt mich und steckt mir das gewünschte in die Tasche. Ich drehe mich um und gehe wieder zu meinem Auto. Ich fühle das Päckchen in meiner Tasche und spüre die Unruhe in mir aufsteigen. Ich fahre nach Hause und betrete mein Haus. Erst will ich ins Wohnzimmer gehen, aber ich kann nicht. Ich verkrampfe die Hand in meiner Jackentasche und kralle meine Nägel in das Päckchen. „Es tut mir leid Mum und Dad, aber ich kann nicht mehr." schluchze ich und schaue nach oben. Ich gehe in mein Schlafzimmer und lege das Päckchen aufs Bett. Ich ziehe mein Anorak und Schuhe aus und werfe alles auf den Boden. Ich nehme das Päckchen und setze mich aufs Bett. Soll ich es wirklich tun? Ich schüttle meinen Kopf und vertreibe die trüben Gedanken. Ich bereite alles vor und nach ein paar Minuten fühle ich mich viel ruhiger. Ich spüre allen Schmerz von mir weichen und lasse mich aufs Bett zurückfallen. Nach 10 Jahren bin ich als wirklich rückfällig geworden. Ich höre mein Handy klingeln und sehe das Hunter anruft. Es ist vielleicht nicht meine beste Idee, aber ich nehme das Gespräch an.

H: „Guten Morgen Kathrin."

K. „Hi Hunter. Was kann ich für dich tun?"

H: „Ich wollte dich fragen, ob du zwei Tage früher nach Dallas kommen kannst? Wir haben einen Sponsorentermin und brauchen dich bei den Verhandlungen."

K: „Klar kein Thema. Ich buche mir einen Flug. Ich schreibe dir wann ich lande. Wir sehen uns in drei Tagen."

H: „Super danke. Der Flug geht aus uns. Ich werde alles buchen und dir die Daten schicken. Bis Freitag."

Wir beenden das Gespräch und ich lasse das Handy neben mich fallen. Plötzlich spüre ich die Ruhe mich übermannen und ich lege mich wieder hin. Ich ergebe mich dem Gefühl und schließe die Augen. Nach 2 Stunden wache ich wieder auf und fühle mich ruhig und entspannt. Ich stehe auf und mache mir etwas zu essen. Als ich am Flurspiegel vorbeikomme, schaue ich mir in die Augen. Meine Pupillen sind erweitert. Ich gehe in die Küche und mache mir ein Müsli und Kaffee. Irgendwann klingelt es an meiner Tür. Ich höre Damian nach mir rufen. Verdammt. Ich setze mir meine Sonnenbrille auf und öffne die Tür. „Kathrin du hast dich seit gestern nicht mehr gemeldet. Was ist passiert? Randy hat mich völlig aufgelöst angerufen und mir alles erzählt." sagt er und umarmt mich. Ich versteife mich und kann die Umarmung nicht erwidern. Er schiebt mich etwas von sich und schaut mich skeptisch an. „Warum trägst du im Hause eine Sonnenbrille?" fragt er mich. „Migräne." murmle ich. Er nickt und führt mich ins Wohnzimmer. Ich verkrampfe noch mehr als ich die Couch sehe. „Es war hier nicht wahr?" flüstert er. Ich nicke und senke meinen Blick. Wir setzen uns und Damian legt seinen Arm um mich. Ich schaue weiter auf meine Hände und schweige. „Rede mit mir Kleine. Ich bin für dich da." haucht er. „Es gibt nichts zu bereden." krächze ich „Ich will nur meine Ruhe haben. Am Freitag fliege ich nach Dallas und helfe Hunter bei Vertragsverhandlungen.". „Okay. Soll ich mitkommen? Ich kann meine Termine verschieben." schlägt er vor. „Das musst du nicht. Ich werde damit allein zurechtkommen. Du musst mich nicht beschützen. Du bist nicht mein Vater." antworte ich. Er schaut mich geschockt an. „Ich will dich nicht bevormunden. Ich will dir doch nur helfen." versucht er mich zu beruhigen. „Das musst du nicht. Mir geht es super." antworte ich leicht genervt. Kann er nicht einfach gehen? Irgendwann verabschiedet er sich und lässt mich endlich allein. Ich schaue auf die Uhr und sehe das es mittlerweile 16 Uhr ist. Ich surfe durchs Internet und finde eine Party heute Abend. Sie geht um 22 Uhr los. Also noch genug Zeit stylen. Zuerst werde ich mich noch etwas hinlegen. Ich nehme mein Handy und stelle meinen Wecker auf 19 Uhr. Ich sehe Anrufe und Nachrichten von Randy, aber lösche sie einfach. Ich ziehe mich bis auf die Unterwäsche aus und lege mich ins Bett. Um 19 Uhr werde ich durch meinen Wecker geweckt und strecke mich ausgiebig. Ich steige unter die Dusche und mache mich frisch. Ich nehme noch eine Dosis Glücklichmacher und spüre wie die schlechten Gedanken verschwinden. Danach ziehe ich mir schwarze Dessous an. Da mein Partykleid etwas freizügig ist, wähle ich einen trägerlosen BH. Ich schminke mich und locke meine Haare. Als es 21:30 Uhr ist, rufe ich ein Taxi und ziehe mir mein Kleid und die passenden High Heels an.

Ich steige in das wartende Taxi und nach 40 Minuten sind wir bei der Partylocation angekommen. Ich bezahle den Fahrer und steige aus. Der Türsteher checkt mich ab und lässt mich mit einem dreckigen Grinsen rein. Dank meines freizügigen Outfits ignoriert er meine erweiterten Pupillen. Sex sells. Ich betrete den Club, spüre den Bass der Musik und beobachte die tanzende Menge. Ich gehe zur Bar und bestelle mir einen Rum Cola und exe ihn direkt. Der Barkeeper schaut mich verwundert an, aber gibt mir gleich das nächste Glas. Ich spüre die Mischung aus Bass, Alkohol und Glücklichmacher. Ich gehe auf die Tanzfläche und lasse mich von der Musik treiben. Plötzlich spüre ich zwei Hände auf meiner Hüfte. „Du bist wahnsinnig sexy Babe." raunt mir ein Typ ins Ohr. Ich drehe mich nicht um, sondern reibe meinen Hintern an seinem Schritt. Er packt mich fester und erwidert meine Bewegungen. Ich fühle mich wie auf Wolken und genieße die Aufmerksamkeit des Typen. Nach einiger Zeit dreht er mich um und legt eine Hand auf meinen Hintern und die andere in meinen Nacken. Ich schaue in graue Augen mit grünen Sprenkeln, die mich lüstern anschauen. „Hi." raune ich und lege meine Hände in seinen Nacken. Trotz meiner High Heels ist er noch einen Kopf größer als ich. Er ist muskulös und hat verwuschelte schwarze Haare. Er formt ein „Hi" mit seinen Lippen und zieht mich noch enger an sich. „Darf ich dir etwas ausgeben?" schreit er über die Musik. Ich nicke und er zieht mich zur Bar. Er schiebt mich vor sich und drängt sich von hinten an mich. Ich fühle eine Beule, die sich gegen meinen unteren Rücken presst. Er bestellt zwei Rum Cola für uns. Wir stoßen an und trinken einen großen Schluck. Er setzt sich auf den Barhocker und zieht mich zwischen seine Beine. „Ich bin Gabriel. Freunde nennen mich Gab." stellt er sich vor. „Kathrin. Freunde nennen mich Kate." hauche ich und lege meine Hände auf seine Brust. „Hast du Lust mit mir Spaß zu haben?" fragt er mich anzüglich. „Haben wir den nicht schon?" antworte ich und lecke über meine Lippen. Er nickt, holt etwas aus seiner Hosentasche und legt es sich auf die Zunge. Er zieht meinen Kopf zu sich und küsst mich verlangend. Er stupst mit seiner Zunge gegen meine Lippen. Ich lasse ihn gewähren und spüre eine kleine Pille. Ich nehme sie von seiner Zunge und schlucke sie runter. Unser Kuss wird noch leidenschaftlicher und seine Hand massiert meinen Hintern. Ich löse mich und ziehe ihn auf die Tanzfläche. Wir tanzen bis morgens um 3 Uhr und fahren dann mit einem Taxi zu mir. Ich fühle mich völlig aufgedreht und sitze rittlings auf seinem Schoß. Wir knutschen wie zwei Teenager und ich reibe meine Mitte an seiner Erregung. Als wir bei mir angekommen sind, zahlt Gab den Fahrer und trägt mich ins Haus. „Ich werde dir den Himmel zeigen Babe." raunt er gegen meine Lippen, als ich an die Wand von ihm gepresst werde. „Dann zeig mal was du kannst Tiger." necke ich ihn. Er hebt mich hoch und trägt mich ins Schlafzimmer. Gab drückt mich an die Schlafzimmertür und fährt mit seiner rechten Hand unter mein Kleid. Ich spüre seine Finger über meine Mitte streichen. „Dein Slip ist ja schon klatschnass. Freust du dich so sehr auf mich?" keucht er und schiebt meinen Slip zur Seite. Ich stöhne laut auf, als er direkt zwei Finger in mich stößt. Nach ein paar Minuten stoße ich ihn von mir und ziehe mich komplett aus. Gab's Blick wird noch dunkler und er leckt sich über seine Lippen. Ich drehe ihn und presse ihn gegen die Tür. Ich gehe auf die Knie, öffne seine Hose und ziehe sie samt Boxershort nach unten. Sein Glied zuckt vor Erregung und ein erster Lusttropfen ist zu erkennen. Ich schaue zu ihm auf und lecke über seine Eichel. „Verdammt Babe. Du machst mich wahnsinnig." knurrt er. „Das ist erst der Anfang." grinse ich und nehme sein Glied in meinen Mund. „Hör auf. Ich will in dir kommen." stöhnt er und zieht mich nach oben. Er hebt mich hoch, küsst mich leidenschaftlich und setzt mich auf die Kommode. Ich löse mich etwas, hole ein Kondom aus der Schublade und ziehe es ihm über. Er versenkt sich mit einem Stoß und wir stöhnen beide laut auf. „Schneller... härter." stöhne ich als ich meinen Höhepunkt spüre. Seine Stöße werden schneller und die Kommode kracht an die Wand. „Oh Gott." schreie ich und springe über die Klippe. Gab folgt mir mit einem animalischen Laut und ergießt sich in mir. Er leckt seinen Kopf in meine Halsbeuge und atmet schwer. „Runde 2?" flüstere ich. „Du bist unersättlich. Du bist perfekt." knurrt er und trägt mich zum Bett. Um 7 Uhr morgens liegen wir erschöpft nebeneinander. „Das war der Hammer. Du bist ja ein richtiges Biest im Bett." keucht er. „Gern geschehen. Du warst auch nicht schlecht." lache ich und lege meinen Kopf auf seine Brust. „Nicht schlecht. Wenn wir nicht schon 4 Runden gehabt hätten, würde ich dir jetzt Benehmen bei bringen." knurrt er gespielt böse. „Lass uns schlafen und danach weitermachen." sage ich und schließe die Augen. Er zieht die Decke über uns und wir schlafen erschöpft ein. Irgendwann werde ich durch ein nerviges Klingel an meiner Tür wach. Gab bewegt sich neben mir und knurrt leise „Wer stört um diese frühe Zeit?". „Keine Ahnung. Ignorier es einfach." antworte ich genervt und drehe mich um. Das Klingeln hört nicht auf und wird noch von Klopfen unterstützt. Ich spüre wie Gab aufsteht und nach unten geht.

Randy P.O.V.

Damian hat mich vorhin angerufen und mir von seinem Treffen mit Angel erzählt. Besonders stutzig wurde ich bei dem Punkt mit der Sonnenbrille. Ich habe ein ungutes Gefühl im Bauch. Jetzt stehe ich um 11 Uhr vor ihrer Tür, aber niemand öffnet. Nach einigen Minuten wird die Tür aufgerissen und ein nackter Kerl steht vor mir. „Was willst du?" fragt er mich genervt. „Ich will mit Angel sprechen." knurre ich. „Angel? Ach du meinst bestimmt die sexy Frau, die nackt oben im Bett liegt. Sie kann jetzt leider nicht. Verschwinde." sagt er und will die Tür zu werfen. Ich stelle meinen Fuss dazwischen und drücke sie auf. Ich schiebe den Kerl zur Seite und renne nach oben. Ich sehe Angel nackt im Bett liegen und mehrere benutzte Kondome auf dem Boden. Sie hat wirklich mit diesem Wichser geschlafen und das auch noch mehrfach. Ich sehe ein silbernes Tablett mit weißem Pulver auf dem Boden stehen und mir stockt der Atem. Sie hat es wieder getan. „Wenn du nicht mitmachen willst, dann verschwinde jetzt. Kate und ich sind ziemlich platt und wollen schlafen." sagt er und legt sich zu ihr. Ich könnte kotzen bei diesem Anblick. Sie ist rückfällig geworden und treibt es mit einem Fremden. Plötzlich öffnet Angel die Augen und schaut mich direkt an. „Was willst du hier? Du störst mich und Gab." sagt sie. „Warum Angel? Du wolltest es nie wieder tun." flüstere ich. „Leck mich Randall und schließe die Haustür von außen." ruft sie und dreht sich zu diesem Gab herum. Er grinst mich dreckig an und zieht Angel an sich. Angel leckt ihm über die Unterlippe und sie beginnen sich leidenschaftlich zu küssen. Seine Hand wandert zu ihrem Hintern und krallt sich darin fest. Ich höre Angel's Stöhnen. „Warum Angel? Warum?" schreie ich verzweifelt. Sie schaut mich mit einem abschätzigen Blick an. Sie hebt eine Hand und zeigt mir den Mittelfinger. Ich stolpere zurück und laufe aus dem Haus. Als ich vor der Tür stehe, nehme ich mein Handy und will Damian eine Nachricht schreiben. Ich entscheide mich dagegen. Ich muss es ihm persönlich sagen. Ich steige in mein Auto und fahre nach Hause. Es ist noch viel schlimmer als ich gedacht habe. Ich werde diesen Anblick niemals vergessen können. Sie ist wegen mir in dieser Situation und ich fühle mich so hilflos. 


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