Grüße aus der Vergangenheit
Kathrin P.O.V.
*4 Wochen später, Tokio*
„Mister Sun wir werden uns um ihren Fall kümmern. Wir treffen uns morgen um 12 Uhr bei Ihnen und dann präsentieren wir Ihnen unsere Strategie. Ihre Fusion wird glatt über die Bühne gehen. Sie brauchen sich keine Gedanken über die Behörden machen." erkläre ich meinen Gesprächspartner am Telefon „Ich freue mich auch auf unsere Zusammenarbeit. Bis morgen.". Ich lege auf und schaue mir meine eingegangenen Mails an. 15 Mails innerhalb von 20 Minuten ein neuer Rekord. Die Kanzlei läuft wirklich gut und wir erhalten immer mehr Anfrage von potentiellen Mandanten. Aiden und ich haben die Kanzlei vor zwei Wochen eröffnet und arbeiten wie die Verrückten. Wir haben sehr gute Anwälte und Bürokräfte für unsere neue Kanzlei gewinnen können und alles läuft bisher wie geschnitten Brot. Am Wochenende habe ich seit 4 Wochen das erste Mal frei und werde mich von dem Stress entspannen. Aiden hat ebenfalls frei und wir wollen das Wochenende gemeinsam verbringen. Ich schaue aus dem Fenster meines Büros, was sich im 30. Stock eines modernen Gebäudekomplexes befindet. Der Blick ist wirklich atemberaubend. Die letzten Wochen waren sehr anstrengend und ich fühle mich erschöpft. Die Arbeit hat mir geholfen mich von meinen Gedanken um Randy abzulenken. Ich habe den Teil meines Herzens abgeschaltet und konzentriere mich auf meine Arbeit und Leben in Tokio. „Kathrin wir müssen gleich ins Gericht, um den Fall von Mister Kayo zu gewinnen. Anschließend lade ich dich auf eine Runde Sushi ein." höre ich Aiden's Stimme. Ich drehe mich zur Tür und sehe ihn gerade hereinkommen. Er trägt heute einen dunkelblauen Anzug, ein lila Hemd mit passender Krawatte und Schuhen. Seine Haare hat er nach hinten gegelt und sein Bart ist frisch gestutzt. Vor zwei Wochen hat er sich entschieden sich einen Bart stehen zu lassen, weil er so seriöser wirken würde. Wenn ich das Gespräch zurückdenken, muss ich immer noch lachen. „Du kannst wohl nicht ertragen, wenn ich mal 5 Minuten aus dem Fenster schaue." meckere ich, aber lächle ich dabei an. „Zeit ist Geld und davon können wir nicht genug haben. Jetzt schwing deinen knackigen Hinter aus deinem Stuhl und folge mir unauffällig." sagt er und zieht mich aus dem Bürostuhl. Ich pralle an seine Brust und spüre eine Hand auf meiner Hüfte. „Abstand Mister Montgomery. Denk an unsere Vereinbarung. Im Büro sind wir nur Kollegen nicht mehr." weise ich ihn zurecht. „Zu Befehl Mrs. Miller. würde Sie mir dann folgen?" sagt er und tritt von mir zurück. Ich gehe an ihm vorbei und bekomme einen Klaps auf den Hintern. „Heute Abend spielen wir nach meinen Regeln Honey." flüstert er mir ins Ohr und kneift in meinen Po. Ich verdrehe die Augen und ziehe meinen schwarze Blazer an. Ich lockere meine Haare auf und verlasse mit Aiden das Büro.
Nach zwei Stunden verabschieden wir uns von unserem Mandanten, dem wir gerade eine 500 Millionen Strafe erspart haben. „Das nenne ich mal einen Erfolg auf ganzer Linie. Jetzt haben wir uns unser Sushi verdient." sagt Aiden und führt mich zu unserer Limousine. Unser Fahrer Taro hält uns bereits die Tür auf, damit wir direkt einsteigen können. Aiden teilt ihm kurz die Adresse des Sushirestaurant mit und schon sind wir unterwegs. Ich scrolle gerade auf meinem iPhone durch meine Mails, als ich seine Hand auf meinem Oberschenkel spüre. Ich reagiere nicht und beantworte eine Mandantenanfrage. Seine Hand wandert nach oben und stoppt kurz vor meiner Mitte. „Du hast ein schlechtes Pokerface Honey. Zum Glück bist du im Gerichtssaal und bei unseren Mandanten besser. Schade das du heute kein Kleid trägst. Ich hätte dir gern hier schon Freude bereitet." haucht er mit rauer Stimme. Ich drehe meinen Kopf zu ihm und blicke in seine verdunkelten Augen. Seine Erregung springt mir regelrecht entgegen. „Du kannst nicht immer deinen Willen bekommen Sexy. Jetzt nimm deine Hand weg sonst bereite ich dir gleich ein mächtiges Problem in deiner Hose. Damit kannst du dann den restlichen Tag herumlaufen." antworte ich und lege meine Hand auf seinen leicht ausgebeulten Schritt. Er zieht scharf die Luft ein und nimmt seine Hand weg. Ich nehme wieder mein Handy und beantworte noch ein paar Mails. „Du bist ein wahres Biest. Wann stehen wir endlich öffentlich zu unserer Beziehung? Ich will dich als meine Freundin der Welt präsentieren und nicht nur in unseren vier Wänden deine Nähe genießen." meckert er. „Wie oft müssen wir das noch diskutieren? Ich brauche noch Zeit und ich will erstmal schauen wie es mit uns läuft. Außerdem führen wir noch keine Beziehung. Ich nenne es eher Freundschaft plus. Jetzt komm runter und reiß dich zusammen." sage ich ernst. „Aber Honey..." seufzt er aber ich unterbreche ihn direkt „Nicht aber Honey. Das Thema ist jetzt beendet. Ich entscheide wann wir zusammen sind und es der Öffentlichkeit zeigen.". Wir erreichen das Restaurant und setzen uns an einen Zweiertisch im hinteren Bereich. Das Verhältnis zwischen Aiden und mir ist in den letzten zwei Wochen intimer und vertrauter geworden. Wir verbringen unsere Freizeit zusammen und schlafen mittlerweile in einem Bett. Ich genieße die Zeit mit ihm. Nur seine regelmäßigen Beziehungsdiskussionen nerven mich. Ich kann mir noch keine neue feste Partnerschaft vorstellen, weil ich noch an den Folgen von Randy knabbere. Bisher sind wir über Küsse und Gefummel noch nicht herausgegangen. Ich will nicht mit ihm schlafen, wenn ich keine Gefühle für ihn habe. Es würde alles noch komplizierter machen. Ich werde nur nicht mehr lange hinhalten können. Von Anfang an hat er starke Gefühle für mich und will mich als Freundin an seiner Seite. Ich werde mich bald entscheiden müssen sonst werde ich ihn nur unnötig verletzen. Wir unterhalten uns über den Fall von Mister Sun und genießen das leckere Sushi. Nach einer Stunde fahren wir wieder ins Büro und erledigen noch ein paar Dinge für unsere Fälle. Um 20 Uhr fährt uns Taro nach Hause. „Zu dir oder mir?" frage ich ihn. „Zu mir. In den letzten Tagen waren wir bei dir." antworte er und drückt den Aufzugsknopf für seine Etage. Ich lehne mich an ihn und streiche über sein Sixpack. „Dann los Sexy. Ich muss aus diesen Schuhe raus." fordere ich ihn auf und verlasse den Aufzug als er die richtige Etage erreicht. Wir betreten Aiden's Wohnung und ich kicke meine High Heels in die Ecke. „Ich gehe mir mal etwas bequemeres anziehen. Wollen wir dann einen Film gucken?" frage ich ihn. „Hört sich gut an. Soll ich dir beim Umziehen helfen?" antwortet er und grinst mich dreckig an. „Aiden du nervst. Ich kann das allein auch sehr gut." sage ich genervt und gehe nach oben. Ich hole mir frische Sachen aus dem Kleiderschrank und gehe ins Bad. Ich stelle mich unter die Regendusche und spüre wie das warme Wasser meine Muskeln entspannt. Ich shampooniere meine Haare und seife meinen Körper ein. Ich spüre wie der Stress vom Tag mit dem Schaum im Abfluss verschwindet. Ich steige aus der Dusche und wickle meinen Körper in ein flauschiges Handtuch und binde ein kleines um meinen Kopf. Ich zupfe meine Augenbrauen und creme mein Gesicht ein. Als ich mich abgetrocknet habe, ziehe ich mir eine frische Panty und darüber einen kurzen Jumpsuit an.
Ich föhne meine Haare an und flechte sie dann zu einem lockeren Zopf. Ich ziehe mir noch warme Socken an und gehe dann nach unten zu Aiden. Er hat sich ebenfalls umgezogen. Seine nassen Haare deuten darauf, dass er auch duschen war. Er sucht gerade einen Film auf Netflix raus und hat schon Popcorn und Getränke auf den Tisch gestellt. Ich werfe mich neben ihn und lege meine Beine auf den Couchtisch. „Was gucken wir?" frage ich ihn. „Fast and Furious?" schlägt er vor. Ich nicke es ab und er startet den Film. Er rutscht etwas nach unten und legt einen Arm um mich. Ich lehne meinen Kopf an seine Brust und schiebe mir Popcorn in den Mund. „Was wollen wir an unserem freien Wochenende machen?" fragt er mich nach ein paar Minuten. „Ich würde gern in das SPA außerhalb der Stadt gehen und dort die Seele baumeln lassen. Abends können wir ja mal den neuen VIP Club testen. Ich war schon lange nicht mehr feiern." schlage ich vor. „Das ist eine sehr gute Idee. Du in einem knappen Bikini. Gibt es was besseres?" grinst er dreckig. Ich verdrehe die Augen und schlage ihm auf die Brust. Wir schauen den Film zu Ende und gehen dann ins Bett. Morgen müssen wir früh aufstehen, weil wir vor unserem Meeting mit Mister Sun noch eine Mitarbeiterversammlung haben. „Gute Nacht Honey. Träum schön." haucht er gegen meinen Nacken als wir eng aneinander gekuschelt im Bett liegen. „Gute Nacht Sexy." murmle ich und bin dann auch schon eingeschlafen. Am nächsten Morgen werden wir durch das erbarmungslose Klingeln des Weckers aus dem Schlaf gerissen. Ich öffne die Augen und sehe das es 7 Uhr ist und somit Zeit zum Aufstehen. Aiden hat immer noch seinen Arm um mich gelegt und hält mich fest. Ich streiche über seinen Unterarm. Es kommt Bewegung in seinen Körper. „Mmmh... Morgen." höre ich Aiden's raue Morgenstimme. Ich fühle wie sich Gänsehaut auf meinem Körper entwickelt. Seine Stimme trifft mich im Inneren und lässt meinen Unterleib kribbeln. Dieser Mann ist wirklich der pure Sex. „Guten Morgen Sexy. Ich würde ja gern noch etwas mit dir liegen bleiben, aber wir müssen in die Kanzlei." sage ich und drehe mich zu ihm um. Unsere Köpfe liegen sehr nah beieinander. Ich kann seinen warmen Atem auf meinen Lippen spüren. „Ich würde dich jetzt gern küssen." haucht er. „Dann tu es einfach." flüstere ich. Ich schließe die Augen als ich seine weichen Lippen auf meinen spüre. Ich erwidere seinen Kuss. Seine Zunge stößt gegen meine Lippen und bittet um Einlass. Ich öffne meine Lippen und seine Zunge erobert meinen Mund. Wir genießen den sanften Kuss bis wir keine Luft mehr haben. „Deine Lippen machen süchtig. Ich könnte dich den ganzen Tag küssen." sagt er und küsst mich noch einmal nach. Auch wenn wir beide lieber im Bett bleiben würden, stehen wir auf und machen uns für den Tag fertig. Ich suche mir ein passendes Outfit heraus und locke meine Haare. Ich schminke mich dezent und frühstücke dann mit Aiden in der Küche. Er sieht zum Anbeißen in seinem Anzug aus. Ich muss mich schwer zusammenreißen, damit ich nicht über ihn herfalle.
„Wenn du mich weiter so anstarrst, dann habe ich gleich keine Sachen mehr am Leib. Du ziehst mich ja regelrecht mit den Blicken aus." holt er mich aus meiner Traumwelt. Ich zucke zusammen und schaue ihn an „Blödmann. Dann sieh nicht so verdammt heiß in deinen Anzügen aus. Jetzt lass uns zur Kanzlei fahren. Wir wollen doch nicht erst heute Abend zum SPA fahren. Kannst du Diana Bescheid sagen, damit sie uns eine Suite für eine Nacht dort bucht? Morgen Abend schlafen wir hier, weil ich nach dem Club nicht erst ewig zum SPA fahren will." sage ich und gehe zur Wohnungstür. Aiden folgt mir lachend und küsst mich im Aufzug auf die Stirn „Nicht so grummelig Mrs. Miller. So wird das nichts mit einem entspannten Wochenende. Ich habe unsere Haushälterin gestern Abend noch geschrieben, dass sie uns Kleidung einpackt. Taro bringt sie nachher mit zur Kanzlei.". Ich nicke und schaue weiter auf mein Handy. Ich habe wieder unzählige Mails erhalten. Eine Mail gewinnt meine Aufmerksamkeit ganz besonders. Bob hat mir geschrieben. Eigentlich sollte ich sie löschen, aber ich entscheide mich dagegen. Ich werde sie später lesen. Mal sehen was er mir zu sagen hat. Um 15 Uhr können wir endlich die Kanzlei verlassen. Das Meeting mit Mister Sun war sehr erfolgreich und wir haben das Mandat übertragen bekommen. Wenn wir die Fusion erfolgreich über die Bühne bekommen, erwarten wir eine sechsstellige Summe als Bezahlung. Taro hat uns zwei Taschen mit unseren Sachen vorbeigebracht. Ich habe mich in meinem privaten Waschräume frischgemacht und umgezogen. Meine Haare habe ich zu einem hohen Zopf gebunden.
Ich treffe mich vor dem Aufzug mit Aiden, der in einer hellen Chinohose, weißem Kurzarmhemd und Mokassins steckt. Seine Haare sind nicht mehr perfekt nach hinten gegelt sondern fallen im verwuschelt ins Gesicht. „Du siehst heiß aus Honey. Du willst mich wirklich umbringen." flüstert er mir ins Ohr. Ich lächle ihn an und betrete vor ihm den Aufzug. Vor dem Gebäude steht Taro und hält uns die Tür der Limousine auf. Er wird uns zum SPA fahren und dann das Wochenende frei haben. Am Samstag Abend lassen wir uns mit einem Taxi nach Tokio bringen. Taro hat sich auch mal ein freies Wochenende verdient. Ich nehme mein Handy und starre auf die noch geschlossene Mail von Bob. Ich weiß nicht, ob ich sie wirklich lesen will bzw. sollte. „Alles gut Honey? Du siehst angespannt aus und zerdrückst bald dein Handy." fragt mich Aiden besorgt. „Ich habe eine Mail von meinem Ersatzvater bekommen. Ich weiß nicht, ob ich sie lesen will." antworte ich leise. Ich habe Aiden vor geraumer Zeit von meinem Leben vor meiner Wiederkehr nach London erzählt. Naja vielleicht nicht alles. Bei den beteiligten Personen habe ich mich bedeckt gehalten, weil ich ihn dafür zu kurz kenne. Ich vertraue ihm, aber ich weiß noch nicht wo es mit uns hingehen wird. „Du musst selber entscheiden, aber du solltest sie lesen. Vielleicht ist es etwas wichtiges." sagt er und streicht über meinen nackten Oberschenkel. Ich schaue ihn an und nicke leicht. Ich öffne die Mail und atme tief durch bevor ich anfange zu lesen.
Mail von Bob:
„Hallo meine Kleine,
ich hoffe dir geht es gut egal wo du gerade bist. Deine Mum, Damian und ich vermissen dich wahnsinnig und denken jeden Tag an dich. Als wir deine Nachricht erhalten haben, waren wir im ersten Moment am Boden zerstört und konnten es nicht fassen das du wieder geflüchtet bist. Du sollst wissen, dass wir dir nicht böse sind. Wir können dich sogar verstehen. Unser Sohn hat dir sehr weh getan und deine Gefühle mit Füßen getreten. Wir sind enttäuscht von ihm und können sein Handeln nicht entschuldigen. Deine Mum ist sehr wütend auf ihn und hat den Kontakt mit ihm abgebrochen. Seit einem Vorfall vor drei Wochen haben wir beide keinen Kontakt mehr zu ihm gesucht und legen darauf auch keinen Wert mehr. Ich weiß nicht, ob es gut ist es dir zu erzählen aber ich kann nicht anders. Sam und Al sind vor drei Wochen bei ihm eingezogen. Randy und Sam sind jetzt ein Paar und spielen glückliche Familie mit Al. Er ist ein anderer Mensch geworden und wir können seine Nähe nicht mehr ertragen. Ich will dir damit nicht weh tun, sondern dir helfen einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Er hat dich bzw. euch aufgegeben. Du musst ihn vergessen und dich auf dein neues Leben konzentrieren. Finde die wahre Liebe und werde mit diesem Mann glücklich. Du hast den besten Mann auf der Welt verdient. Wir haben nur einen Wunsch an dich: Bitte nimm wieder den Kontakt zu uns auf. Wir vermissen dich so sehr und wollen an deinem Leben teilhaben. Wir wollen dich zu nichts zwingen. Wir wollen dich einfach nur in unserem Leben wissen. Wir lieben dich Kleine und wollen das du glücklich wirst. Ich hoffe die Mail erreicht dich und du liest sie auch. Wir lieben dich Kleine.
Dein dich liebender Dad"
Ich lese die Mail noch zweimal durch und spüre wie mir die Tränen über die Wangen laufen. Ich vermisse meine Familie so sehr, aber habe das Gefühl die letzten Wochen in Arbeit ertränkt. Jetzt bricht alles über mir zusammen. Ich kann regelrecht die Verzweiflung von Bob spüren was mein Herz verkrampfen lässt. Ich spüre wie Aiden einen Arm um mich legt und an seine Brust zieht. Er streicht über meinen Oberarm und wischt die Tränen von meinen Wangen. „Alles wird gut." flüstert er und küsst mich auf die Stirn. Ich nicke und halte ihm mein Handy hin. Ich will das er die Mail liest, damit er die Situation besser versteht. Er liest die Mail und sperrt dann mein Handy. „Sie vermissen dich scheinbar sehr. Du solltest ihm antworten. Du brauchst sie in deinem Leben. Er hat dich verletzt, aber du bestrafst nur sie damit. Und dich." sagt er. Ich hebe meinen Kopf und schaue ihn überrascht an. Ich nicke und lege meinen Kopf wieder an seine Brust. Nach einiger Zeit löse ich mich von ihm und nehme meine Handy. Ich öffne die Mail und antworte Bob. Aiden hat Recht und ich will nicht das sie unter meiner Entscheidung leiden.
Mail Kathrin:
„Lieber Dad,
du machst mich mit deiner Mail sehr glücklich. Ich vermisse euch auch und denke jeden Tag an euch. Ich bin nach einem kurzen Zwischenstopp in London nach Tokio geflogen. Ich habe für eine alte Kanzlei eine Zweigstelle in Tokio eröffnet, die bisher sehr erfolgreich ist. Mir geht es hier sehr gut und ich gehe in meiner Arbeit auf. Ich wünschte ich wäre näher bei euch, aber derzeit könnte ich es nicht ertragen. Ich will nicht auf ihn treffen oder auf seine glückliche Familie. Überraschenderweise hilft mir deine Information wirklich beim Abschließen mit Randy. Er hat mich nicht verdient und das ist mir endgültig klargeworden. Danke Dad. Ich finde es traurig, dass ihr keinen Kontakt mehr mit ihm habt aber ich kann eure Entscheidung verstehen. Vielleicht kommt er irgendwann zur Besinnung. Ich habe einen wirklich netten Mann in London kennengelernt, der mich auch nach Tokio begleitet hat. Er heißt Aiden Montgomery und ist ebenfalls Anwalt. Ihr würdet ihn mögen. Er macht mich glücklich und lässt meine Wunde langsam heilen. Er hat sich in mich verliebt. Ich mag ihn sehr gern und scheine mich auch langsam in ihn zu verlieben. Ich werde es langsam angehen, weil mein Vertrauen in die Männerwelt sehr erschüttert ist. Ich will auch ein Teil eures Lebens sein. Ich habe euch meine neue Adresse in Tokio und London beigefügt und hoffe ihr kommt mich vielleicht besuchen. Irgendwann werde ich auch nach St. Louis kommen, aber dafür brauche ich noch Zeit. Meine Handynummer habe ich behalten, aber euch alle geblockt. Wenn du diese Mail liest, habe ich die Blockierung aufgehoben. Bitte gib Mum einen Kuss von mir und drücke Damian ganz fest von mir. Ich bin in Gedanken immer bei euch.
Euch über alles liebende Kleine"
Ich sperre das Handy und schließe die Augen. Die restliche Fahrt verbringen Aiden und ich schweigend. Als wir im SPA angekommen sind, beziehen wir erstmal unsere Suite und besuchen dann die Saunalandschaft. Ich hoffe die nächsten zwei Tage helfen mir beim Sortieren meiner Gedanken.
A/N
Hallo ihr Lieben 😘. Wie findet ihr Kathrin's Reaktion auf die Mail von ihrem Ersatzdad? Soll sie ihrer Vergangenheit wieder Tür und Tor öffnen?
Ich freue mich über eure Kommentare und Sternchen ❤️.
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