- 027 -
"Ich liebe dich."
Es blieb einen Moment ruhig, bis Louis von meinem Arm abließ und mich umständlich von sich drückte. Louis hatte seine Hände an meiner Brust liegen als er mich mit großen Augen musterte und ein leises 'Nochmal' flüsterte.
"Ich liebe dich", hauchte ich ihm mit Vergnügen ins Ohr und schmunzelte als er sich mit roten Wangen von mir abwandte und zur Seite blickte. "Wirklich?", hörte ich den Omega leise fragen und spürte, wie er ein bisschen unruhig wurde.
"Wirklich", erwiderte ich, legte meine Hände an seine Wangen und drehte seinen Kopf zu mir. "Sieh mich bitte an." Louis kam meinen Wunsch nach und blickte mit seinen blauen Augen geradewegs in meine. Ich wollte ihm gerade etwas sagen, da hielt er mich mit einem Kopfschütteln seinerseits auf.
"W-Warte bitte", wisperte er etwas unbeholfen und senkte seinen Blick. Überrascht nickte ich und blieb still. Lag ich mit meinem Gefühl richtig und er wollte es erwidern?
"Ich wollte das heute schon... heute schon die ganze Zeit sagen, aber ich- ich wusste nicht, wie und ich dachte- Ich weiß auch nicht", nuschelte Louis vor sich hin und sah etwas hilflos zu mir. "Lass dir Zeit Lou", teilte ich ihm mit einem Lächeln mit und strich ihm eine wirre Haarsträhne, wegen der er schon die ganze Zeit blinzeln musste aus den Augen.
"Aber ich brauche immer so lange Zeit für alles", antwortete er bedröppelt und ließ die Schultern hängen." - "Das ist doch nicht schlimm", erwiderte ich direkt und hoffte ihm somit ein wenig die Sorgen zu nehmen. "Doch... Ist es. Du bist so- und ich bin immer nur langsam. Es- Es tut mir leid, dass ich-" Ich brachte ihm zum Schweigen und küsste seine Nasenspitze. "Es ist doch alles in Ordnung Louis, entschuldige dich bitte nicht." Er bejahte es leise und seufzte anschließend.
"Ich bin doch auch langsam, hast du vorhin noch gesagt", grinste ich und konnte ihm so sein wunderschönes Lachen entlocken.
"Du bist ja auch eine Schnecke", ging er direkt drauf ein und kicherte. "Eine alte Schnecke", fügte Louis dann noch hinzu und pikste mir in den Bauch. Ich hielt seine Hand fest und zog ihn nah an mich heran. Direkt riss Louis seine Augen auf und seine Atmung verschnellerte sich. "Ha-"
Er konnte meinen Namen nicht aussprechen, da ich meine Lippen auf seine drückte und ihn in einen liebevollen Kuss verwickelte. Seine Hand behielt ich weiterhin bei mir, schob meine Finger zwischen seine und legte meinen anderen Arm um seinen Nacken.
Louis fiepte gegen meine Lippen, reckte sich mir beim Küssen etwas entgegen und stützte sich mit seiner freien Hand auf meinem Oberschenkel ab. Als wir uns voneinander lösten, ging Louis nur wenige Millimeter auf Abstand. "Ich..."
Ach Louis...
Da er anscheinend nicht locker lassen wollte ließ ich ihm Zeit und bot ihm meine Hände an, welcher er zögerlich ergriff. Sanft schlang ich meine Finger um seine Handgelenke und übte leichten Druck aus. Louis biss sich auf die Lippe, rutschte etwas unruhig hin und her und kippte seinen Kopf nach vorne. "Liebster, setzt dich doch nicht so unter Druck."
Besorgt musterte ich den Omega vor mir, welcher kurz davor war die Nerven zu verlieren.
"Aber-" Ich verneinte es jedoch und gab ihm ein Küsschen auf den Kopf. "Kein Aber", flüsterte ich und küsste dieselbe Stelle nochmal.
Louis grummelt leise und schnaufte anschließend. "Ich wollte es doch schon die ganze Zeit sagen und jetzt bekomme ich es nicht hin", murmelte er leise. Da ich mir das nicht länger mit ansehen konnte, schlang ich meine Arme um seine Taille und hob ihn auf meinen Schoß. Dabei berührte ich leider seinen Bauch etwas, woraufhin Louis leise wimmerte. "Aua... Wäre ich normal schwanger wäre das jetzt nicht so."
"Es ist aber besser als heute morgen, oder?" Louis nickte direkt weshalb ich erleichtert ausatmete. Es blieb für einen Moment ruhig. Während Louis seinen Gedanken nachging streichelte ich über seine Seite und schenkte ihm ein Lächeln als er zu mir hochsah.
Verblüfft keuchte ich, da Louis mich zu sich zog und mir einen kleinen Kuss auf die Lippen hauchte. Er ging nur wenige Millimeter auf Abstand und sah von meinen Lippen hoch in meine Augen. "I-Ich liebe dich, Hazza", stammelte Louis nach einem Moment unbeholfen, brach den Blickkontakt - zu meiner Überraschung - jedoch nicht ab.
Auf meine Lippen schlich sich ein Lächeln und mein Herz machte nicht nur einen Sprung, es begann schnell zu schlagen und sorgte für ein warmes, kribbeliges Gefühl, welches sich in meinem ganzen Körper langsam ausbreitete. Ich spürte wie es sich Zentimeter für Zentimeter über meine Haut wanderte und auch auf Louis' Körper überging.
Der Omega vor mir schnaufte leise und seine Augen wurden leicht großer. "Das kribbelt", nuschelte er verständnislos, konnte seinen Blick jedoch nicht von mir losreißen. Ich genauso wenig. Ich brach er den Kontakt ab, als ich den kleinen Abstand überbrückte und seine Lippen erneut in Beschlag nahm.
Ich löste mich nur kurz, um unsere Position ein bisschen zu ändern, da mir die Beine drohten einzuschlafen. Bevor ich Louis jedoch wieder küssen konnte, schob Louis seine Hände in meinen Nacken und krallte sich regelrecht an mir fest. Es tat ein wenig weh, wie er seine Nägel in meine Haut vergrub, aber wenn er diese Sicherheit jetzt brauchte...
Aus Reflex legte ich ihm auch meine Hand in den Nacken und übte den gewohnten Druck aus, welcher Louis sofort entspannen ließ.
"Ich liebe dich", flüsterte mir Louis viel sicherer als gerade eben noch gegen die Lippen und fing an mich zu küssen. Wie schön es klang, wenn er es sagte. Die Glücksgefühle wollten gar nicht mehr aufhören durch meine Adern zu strömen. Ich überließ Louis die Führung und genoss es, wie unschuldig und leicht dieser Kuss doch war.
"D-Du musst auch sagen, dass du mich liebst", beschwerte sich Louis dann und sah mich mit zusammengezogenen Augenbrauen an. "Wie denn, wenn du mir keine Gelegenheit gibst und mich lieber küsst?" Die Antwort, welche er mir daraufhin gab, hatte ich jedoch nicht erwartet.
"Du schmeckst so gut", kicherte er, richtete sich etwas auf wobei seinen Rücken durchdrückte. "Ach ja?", raunte ich leise. Das waren ja ganz neue Worte, die seine sonst so unschuldigen Lippen verließen.
Mein Omega nickte, legte beide seiner Hände an meine Wangen und strich mit seinem Daumen über meine Unterlippe. Ich konnte nicht widerstehen und drückte ihm einen Kuss auf die Fingerkuppe. "Harry", lachte er und schüttelte ganz leicht seinen Kopf. "Lass das."
Ich schmunzelte nur und wiederholte mit einem lauten Kuss-Geräusch. "Ich liebe dich auch, Louis. Mehr als du ahnst", ließ ich ihn wissen und schmiegte mich mehr an seine linke Hand, welche noch auf meiner Wange ruhte. Louis beäugte mich mit einem fragenden Blick und neigte seinen Kopf leicht zur Seite.
Es sah süß aus, wenn er auf diese Art und Weise nachdachte. "Warum mehr als ich ahne?", sprach er seine Frage laut aus und biss sich nachdenklich auf die Zungenspitze. "Weil du es dir nicht vorstellen kannst." - "Würdest du es mir erklären?"
"Das kann ich dir nicht mit Worten sagen", erwiderte ich. "Sowas kann ich dir nur zeigen."
Überrascht blinzelte Louis mich an und verstand nicht, worauf ich hinauswollte. Aber wie sollte er das auch verstehen? Da ich nicht weiter darüber, sondern über das was gerade zwischen Louis und mir vorging nachdenken wollte, schob ich die dunklen Gedanken beiseite und kam meinem Omega wieder näher.
"Wie kannst du mir das denn zeigen?" Ich musste automatisch ein wenig lächeln und drückte meine Lippen kurz gegen seine warme Stirn. Bevor ich mich von ihm löste und es ihm erklärte, zog ich seinen süßen Duft nach Zimt ein und atmete erst aus, als ich Sauerstoff brauchte.
"Sowas kann ich dir ganz einfach zeigen", hauchte ich und leckte über seine Unterlippe. Louis fiepte wegen der - anscheinen für ihn - plötzlichen Berührung und sah mich mir roten Wangen an. "Oh", murmelte er als er es anscheinend verstand und schluckte. "Beißt du mich dann auch?"
Doch ich schüttelte meinen Kopf. "Ich hatte dir erklärt, wie wir uns binden, wenn wir das dann machen." Louis brauchte noch einen weiteren Moment bis er verstand, worauf ich hinauswollte. "Ich beiße dich", flüsterte er dann und legte seine Hände an meine Schultern. "Ja, anders möchte ich es nicht."
"Aber... Sollen wir nicht beide dieses Mal tragen?" Ich nickte und lächelte. "Natürlich, aber mir ist es wichtig das du den ersten Schritt machst, und zwar dann, wenn du wirklich bereit und auch bei klarem Verstand bist."
"Habe ich doch schon", lachte er leise und tippte mir gegen einen den einen Biss, welcher als einziger noch nicht verheilt war. "Vernünftig Louis", erwiderte ich mit einem Augenrollen und grinste als Louis leise schnaufte. "L-Lassen wir uns damit Zeit? Ich- Ich gehöre ja dir und... Jetzt... Zu viel", nuschelte er etwas überfordert.
"Dann wenn du es möchtest Louis. Wenn du soweit bist, bin ich es auch. Ich warte auf dich, egal wie lang es dauern mag."
"Versprochen?"
Ich nickte. "Versprochen", erwiderte ich mit sicherer Stimme und küsste seine Stirn. Louis wirkte zufrieden, ließ sich gegen meine Brust fallen und rieb seinen Kopf leicht an meiner Haut. Es hatte den Anschein, als würde er diese Gesten unglaublich gerne mögen. Wie schön, dass er langsam immer mehr aus sich herauskam und das tat was ihm in den Sinn kam.
"H-Hazza?", fragte er nach einiger Zeit, wir lagen bereits eingekuschelt unter der Decke und Louis lag wieder an meinem Rücken, wo er seine eine Hand auf meiner Hüfte und seine Stirn zwischen meinen Schulterblättern platziert hatte. Amélie lag auch wie die Tage bereits an meiner Brust und nuckelte an ihrem Spucktuch.
"Louis?", erwiderte ich und drehte meinen Kopf leicht zu ihm.
"Kann... Kann ich dich was fragen?", stotterte er so leise, dass ich ihn beinahe nicht verstehen konnte. "Was möchtest du denn wissen? Du musst doch nicht extra fragen...", mahnte ich ihm in Nachhinein noch ein wenig.
"Meine Brust drückt so", winselte er plötzlich und schluckte hörbar. "Kannst... Kannst du wirklich nichts dagegen tun?" In seiner Stimme lag so viel Schmerz, dass es sich beinahe wie mein eigener anfühlte.
"Ich könnte etwas versuchen, ich weiß aber nicht, ob das langfristig hilft. Du könntest aber für ein paar Stunden Ruhe haben", dachte ich laut nach, schob Amélie von mir und drehte mich zu meinem Omega, welcher mich mit zusammengezogenen Augenbrauen und krauser Stirn ansah.
"W-Was denn?"
"Warte kurz", flüsterte ich, beugte mich über ihn und nahm das noch recht feuchte Handtuch, mit dem ich vor Stunden seine Brust gekühlt hatte vom Nachtschrank. "Ich kann dir die Brust massieren. Sag mir aber bitte, wenn du den Schmerz nicht auszählst..." Louis nickte und biss sich direkt auf die Lippe, als ich meine Finger auf seine geschwollene Brust legte.
Die ganze überschüssige Milch fing ich mit dem Handtuch auf und warf es schlussendlich auf den Boden, als Louis meine Hand festgehalten und mit dem Kopf geschüttelt hatte. "Besser?", fragte ich sicherheitshalber nach und atmete tief durch als er nickte.
"Und dein Bauch?"
"Drückt", murmelte Louis und hob die Decke ein wenig an, um seinen Bauch zu begutachten. "Der sieht so aus, wie als wäre Amélie noch in mir... Ganz am Anfang aber", murmelte Louis und ließ die Decke wieder los. "Tut mir leid, dass du da jetzt durchmusst." - "Schon ok", erwiderte er und sah mich aus müden Augen an.
Anstatt das ich mich wieder rumdrehte, zog ich Louis so an mich, dass er seinen Kopf auf meiner Brust betten konnte. "Du bist so schön warm", brabbelte der Omega leise und brummte zufrieden. Lächelnd kraulte ich ihm in Nacken und legte einen der geflochtenen Zöpfe dafür ein bisschen zur Seite.
"Wie eine Heizung", murmelte Louis weiter und suchte sich noch die richtige Position. Als er sie gefunden hatte verstummte er und das Einzige was ich von ihm hörte war ein leises Brummen, wenn ich mit meinen Fingern von seinem Hals über seinen Rücken und zurück glitt.
Irgendwann konnte selbst ich nicht mehr die Augen offenhalten und schlief so wie die anderen beiden in meinen Armen ein.
Nachts schreckte ich jedoch plötzlich hoch und konnte weder Louis' noch Amélies Wärme ausmachen. Nur ich lag im Bett.
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[1989 Wörter 31/07/2021]
Ich versuche wieder regelmäßiger hochzuladen und dachte dann so an Mittwoch und Samstag c:
Mittwochs allerdings im Wechsel mit meinem anderen Buch "no judgement".
Wenns nicht funktioniert hab ich nichts gesagt und die Veröffentlichungen bleiben chaotisch (–˛ — º)
♥️
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