Norris x Verstappen - Hamilton oder Verstappen?

Widmung: Lando4Max

Der OS beginnt im Jahr 2021

Landos PoV

Ich war gerade mal 21 Jahre alt und befand mich in meiner dritten Saison in der Formel 1. Es war noch immer ein unglaubliches Gefühl mit all den großen Namen, denen man seit Jahren zugesehen hatte, ein Rennen zu fahren. Und als wäre all das noch nicht aufregend genug, schien ausgerechnet Lewis Hamilton Interesse an mir zu haben. Über unseren Altersunterschied konnte ich ohne Probleme hinwegsehen und wenn ein Lewis einen nach einen Date fragte, konnte man doch gar nicht nein sagen. Er war höfflich, charmant, witzig ... Er hatte mich komplett verzaubert und mein Herz zum Rasen gebracht. Daniel, mein Teamkollege, beäugte die Sache etwas kritischer. Er vertraute dem siebenfachen Weltmeister. Ich wollte seine Warnungen nicht hören und ließ mich stattdessen auf eine Beziehung mit Lewis ein. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Die kritischen Kommentare von meinen Freunden und Familienmitgliedern ignorierte ich. Die Tatsache, dass ich Lewis Familie und Freunde nicht sofort kennenlernte, akzeptierte ich. Ich war glücklich. Fühlte mich wie in einem Märchen. 

Es hätte alles so perfekt sein können, hätte nicht ein einziger Abend alles durcheinander gebracht. Die Schuld für mein plötzliches Gefühlschaos trug Max Verstappen. Gemeinsam mit dem Niederländer hatte ich es mir nach einem Rennen an der Hotelbar gemütlich gemacht. 

Wir tranken keine Unmengen an Alkohol. Es gab weder einen Kuss, noch landeten wir gemeinsam im Bett. Es passierte etwas viel schlimmeres. Der Ältere schlich sich in mein Herz, welches eigentlich komplett Lewis gehören sollte. Meine Gedanken sollten eigentlich um meinen Freund kreisen, doch plötzlich erwischte ich mich immer häufiger dabei, dass ich an Max dachte. 

Vielleicht hätte ich es noch stoppen können, indem ich auf Abstand gegangen wäre, doch stattdessen verbrachten wir immer häufiger Zeit zusammen. Es war anders mit Max im Vergleich zu Lewis. Wir befanden uns auf Augenhöhe, obwohl Max dabei war Lewis den Weltmeistertitel streitig machen zu können. Doch gab er mir nie das Gefühl zu wenig für ihn zu sein. Zwar hatte auch Lewis nie etwas in diese Richtung gesagt, doch manchmal zeigten Gesten und Blicke mehr als man wollte. Die Tatsache, dass Lewis im Streit einmal rausgerutscht war, dass ich Erwachsen werden sollte, verbesserte die Situation nicht. Max hingegen ließ sich auf meine, zugegebenermaßen manchmal kindischen, Ideen ein. 

Lewis und Max waren einfach komplett unterschiedliche Persönlichkeiten. Ich war in einer Beziehung mit Lewis, während Max immer weiter mein Herz einnahm. Vielleicht hätte ich mich längst von Lewis getrennt, wenn ich nicht Angst vor der Auswirkung hätte. Würde eine Trennung, die eigentlich nur unser Privatleben betreffen sollte, Einfluss auf meine Karriere haben? Könnte Lewis meine berufliche Zukunft manipulieren und würde er soweit gehen?

Ich änderte zunächst nichts an meinem Leben. Die Beziehung mit Lewis blieb bestehen, während ich jedoch versuchte etwas auf Abstand von Max zu gehen. Ich hatte Angst irgendwann der Versuchen, den Niederländer zu küssen, nicht mehr widerstehen zu können. 

Schließlich stand das letzte Rennen der Saison an. Das Rennen würde darüber entscheiden, wer Weltmeister 2021 werden würde. Es hätte mich daher nicht überraschen dürfen, dass ich bei einem Interview gefragt wurde, wer, meiner Meinung nach, gewinnen würde. Ich hätte die Frage rein sachlich beantworten können, doch hielten meine eigenen Gedanken davon ab. 

Max oder Lewis? 

Es ging für mich nicht darum, wer Weltmeister werden würde. Es ging darum, wen ich wirklich liebte. Wem gehörte mein Herz? Wen wollte ich an meiner Seite wissen? Mit wem konnte ich mir eine gemeinsame Zukunft vorstellen? 

Lewis oder Max? 

Abwartend hatten die Interviewer mich angesehen, während meine Gedanken sich überschlugen. 

  "Zak hat mich gerufen", brachte ich schließlich hervor und wollte aus der Situation flüchten. Doch kaum hatte ich den ersten Schritt gemacht, realisierte ich, dass ich diese Entscheidung gar nicht mit dem Kopf treffen sollte. Mein Herz sollte entscheiden dürfen. 

Ich drehte mich noch einmal zu den Reportern um, die meinen Fluchtversucht amüsiert beobachteten. In dem Moment wusste ich selbst nicht, was ich sagen würde. Der Name kam einfach über meine Lippen. 

  "Max." Bevor Nachfragen kommen konnten oder irgendjemand bemerkte, dass meine Antwort gar nicht auf die gestellte Frage bezogen war, entfernte ich mich eilig. Ich stürmte übers Paddock bis ich beim Motorhome von RedBull ankam. Die Mitarbeiter an denen ich vorbei rannte schauten mich verwirrt an, versuchten jedoch nicht mich aufzuhalten. 

Ohne anzuklopfen stürmte ich in Maxs Fahrerzimmer. Der Niederländer saß auf der Couch. Auf seinem Laptop lief irgendein Rennen, welches er zu analysieren zu schien, während auf dem Tablet in seinen Händen die unterschiedlichsten Daten angezeigt wurden. Sein Blick wanderte zwischen beiden Geräten hin und her, wobei er meine Anwesenheit noch gar nicht bemerkt zu haben. 

Erst als ich hinter mir die Tür zuknallt, blickte er irritiert auf. Ich überbrückte die letzten Schritte bis zu ihm, um dann einfach meine Lippen auf seine zu pressen. Max brauchte einen Moment, um meinen Überfall zu verarbeiten, ehe er den Kuss erwiderte. Das Tablet fiel zu Boden. Die nun  freie Hand legte er in meinen Nacken. Den Kuss weiter vertiefend ließ ich mich auf seinen Schoss nieder. 


2024

Ich schob die Tür zum Fahrerzimmer von Max auf und schlüpfte in den Raum. Der Ältere lag bereits umgezogen auf der Couch und schaute sich irgendwas auf seinem Tablet an. 

  "Das ist eine Frechheit", grummelte ich, während ich die Tür hinter mir schloss. "Das war mein Sieg und nicht der von Leclerc." Ich krabbelte über Max, wobei ich meinen Kopf auf seiner Brust bettete. Max gab nur ein Brummen von sich, begann jedoch mir mit der freien Hand durch die Haare zu streichen. Seufzend schloss ich die Augen, um einfach die Streicheleinheit zu genießen. "Du dürftest mir ruhig zustimmen", merkte ich an. 

  "Und du meinst, dann gibt Charles den Sieg an dich ab." Ich nickte, obwohl das natürlich absoluter Blödsinn war. "Ich weiß auch gar nicht, was er mit dem Sieg will. Hier ist gar kein Meer, in das er reinspringen kann." 

  "Du bist keine Hilfe", schmollte ich. 

  "Ich unterstützt deine Hetzjagd auf Charles doch schon." 

  "Leclerc", korrigierte ich ihn. "Du kannst den Feind doch nicht bei Vornamen nennen." 

  "Wie konnte ich nur?" Ohne Maxs Gesicht zu sehen, wusste ich, dass er die Augen verdrehte. "Fahren wir ins Hotel, Norris?" Ich knuffte ihm in die Seite. 

  "Ich bin dein Freund, nicht dein Feind." 

  "Bei deinen ganzen Regeln muss man auch erstmal durchsteigen." Max seufzte theatralisch, woraufhin ich mich aufsetzte. Auf Maxs Hüfte sitzend und mit den Händen auf seiner Brust abgestützt, blickte ich zu ihm runter. 

  "Ich liebe dich", lächelte ich. Lächelnd legte er eine Hand in meinen Nacken, zog mich wieder zu sich runter und küsste mich zärtlich. 

  "Ich liebe dich auch, Norris", murmelte Max gegen meine Lippen, wobei er grinste. Lachend löste ich den Kuss und schlug ihm gegen die Schulter. 

  "Du bist ein Idiot, Verstappen." Max setzte sich auf, wobei ich von seiner Hüfte auf seinen Schoss rutschte. Seine Hände legten sich an meine Hüfte. 

  "Wieso? Du hast auch meinen Nachnamen benutzt. Bin ich vielleicht doch der Feind und nicht dein Freund?" Er zog eine Augenbraue hoch. Grinsend verdrehte ich die Augen und umschloss Maxs Gesicht mit beiden Händen. 

  "Auf gar keinen Fall und jetzt halt die Klappe", antwortete ich, ehe ich ihn einfach küsste und damit vorerst zum Schweigen brachte. 

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