Elliot
Das Sonnenlicht schimmerte durch die Kronen der Bäume. Dennoch gaben sie genug Schatten. Adam lächelte etwas und genoss die seichte Sonne im Gesicht. „Hey, Lambert! Willst du nicht mitspielen?", fragte Brad und warf ihm den Football zu. „Wir brauchen noch einen White receiver", sagte er. „Frag doch meinen Bruder", erwiderte Adam nur. „Der ist doch schon unser Quarterback. Komm schon, sei keine Spaßbremse", beschwerte Brad sich und schmollte. „Ich kann das doch gar nicht", seufzte der andere.
„Du musst doch nur fangen und rennen"
„Nein danke"
Seufzten gab sich Brad geschlagen. „Hey Elliot. Was ist mit dir? Kommst du dazu?", fragte er einen anderen. „So verzweifelt seid ihr, dass ihr MICH fragt?", erwiderte dieser belustigt und setzte sich mit einem Buch neben Adam. „Ihr zwei habt euch echt gesucht und gefunden", brummte Brad und dampfte beleidigt ab.
Adam grinste. „Der arme" Elliot sah ihn belustigt an. „Als ob ich mit denen Football spiele. ich hänge an meinem Leben." Für eine Weile saßen sie nur still da. „Die Mädels haben dich im Auge, denke ich", merkte Elliot an und sah zu Adam hoch. Selbst im sitzen war er kleiner als Adam. Adam schmunzelte. „Schade für sie. Ich bin schwul", sagte der 18 jährige und lehnte sich zurück.
Elliot sah ihn überrascht an. „Du traust dich das so zu sagen? So nah an den Jungs dran? Und deinem Bruder?", fragte er und sah sich um ob sie nicht jemand gehört hatte. „wieso denn nicht? Die wissen es doch eh alle" „Echt?!" „Was interessiert dich das denn so? Hast du mir etwas zu sagen?", fragte Adam grinsend und wackelte mit den Augenbrauen. „Ich eh- Nein! Gar nicht!", stammelte der kleinere und strich sich durch seine naturschwarzen Haare. „Oh mein Gott. Du HAST mir was zu sagen!", lachte Adam und schlug ihm leicht seine Faust an die Schulter. „Aua...", der schwarzhaarige sah auf seine Hände und spürte wie rot er wurde. „Das muss dir doch nicht unangenehm sein. Jeder dens interessiert weiß es. Und keiner schließt mich aus. Keiner außer diese eine Gruppe aber das kann mir doch egal sein. Ich bin Neils älterer Bruder. Die Leute haben eher angst vor mir als ich vor ihnen"; schmunzelte er entspannt.
„Ich...bewundere dich...meine Eltern würden das niemals akzeptieren", sagte Elliot leise. Adam lächelte. „Weißt du doch gar nicht. Ich dachte auch Dad reißt mir den Kopf ab. Aber alles was er gesagt hat war: oh, ich weiß", erklärte Adam grinsend.
Der kleinere seufzte. „Wow...du bist echt mutig"
„Mutig?!", Adam lachte. „Frag mal meine Mom wie ich mich geoutet habe! Die hat mich ausgefragt und ich hab es ganz kurz und schmerzlos rausgedrückt. Unangenehmster moment in meinem Leben. Aber danach hab ich mich echt besser gefühlt. Ich musste nicht mehr die Hefte sorgfältig verstecken", er zwinkerte zum Ende in.
Elliot verzog das Gesicht und lachte. „Du bist unmöglich, Adam", lachte er und sah ihn mit seinen schokoladenbraunen Augen an. Adam lächelte und schloss die Augen. „Ich weiß"
Adam öffnete die Augen. Was ein Traum...Elliot...Den hatte er ja schon ewig nicht gesehen. Sie gingen zusammen in die Schule. Aber Elliot war grade mal in die Schule gekommen und war noch ziemlich jung. Adam hatte nur immer auf ihn aufgepasst. Adam war in dem Jahr sein letztes High School Jahr angetreten und wusste, dass am Ende des Jahres, Elliot auf sich selbst aufpassen müsste. Ein paar male hatte er den Jungen noch gesehen doch irgendwann war er nicht mehr da. Wahrscheinlich war er weggezogen.
Noch immer irritiert über seinen Traum von dem Jungen, ging Adam in die Stadt. Er hatte ein Termin in einem Balenciaga Shop damit er sich in Ruhe neue Klamotten kaufen konnte. Der Laden hatte neu eröffnet und Adam kannte den Ladenbesitzer schon einige Zeit. Er betrat den Laden und sah sich um. „Hallo?", fragte er da er niemanden sah. „Oh, Verzeihung Mr...Aber wir haben noch nicht geöffnet. Wir warten auf jemanden", sagte ein junger Mann. „Eh ja. Auf mich", sagte Adam grinsend.
Der Mann sah ihn an und wurde rot. „Oh...Verzeihung ich...Bin...grade erst angefangen...Hier...", stammelte er. „Bleib ruhig", schmunzelte Adam und sah ihn an. „Wir zwei haben auch telefoniert glaube ich", sagte er noch. „Stimmt...Tut mir leid"
„Konnten sie ja nicht wissen...", Adam sah ihn genau an. „Kennen wir uns?", fragte er dann einfach da er das Gefühl hatte, die Stimme zu kennen. „Ich...weiß nicht...Ich denke nicht", der junge Verkäufer lächelte schüchtern. „Also, was kann ich für sie tun?", fragte er dann. Adam schüttelte kurz den Kopf. Für eine Sekunde hatte er vergessen wieso er hier war. „Naja ich bin glaube ich grade einfach wieder in der Shop Until You Drop Phase. Mir fehlt irgendwas. Also denke ich, dass neue Klamotten ganz gut tun würden", sagte er dann. Adam wollte nicht zugeben, dass er versuchte sich mit Materiellen Dingen glücklich zu machen um die Leere zu Füllen die Oliver hinterlassen hatte. Es war ein kläglicher Versuch sich glücklich zu machen aber es löste für einen kurzen Moment ein Glücksgefühl bei Adam aus. Außerdem war es ein guter Weg die Gedanken frei zu bekommen. Immer zu musste er an nick denken, der ihm diese Pilze Gegebenheiten. Der nächste Morgen war zwar grauenvoll, doch für einen Abend lang hatte Adam sich einfach glücklich gefühlt.
„Erzählen sie was über sich. Ich will sie kennenlernen. Dann kann ich ihnen bestimmt helfen", sagte der Verkäufer dann. Adam lächelte. Er lernte hier echt von den besten, Klamotten charmant zu verkaufen. „Ich mag es extravagant. Unauffällig ist langweilig. Ich...steh auf Glitzer um ehrlich zu sein. Und ich hätte gerne was, was zu meinen neuen Red Sixties passen. Das sind Plattform Stiefel in einem matten schwarz.
„Also darf es auch schlichte Farben haben?", fragte der Verkäufer und führte Adam bereits herum. „Ja klar. Nur...Es sollte was besonderes sein", versuchte Adam sich zu erklären. „Ich hab was für sie im kopf. Einen Mantel den ich heute Morgen erst eingeräumt habe. Sowas bleibt im Gedächtnis", er grinste und zeigte Adam einen schwarzen Mantel. Auf den ersten Blick sah er ziemlich schlicht und einfach gemacht aus, doch sah man genau hin erkannte man die Gürtel ähnlichen schnallen die den Mantel schließen konnten. Weiße Glitzersteinchen zierten sie.
Der Verkäufer sah Adam abschätzend an. Dann gab er ihm einen passenden mantel in die Hand. „Diese Größe sollte Stimmen"
„Elliot", hörte Adam dann die Stimme seines Bekannten. „Wie oft soll ich es dir noch sagen. Man nimmt den Gästen die Jacke ab wenn sie möchten und bietet ihnen was zu trinken an", sagte der etwas ältere Herr der den Namen Gray Jefferson trug. „Tschuldigung, Mr. Jefferson...Ich war so aufgeregt", nuschelte der Junge.
Gray antwortete ihm nicht mehr und sah Adam an. „Ich entschuldige mich für ihn. Hallo Adam", sagte er dann. Der Junge sah beschämt auf den Boden. „Ich bin doch nicht die Queen", schmunzelte er. „Keine Sorge uh... Elliot?", er lächelte.
Der Junge sah wieder auf. Adam war für einen Moment irritiert bis ihn ein kleiner Geistesblitz traf. „Elliot!", sagte er dann etwas lauter als geplant und stockte dann. „Ehm. Ich meine..:Elliot. Elliot Grant? Aus...Rancho Peñasquitos, San Diego?", fragte er überrascht und etwas aufgeregt. Jetzt machte alles auch Sinn. Er hatte von Elliot geträumt, nachdem er mit dem Mann am Telefon gesprochen hatte. Dieser Mann war Elliot. Er wusste, er kannte die Stimme. Zumindest wusste es sein Unterbewusstsein.
„Eh...Ja?", Elliot sah ihn etwas irritiert an. „Adam. Ich bin Adam. Der große Bruder von Neil? Ich war in der high school als du..."
Elliot lächelte dann. „Adam...Wow...Tut mir leid ich hab dich echt nicht erkannt...", er lachte etwas. „Wie konntest du mich denn jetzt erkennen?", fragte er etwas lachend und fühlte sich tatsächlich etwas wohler als vorher. „Dein babyface ändert sich doch nie", schmunzelte er.
„Das ist ja eine Überraschung", sagte Gray lächelnd doch Adam wusste wie genervt er eigentlich war. „Keine Sorge Gray. Elliot und ich kommen schon klar", grinste er etwas.
Gray schnaufte und nickte. „Ruft mich wenn ihr was braucht", er verschwand dann.
„Was ein Griesgram", nuschelte Elliot dann. „Ich weiß, er kann aber auch ganz nett sein.", sagte Adam schmunzelnd.
„Ich hab heute von dir geträumt", schmunzelte Adam während er den Mantel anprobierte. Elliot wurde rot. „Wieso denn das?"
„Keine Ahnung. Bestimmt weil ich deine Stimme unterbewusst wiedererkannt habe", schmunzelte er. „Es war der Tag an dem wir neben dem Footballfeld saßen und die anderen wollten, dass wir mitspielen", erzählte er. „Das weiß ich sogar noch...Es waren deine letzten Wochen auf der Schule. Und wir hatten dieses Gespräch", sagte Elliot leise.
Adam nickte. „Und? Wie ist es bei dir? Wenn ich das fragen darf...Wegen dem Gespräch meine ich", sagte er und sah sein gegenüber an. Er war viel größer als Elliot und musste etwas runter schauen. „Was meinst du?", fragte der kleinere. „Hat sich was getan? Ein Outing? Ein glücklicheres Leben?"
„Auch nach unserem Gespräch habe ich mich einfach nicht getraut. Jahre lang nicht. Bis meine Eltern sich getrennt haben. Weil mein Vater sich als schwul geoutet hat", schmunzelte er etwas. Adam lachte kurz auf. „Sorry. Aber das ist irgendwie witzig", sagte er und betrachtete sich im Spiegel. Elliot sah ihn an. „Du siehst toll aus", sagte er ehrlich. Adam sah Ihn an und grinste. „Eh ich meine...Also der Mantel...Der steht dir gut", stammelte er verlegen.
Adam betrachtete sich wieder. „Stimmt", grinste er. Elliot sah ihn nachdenklich an. Dann verschwand er kurz in den Kleidungsständern. Als er wieder kam hatte er eine dunkelblaue hose mit schwarzem Muster in der Hand. „Probier die mal", schlug er vor. Adam sah sich die Hose an und nahm sie an sich. Elliot brachte ihn zu den Umkleidekabinen.
Als Adam wieder aus der Umkleidekabine rauskam musste Elliot etwas lachen. Die Hose saß ziemlich eng und Adam konnte sich kaum bewegen. „Ich glaube meine Hüften sind zu breit dafür", grinste er und drehte sich einmal. Elliot wurde etwas rot als er länger auf Adams Hüften starrte. „Eh...Ja..Ziehs mal besser wieder aus. ich hol dir ne größere", er lief schnell los.
Die zweite Hose, war zwar immer noch eng, aber passte perfekt. „Und so muss es jetzt aussehen?", fragte Adam als er raus kam und grinste. „Ja. Genau", sagte Elliot etwas schmunzelnd. „Das sieht schon definitiv besser aus", grinste er leicht.
Adam betrachtete sich im Spiegel. „Perfekt für einen Abend auf irgendeiner Rooftop Disco", sagte Elliot und stellte sich neben ihn. „Mhm. Da fehlt mir ja nur noch die Begleitung", sagte Adam und sah Elliot durch den Spiegel an. Wieder wurde Elliot rot und schüttelte leicht den Kopf. „Kann ich sonst noch was für dich tun?", fragte er. „Nein, danke", lächelte Adam und ging wieder in die Umkleidekabine. Er zog sich um und kam mit den Sachen wieder raus. „Kann ich das einpacken?", fragte Elliot und hielt seine Hände hin. Adam gab ihm die Sachen während Elliot ihm seine Jacke wiedergab. „Danke für die Beratung", schmunzelte Adam und lächelte ihn an.
„Gerne", Elliot ging mit den Klamotten zusammen zurück zum Tresen. Dort packte er die Anziehsachen sorgfältig in eine Tüte. „Kundenberatung üben wir nochmal", grummelte Mr. Jefferson. „Ich hab doch was verkauft", sagte Elliot und sah seinen Chef verständnislos an. „Trotzdem. Deine Art mit Kunden umzugehen ist echt schrecklich. Du kannst von Glück reden, dass Adam dich kennt. Das hätte auch ganz anders ausgehen können. Mein Ruf hängt von berühmten Leuten ab", sagte er streng. „Tut mir leid...Ich werde es nächste mal besser machen", versprach Elliot und tippte alles in die Kasse ein.
Adam kam zu ihnen. „Danke, dass ihr für mich eher geöffnet habt. ist immer viel Entspannter", sagte er zufrieden. „Hast du bekommen wonach du gesucht hast?", fragte Gray und blickte in die Tüte. „Ja. Ich hatte eine gute Beratung"
Gray nickte. „Dann mach du die Kasse, Elliot. Ich bin hinten. Bis bald Adam", er verschwand.
Elliot rechnete alles zusammen. Adam steckte seine Kreditkarte in den Kartenleser und wählte seine PIN. „War schön dich wieder zu sehen", meinte Adam dann. Der andere sah ihn an. „Fand ich auch. Dass du mich wiedererkannt hast...", schmunzelte er.
„Du lebst hier in der Nähe?", fragte er interessiert. Elliot nickte. „Habe eine kleine Wohnung...Mir...ist es echt peinlich, dass...wir waren zusammen in der Schule und du bist jetzt...berühmt ich meine...Wie kann mir das denn nicht aufgefallen sein? Dein Name und...einfach du...Ich hab einfach echt nicht viel mit sowas zutun", gab er verlegen zu. „Mach dir keine Sorgen", schmunzelte Adam. „Das nehme ich dir nicht übel. Finde ich sogar gut. Als du herausgefunden hast, dass ich sozusagen berühmt bin, hat sich deine Haltung mir gegenüber nicht geändert. Erst als du mich als Freund wieder erkannt hast", stellte Adam zufrieden fest.
Elliot lächelte nur schüchtern und gab ihm die Tüte. „Hey uh...Eigentlich...fehlt mir wirklich eine Begleitung. Ist jetzt zwar keine Rooftop Disco aber...der Geburtstag eines Freundes. Und...außer ihm kenne ich da eigentlich niemanden", erklärte Adam dann und sah den Verkäufer an. Elliot wurde rot. „Ich...bin mir nicht sicher...Ich glaube das ist nichts für Leute wie mich"
„Leute wie dir? Rede doch keinen Mist", schmunzelte er. „Naja...Du kannst es dir ja überlegen. Kann ich dir einfach meine Nummer aufschreiben und du schreibst mich dann an?", fragte er. Elliot sah ihn an. „Uh...Okay...Klar...Mach ich, versprochen" Elliot gab ihm sein Handy.
Adam tippte schnell seine Nummer ein, die er auswendig im Kopf hatte und gab ihm sein Handy zurück. Er nahm seine Karte aus dem Leser und steckte diese Weg. „Bis dann, dann", er verlies das Gebäude. Elliot sah ihm blinzelnd nach und sah auf sein Handy.
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