࣪ ִֶָ☾. roller coaster
࣪ ִֶָ☾. sannie
Noch verloren in dem, was soeben geschah, schaute ich diesem Jungen angetan hinterher. Wie er im Bild; vor dem Horizont, bestrahlt von der Abendsonne, neben den riesigen, ästhetischen Laternen sowie dem hellen Asphalt unfassbar faszinierend aussah. Dabei mochte ich vorallem, wie die schlanke Form seines Körpers durch die Weise, wie er ein Bein nach dem anderen nach vorne setzte, besonders herausstach. Diese Taille, dieser Brustkorb, diese Wirbelsäule, diese Schultern... Gott war er unwiderstehlich.
Noch bevor er mir komplett weglaufen konnte, rannte ich ihm lächelnd hinterher, liebte es, wie sehr mein Herz eigentlich gerade schlug und ich ihm paar Meter voraus lief, mich aber dabei zu ihm drehte, sodass er ganz normal einen Schritt nach den anderen tätigte, während ich rückwärts laufen musste und ihn angetan angrinste.
Wooyoung belohnte mich mit einem Blick in seinen fuchsartigen, schwarzen Augen, die das ganze Licht der Sonne gerade auffingen, wobei mir das schelmische Grinsen auf seine Lippen verriet, dass er dieses Date doch genoss. Für einen Moment liefen wir beide auf dieser Weise den langen Weg an der Schlachte entlang, wobei ich das weiche Geräusch der sich überschlagenden Wellen des Wassers mehr als nur genoss.
Nach einer Weile setzten wir uns auf den Boden hin, wobei Wooyoung sich direkt an die Wand lehnte. Er musste bestimmt müde sein, durch die ganze körperliche Beanstrengung, doch sein Blick strahlte nur Ruhe aus, worüber ich mich innerlich sehr freute. Während er seine Beine aufstellte und an seinen Oberkörper ranzog, legte ich mich lächelnd neben ihm hin, während ich meine Beine anhob und diese an die Wand lehnte, seinen amüsierten, aber ,,Ich bin so fertig mit dir."-Blick grinsend erwiderte und fragte:,,Also?"
,,Hat es sich gelohnt?"
Wooyoung schnaubte, als er antwortete:,,Ich bin mir nicht sicher, ob du mir das Leben bereichert oder einfach meinen Magen ruiniert hast." Wieder musste ich lachen bei seinen Worten, als ich ihn an seinen Arm stupste und sagte:,,Hey! Gib's zu, du hattest Spaß."
Wooyoung schwieg, sah auf die Stadtlichter und das Wasser vor uns, während ich ihn erwartungsvoll ansah. Schließlich seufzte er leise, bevor er antwortete, ohne mich anzuschauen:,,Vielleicht einbisschen.", was eine Antwort war, womit ich mehr als zufrieden war, deswegen sagte:,,Das ist alles, was ich hören wollte."
Ich sah, wie er gerade etwas erwidern wollte, als ich ihm aber plötzlich einen kandierten Apfel entgegenhielt, den ich gemeinsam mit dem Lolli vorhin gekauft hatte, dabei schmunzelnd von mir gab:,,Hier. Süßes für ein süßes Gesicht.", wodurch er die Stirn runzelte, bevor er mit meinem Lieblingssatz antwortete:,,Du bist unmöglich." Doch er nahm den Apfel, den er erstmal zur Seite legte und mich weiterhin mit dieser verzweifelten Mimik anschaute, die seinen Satz nur noch mehr unterstrich.
Aber ich wusste, dass ich genau die Art von Chaos war, die er in seinem Leben brauchte.
Und er war genau die Art von Ruhe, die ich in meinem Leben brauchte.
Sehnend nach seiner Nähe, drehte ich mich so hin, dass ich meinen Kopf in seinen Schoss legen konnte, er seine Beine dennoch aufgestellt ließ und ich auf dieser Weise immernoch angenehm angehoben lag, ihn gespielt unschuldig am Grinsen anschaute. Währenddessen schaute er mich wieder überrumpelt von meiner Geste an, bevor er sein Schicksal einfach annahm und mich ruhig anschaute.
,,Wäre es schon zu früh, wenn ich sagen würde, dass ich dich liebe?"
,,Hallo?!"
,,Was?"
,,Lebst du komplett in deiner Fantasiewelt?"
,,Mit dir schon, ja. Ich liebe dich."
,,Wie kannst du mich lieben, wenn dies unser erstes Date ist, junger Mann?",entkam es ihm schockiert, während ich es einfach genoss zu sehen, wie empört er immer auf meine gewagten Aussagen reagierte. Lachend schaute ich ihm auf sein Gesicht, sah peripher, wie schwer sich seine Brust hob und senkte, mir verriet, wie schnell sein Herz gerade wohl schlagen musste.
,,Liebe ist ein schweres, kompliziertes Wort. Das sagt man nicht einfach so.",entkam es ihm nochmal ernsthaft, wobei ich ihn einfach nur noch angetan von seiner Ernsthaftigkeit anschaute. Darüber, wie er mal wieder alles zu ernst nahm. Ich verharrte unwillkürlich mit meinen Augen verträumt auf ihn, während ich nachdachte, bevor ich sagte:,,Nun, wenn es ein Wort gäbe, womit ich dich beschreiben dürfte, dann wäre es das Wort ,,Liebe"."
,,Bitte nicht.",entkam es ihm direkt abwehrend, belustigt am Lachen, dabei nicht merkte, wie ich meine Worte eigentlich vollkommen ernst meinte. Er hingegen sich dies in keinem Universum auch nur ansatzweise vorstellen konnte. Dass es jemanden gab, der ihn auf dieser Weise begehrte.
,,Okay okay, dann lass uns ein eigenes Wort finden. Ein Wort, welches wir nutzen können, um uns gegenseitig zu beschreiben und zu sagen, wie wir uns zueinander fühlen.",machte ich ihm motiviert den Vorschlag, während er mich belustigt über meine Worte anschaute, ich gleichzeitig sah, wie er mich mit einer Seite nicht ernst nehmen konnte. Aber dies mochte ich so sehr an ihm. Denn er dachte trotzdessen für einen Moment über meine Worte nach, wobei seine Augen konzentriert in den meinen schauten, bis er langsam erwiderte:,,Unmöglich. Ich finde dich unmöglich."
,,Unmöglich?"
,,Ja, unmöglich. Ich finde dich unmöglich, Choi San."
,,Okay, dann finde ich dich auch unmöglich, Jung Wooyoung."
Ich musste mir mein Lachen verkneifen, als ich sah, wie belustigt er von dem Fakt war, dass ich seine Idee vollkommen ernst nahm, mich immer wieder auf seine Schlagfertigkeit einließ. Dennoch hörte ich heraus, wie dieses Wort - unmöglich - in seiner ruhigen Gestik einen weiteren Nachgeschmack hatte. Hinter diesem Wort viel mehr steckte, als er erstmal auszusprechen schien. Dass dieses ,,unmöglich" vielleicht bereits schon ein ,,mögen" war.
,,Wir müssen uns jetzt gegenseitig sagen, was wir unmöglich an den jeweiligen anderen finden, damit wir uns besser kennenlernen. Das ist ein Date... Dafür sind sie da.",entkam es mir verträumt und verspielt zugleich, denn ich fühlte mich wohl in seiner Aura und Energie. Dabei kuschelte ich mich mit meinem Kopf tief in seinen Schoss hinein, was er nur mit einem amüsierten Grinsen kommentierte, bis er sagte:,,Aha, und dem, der nichts mehr einfällt, verliert das Spiel, oder was?"
,,Ja!",entkam es mir begeistert von der Idee, auch wenn er dies sarkastisch meinte und ausdrückte, doch hastig sagte ich direkt:,,Ich fange an! Deine Augen." Schmunzelnd schüttelte er den Kopf, doch so zielstrebig, wie er war, ließ er sich auf das Spiel ein.
,,Deine Sprüche."
,,Deine Konter."
,,Deine Blicke."
,,Deine Grimassen."
,,Deine Schultern."
,,Dein Muttermal."
,,Nase."
,,Lippen."
,,Wangenknochen."
,,Hüfte."
,,Brust."
,,Taille."
,,Beine."
,,Rücken."
,,Deine Augen."
,,Hah! Das hatten wir schon.",entkam es ihm grinsend, während unserer hitzigen Diskussion, in der ich meine Augen nicht mehr von seinen nehmen konnte. Er Dinge aufzählte, von denen ich nur wusste, dass er sie unmöglich an mir fand.
Und wie er sie ,,unmöglich" an mir fand...
Grinsend schloss ich nur noch meine Augen, mein Haar überall auf seinem Schoss zerlegt, während mich seine Oberschenkel wohlig aufwärmten. Doch dann spürte ich es. Es war dieses bestimmte Gefühl, das man bekam, wenn jemand einen ansah - nicht nur flüchtig, sondern tief, wie ein Blick, der einem die Gedanken durchbohrte. Langsam öffnete ich die Augen und hob meinen Blick zu Wooyoung.
Er sah mich an. Nein, das war nicht nur ein Blick - er starrte mich mit seinen Augen an. Seine Lippen waren leicht geöffnet, und in seinem Gesicht lag ein Ausdruck, der mich für einen Moment den Atem anhalten ließ. Es war, als ob er alles um uns herum vergessen hätte, als ob ich in diesem Moment die einzige Sache auf der Welt war, die zählte.
Ich blieb still, unfähig, mich zu bewegen, während ich ihn beobachtete. Sein Blick glitt über mein Gesicht, verweilte auf meinen Lippen, dann auf meinen Augen, und ich konnte sehen, wie sehr er in Gedanken versunken war.
Seine Wangen waren leicht gerötet, wahrscheinlich ohne dass er es selbst bemerkte. Es war... überwältigend. Überwältigend, wie er ganz langsam und zögernd seine Hand anhob und sich eine meiner Haarsträhnen um seine Finger wickelte. Achtsam strich er sie mir aus meiner Stirn, wobei ihm die Neugier zu überkommen schien, sodass er seine Fingerspitzen ganz langsam und nur ganz oberflächlich durch mein Haar entlang streichen ließ.
Seine Augen reflektierten seine Abwesenheit sowie meinen verträumten Blick, mit dem ich ihn gerade anschaute. Dieses zarte Gesicht, mit welches er sich selbst bei seinem Tun beobachtete. Es war, als er seine Fingerspitzen von meinen Schläfen ganz zart über meine Wange entlang fahren ließ. Ich die gewohnte Kälte dieser wie einen frischen Wind über meine Haut gleiten spürte.
Ich konnte nicht anders, als mich mit meinem Gesicht seiner Berührung hinzustrecken, weshalb ich den Kopf zur Seite neigte, um mit meinen Lippen gegen seine Handinnenfläche zu streifen. Dadurch stoppte er in seinem Handeln, während ich nach seiner Hand griff und diese einmal achtsam zu drückte, es genoss, wie perfekt ich seine kühle Hand mit meinen Fingern umschließen und halten konnte.
Ich drückte ihm einen warmen Kuss auf die Handinnenfläche auf, bevor ich unser Handpaar auf meine Brust ablegte und langsam wieder zu ihm hochschaute, sehen konnte, wie er im Konflikt mit sich selbst stand. Zwischen Konter und Flucht, diesem inneren Konflikt, welches ihm wahrscheinlich Tausende an Gedankenströmen gerade verursachte.
Dennoch schenkte ich ihm ein sorgloses Lächeln, fühlte mich verlegen von so einem inspirierenden Menschen so konzentriert und vielsagend angeschaut zu werden. Mein Lächeln wurde umso sanfter, als ich das natürliche Zittern seiner Hand auf meiner Brust spürte und seine Selbstunsicherheit für einen Moment entdeckte, die er mir durch den schweren Schimmer in seinen Augen veranschaulichte.
Ich legte mich seitlich hin, legte unser Handpaar in Höhe meines Dekolletés, während ich mein Gesicht in seinen Bauch vergrub, einmal kräftig seinen Eigenduft einatmete und die Augen lächelnd schloss. Ein Gefühl der Ekstase, ein Gefühl der Geborgenheit. Sehnend nach seiner Nähe und diesen Gefühlen legte ich seine Handfläche auf meine Wange ab, ließ sie dennoch nicht los und ruhte auf dieser Weise hier mit ihm.
Nichts hätte diesen Moment bedeutsamer und schöner machen können, dachte ich mir für einen Moment, doch als ich spürte, wie er sich langsam zu mir runterbeugte und mir einen zögerlichen, aber sanften Kuss auf meinen Haarschopf drückte, wurde mein Lächeln umso breiter, und ich ließ mich in seinem Vertrauen vollkommen fallen.
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࣪ ִֶָ☾. Ach Ja, da haben sich zwei Menschen gerne... :)
Passt gut auf euch auf! Ich verschwinde jetzt in die OP-Vorbereitung...
-࣪ ִֶָ☾. Deine Eleja
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