28. Shoppen
"Ich kann's einfach nicht glauben.", schrie Mag, als wir durch das Einkaufszentrum spazierten. Fassungslos rammte ich ihr mein Ellbogen in die Rippen. "Sei still.", fauchte ich.
Sie konnte einfach nicht aufhören zu grinsen. "Jetzt mal ganz ehrlich, war er gut? Jahrelang frage ich mich schon, wie gut er wohl sein mag, nicht dass ich das gerne ausprobiert hätte, bin halt nur neugierig."
Ich errötete leicht und schlug ihr auf die Schulter. "Es war halt normal. Er war nicht besser als die die ich davor halt hatte."
Mag schnaubte. "Ach komm, verarschen kannst du dich selbst. Bestimmt war er ein Hengst im Bett und kann sich bewegen wie ein Stripper."
Mag humpelte von mir weg, bevor ich sie ein weiteres Mal schlagen konnte. Eigentlich müsste man meinen, dass sie wusste wie sie sich zu benehmen hatte in der Öffentlichkeit, aber manchmal vergaß eine Erwachsene solche Sachen auch. Also beeilte ich mich kopfschüttelnd mit ihr Schritt zu halten.
Wir landeten nach unserer Shoppingtour in einem Café und bestellten uns jeweils beide Kaffee und eine Donutplatte mit verschiedenen Donut Sorten, eine Tradition von uns, immer dann wenn es etwas zu erzählen gab und das trat häufiger auf als man dachte.
Mag stopfte sich einen ganzen Erdbeer Donut in den Mund und sah mich auffordernd an. "Was willst du wissen?", fragte ich.
Sie schluckte kräftig runter und hustete dann leicht. "Eigentlich will ich wissen, wie es jetzt mit euch beiden weitergeht."
Ich seufzte stark und starrte in meine Tasse. "Keine Ahnung, nach der Nacht bin ich aus meiner eigenen Wohnung abgehauen mit der Ausrede die Jungs abzuholen, die bei Rosíe über Nacht waren. Adam musste selbst gemerkt haben, dass ich ihm auswich, aber sagte nichts und war auch nicht mehr da, als wir wiederkamen."
"Hat er sich irgendwann gemeldet?", fragte sie und aß einen weiteren Donut.
Ich schüttelte den Kopf. Das war jetzt eine Woche her.
"Hey, Süße schau mich an." Ich blickte hoch und sah in Mags besorgtes Gesicht. "Hat sich bei dir etwas im Bezug auf Adam getan?"
"Ich will keine Gefühle für ihn entwickeln. Er könnte sie ausnutzen und ich bin nicht bereit, sie ihm zu geben, auch wenn er es vielleicht nicht tun würde."
Mag lächelte versöhnlich. "Liebe bedeutet alle Risiken einzugehen und sich Blind reinzustürzen. Selbst wenn eine Frau wüsste, dass diese Beziehung sie kaputt machen würde, würde sie diesem Risiko zustimmen. Liebe gewinnt und man kann sich schwer gegen sie wehren."
Ich antwortete nichts, sondern stopfte mir einen schokoladen Donut in den Mund. Vielleicht hatte Mag recht und man musste es einfach wagen diese Liebe einzugehen, aber ich würde es nicht tun, aus reinem Selbstschutz. Und auch weil ich wusste wie Adam drauf war. Er würde mich ausnutzen und dann mit einer Anderen auftauchen.
Mein Handy klingelte und ich sah auf das Display. Es war Adam. Ich starrte nur auf das Handy und Mag stupste mich hart an. "Geh an das Handy.", zischte sie. Leidvoll sah ich sie an, aber sie deutete bloß auf das Handy. Schlussendlich ging ich dran. "Was willst du?", fragte ich unfreundlich.
"Wow, ich rufe dich an und schon bist du nicht gut drauf. Was ist los mit dir, Elisa? Eigentlich wollte ich dich nur fragen, ob du und die Jungs vielleicht Lust habt in den Zoo zu gehen?", ertönte seine belustigte Stimme.
"In den Zoo? Und wann?"
"Ich habe daran gedacht heute zu gehen. Was meinst du?"
"Ehrlich gesagt bin ich gar nicht zu Hause und die Jungs sind auch nicht bei mir. Wie wär's mit morgen? Ich muss mit ihnen heute noch Klamotten kaufen, weil Elijah plötzlich angefangen hat alle Klamotten zu hassen, die ich ihm kaufe. Er will selbst ran."
Adam lachte. "Das ist mein Sohn."
"Haha so lustig bist du.", sagte ich bissig.
"Rieche ich da etwa Sarkasmus, Ms De Rosa?"
"Gott Adam, nerv mich nicht."
"Sorry.", sagte er und kurz herrschte eine Stille in der Leitung, bevor dann "Du Model." kam.
Ich seufzte.
"Okay, okay. Jetzt ernsthaft. Vielleicht sollte ich mitkommen, damit du dich nicht allein mit den Jungs auseinandersetzen musst, falls sie mal wieder nicht wollen."
Alles in mir widersetzte sich Adam mitzunehmen, aber so konnte es ja nicht immer weitergehen also musste ich wohl oder übel zustimmen. Außerdem war ich schon erwachsen und nicht mehr ein Teenager, ich musste mich mit meinen Problemen auseinandersetzen.
"Ja, können wir machen. Wie wär's, du holst die Jungs bei deiner Mom ab und kommst zum Einkaufszentrum, wo ich gerade mit Mag bin."
"Geht klar. Bis dann."
Er legte auf und ich sah noch kurz mein Handy an, bevor ich es wegpackte und mich wieder Mag zuwandte. Die sah mich mit einem strahlenden Lächeln an. Ich guckte sie fragend an und verzog dann etwas mein Gesicht. "Alles okay? Du siehst etwas komisch aus.", fragte ich sie und biss in einen Donut.
"Machst du Witze? Schatzi, du bist mit ihm verabredet. Sei nicht so unbeeindruckt."
"Ich bin nicht mit ihm verabredet. Wir gehen nur mit den Jungs shoppen."
Mag sah mich etwas genervt an. "Sei nicht so dumm, Elisa. Ihr seid trotz allem verabredet, auch wenn du die Jungs als Ausrede benutzt."
Ich schnappte empört nach Luft. "Das stimmt nicht. Es geht ja auch um die Jungs. Weißt du was, ich werde nicht mit dir darüber diskutieren."
Sie öffnete ihren Mund und ich kniff meine Augen zusammen, sodass sie dann auch ihren Mund schloss. Schweigend tranken wir unsere Kaffees und aßen die Donuts langsam auf.
"Ich meinte es nicht so, Elisa.", sagte Mag.
Ich nickte. "Ich weiß."
Mein Handy klingelte und ich ging ohne drauf zu schauen direkt ran.
"Elisa, du musst sofort hierherkommen."
***
Hiiiiiiiiii✌🌞
Neues Kapitel✊😂
Jen☁
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