21. Wieder Streit
"Dass können Sie nicht machen.", rief ich wütend. "Mein Sohn hat doch nichts gemacht, wofür man ihn aus dem Kindergarten schmeißen muss. Was soll ich den Ihrer Meinung nach jetzt tun? Wissen Sie eigentlich wie verdammt schwierig es ist einen Kindergartenplatz hier zu finden?"
In der Leitung ertönte kurz ein rascheln. "Tut mir wirklich leid, Ms De Rosa. Wir müssen Ihren Sohn aus dem Kindergarten schmeißen. Die Regeln dulden keine Gewalt und gegen diese Regel hat Ihr Sohn verstoßen."
Ich ballte meine Hände zu Fäusten. "Es ist ein Kind, verdammt. Schmoren Sie doch in der Hö-..."
Der Hörer wurde mir aus der Hand gerissen und Adam zeigte zur Tür mit einem bestimmten Ausdruck im Gesicht, geh nach draußen, soll er heißen. "Tut mir leid für das Verhalten meiner Frau, Mr Kolb." Ich sog scharf die Luft ein. Wie konnte er es wagen? "Sie ist ein bisschen wütend und gerät dann immer in eine stürmische Art."
Ich zeigte ihm den Mittelfinger und verließ den Raum um zu meinen Söhnen zu gehen. Sie saßen aneinander gekuschelt auf der Couch und schauten eine Kinder Sendung. Ich setzte mich neben sie und dachte an das Gespräch. Elijah stand jetzt ohne einen Kindergartenplatz da. Ich konnte mit ihm nicht zu Hause sitzen, schließlich musste ich arbeiten und Adam ebenfalls.
Schritte näherten sich dem Wohnzimmer. "War das gerade dein Ernst?", fragte ich wütend, immer noch den Blick auf den Fernseher gerichtet. Ich spürte, wie er sich auf die linke Seite neben den Zwillingen setzte, sodass die Zwillinge zwischen uns saßen.
"Ja war es, Elisa.", seufzte er. "Wir müssen den Schein wahren, dass wir eine echte Familie sind."
"Müssen wir nicht.", fauchte ich. "Heutzutage gibt es ein Haufen an geschiedenen Eltern, die sich das Sorgerecht teilen."
Es war mir unangenehm, wenn ein Mann mich als seine Ehefrau bezeichnete, obwohl ich ihn noch nicht mal leiden konnte. Ich war halt gefühlt mein ganzes Leben Single gewesen und plötzlich hatte ich einen Mann an meiner Seite, der mich sozusagen extra geschwängert hatte und es noch nicht mal wusste.
"Lassen wir doch endlich mal diese Streitereien. Meine Güte, ich bemühe mich jeden Tag hierher zu kommen und meine Söhne zu sehen und dann muss ich mich auch noch mit dir streiten, weil du dein Temperament nicht unter Kontrolle hast. Anfangs, wenn du unbekannt bist, erscheinst du wie eine zarte Rose und wenn man dich kennt, bist du eine feurige Diva."
Ich sprang wütend auf. "Wenn es dir zu mühsam ist jeden Tag hierher zu kommen, dann komm doch gar nicht. Ohne dich hat es doch auch geklappt."
Ich stapfte davon und knallte meine Zimmertür hinter mir zu. Schluchzend ließ ich mich aufs Bett fallen. Ich gab es ungern zu, aber seit der Schwangerschaft war ich eindeutig herrischer und temperamentvoller geworden. Und was sollte das eigentlich mit der Rose und der Diva? Seit wann war er so poetisch?
Ich lag auf dem Rücken und blickte auf meine Wand. Wie sollte ich dieses Leben doch bloß führen? Jede Sekunde in der ich mit Adam verbringen musste, wollte ich ihm einfach nur den Kopf abreißen. Er ging mir mit seiner selbstbestimmten Art so auf die Nerven, es gefiel mir gar nicht, mir von einem Mann alles entscheiden und sagen zu lassen. Schließlich hatte ich meinen eigenen Kopf und denken konnte ich auch, genau so wie er.
Es klopfte leicht an meiner Zimmertür. "Hör mal, Elisa.", räusperte sich Adam vor der Tür. "Wir beide müssen miteinander reden und klären, wie genau wir es miteinander aushalten können. Wenn dir etwas nicht gefällt, dann sag es gefälligst, aber schrei mich nicht an. Außerdem müssen wir uns noch den Kopf über Elijah zerbrechen."
Ich sprang aus meinem Bett und riss die Tür auf. Abrupt stoppte ich als Adams Gesicht direkt vor meinem war. Von dieser Nähe aus konnte man sogar leichte Stoppeln auf seinem Gesicht entdecken. Ich trat zurück und senkte den Blick. "Gehen wir in die Küche.", murmelte ich und lief an ihm vorbei.
Dort angekommen kochte ich für ihn und mich einen Kaffee. Dampfend stellte ich beide Tassen auf den Tisch und setzte mich. "Wie geht's jetzt weiter?"
Adam legte seine Hände um die Tasse und pustete. "Sie werden Elijah nicht zurücknehmen. Außerdem wirst du die Mutter von Archie nicht anklagen, wir haben genug Probleme, da brauche ich keine hysterische Mutter, mit der ich mich auseinandersetzen muss."
Er warf mir einen langen Blick zu. Mr Kolb, diese Dreckssau, hatte sich eiskalt bei meinem angeblichen Ehemann beschwert. Trotzdem verdrehte ich meine Augen und nahm einen Schluck Kaffee. "Kann ich dich um was bitten?", fragte ich ihn.
Er nickte neugierig.
"Ich muss morgen sehr lange arbeiten. Würdest du die Jungs zu dir nehmen? Ich hole sie auch direkt ab, wenn ich Schluss habe. Eigentlich wollte Miguel sie nehmen, aber er hat einen wichtigen Termin."
Etwas veränderte sich kurz in Adams Augen, aber es verschwand so schnell, dass ich fast zweifelte etwas gesehen zu haben. "Natürlich nehme ich sie. Sie können auch über Nacht bleiben und du kannst sie dann am nächsten Tag abholen."
Ich verharrte kurz und dann sah ich ihn mit einem dankbaren Blick an. Irgendwie freute es mich, dass Adam freiwillig die Jungs sogar über Nacht behalten wollte. Was die Arbeit anging, da hatte ich tatsächlich nicht gelogen. Eduard war ein Teufel was die Arbeit anging und er wollte, dass ich mich zu Tode schuftete.
Die nächste Geste meinerseits ließ uns beide erstarren. Ich hatte meine Arme um den Hals von Adam geschlungen und ihn kurz umarmt. Ich wollte mich gerade entfernen, als Adam meine Umarmung erwiderte und mich etwas mehr zu sich zog. Ich sog unauffällig seinen Geruch ein.
"Danke.", flüsterte ich. "Aber du kannst mich jetzt loslassen."
Adam lachte heiser. "Ach Mann, Elisa. Wie kannst du mir bloß widerstehen."
Ich schnaubte. "Sehr gut sogar, glaub mir."
Ich hätte es nicht tun sollen, denn da in meinem Bauch flammte etwas, was sich verdächtig nach Schmetterlingen anfühlte. Und dieses Gefühl durfte ich nicht fühlen. Nicht bei Adam, bloß nicht bei ihm.
***
Hello People😄
Was bitte ist da zum Schluss passiert, helloooo?😂 Tja, ich hoffe euch hat Kapitel 21 gefallen und viel Spaß noch mit dem nächsten und letzten Kapitel für heute😍❤
2/3
Jen☁
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