1. Mr Sánchez

"Elisa, räumst du kurz die Teller weg.", bat mich Magdalena, während sie den Tisch wischte. 

Ich nickte müde. Es war sieben Uhr, so früh musste ich noch nie arbeiten. Aber heute war ein besonderer Tag im Hause Saragando. Der Boss, Miguel Saragando, hatte heute Geburtstag und dementsprechend musste es groß gefeiert werden. Außerdem wurde heute mehr bezahlt und ich brauchte jeden Cent, von daher meldete ich mich freiwillig.

"Steh nicht müde rum. Beweg deinen Hintern. Uns bleiben bloß 7 Stunden, um alles fertig zu machen.", scheuchte mich Magdalena weg.

Magdalena war, genau wie ich, eine Angestellte im Hause Saragando. Sie arbeitete schon länger hier als ich, aber ich hatte sie nach meinem ersten Tag hier sofort ins Herz geschlossen. Seitdem waren wir wie beste Freundinnen. Magdalena kam ursprünglich aus Irland. Sie hatte schulterlanges blondes Haar und blaue Augen, die voller Herzlichkeit funkelten. 

Sie legte nicht besonders viel Wert auf ihren Körper und aß gerne 3 Cheeseburger mehr. Man merkte es nicht, aber sie hatte einen kleinen Schwabelbauch, den sie sehr gut verdecken konnte. Aber trotz allem waren viele Eifersüchtig auf sie, weil sie essen konnte, was sie wollte und trotzdem voller Selbstvertrauen strotzte. "Aber Mag, ich bin voll müde.", meckerte ich.

Sie schaute mich gespielt böse an. "Soll ich dich bei Mr Saragando verpetzen?" Wir wussten beide, dass er mich niemals bestrafen könnte, weil er mich zu sehr mag. Mr Saragando hatte mich mit 14 Jahren auf der Straße gefunden. Meine Eltern kamen wegen einer Schießerei um und ließen mich einsam in Italien zurück. Man hatte mich nach Amerika verkauft, aber ich hatte es geschafft abzuhauen und dann kam Mr Saragando und nahm mich auf.

"Mach doch.", erwiderte ich grinsend.

Magdalena schlug mich lachend. "Räum jetzt diese Teller weg."

Ich machte, was sie sagte und brachte die Teller in die Küche. Momentan war alles hektisch und fast hätte ich die Teller fallen gelassen, als Joshua, der Bodyguard von Mr Saragando mich fast über den Haufen gerannt hätte. "Tut mir leid, Elisa.", rief er mir hektisch zu und verschwand. 

Lächelnd räumte ich die Teller in die Spülmaschine. Als ich Joshua vor 6 Jahren kennenlernte, war er auch schon so hektisch. Er musste sich immer bewegen und wenn er mehr als 10 Minuten still stehen musst, begann er quengelig zu werden. Aber niemanden störte dies, dass machte ihn nur noch unwiderstehlicher. Seufzend wand ich mich zum gehen, jetzt muss erstmal 7 Stunden durchgearbeitet werden.

* * *

Nach 7 Stunden war das Haus wie verändert. Es hingen Luftballons an den Wänden, Luftschlangen lagen überall herum, die zwei sehr langen Esstische waren für fast 100 Personen gedeckt. Es standen mehrere Boxen herum und die Tanzfläche war perfekt geputzt und beleuchtet. 

Fix und fertig setzte ich mich zu Magdalena. Sie blickte mich müde an und gab mir den Energy Drink, den sie gerade noch trank. "Du brauchst genug Koffein. Die Party beginnt in einer Stunde. Während dieser Stunde müssen wir uns umziehen und fertig machen. Dann schauen wir uns den Ablauf Plan an. Komm, ich mach dein Make-up."

Eine Stunde später trug ich ein Kleid, welches rot war und mir bis zu den Knien ging. Magdalena hatte mir ein wunderschönes Make-up ins Gesicht gezaubert. Aber auch sie selbst sah atemberaubend aus. Sie trug ein etwas längeres Kleid als ich. Es war himmelblau und passte perfekt zu ihren Augen. Sie blickte mich stolz an. "Du siehst wunderschön aus, Elisa."

"Kann ich nur zurück geben.", lächelte ich.

Wir gingen in den Saal, wo alle Angestellten versammelt standen. Jeder hatte sich heute herausgeputzt, aber arbeiten musste trotzdem jeder. Mr Saragando klatschte in die Hände. "Alle mal her hören.", brüllte er über die Musik, die schon lief. "Heute müssen alle Gäste zufrieden gestellt werden. Ich möchte keine Fehler sehen. Und jetzt geht alle auf eure Position, die Gäste kommen in zehn Minuten."

Dann wurde es noch hektischer als zuvor. Magdalena und ich standen noch immer im Saal. Wir mussten heute auf der Party, die Snacks und Getränke verteilen. Nach einer halben Stunde war der Saal gut gefüllt. Fleißig trugen wir die Snacks und Getränke rum. Es war anstrengend, aber um gutes Geld zu bekommen musste man halt hart arbeiten.

Als ich an der Ecke an der Mr Saragando und mehrere Männer saßen vorbei kam, merkte ich, dass mir dunkelbraune Augen folgten. Ich warf einen kurzen Blick auf die Person, ging aber weiter, weil ich keine Zeit für eine Musterung hatte. Ich teilte weiter Champagner Gläser aus, als ich eine Person hinter mir spürte. Es waren die dunkelbraunen Augen von davor, die vor mir standen.

"Kann ich Ihnen helfen?", fragte ich höflich.

Seine dunkelbraunen arroganten Augen fuhren über meinen Körper. Ich warf ihm einen vernichtenden Blick zu und flüchtete von seiner Nähe. Ich habe reiche Männer schon immer gehasst, besonders arrogante Männer, die denken sie wären das Beste auf dieser Welt. Arschloch. 

Ich erblickte Magdalena und eilte auf sie zu. "Anscheinend hast du schon Mr Sánchez kennengelernt.", grinste sie mich an.

"Wer?"

"Adam Sánchez, der Mann mit dem du gerade zusammen standest."

Ich schnaubte. "Der kann mir gestohlen bleiben. Hast du seinen arroganten Blick gesehen, als er mich angeguckt hat. Einfach nur widerlich."

Magdalena lachte. "Ach komm, hast du ihn mal angeguckt. Seine dunkelbraunen Augen sehen immer so aus, als ob sie dich ausfressen wollen und dann seine Figur, die durch diesen Anzug betont werden. Einfach nur sexy."

"Kann es sein, dass du mit ihm in die Kiste willst.", grinste ich.

"Immer doch, aber er hat ein Auge auf dich geworfen, Süße."

"Nein, danke. Ich geh wieder an die Arbeit, bis später."

Ich holte mir den nächsten Teller voller Champagner, als Mr Saragando auf mich zukam. Er nahm mir den Teller ab, gab ihn einem anderen Angestellten und zog mich mit sich. "Elisa, mein Engel, ich möchte dir gerne meine Geschäftspartner vorstellen.", sagte er.

Er blieb in der Gruppe, an der ich davor vorbeigelaufen war stehen. Dunkelbraune Augen fixierten Mr Saragandos Hand auf meinem Rücken. Wütende Augen. "Darf ich vorstellen, Elisa Maria De Rosa, meine sogenannte Adoptivtochter." Ich lächelte freundlich in die Runde. Mr Saragando griff hinter mir nach einem Glas Champagner und reichte ihn mir.

Ich genoss den Champagner. Ich konnte mir privat keinen Champagner leisten, weil ich jeden Cent mehrmals umdrehen musste, bevor ich mir etwas kaufte. Klar, hatte mich Mr Saragando sozusagen Adoptiert, aber ich wollte deswegen nicht bevorzugt werden und deshalb arbeitete ich für jeden Cent hart.

Mr Saragando stellte mich allen vor bis er zu Adam kam. "Und das hier ist mein ältester Freund Adam Luis Kavader Sánchez."

"Freut mich.", sagte ich höflich.

"Mich ebenfalls, Elisa.", ertönte seine kratzige Stimme mit diesem sexy spanischen Akzent, die mir eine Gänsehaut bescherte.

Verlegen nahm ich noch einen Schluck bis ich merkte, dass das Glas leer war. Plötzlich hielt Adam mir ein weiteres Glas hin, welches ich dankbar annahm. Mr Saragando beugte sich zu mir. "Du kannst dich ruhig amüsieren gehen, Elisa. Du hast heute genug getan.", sagte er und scheuchte mich weg.

Ich spürte Adam an meiner Seite. "Lust dich mit mir zu unterhalten?"

Das zweite Glas war bereits leer, als schon das nächste in meiner Hand lag. Ich exte den Inhalt und fühlte mich leicht beschwipst. Ich bekam nicht oft Alkohol, von daher konnte ich auch nicht lange nüchtern bleiben. "Gerne.", sagte ich kichernd.

Die Stunden vergingen und wir tranken mehr und mehr, bis Adam mich zu sich zog und wir miteinander knutschten. Wir fummelten ungeduldig aneinander rum und erreichten noch rechtzeitig ein Zimmer, bevor wir miteinander verschmolzen. 

Wir beide waren besoffen und wir hatten Sex.

Nur die Folgen von dieser Nacht.

Die trafen nur mich.

***

Hello People😊

Ich hoffe, dass euch dieses Kapitel gefallen hat.

Bis zum nächsten Mal❤

Jen☁


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