~Kapitel 61~

Kurzer Rückblick:

Verwunderung und Schock standen ihm in den Augen, als ich in seinen Kopf eindrang und es tatsächlich schaffte seine Systeme zu stoppen. Ich sah ihm fest und grinsend in die Augen, als ich ihn ohnmächtig werden ließ.

Und ihn fing ich nicht auf.

Rückblick Ende

Ich schmiss die Flügeltür auf und rannte direkt in Kayden hinein. Doch das war noch nicht alles, hinter Kayden standen mindestens fünf weitere Männer, groß und muskulös. Sie musterten mich zur Hälfte grimmig und zur anderen Hälfte amüsiert. Was war hier denn los? Ich sah mich nach Alex um und fand ihn in den Händen eines weiteren Mannes, dieser hatte seine Hände unter Alex Armen und hielt in somit oben.

Alex Körper war erschlafft und seine Knie berührten den Boden. Allein die Hände des muskulösen Mannes hinderten Alex Körper am aufschlagen. In dem Moment wurde mir klar, dass Kayden uns verraten hatte. Ich schüttelte seine Hände ab und wich zurück. ,,Was hast du getan?", schrie ich ihn an und Tränen stiegen in meine Augen. ,,Ich musste das tun, du hättest an meiner Stelle das Gleiche getan, versteh do-", erklärte Kayden, doch einer der Wachen schob ihn un sacht zur Seite und knurrte: ,,Das reicht jetzt, komm mit Mädchen.", der Mann griff nach meiner Hand, aber ich duckte mich unter seinem Arm weg und drehte mich nach links. Ich könnte sowohl nach rechts, als auch nach links in die Gänge fliehen, aber was war dann mit Alex? Ich konnte ihn nicht hier lassen. Er gehörte zu uns. Anders als Kayden.

Mein Herz schrie, es wollte am liebsten aus meiner Brust springen, doch die feinen Nadeln waren zurück, um es zu verhöhnen. Sie strichen wieder leicht darüber und zwischendurch hinterließen sie feine, blutende Linien, doch nur so dünn, dass es nicht zu ernsten Verletzungen kam. Es sollte mich nur daran erinnern, dass ich mit dem Feuer spielte. Der Mann kam wieder auf mich zu. ,,Mach es nicht schwerer, als es ist. Wir sind zu fünft, plus der Mann, der diesen Verräter da drüben hält. Glaub mir, du willst die harte Tour nicht. Ergib dich Mädchen, du hast keine Chance.", sagte er, sah über seine Schulter und lachte. Die anderen Wachen stiegen mit ein. Raues, amüsiertes Gelächter. Kayden runzelte die Stirn und zog seine Schultern hoch. Fast als wollte er sich für sie entschuldigen. Sie sahen mich als ein schwaches Mädchen. Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Das Feuer von Jimmy hatte mich noch nicht ganz verlassen, es war schwach und ausgezehrt von dem "Training", Mason hatte es ja so bezeichnet.

Ich verschränkte die Arme vor der Brust und tippte mit der Fußspitze unruhig auf den Boden. Ich sah genervt auf meine kleine, silberne Uhr und verleierte die Augen. Ich forderte sie heraus und als der Wache vor mir das begriff, zog er eine Grimasse. ,,Hör zu Mädchen, ich will dir nicht wehtun, deine Knochen brechen bestimmt schnell-", er redete langsam und verlieh jedem Wort eine besondere Betonung. ,,Finde es doch heraus.", raunte ich grinsend und hob spöttisch eine Augenbraue. Dann ging ich in meine Angriffsstellung, mein Standbein weiter vorne, meine Beine leicht gebeugt, meine Hände zu Fäusten geballt und meine Arme leicht von meinem Körper gespreizt. Insgesamt war mein Körper leicht nach vorne gebeugte und geduckt.

Wieder schallendes Gelächter. Ich richtete mich auf. ,,Stimmt, bei euch reicht es, wenn ich mit dem Finger schnipse.", sagte ich, eher zu mir selbst, aber es reichte schon, um sie zum Verstummen zu bringen. ,,Hör mal zu-", knurrte der größte von ihnen. Doch ich gähnte nur, dann drang ich mit Leichtigkeit in den Kopf des Wachen vor mir ein und während ich mit der rechten Hand schnipste, stoppte ich seine Systeme und ließ ihn umfallen. Die anderen wichen ein paar Schritte zurück und ihre Münder klappten auf. Jetzt war ich dran mit Lachen. ,,Nur Geprahle, aber nichts dahinter. More brawn than brain.", höhnte ich und entzündete meinen Körper.

Die vertraute Hitze umfing mich und ich atmete tief ein, dann rannte ich auf die Wachen zu. Einer nach dem anderen fing Feuer, während sie mit allen Mitteln versuchten mich zu Fall zu bringen, aber ich wirbelte nur wie eine Todesgöttin durch ihre Reihen. Duckte, rollte und drehte mich unter ihren schwachsinnigen Versuchen weg, schoss Feuerkugeln, ließ sie von Feuerwänden verschlingen und einmal erschuf ich gepaart mit meiner mentalen Fähigkeit sogar ein Feuerschwert und stach es zwischen die Rippen des Mannes, der mir gerade seine Faust in den Magen gerammt hatte. Er brannte von innen, die Flammen schlugen aus der klaffenden Wunde, seine Augen wurden glasig und er sackte in sich zusammen. In dem Moment wurde mir bewusst, das er tot war. Ich hatte einen Mann getötet.

Schluss mit dem Tanz, ich richtete mich in ihrer Mitte auf, löschte das Feuer und während ein weiterer Mann, den Verbrennungen erlegen bewusstlos wurde, drang ich in die letzten beiden Köpfe ein und ließ sie einfach umkippen. Es reichte mir, das Fass war voll. Der Kummer und mein Herzschmerz waren zum Schreien. Kayden hatte es übertrieben. Er hatte uns alle verraten. Seine zwei besten Freunde und mich. Wutentbrannt schrie ich meinen gesamten Frust heraus. Das Adrenalin ebbte ab und der Schmerz traf mich mit voller Wucht. Ich hatte mehrere Schläge kassiert und sogar eine Schnittwunde am Arm erhalten. Ich versuchte den Schmerz so gut es ging zu verdrängen. Dann lief ich mit erhobenem Zeigefinger auf Kayden zu, er wich tatsächlich zurück. ,,Du hast gerade fünf Männer getötet!", schrie er mich entsetzt an.

Tränen stiegen mir in die Augen. ,,Du hast uns alle verraten! Wie konntest du nur-", kreischte ich und Tränen rannen in Strömen meine Wangen hinunter. Kayden's Mundwinkel rutschten nach unten und seine Stirn war in Falten gelegt. ,,Du hast deine zwei besten Freunde verraten, du hast meine Familie verraten und du hast mich verraten!", presste ich stoßweise zwischen drei Schluchzern heraus. Gerade als ich einen weiteren Schritt auf ihn zu machen wollte, sah ich wie Kayden's Blick kurz hinter mich huschte, dann aber sofort wieder zu meinen Augen zurück kehrte. ,,Hör, ich kann dir das erklären-", fing er an, doch mit dem Satz: ,,Was denn, dass du mich gerade ablenken wolltest, damit der letzte Wache mich erstechen kann?", duckte ich mich, drehte mich um und legte meine Hand an die Brust meines Angreifers. Sein Messer sauste knapp über meinem Kopf vorbei und ich verlagerte die Hitze in mir in meine rechte Hand. Der Wache begann zu Schreien, als seine Haut aufflammte und er taumelte zurück.

Zwei Arme schlossen sich um meinen Bauch und zogen mich zurück. Ich stolperte und krachte gegen Kayden's Brust. Meine Konzentration sank und das ungebändigte Feuer verschlang den Mann komplett. Ich konnte es gerade noch rechtzeitig wieder zurückziehen, sodass er nur bewusstlos zusammen sackte. Ich spürte Kayden's Atem an meinem Hals, schnell, stoßweise und eiskalt, wieder strichen die feinen Nadeln über mein Herz und bohrten sich nun langsam und qualvoll in das blutige Fleisch. Ich schloss schmerzerfüllt meine Augen und atmete noch ein letztes mal seinen vertrauten Geruch ein, bevor er für mich ein Fremder wurde. ,,Du bist für mich gestorben."

Soo! Ende

Nein Spaß XD das war natürlich nicht das Ende!! Das wäre herzlos und kalt...

Angel dreht jetzt völlig frei! Wird sie ihre Gabe bändigen können? Der erste Tote steht auf ihrer Liste!

"More brawn than brain" Bedeutung: "Mehr Muskeln, als Hirn"

Kayden ist ein Arschloch! Dabei hätte sie es kommen sehen müssen...

Hasst ihr es auch so, als Frau als schwach zu gelten?! Nur weil man weiblich ist, heißt es doch nicht, dass man wehrlos ist!

Stay Fresh!

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