~Kapitel 49~
Bild: Alexander Thompson, 21
Kurzer Rückblick:
Dann drehte ich mich zu Kayden um und ließ seinen Geist los. Er spürte seine Beine anscheinend sofort wieder, da er unverzüglich aufstand und nach meiner Hand griff. ,,Das würde ich lassen.", flüsterte ich ruhig. Die Ruhe kurz vor dem Sturm. ,,Wer bist du?", hauchte er und ich hörte eine Spur Aufregung in seiner Stimme.
,,Eine Bonum."
Rückblick Ende
Kayden riss die Augen auf und ich drehte mich von ihm weg. ,,Also auch für dich Kayden, du wirst uns jetzt folgen und mir helfen meine Schwester und meine Freunde zu befreien. Einen Ton und du kannst was erleben, genauso wie bei Verrat.", fasste ich kurz zusammen und zwinkerte dabei meiner jüngeren Cousine zu. Die mich anstrahlte. Sobald wir es geschafft hatten meine Schwester hier raus zubekommen, würde auch sie frei sein. Frei von den Malum.
Als ich mich nach Kayden umsah, stand dieser immer noch fassungslos neben der Blondine, die ruhig und fest schlief. Ich schnipste und Kayden schreckte auf. ,,Das heißt du..", fing er an, doch ich unterbrach ihn, indem ich sein Sprachzentrum blockierte. Er würde uns durch irgendein Geräusch verraten, besser Kayden konnte für diese Zeit überhaupt nicht mehr reden.
Als Kayden weiter seinen Mund bewegte, aber kein Wort seine Lippen verließ ging ich auf ihn zu und legte meinen Zeigefinger auf seine Lippen. Sofort hielt er still und sah mir direkt in die Augen. Diese durch und durch grünen Augen, die ich immer mit denen einer Schlange verglich starrten direkt in meine braunen. Wieder spürte ich diese Elektrizität, doch ich schloss meine Augen und riss mich von ihm los. ,,Leise jetzt.", ließ ich in jedem Geist erneut wieder erklingen und öffnete die Tür zum Flur.
Wir waren auf dem Flur oft komisch angeguckt worden und gerade steuerten ein paar Leute auf uns zu, doch überraschender Weise rettete uns Michael in dem er anfing über eine Party zu reden und Alex und meine Cousine einstiegen.
Kayden konnte nicht reden, weshalb er nur nickte. Ich hielt mich komplett raus, meine Gedanken drehten sich nur noch um meine Schwester. Das Bild von ihr, aus meiner Vision blitzte wieder vor meinen Augen auf und Gänsehaut überzog mich. Schweiß brach aus und ich wurde nervös.
Mein nächster Schachzug würde der schwerste werden. Inzwischen neigten die Gespräche dem Ende und ich hörte wie Michael Alex fragte, ob er auch wüsste was ich vor hatte und ich wartete ebenfalls auf Alex Antwort, aber es kam keine.
Dann endlich kam Masons Bürotür in Sicht und ich steuerte genau auf die gegenüberliegende Tür zu. Ich öffnete sie leise, ohne zu klopfen und sah mich darin um. Als ich keinen sah, winkte ich die anderen rein und Kayden schloss zögerlich die Tür hinter sich. Wie sehr er doch an den Malum festhielt.
Sogar Michael fing an neugierig zu werden. ,,Was wollen wir hier?", fragte dieser mich sobald die Tür ins Schloss gefallen war. ,,Das wird das schwierigste. Thris du behältst meinen Körper im Auge, lass keinen an ihn ran. Kayden, Michael und Alex werden Mason jetzt einen schönen Besuch abstatten." Kayden verschränkte die Arme vor der Brust und wieder bewegten sich seine Lippen, ohne das wir seine Worte hören konnten.
Ich verdrehte genervt die Augen und löste die Blockade seines Sprachzentrums. Sofort prasselte seine aufgeregte Stimme auf uns ein und ich atmete frustriert auf. ,,..will nicht. Du kannst uns ja schlecht zwingen, außerdem wie willst du dir sicher sein, dass wir nicht einfach Bescheid geben." Alle starrten ihn fragend an und ich grinste überlegen.
,,Kayden, hör mal eben zu. Die Bonum sind nicht die für die du sie hältst. Wir haben keinen festen Anführer der uns Befehle gibt, sonst wäre ich gar nicht hier. Das ich hier bin weiß nämlich keiner der Bonum. Sie überwachen uns nicht und hören uns auch nicht aus. Sie lesen unsere Gedanken nicht und Experimente musste ich noch nie über mich ergehen lassen. Ganz im Gegensatz zu eurer Gesellschaft. Ich habe alte Archive und dort Schriften aus der Zeit des Krieges gefunden. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, dass die Malum den Bonum ihre Fähigkeiten abnehmen und auf ihre Kinder übertragen."
Nun wurde es still und Michael und Kayden standen einfach nur starrend rum. Im Gegensatz zu Alex der nickte und dann auf mich zu kam. ,,Wie ist dein Plan?", fragte er mich und legte mir sogar die Hand auf die Schulter. Ich musste schlucken, nickte und legte mich dann auf das frisch gemachte Bett. Ich schloss die Augen und da ich ihn sehr gut kannte, brauchte ich kaum Zeit seine Stimme, seinen Geruch und seine Gedanken zu analysieren. Ich sprang praktisch sofort in Kaydens Körper und seine Gedanken überschwappten mich. Zweifel an den Malum, Neugierde auf die Bonum. Seine Zuneigung zu seinen Freunden, die mir ja anscheinend glaubten. Alex erstaunte ihn und verwirrte ihn gleichzeitig. Ich spürte sogar Eifersucht. Dann erfüllten mich warme Gefühle, als ich meinen eigenen abwesenden Körper auf dem Bett liegen sah. Doch auch die Worte von Mason schwirrten um diese herum. Doch erwidert sie deine Gefühle nicht im Geringsten mein Guter. Die größte Lüge von allen die er ihm eingetrichtert hatte. Ich schenkte Kayden einen kleinen Einblick in meine eigenen Gedanken und Gefühle, wenn ich an ihn dachte. Diese würden ihn dann begrüßen, wenn er wieder Herr seiner Lage war.
Ich sah wie Alex und Michael sich ratlos ansahen und auf das Bett zugingen. Als Michael seine Hand ausstreckte, um meinen Körper zu berühren sagte ich ihm, dass er dies unterlassen sollte worauf mich, oder eher Kayden beide mit hochgezogenen Augenbrauen ansahen. ,,Sagst gerade du?", bekam ich als Antwort und verdrehte genervt die Augen.
,,Michael, Alex ich würde dann gerne unseren Plan fortsetzen und meine Schwester retten. Thris du bleibst hier und passt auf mich auf. Also auf meinen Körper.", dabei zeigte ich auf die abwesende Angel, die regungslos auf dem Bett lag. Ich wurde perplex angestarrt und Alex und Michael kamen auf mich zu. ,,Angel?", fragte Michael und kniff seine Augen zusammen. Ich grinste und zwinkerte den beiden schelmisch zu. ,,Wo ist Kayden?"
,,Er war so frei mir seinen Körper zur Verfügung zu stellen. Können wir dann jetzt endlich los?", antwortete ich Schulter zuckend. Michael verkniff sich ein Lachen und Alex grinste breiter, als ich je bei ihm gesehen hatte. Sie würden Kayden das nie vergessen lassen. Eine Frau war in seinem Körper. Auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
,,Ihr müsst los jetzt.", sagte Thris und tippte auf ihre Uhr. Ich nickte und öffnete die Tür, ging schnurstracks zu dem gegenüberliegenden Büro und klopfte an. Michael und Alex folgten mir und ich sah wie die Abenteuerlust beide packte. Mit einem Grinsen betrat ich den Raum und sah Mason, der an seinem Schreibtisch saß direkt in seine kalten, braunen Augen.
So und cut
Langsam nimmt der Plan seine Form an!!
Denkt ihr Kayden wird seine Meinung zu in Bonum ändern?
Was sie wohl bei Mason vor haben?
Stay fresh!!
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