~Kapitel 36~

  WOOOOWWW, wir werden immer mehr! Dankee!!!

Heute widme ich das Kapitel meiner fleißigsten Leserin/Kommentatorin! (Sinalovespizza)

17 Uhr. Dann würde ich also endlich wissen, wie die Malum wirklich waren.   

Immer wieder sah ich auf meine kleine, silbere Uhr an meinem linken Handgelenk. Die Zeit wollte einfach nicht vergehen. Es war einfach immer noch 16:55 Uhr. Das war doch zum verrückt werden. Ich ging in meinem Zimmer auf und ab und jede Sekunde fand mein Blick zu meiner Uhr.

Ich trug immer noch meinen großen Schal, um den riesigen Knutschfleck von Kayden zu verstecken. Ich hoffte, dass ich ihm nicht begegnen würde. Wusste er, dass ich "Anders" war? Immerhin gab es die Steckbriefe, unter denen ich auch als Feuer-Fähige zu finden war. Aber wer hatte dazu alles Zugang?

War Kayden es, der herausgefunden hatte, wer ich war? Oder doch Michael, oder Alex. Hatten sie es ihm gesagt? Zu viele Fragen. Wieder zog ich den grünen Winterpullover-Ärmel nach oben und musterte meine Uhr nervös. 16:59 Uhr.

Die Tür wurde aufgerissen und Felice stand vor mir. Hinter ihr erkannte ich ihren Bruder Derek Raymon. Ich kniff die Augen zu und starrte ihn an. Ich drang ohne Umschweife in seine Gedanken ein. Er war mir nicht geheuer.

Verwirrend. Derek war neugierig, aber vor allem misstrauisch. Er vertraute mir nicht, genauso wenig wie ich ihm. Aber ich sah seine Bemühung sich zusammen zu reißen und nett zu mir zu sein. Wieso? Wegen Lica? Oder doch weil er nicht wollte, dass ich es mir anders überlegen und nicht mitgehen würde.

Vergiss es. Ich will die Wahrheit erfahren und wenn ich in Masons Kopf persönlich eindringen müsste. Obwohl dies schwer werden würde, immerhin war er der Sohn des Anführers. Und unglaublich stark, vor allem aber genetisch verändert. Ihm wurden Fähigkeiten hinzugefügt und das schon im Alter von sechs Jahren. Grausame Vorstellung.

Ich zog mich aus Dereks Kopf zurück und schenkte ihm dann ein aufreizendes Lächeln. ,,Hey Derek, ich fürchte wir haben uns auf dem falschen Fuß kennen gelernt.", ich seufzte theatralisch und streckte ihm meine Hand entgegen. ,,Neuanfang?" Ich hätte Schauspielerin werden können.

Er beäugte mich kritisch, er zweifelte an meiner Ehrlichkeit. Gerade als ich schon dachte, dass er sie nicht annehmen würde tat er es doch. Derek schenkte mir ein zögerliches Grinsen und während wir unsere Hände schüttelten antwortete er: ,,Einverstanden Johnson." Ich zwinkerte ihm zu und wandte mich Felice zu. Sie strahlte über beide Ohren. Ein erstes echtes Lächeln. Wahnsinn! Vielleicht waren die Zwei doch gar nicht so übel.

Sie vertreten schreckliche Ansichten. Du darfst ihnen nicht vertrauen! -Wir hatten uns doch darauf geeinigt, dass ich mir selbst ein Bild davon mache.

,,Du hast deinen Freund gar nicht mitgebracht.", stellte Lica enttäuscht fest, als sie unsere Wohnheimtür abschloss. ,,Ich.. ehhm.. ich habe gar keinen Freund. Der Knutschfleck ist noch von einer Party.", antwortete ich ihr. Es war nicht ganz gelogen!

Sie grinste mich verschmitzt an, streckte ihre Hand aus und zog meinen Schal so weit nach unten, dass sie und Derek meinen Knutschfleck betrachten konnten. ,,War wohl nh ganz schön wilde Party.", dann beugte sie sich zu meinem Ohr und flüsterte: ,,Nimm mich unbedingt mal dorthin mit." Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Nach dem ich ihr zu genickt hatte verließen wir den Campus.

,,Schätzchen, dass ist jetzt nur eine Vorsichtsmaßnahme, okay? Aber setz die hier bitte auf.", Felice hielt mir eine Augenmaske hin und ich setzte sie Zähneknirschend auf. Derek half mir in ihr Auto. Ein schicker weißer Sportwagen. Wie war das? Keine Aufmerksamkeit erregen?

Ich lehnte mich an die Kopfstütze und schloss unter der Maske meine Augen. Ich war erschöpft von dem anstrengenden Tag. Dieses mal mussten wir in Chemie Experimente durchführen und selbstständig Protokollieren. Ätzend. In den nächsten Kursen war es auch nicht viel entspannender und so kam es, dass ich gerade kurz vor dem einschlafen war. 

,,Wo bist du!?" , Celines Stimme in meinem Kopf riss mich sofort wieder aus dem Schlaf. Mist! Ich konnte ihr ja schlecht sagen wo ich wirklich war.

,,Mir ist schlecht und ich bin ziemlich kaputt von diesem Uni-Tag. Ich gehe jetzt schlafen.", antwortete ich schließlich und atmete tief durch. Wie konnte es nur so weit kommen? Warum war ich so besonders?

,,Gott sei Dank, wir haben da so eine komische Nachricht erhalten. Pass auf dich auf. Schließe dein Zimmer ab! Gute Nacht, Schwesterchen!", meine Schwester klang erleichtert. Was für eine Nachricht? Bevor ich näher darüber nachdenken konnte, übermannte mich der Schlaf.


,,Angel, aufwachen! Wir sind da.", unsanft wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Jemand rüttelte überschwänglich meine Schulter und ich schlug meine Augen auf. Die Maske haltend stand Lica vor mir und grinste mich spöttisch an. ,,Na, gut geschlafen?"

Ich gähnte und nickte lächelnd. ,,Komm mit. Ich stelle dir mal unsere kleine Gesellschaft vor."

Sofort war ich hellwach. Ich war da. Ich würde gleich die Wahrheit erfahren. Die Malum kennen lernen und Mason begegnen. Was war, wenn er meine Fähigkeit sehen wollte?

Alles zu seiner Zeit. -Ich verlass mich auf dich!

Wir betraten ein riesiges, gläsernes Bürogebäude(siehe Bild oben). Mehrstöckig. Kleine Gesellschaft, was auch sonst.

Als wir durch die Doppeltür traten war ich überwältigt. Hier liefen überall Menschen herum, viele mit geschäftlicher Kleidung. Aber ich sah auch einige in Trainingsanzügen. Sie liefen alle in andere Richtungen. Es gab sogar einen Empfang, an dem eine freundliche, junge Frau stand, Lica zog mich in ihre Richtung.

Ich beobachtete trotzdem weiterhin die Menschenmassen, die umherwirrten wie kleine Ameisen. Jeder wusste genau wohin er wollte. Ich würde mich immer verlaufen. Wie konnte man sich bei diesem Chaos nur zurecht finden?

,,Hey Lica! Du siehst ja hier ist gerade total viel los! Gleich ist die Besprechung, wie wir jetzt gegen die...", fing die Blondine vor uns an, doch Derek unterbrach sie. ,,Gegen die schlampige Arbeit hier vorgehen." Die Empfangsdame sah ihn verwirrt an, doch als sie mich erblickte riss sie erschrocken die Augen auf und klappte ihren Mund zu.

,,Ja, die ist wirklich erschreckend hier! Jeder Fünfte schwänzt.",  sagte sie, lächelte nervös und sah dann nach unten. ,,Adams erwartet euch bereits."

Lica nickte während sie die Blondine böse anfunkelte. Was wollte sie eigentlich sagen? Ich hoffte, dass es nichts mit meiner Schwester und den Idioten zu tun hatte. Aber mit was eigentlich sonst? Bleib ruhig Angel! Du bist hier um mehr heraus zu finden, also einfach die Ruhe bewahren und nett lächeln.

,,Na komm Angel Schatz. Ich stelle dir mal Emanuel und Mason vor. Derek holst du die Jungs?", sagte Felice selbstbewusst. Schmiss ihre roten Haare zurück und zog mich mit sich mit. Wir steuerten auf einen Fahrstuhl zu, es ertönte ein >Ping< und die Tür öffnete sich. Hier war alles total modern. Klar, dass sich einige der Bonum für diese Seite entschieden. Luxus konnte schon ein verlockendes Mittel sein. Vielleicht aber waren ihre Ansichten auch gar nicht so falsch. Wieder begann ich an den Bonum zu zweifeln. Wohin gehörte ich?

Lica klopfte an eine hölzerne Tür und eine tiefe Stimme bat uns herein. Felice verbeugte sich vor dem Muskelbepackten Mann vor uns. ,,Mr. Adams. Ich habe das Mädchen mitgebracht, von dem ich Ihnen erzählt hatte. Sie wurde vollkommen von den Lügen der Bonum geblendet und hat ihre Augen nun endlich öffnen können." Ich erkannte den Mann wieder. Er war auch in dem Haus meiner Schwester. Mason.

 Seine kalten, braunen Augen durchbohrten meine, diese Unberechenbarkeit jagte mir kalte Schauer über den Rücken und ich räusperte mich nervös. ,,Guten Tag. Mein Name ist..."

,,Angelin-Olivia Johnson. Endlich!", Mason erhob sich mit diesen Worten und kam auf mich zu. Er war riesig. Bestimmt knapp unter den 2 Metern. Mein Puls überschlug sich, ich unterdrückte ein Zittern und sah überall hin, nur nicht in seine Augen. 

,,Wenn ich mich ebenfalls vorstellen dürfte. Mein Name ist.."

,,Mason Adams.", vervollständigte ich ihn dieses mal. Ich hasste es, wenn ich unterbrochen wurde. Ich hob meinen Blick und erwiderte seinen Kalten. Mason hob amüsiert seine Augenbrauen in die Höhe und ich schluckte nervös, was hatte ich mir dabei gerade nochmal gedacht? Erde an Gehirn.

,,Wie ich höre kennst du meinen Namen bereits. Ja richtig. Ich bin Mason Adams.", mit diesen Worten ging er an mir und Lica vorbei und befahl uns ihm zu folgen. Wahnsinnig sympathischer Typ. (Sarkasmus lässt grüßen)

Wir durchquerten eine weitere Tür und vor uns lag eine große Halle. ,,Ich habe ebenfalls schon viel über dich gehört Angelin.", er schenkte mir ein herausforderndes Grinsen und reckte sein Kinn. 

Ich räusperte mich und sah ihm wieder direkt in die Augen. Ich weiß nicht woher ich diese Waghalsigkeit nahm, aber ich hatte dieses dringende Bedürfnis ihn wissen zu lassen, dass ich nicht seine kleine Sklavin war.

Ich kniff meine Augen zusammen, verschränkte die Arme unter der Brust und schob ebenfalls mein Kinn nach vorn. ,,Echt? Ich von Ihnen nicht und ich kann mich nicht daran erinnern Ihnen das Du angeboten zu haben.", ich klimperte unschuldig mit den Wimpern und runzelte die Stirn. Mason zog erstaunt die Augenbrauen hoch und ein kleines Lächeln zupfte an seinen Lippen. Dann brach er in schallendes Gelächter aus.

,,Du hast Feuer unter dem Hintern, Kleine. Gefällt mir!", danach richtete Mason seine Aufmerksamkeit hinter mich. Ich drehte mich um und sah Michael, Alex und Kayden mit Derek an der Spitze die Halle betreten. Mist! Ich drehte mich schnell weg und schloss die Augen. Das durfte doch nicht wahr sein. Wie sollte ich mich jetzt verhalten?

Spiel unwissend! Vorsicht geboten! -Mir bleibt ja nichts anderes übrig.

,,Angelin Johnson?", aus Michaels Stimme hörte ich heraus, dass er keine Ahnung hatte, was ich hier zu suchen hatte. Ich drehte mich um und spielte ebenfalls verblüfft. ,,Michael? Was machst du hier?"

Michael sah fragend zu Kayden, welcher ebenfalls ungläubig mit den Schultern zuckte. Alexander trat vor und zwinkerte mir zu. ,,Na Angel. Hast du dich endlich für die richtige Seite entschieden?" Ha, ich fasse es nicht! Alexander wusste davon und hatte es tatsächlich für sich behalten.

Kayden und Michael rissen erschrocken die Augen auf und sahen zwischen mir und Alex fragend hin und her. ,,Raymon hat mich speziell auf Angelin angesetzt. Durch meine Fähigkeit habe ich, wie er und seine Schwester sofort gesehen, dass sie eine "Bessere" ist."

,,Und du hast es uns nicht gesagt?", keifte Michael und verschränkte empört die Arme unter der Brust. Ich aber hatte nur Augen für Kayden. Was bedeutete das für uns? Gab es überhaupt ein >Uns<? Sicherlich nicht!

Kayden grinste plötzlich, als er sich aus seiner Starre gelöst hatte und kam auf mich zu. Vor mir blieb er stehen und musterte meinen Schal. ,,Findest du es hier drinnen nicht ein wenig zu warm dafür." Ich wusste genau worauf er hinaus wollte, doch diese Genugtuung würde ich ihm definitiv nicht geben.

,,Ich weiß nicht was du meinst.", schnurrte ich leise und grinste ihn mit meinem Sexy-Badgirl-Grinsen an. Kayden lachte rau und bevor ich auch nur seinen Namen hätte sagen können, riss er mir meinen schützenden Schal vom Hals. Ich keuchte überrascht auf. Auf Kaydens Gesicht breitete sich ein dreckiges Grinsen aus, ich würde ihn am Liebsten verfluchen. Typisch Badboy! Hoffentlich bemerkte Niemand, dass er damit etwas zu tun hatte.

Hinter mir räusperte sich Jemand und ich drehte mich blitzschnell zu Mason um.

Kehre niemals deinem Feind den Rücken zu! -Ein bisschen zu spät, findest du nicht?

,,Angelin, wärst du nun so gütig und würdest uns deine Fähigkeit vorführen?" Mist! Was jetzt?

Du raubtest, um zu lehren. Nun raube, um zurückzukehren. -Was? Wahnsinnig hilfreich!

Ein Bild tauchte vor meinen Augen auf. Will umgeben von Feuer. So schnell, wie es erschienen war, verschwand das Bild auch wieder. Eine kurze Vision, aber eine Deutliche.

Die wohl bekannte Übelkeit meldete sich wieder in mir und ich stützte meine Hände auf meinen Knien ab. ,,Am besten, ihr haltet euch im Hintergrund.", quetschte ich zwischen meinen schweren Atemzügen hervor und die Anderen hatten verstanden. Sogar Mason gehorchte. Doch darüber konnte ich mir jetzt keine Gedanken machen.

Ich konzentrierte mich auf Jimmy, auf seine Elemente. Speziell auf das mir bekannte Feuer. Es müsste einfacher zu rauben sein, als die anderen, da ich mit Jimmys Feuer schon Bekanntschaft gemacht hatte. Es kannte meinen Körper und ich kannte sein brennendes, züngelndes Gefühl. Ich dachte mich in Jimmys Kopf, zu dem Teil, an dem seine Fähigkeiten gespeichert waren und stellte mir vor, wie ich ein Stück des Feuers in meinen Körper überzog. Jimmy war extrem weit weg, würde es überhaupt über diese Strecke funktionieren?

Glaube an dich!

Ich schloss meine Augen. Meine Konzentration hatte ihren Höhepunkt erreicht und ich zog unter Schmerzen diesen Teil von Jimmys Fähigkeiten in meinen Körper. Mich erfüllte diese bekannte Hitze und ich richtete mich zu meiner vollständigen Größe auf. Mit dem Öffnen meiner Augen, streckte ich meine Arme von mir und leitete die gesamte Hitze in meine Fingerspitzen. Dann sah ich mich im Raum um und fand sogar Trainingsfiguren, robuste Plastikfiguren, um Kampftechniken zu üben, oder in unserem Fall die Fähigkeiten. Ich fixierte eine der Puppen und schoss gezielte Feuerbälle auf Kopf und Brust ab.

Die Hitze wurde unerträglich, sie wollte zu ihrem rechtmäßigem Besitzer zurück. Geraubt war eben doch nur Geliehen. Das Feuer brannte auf meiner Haut und versengte langsam meine Fingerspitzen. Ich riss erschrocken die Augen auf und verbannte das gesamte Feuer aus meinem Körper.

Eine riesige Feuerkugel raste auf die Kampffigur zu und verschlang sie vollkommen. Ich betrachte meine leicht schwarzen Fingerspitzen und die letzten Kräfte verließen mich. Ich sackte auf die Knie und stützte mich mit den Händen auf dem Boden ab. Blut tropfte auf den Boden unter mir. Ich faste mir an die Nase und musterte meine blutverschmierten Finger.

Dann fiel ich auf die Seite und mein Kopf schlug unsanft auf dem Boden auf. Ich sah wie Kayden, Michael und sogar Alex auf mich zu gerannt kamen. Mason nickte mir kaum merklich anerkennend zu, Felice applaudierte überschwänglich und Derek verdrehte nur die Augen.

Mein Körper wurde hochgehoben und ich sah in Kaydens herrlich grüne Augen. ,,Schau mir nur in die Augen.", hauchte Kayden und bettete meinen Kopf an seine Brust. Ich nahm seine Stimme nur noch in einem leisen Echo war, ein Schleier zog sich über meine Sicht und die Übelkeit schnürte mir meine Kehle zu. Ich spürte eine warme Flüssigkeit über meine Lippen fließen und musste leider feststellen, dass es sich um weiteres Blut handelte. ,,Nur in meine Augen.", flüsterte Kayden in mein Ohr und das Letzte was ich sah, waren seine besorgten Schlangenaugen.





Extraaa lannng!!!

Hättet ihr sowas erwartet?

Hat Angel ja mal wieder fett aufgetragen, mit ihrer "Feuer-Fähigkeit" ! :D

Meinungen? Lieblings Szene in diesem Kapitel?

Stayy Freshh! Bis Morgen:)

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