der 2 Zeitsprung

Mühsam hob ich meinen Kopf und ließ ihn, wegen des stechenden Schmerzes von der Operationswunde, fast Augenblick wieder sinken.

Verdammt!!!

Das war ja kaum auszuhalten, hatten die vergessen, mir Schmerzmittel zu geben??

"Schatz? Hörst du mich?" Vorsichtig, drehte ich meinen schmerzen Kopf nach rechts und blickte in die blauen Augen von Max.

Er sah blass aus und ich konnte deutlich die Sorge, um mich, in seinen schönen blauen Augen erkennen. "Ja, Max ich höre dich." Gab ich leise als Antwort und da sah ich, dass sich seine Gesichtsmuskeln etwas entspannten.
"Soso du hast mir echt Angst gemacht! Du warst wie weckgetreten..." Diese Worte lassen seine Augen wieder ängstlich funkeln.
"Naja, mir geht es auch nicht so prickelnd." Ich versuchte es mit einem Lächeln, doch sofort schoss der Schmerz wieder von links durch mein Gesicht und ich ließ es bleiben.

"Du siehst auch nicht besonders gut aus! Aber keine Angst du gefällst mir auch mit einem blauen Auge, viel zu gut..." Ich sah deutlich, dass er mich zum lachen bringen wollte.

Aber leider, tat alles oberhalb meines Halses höllisch weh und so musste er sich mit einem Augenverdrehen von mir begnügen.
"Na was? Kein frecher Spruch von dir? Bist du krank?" Ich versuchte mich wieder langsam aufzurichten oder wenigsten den Kopf anders zu halten, denn aus diesem Winkel, sah mein Freund, echt schreg aus.

Aber ich hätte meine Lektion gleich nach dem ersten Schmerz lernen sollen.
Denn kaum bewegte ich einen Muskel und schon musste ich meine Lippen auf ein ander pressen um das Stöhnen, das der Schmerz mir fast entlockt hätte, nicht über meine Lippen kommen zu lassen.

Ich schloss wieder meine Augen und konzentrierte mich darauf, die Schmerzen auszublenden und mir nach außen nicht anmerken zu lassen, das ich eigentlich von Schmerz hätte weinen können.

Ich wusste nur zu gut, wenn jetzt nur eine einzelne Träne meine Wangen hinuter laufen würde, könnte niemand Max davon abhalten, die ganze Station so lange auf den Kopf zu stellen, bis selbst der Oberarzt ihm sagen würde, dass es mir gut ginge!!!!

Ja so war Max. Nach außen hin war er der taffe Typ vor dem die Leute dachten, dass er unantastbar sein und vor dem man Respekt hatte. Doch innerlich war er, wenn er wollte, der Mann der einen auf Händen tragen konnte, der richtig romantisch war und wenn es nötig war einen sogar um 4 Uhr Nachts durch ganz Preetz trug, wenn er merkte das man selbst nicht mehr laufen konnte.

Ja, er hatte mich wirklich bei sich Zuhause Huckepack genommen und war mit mir los gestiefelt und hatte mich erst wieder vor meiner Haustür abgesetzt. Man muss dazu sagen, das zwischen unseren Häusern bestimmt 5 wenn nicht 7 Kilometer lagen und ich zu meiner Körpergröße kein Fliegengewicht war. Ich war nicht dick, aber ein Modell war ich auch nicht!

Aber Max war das egal gewesen...

Ich hatte ihn als Dank und weil ich ihn um die Uhrzeit nicht mehr zurück laufen lassen wollte, heimlich bei mir schlafen lassen.

Mama wusste das bis heute nicht, weil ich ihn einfach bevor sie Aufstand, wieder vor die Tür gesetzt hatte! Ja das war nicht so nett von mir gewesen... Aber ich hätte tierischen ärger bekommen, wenn sie es herausgefunden hätte.

Ich hatte Max die Situation erklährt und er war nicht böse auf mich gewesen.
Er hatte es sogar irgendwie romantisch gefunden, das wir jetzt schon ein kleines Geheimnis hatten.

Als er das zu mir sagte, war ich erst ein wenig rot geworden und hatte ihn dann geküsst.
Ja das war tierisch romantisch, aber ich war nun mal eine Romantikerin.

Doch zurück wieder in die Gegenwart!

Ich lag immer noch mit pochendem Kopf in einem Krankenhaus Bett in HNO Klinik in Hannover. Doch als ich mich dieses mal darauf konzentrierte den Schmerz auszublenden um im hier und jetzt zu bleiben sah ich, dass Max wohl während ich meine kleine Gedankenreise in die Vergangenheit gemacht hatte, auf seinem Stuhl eingeschlafen war.

Wie er dort auf diesem Stuhl schlafen konnte, war mir aber ein Rätsel. Der Stuhl hatte keinerlei Polsterung oder gar Armlehnen. Er sah richtig unbequem aus und wie es aussah war er wohl auch noch aus Massivem Holz.

Aber Max war das wohl egal! Denn Anscheind war mein Freund so müde, das er einfach zurück gesackt und eingeschlafen war. Dazu muss man sagen das er wirklich eine anstrengende Woche hinter sich hatte.

Letztens erzählte er mir erst, wie ungewohnt das währe, so lange am Stück zu arbeiten...

Dazu muss ich erklähren, dass Max seit ein paar Wochen ein Praktikum im Kindergarten machte und er dort eine 50 Stunden Woche arbeitete. Also wunderte es mich überhaupt nicht, dass mein Schatz so müde war.

Nur wenn ich gewusst hätte, wieee müde er wirklich währe hätte er doch zu mir ins Bett legen können...

Klar ich war nicht mal vor 24 Stunden Operiert worden, aber ich war doch nicht ansteckend oder so. Außerdem war in diesem Bett genug Platz für 2 Personen, wenn man etwas enger zusammen rückte. Das letzte machte mir überhaupt nichts aus. Bei Max fühlte ich mich, als währe es der sicherste Ort auf der Welt! Als würde die ganze Welt mir nichts mehr anhaben können und selbst wenn, er würde sie von mir fernhalten und mich beschützen.

Bei ihm konnte mir nichts passieren. Das spührte ich einfach!

So hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt und ich hoffte inständig das dies nicht alles nur ein Traum war und ich gleich auffwachte und ich nieee mit Max zusammen gekommen währe. Brrrrr.

Das wahr eine fruchtbaren Vorstellung.

Da lag ich jetzt hier also. Mein Kopf fühlte sich an als währe er mit heißer pochender Luft gefüllt und ich konnte mich kaum bewegen. Ich wollte gar nicht wissen wie furchtbar ich aussah. Bestimmt hätte man mich nicht von einem Opfer eines Bockkampfes unterscheiden können.

Wenn da nicht der dicke blaue Verband um meine linke Kopfhälfte gewesen währe...

Das brachte mich wieder dazu an den Schmerz zu denken. Keine so gut Idee!
Doch diesmal hatte ich jemanden der mich ablenkte. Denn eben in diesem Moment klopfte es an meiner Zimmertür und meine Mutter steckte ihren Kopf durch den Türspalt.

Auch wenn, mir selbst davon schwindlig wurde, hob ich schnell meine rechte Hand und legte meinen rechten Zeigefinger auf meine Lippen.
Ich wollte nicht das sie Lärm mache und Max aufweckte! Klar konnte sie rein kommen, aber sie musste das ja nicht in der Lautstärke eines Elefanten tun.

Zu Max Glück, verstand meine Ma schnell was ich ihr damit sagen wollte und sie ging so leise sie konnte in mein Zimmer hinein.

Als sie bei meinem Bett ankam, setzte sie sich vorsichtig auf meine Bettkante und sah mir mitfühlend an.

Ich musste wirklich furchtbar aussehen!
"Wie geht es dir meine Kleine?" Fragte sie mich leise.
"Es geht schon." Meinte ich nur knapp. Ich wusste es war eine Lüge und deswegen fühlte ich mich auch ein klein wenig Schuldig.
Aber ich wollte nicht, das sie sich Sorgen um mich machte.

Denn in dem Punkt war sie fast genau so wie Max! Wenn sie mitbekam das es mir nicht gut ging, tat sie fast alle damit es mir gut ging.

Sie hatte immer auf mich aufgepasst und mich beschützt. Meine Ma war fast immer für mich Stark gewesen und als ich in der Schule vor ein paar Jahren so schlimm gemobbt worden war. Nahm sie mich in Schutz und holte mich aus der Schule, somit aus der Klasse, dort raus.

Wie oft hatte sie damals mich fast zur Schule tragen müssen oder wie oft musste sie meine Schrei - und Versteck Atacken aushalten.
Ich wusste heute mittlerweile, das ich für die dunklen tiefen Augenringe verantwortlich war und mir war sehr wohl bewusst, dass diese noch lange dort bleiben würden...

Doch genau es diesem Grund, hatte ich sie soooo unglaublich doll lieb.

Etwas von dieser Liebe hatte ich ihr vor 3 Jahren wieder geben können. Denn als mein Vater starb, übernahm ich viele ihrer Pflichten im Haushalt und versuchte so viel ich konnte von ihr fern zu halten.

Zwar stand ich damals selbst neben mir, aber es hatte sich gut angefühlt sich ablenken zu können. Ich und auch sie hatten das einfach gebraucht.

Leider hatten meine Schulaktivitäten unter dieser Ablenkung und dem Zustand in dem ich mich damals einfach befand, nicht lange stand gehalten und so waren meine eh schon angeknacksten Schulnoten, dann endgültig in den Keller abgebrochen.

Als dann auch noch meine lieben Lehrer kein Verständnis für meine Lage aufbrachen, sah es wirklich nicht gut aus.
Komischer weise, viel dann kurz vor der Ausgabe unser Zeugnisse meinem Englisch Lehrer ein. Das er ja eine gute Hörgeschädigte Schule mit einem echt guten Ruf kennen würde.

Auf sein Geheiß hin, probierte ich sie für 1 Woche aus.
Ich war kaum 2 Tage da, schon merkte ich, wie ich wieder zu meinem alten Ich wieder wurde.
Als es dann auf den Freitag, also das Ende der Probe Woche, zu ging wollte ich dort gar nicht mehr weg! Dort waren alle so wie ich. Alle hatten sie was mit den Ohren, jetzt ganz plummp auf Deutsch gesagt und ich genoss es.

Als meine Ma mich dann abholte, weinte ich heimlich in meinen Schal. Ich wollte dort nicht weg. Ich fühlte mich dort sooo sehr wohl und kam mir nicht mehr als die ewige Außenseiterin vor.

Jetzt ging ich dort zur Schule und ich fühlte mich dort so wohl wie schon lange nicht mehr....

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Ich muss wohl eingeschlafen sein, denn als ich das nächste Mal zu mir komme. War die Sonne schon fast hinter dem gegenüberliegendem Gebäude, das auch zum Krankenhaus gehörte, unter gegangen.

Langsam bewegte ich mich und sah, dass sich das Max sich leise mit meiner Ma Unterhielt.

"Redet ihr, etwa über mich?" Machte ich sie auf mich aufmerksam. Ich sah das sie leise zusammen zuckten und sich fast gleichzeitig zu mir umdrehten.

"Na meine Süße. Du hast aber lange geschlafen..." Meldetet sich zu erst Max zu Wort. Ich konnte als anwort nur mit den Schultern zucken, ich hatte Angst, das wenn ich anfing zu reden, mein Gesicht wieder weh tat.

Ich hatte wirklich Angst vor diesem Schmerz, ihr könnt ihn euch so vorstellen:
Ein Blitz fuhr in meinen Körper, besser gesagt in meinen Kopf und das Prickeln das dabei durch meinen Kopf fuhr, wurde einmal durch mein gesamtes Gesicht geleitet. Doch wie ihr euch jetzt denken könnt, war dieses Kribbeln nicht angenehm!

"Ich habe dir eine Überraschung mitgebracht Maya." Mit diesen Worten stellte Ma mir einen großen Pizzakarton auf mein Bett und grinste mich dabei aufmunternd an.

Wenn nicht alles oberhalb meines Kehlkopfes weh getan hätte, währe ich jetzt aufgesprungen und ihr um den Hals gefallen! Ich hatte einfach die beste Mama der Welt. Zwar wusste ich nicht wie sie Pizza an den Krankenschwestern vorbei geschmuggelt hatte, aber ich war ihr unheimlich dankbar dafür.

"Du hast ja keine Ahnung wie Glücklich du mich damit machst!!!!!" Bedankte ich mich bei ihr.

"Das habe ich doch gerne gemacht. Ich dachte mir, dass du eine kleine Aufheiterung gebrauchen könntest." Während sie das sagte, lächelte sie mich liebevoll an.

Sie wusste so gut wie ich, das ich süchtig nach fast allen Sorten die es als Pizza gab, war.
Dann als ob sie meine Gedanken gehört hätte, öffnete sie den Pizza Karton und der Geruch von frisch gebackener Pizza verteilte sich in meinem Krankenhauszimmer.

Zwar tat mir alles weh, aber dank der Pizza würde ich die Schmerzen für ein paar Minuten vergessen...

So ihr Lieben! Hier kommt nach langer Zeit wieder ein neues Kapitel.
Doch erstmal möchte ich mich bei euch, meine lieben Leser und Leserinnen, für die 110 Follover bei mir bedanken.
Ich habe mich riesig gefreut...

So, ich möchte auch gar nicht viel schleimen;)
Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende und wie immer freue ich mich über Kommis und Sternchen von euch.

Hab euch sehr lieb! Eure Mayasosos

P.s. Das Titel Lied dieses Kapitels, ist meiner Ma gewittmet, weil sie mich immer unterstützt und ich sie unglaublich lieb habe❤...

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