1. Intro III
Gewidmet: Katrin2601
"Woo! You had me scared for a second, I thought we were diggin' my grave."
- "We did, what, you don't like bein' afraid?"
Gefesselt kauern sie Rücken an Rücken auf dem Boden.
Umgeben von Leuten, welche sie mit kritischen Blicken beobachten.
Der Raum in dem sie sich befinden hat nur ein einziges winziges Fenster.
Ein Schlüsselbund liegt neben ihnen, beinahe greifbar, so nahe, jedoch unerreichbar.
Sie reißen beide mit all ihrer Kraft an den Fesseln, doch ohne die Hilfe des Anderen haben sie keine Chance sich zu befreien, geschweige denn sich den Blicken ihrer Beobachter zu entziehen.
Ihre gemeinsame Vergangenheit verfolgt sie auf Schritt und Tritt, lässt es nicht zu, dass sie zusammen arbeiten, bringt sie dazu sich gegenseitig zu hassen.
Mit jedem ihrer Atemzüge kommen die Leute ihnen nähern.
Sie reden auf die Gefesselten ein, schreien schon fasst, aber in ihrer Wut und ihrer Verzweiflung nehmen die beiden Gefangenen die Worte kaum war.
Stattdessen beginnen sie sich gegenseitig anzuschreien:
Angst: „Sieh es endlich ein... ICH bin dein wahres ich! Du kannst mich nicht dein Leben lang verstecken, weil es auch mein Leben ist! Ob es dir nun passt oder nicht, es ist UNSER Leben! Denn ich bin du! Ich kontrolliere dich. Ich habe die Macht über deine Gedanken und ALLES was du tust."
Hoffnung: „Sei still! Das bin nicht ich! Du bist nicht ich! Du bist nicht einmal eine richtige Person! Du bist bloß meine Vergangenheit...
Deine einzige Angst ist, dass ich den Schlüssel vor dir zu fassen bekomme.
Und du weißt, ICH werde ihn vor dir bekommen! Denn die Vergangenheit hat keine Macht mehr über das Hier und Jetzt! Du hast KEINE Macht mehr über mich!"
A: „Und ich dachte, meine Witze wären schlecht! Aber ich bin nicht deine Vergangenheit. Ich war schon immer bei dir und werde es auch zukünftig immer sein!
Denn ich bin DEINE Angst... ICH werde dich immer kontrollieren und deswegen werde auch ich den Schlüssel zuerst kriegen, weil ICH stärker bin. Alle werden endlich sehen können, wer wir wirklich sind! Und wer wirklich die Schlüssel unseres Gefängnisses in der Hand hält! Du hast schon vor langer Zeit versagt!
DU bist Vergangenheit! ICH alleine habe die Kontrolle!"
Immer näher kommen die Beobachter den Beiden.
Immer bedrohlicher ragt die Wand hinter ihnen auf.
Immer unerreichbarer scheint der Schlüsselbund.
Die Stimmen der Leute werden mit jedem Atemzug der Gefangenen lauter, bis es kaum noch zum Aushalten ist. Sie versuchen vor den Leuten zu fliehen.
Doch wegen der Fesseln und dem Hass auf den jeweils Anderen, können sie nicht einmal aufstehen. Bald werden sie keinen Platz mehr zum ausweichen haben. Die Wand wird ihnen den Weg versperren.
Noch ein weiterer gemeinsamer Atemzug...
Ein Zweiter...
Und dann vollkommene Schwärze, die sie gefangen hält.
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top