Dem einen Feind entkommen.........
Ich schnappte nach Luft und versuchte dann instinktiv so flach wie möglich zu atmen. Weiße Spinnenfäden hatten mich umgeben, nahmen mir so gut wie die Sicht nach draußen, aber ich war nicht Tod, noch nicht jedenfalls. Ich dachte fieberhaft nach wie ich mich aus dieser Lage befreien könnte. Denn wenn mich nicht alles täuschte, sah ich durch das Gewirr von Fäden noch andere Pakete, die an Baumästen aufgehängt waren. Bei einem davon blitzte eine blaue Kapuze hervor, es war Kili.
Ich streckte mich und kam nach einigen Minuten endlich zu meinem Dolch auf der rechten Seite. Vorsichtige, damit ich ihn ja nicht fallen ließ zog ich ihn heraus und fing an das Spinnengewebe zu zerschneiden. So leise es ging, sprang ich auf einen Ast. Ich duckte mich hinter einem der Baumstämme und wagte nicht zu atmen, als eine Spinne über mir vorbeikrabbelte. Auf einmal verzogen sich alle Spinnen, ich fragte nicht lange nach warum, und fing an die Zwerge von den Bäumen zu schneiden. Einige Netzte federten ihren Fall ab und so kamen sie relativ sanft auf dem Boden auf. Ich sprang und rutschte an einem der Spinnennetzte bis zum Boden hinunter.
"Kommt schon runter mit dem Zeug!" Dwalin schnitt mit seiner Axt um sich und schälte sich aus dem Netz heraus.
Ich ließ meinen Blick über die Gruppe schweifen, es waren alle da, Moment einer fehlte "Wo ist Bilbo?" ich sah mich suchend nach dem Hobbit um.
"Hier oben bin ich." Bilbo winkte uns von einem Baum aus her zu, wurde aber plötzlich von einer Spinne attackiert, schreiend, kämpfend verschwand er aus meinem Sichtfeld.
Ich hatte keine Zeit mir Sorgen um ihn zu machen, denn jetzt schien den Spinnen aufzufallen, dass ihr Abendessen gerade am Verduften war. Ich zog mein Schwert, fing aber trotzdem an zu laufen. Es bestand ja noch die unwahrscheinliche Möglichkeit, dass wir ihnen entkommen konnten.
Den ersten den sie erwischten, wie sollte es auch anders sein, war Bombur. Er packte die Spinne die halb auf ihm lag, bei den Hauern und verhinderte so, dass sie ihm das Gesicht wegfraß. Ich zog ein Messer und schleuderte es der Bestie in ihr Auge, das Biest brach Tod zusammen. Das einzige was ich nicht bedacht hatte, war, dass es auf Bombur zu liegen kam.
"Bombur!" Bofur und Bifur versuchten das Vieh von ihrem Cousin runterzuschieben. Ich hätte ja geholfen, aber ich hatte andere Probleme. Die Spinne vor mir. Ich wirbelte mein Schwert um die Achse und ging auf sie los.
Immer mehr Spinnen kamen und attackierten uns. Fili benutzte sein gesamtes Waffenarsenal, Kili wechselte zwischen Bogen und Schwert hin und her, Thorin wirbelte Orcrist durch die Luft und Dwalin schlug mit purer Faust auf seine Feinde ein. Ich rutschte auf Knien über den blätterbedeckten Boden und rammte der Spinne vor mir das Schwert in den Hals. Das Tier quiekte ein letztes Mal auf, dann brach es tot zusammen. Blut spritzte mir ins Gesicht als ich mein Schwert aus dem Hals des Tieres zog.
"Sie sind weg kommt schon!" schrie Thorin.
Hektisch sah ich mich um. Sie hatten sich tatsächlich verzogen. Ich spuckte im Laufen auf den Boden um den Geschmack der Spinnweben aus meinem Mund zu bekommen. Ausnahmslos alle von uns waren von Spinnweben überzogen und mit Spinneneingeweiden besprenkelt. Bevor ich einen Schritt machen konnte, kam schon das nächste Übel auf uns zu.
Die Nächste Welle von Spinnen rollte an, doch das war nicht das Problem, das Problem war der Elb, der die Spinnen zur Strecke brachte und Thorin seinen gespannten Bogen vor die Nase hielt "Glaubt nicht ich würde euch nicht töten Zwerg!" er verzog das Gesicht zu einem grausamen lächeln "es wäre mir ein Vergnügen."
Kaum merklich schüttelte ich den Kopf, denn ich konnte sehen wie Thorin damit rang zu kapitulieren. Aber gegen die Elben des Düsterwaldes hatte man nicht wirklich eine Chance, besonders wenn sie einen Pfeil in das Gesicht schossen. Besonders gegen diesen ganz besonderen Elb hatte man keine Chance, es war Legolas, der Sohn des Elbenkönigs Thranduil.
Thorin ließ seine Waffe sinken, als plötzlich ein Schrei meine Aufmerksamkeit erregte.
Mein Kopf flog herum, eine Spinne hatte Kili am Bein gepackt und zog ihn mit sich. Mein Herz setzte einen Schlag aus, ich zog ein Messer hervor und schleuderte es auf die Spinne. Zitternd blieb das Messer im Auge der Spinne stecken und tötete sie augenblicklich.
Kili rappelte sich auf und wurde von zwei Elben zu unserer Gruppe dazugestoßen. Legolas hatte von dem ganzen Drama fast nichts mitbekommen. Er begutachtete lieber Orcrist "Woher habt ihr das, das ist eine alte Elbenklinge?!"
Thorin biss die Zähne zusammen, auch ich wurde wütend, natürlich ging der Elb davon aus, dass Thorin es gestohlen hatte "Es wurde mir geschenkt!"
Legolas zeigte mit der Schwertspitzte auf ihn, Dwalin war kurz davor loszustürmen, wurde aber von zwei Wachen zurückgehalten "Nicht nur ein Dieb, sondern auch noch ein Lügner." er ging ein paar Schritte zurück, als sein Blick auf mich viel, zog er kaum merklich die Augenbrauen zusammen "Durchsucht sie!"
Uns wurden alle Waffen abgenommen. Da ich wusste, dass es Sinnlos war Widerstand zu leisten, gab ich der Wache zuerst meine Dolche und dann mein Schwert "Passt mir ja darauf auf!" knurrte ich. Ich hoffte einfach, dass sie nicht auf die Idee kamen, dass ich noch mehr Waffen bei mir trug und ich meine Messer behalten konnte. Mein Plan ging nicht auf, Messer um Messer zog meine Wache hervor, bei jedem seufzte ich auf.
Ein paar Meter neben mir schien Fili dieselbe Idee gehabt zu haben. Doch auch bei ihm schien sie nicht ganz aufzugehen. Ich bezweifelte jedoch, dass die Wachen jede einzelne seiner Waffen finden würde, Fili trug bei weitem mehr Waffen an seinem Körper als ich und war um einiges kreativer dabei wenn es darum ging sie zu verstecken.
Meine Wache Zog das letzte Messer aus meinem Ärmel hervor, dabei schien ihm meine spitzen Ohren aufzufallen, die so gar nicht zu meiner Zwergengröße passten. Grob packte er mich am Ohr und zerrte mich vor Legolas. Ich zischte vor Schmerz auf. Er hatte genau das Ohr erwischt, welches mir vor einigen Monaten fast abgeschnitten worden war. Die Wunde war zwar schon fast vollständig geheilt, war aber immer noch empfindlich.
"AU! Was soll das, lass los!" ich versuchte seine Hand von meinem Ohr zu lösen und stolperte hinterher. Ein einzelner Blutstropfen löste sich, als die Wunde wieder etwas aufriss.
"Mein Herr Legolas, das dürfte euchinteressieren!" die Wache versetzte mir einen Tritt in die Kniekehlen und ich fiel auf die Knie.
Ich knurrte als der Elbenprinz meine Kopf so drehte, dass er meine Ohrenbetrachten konnte "Was bist du?" seine Stimme war eine Mischung ausNeugierde, Verwirrung und Abscheu.
Ich ruckte mit meinem Kopf um seinem Griff zu entkommen, was nicht klappte.Also wandte ich einfach meinen Blick ab und sah hinüber zu der Gruppe.
Kili starrte den Elben nieder, so wie alle anderen auch, sie scheinen Legolas sehr zu hassen.
"Ich habe dich gefragt" Legolas zog etwas an meinem Ohr, was mir einenAufschrei entlockte "was du bist." seine Stimme war ganz ruhig. Doch ich wusste er würde keine Ruhe geben bis er seine Antwort hatte.
Ich funkelte ihn voller Hass an "Ich bin halb Elbe halb Zwerg." spukteich dem Elb engegen der über mir aufragte.
Seine Augen weiteten sich vor Überraschung, so etwas wie mich hatte er gewiss noch nie gesehen, die meisten Elben und Zwergen konnten sich nicht einmal leiden.
Schnell hatte sich der Prinz wieder gefasst "Wir bringen sie zu meinemVater."
Ich wurde auf die Füße gerissen und gemeinsam mit den Zwergen weitergeschubst.
"Thorin, wo ist Bilbo?" ich konnte den Hobbit nirgendwo entdecken.Aber wenn er nicht mit uns gefangen worden war, hatten wir noch eine Chance. Denn wer unfreiwillig in das Waldlandreich gebracht wird, kommt meistens nicht mehr lebendig raus
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