8.Kapitel
Schnell versteckte sich Theo hinter dem Vorhang. Dennoch war er neugierig und spähte vorsichtig durch den schwarzen Stoff hindurch.
Erschrocken wich er einen Schritt zurück, als er beobachtete, wie die Männer einen alten unschuldige Mann ins Auto schleiften. Die Geräusche oder auch Schreie waren verstummt. Stattdessen schlief der Mann, so weit Theo erkennen konnte. Jedenfalls bewegte er sich nicht mehr. Durchatmen Theo, durchatmen Theo, versuchte er sich zu beruhigen.
Seine Alarmglocken schrien ihn förmlich an.
Und was jetzt? Er wusste nicht wirklich, was er tat und in welche Gefahr er sich bringen würde. Dennoch hatte er den Entschluss, dem Fahrzeug zu folgen...
So schnell er konnte, zog er seine weiße Schlafanzug Hose aus und streifte sich die kurze Hose von heute morgen an. Während er die Treppe runter raste, versuchte er beim rennen sein Schlafanzug T-shirt mit dem Alten zu wechseln.
Als er dann aus dem Haus stolperte, hatte er bereits zur Hälfte das andere T-shirt an. Erschrocken über seine unvorsicht, sprang er zurück ins Haus. Die Gestalten hätten ihn sehen können und er brauchte dringend einen Plan. Er fragte sich auch die ganze Zeit, warum die Kameraleute nie etwas unternahmen. Er wusste aber auch, dass es strengstens verboten war sich um so eine späte Uhrzeit, nach der Nachtruhe draußen aufzuhalten. Wer jetzt wirklich gegen das Gesetz verstößt, wusste er nicht. Er wollte es, aber auch lieber nicht wissen.
Fahrrad! Das Wort kam ihn, wie ein Blitz durch den Sinn.
Er konnte das schwarze Auto mit seinem alten Fahrrad verfolgen. Ein Wunder, dass das Auto immer noch nicht abgefahren war.
Schnell rannte Theo zu der Tür im Haus, wo es auch zur Garage ging.
Ganz hinten, zwischen weiterer Gerümpel, fand er es nun.
Zufrieden musterte er das weiße Gestell, so dass er fast den Grund für den Fund vergaß.
Ein paar Minuten später befand sich Theo mit seinem Fahrrad hinter einer Hecke neben seinem Vorgarten und wartete darauf, dass es losging.
Endlich, als ob der schwarze Wagen auf etwas gewartet hätte, setzte er sich nun in Bewegung. Angespannt wartete Theo etwas, bis das Auto an ihm vorbei gefahren war.
Schleunigst schnappte er sich das Fahrrad, welches er zu seinem 10. Geburtstag oder so bekommen hatte und versuchte dem Fahrzeug auf dem etwas zu kleinem Gestell zu folgen.
Es saß etwas wackelig auf dem Fahrrad, was ihm jedoch nicht weiter störte. Ihm war im Moment nur wichtig, dass er dem schwarzen Auto folgte. Zu Gunsten Theos war es auch nicht sehr schnell. Theo musste sogar manchmal etwas stoppen und warten, damit die Fahrer des Autos ihn nicht beachteten.
So verging die Zeit. Theo konnte schon längst nicht mehr. Er wusste auch nicht, wie lange er hier noch mitspielen konnte. Andererseits kannte er die Gegend nicht so gut und wusste auch nicht, ob er den Weg zurück finden würde. Sie waren auch nicht mehr in der Stadt, wenn überhaupt noch in der Stadt, dann am Rand. Um so weiter sie fuhren, um so schneller fuhr das Fahrzeug plötzlich und Theo musste noch mehr Pausen einlegen. Er hatte echt nicht überlegt, sas er da machte. Er hatte nichts zu essen oder auch nichts zu trinken. Was ihn noch mehr wunderte war, dass die Fahrer ihn scheinbar noch nicht bemerkt hatten. Vielleicht locken sie mich ja irgendwohin, um mich dann zu töten, überlegte Theo, verwarf die Idee aber gleich darauf. Sich weiter auf die schlimmen Möglichkeiten zu konzentrieren, konnte er schon nicht mehr.
Jetzt fuhr das schwarze Auto wieder langsamer und fuhr in eine Öffnung oder einer Garage rein. Nicht irgendeiner Garage.
Sie waren am Ende der Straße und am Rande der Stadt. Vor Theo stand das größte Gebäude, die er jemals gesehen hatte. Viel mehr als doppelt so groß das Callcenter. Das Gebäude ähnelte einem Bunker, es war schwarz oder grau, was man im Dunkeln nicht so gut erkennen konnte und ein paar Fenster zierten die dunkle Fassade.
Unten waren bis zu 4 Öffnungen oder wie Theo überlegte, Garagen, da nun aus weiteren Straßen 2 weitere schwarze Autos in diese Öffnungen abbogen. Türen konnte man nicht so wirklich erkennen. Außerdem hatte es ein flaches Dach, was Theo aber auch nicht wirklich weiter brachte.
Theo versteckte sein Rad in einem Gebüsch links neben der Straße.
Früher, ganz früher war er mit seinen Freunden hier als Mutprobe. Man sollte versuchen da einzubrechen, aus Spaß. Man kam aber nicht rein, weil man keine Türen fand und die Fenster waren zu hoch. Aber waren die Öffnungen schon da gewesen? Vielleicht gibt es unten einen Zugang, überlegte er. Aber nein, er konnte da doch nicht einbrechen. Schlimm genug, dass er gegen die Nachtruhe verstoßen hatte. Man sagte sich, dass man hier nicht rein kommen kann, dass es unmöglich wäre. Hier sitzen die Menschen, die all das Möglich gemacht hatten, die die Zukunft gebaut hatten und machen. In diesem Gebäude sollen die wichtigsten Persöhnlichkeiten der Welt sitzen. Außerdem sollen hier die sitzen, die die Kameras überwachen. All das ließ sich Theo noch einmal durch den Kopf gleiten. Das war doch verrückt. Es könnten auch andere Sachen sein sein. Niemand wusste es so genau.
Er wollte gerade wieder fahren, als er plötzlich ein Geräusch aus dem Busch neben seinem Fahrrad wahr nahm.
,,Wer ist da", fragte Theo und Anspannung machte sich ihn ihm breit.
,,Hey", vernahm er eine Stimme...
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