7.Kapitel

(Widme ich Wildfire263 , weil ich sie echt sympathisch finde und sie auch andere Geschichte von mir Voted)

,,Heißt das jetzt wir sollen nach Hause gehen", fragte Theo. Die Antwort wusste er bereits, was ihm dennoch komisch vorkam.
,,Äh... ja, aber verstehst du das?" Mase blickte seinen Freund unglaubwürdig an.
,,Vielleicht ein Fehler im System", überlegte Theo.
Mase schüttelte den Kopf. ,,Das wäre aber das erste Mal nach ungefähr 20 Jahren oder so."

Theo blieb nichts anderes übrig, als sich von seinem Freund zu verabschieden.

Als er nach draußen auf den schmalen Gehweg trat, blickte er sich um. Im Moment liefen viele Menschen auf der Straße. Alle mit einem Fragezeichen auf der Stirn.
Niemand wusste, was wirklich los war.

Irgendjemand hat etwas angestellt, überlegte Theo.
Desto mehr er überlegte, um so größer wurde seine Vorstellung, er könnte der Anlass sein. Vielleicht hatte er ja wirklich etwss falsches Beobachtet. Ach nein, sagte er sich.
Doch dann rannte er doch schnell nach Hause.

Zu Hause begrüßte er seine Mutter. Diese lag hustend und armselig auf dem ekligen gelben Sofa, so wie er sie zurückgelassen hatte.
,,Hallo Mum", sagte Theo behutsam. Langsam, aber schwerfällig schlug die Frau ihre Augen auf. Lächelnd beobachteten sie ihren Sohn.
,,Wie geht es dir", fragte Theo, die fragte, die er so oft stellte und wobei er immer die traurige Antwort wusste.
,,Wie immer, Theo!"
Wie immer, versuchte Theo so zu tun, als ob ihm diese Antwort gefallen würde. Als ob ihm diese Antwort Freude bereiten würde.
Es half nichts. Er konnte den Zustand seiner Mutter nicht verändern. Er hatte auch das Gefühl, dass es ihr Tag zu Tag schlechter ging, wollte es jedocj einfach nicht wahr haben.
Sie sollte ins Krankenhaus, versuchte sein Gewissen ihn immer wieder einzureden. Aber würde er das tun, wäre er alleine. Er hatte schon keinen Vater mehr. Auch noch seine Mutter zu verlieren, wäre echt zu viel.

Ins Krankenhaus kamen auch nur selten Menschen. Wenn mal ein gebrochenes Bein oder so hatte, war das schnell zu reparieren. Aber bei so etwas, konnte immer noch nichts gemacht werden.

Er wusste, dass es aber nach so einer langen Zeit sicher auch Zeit war, sie sort hin zu schicken, aber... Er wollte davon nichts hören. Er wollte seine Mum behalten.
,,Wie war e..." Sie wurde durch ein Schwall von Hustern unterbrochen.

Schnell drehte Theo sich um, um ihr nicht in die Augen sehen zu müssen. Noch immer hustete sie und Theo hatte Tränen in den Augen.
,,Vielleicht." Er wischte seine Tränen weg.,,Vielleicht solltest du nur einmal zur Beobachtung ins Krankenhaus." Bevor sie etwas hinzufügen konnte, sagte er schnell.,, Da sind Menschen, die dir bestimmt helfen können."

Theo, der noch immer an der Tür stand kam nun langsam auf sie zu. Er gab es nur schwerenherzens zu, seine Mutter ins Krankenhaus zu schicken. ,,Nein, Theo." Sie schniefte. ,,Ich schaff das schon, in ein paar Wochen bin ich wieder gesund." ,,Das hast du vor 4 Jahren auch gesagt!" Jetzt war es so weit. Theo rollte bereits eine Träne über die Wange. Nun fing seine Mutter auch an zu weinen. Die Menschen, die sie durch die Kameras beobachteten,  hatten bereits einen Krankenwagen gerufen.

Es fühlten sich, wie Sekunden an. Sekunden, die Theo mit seiner Mum im Arm verbrachte. Doch ein paar Minuten später, klingelte die Tür und ein paar Männer in einem roten Overall kamen mit einer Trage herein. Rettungskräfte, darunter beispielsweise die Feuerwehr oder die Polizei hatten jeweils einen Drop bzw einen Schlüssel, mit dem man alle Gebäude und Türen der Stadt aufbekam.

Noch eine letzte Umarmung und seine Mutter verschwand in den Händen des Krankenhauses.

Theo war alleine, das hasste er. Er wischte sich schnell die Tränen weg und setzte sich auf das hässliche gelbe Sofa.
Und jetzt?

Theo blieb eine halbe Stunde einfach nur reglos sitzen. Es war einfach nur viel zu viel heute passiert.
Daher schaltete er den Fernseher an.
Nach 10 Minuten schaltete er den jedoch wieder aus.

Theo war müde, erschöpft und hungrig. Doch er konnte nur schlafen, nachdem er etwas gegessen hatte. Es war Vorschrift, dass man sein Frühstück und sein Abendessen jeden Tag zu sich nimmt, immer um die selbe Uhrzeit.
19 Uhr!
Er wusste nicht, ob sich wegen der komischen frühen Nachtruhe etwas heute änderte, also wartete er.
Er wartete indem er einfach nur die Decke anstarrte, was auch nucht wirklich was an seinen Problemen änderte.

Ein Piepen an seinem Ear-gadget, ließ ihn aufhorchen. Langsam stand Theo auf und machte sich auf den Weg in die Küche. Pünktlich um 19 Uhr war sein Essen da. Er wusste nicht genau, wie das Essen immer wirklich kam. Morgens und Abends um die selbe Uhrzeit steht das Essen in einer Klappe in der Küche. So eine Klappe gab es bei jedem und es war nicht ungewöhnlich. Meistens bekam man das gleiche Essen und die gleiche Menge, wie alle anderen Menschen.
An diesem Abend gab es ein Stück Fleisch mit Soße, Kartoffeln und Gemüse. Es war jetzt nicht gerade Theos Lieblingsessen, aber Wünsche wurden nicht angenommen.

Nach dem Essen nahm Theo seine daneben gelegten Tabletten, in dem Vitamine, Medizin gegen Krankheiten und so weiter drin sein sollte und verschwand in seinem Zimmer. Die Stille mochte er nicht und vorallem nicht das Gefühl alleine zu sein.

Anschließend zog er sich seine Schlafkleidung an, putzte sich die Zähne und zog die Vorhänge zu. Gerade als er sich ins Bett legen wollte, piepte sein Ear-gadget. Beinahe hätte er die tägliche Untersuchen vergessen.
Eigentlich musste er nur seine Hand an den Scanner neben seiner Tür legen und fertig. Damit wurde dann geprüft, ob man krank ist und ob man in seinem Zimmer ist.

Als er nun im Bett lag, dauerte es eine Weile, bis er schlafen konnte. Die Gedanken plagten ihn und ließen ihn auch nicht in Ruhe.

Er träumte von seiner Kindheit mit der Familie, mit seinem Vater und seiner Mutter, die ihn glücklich bei einem Picknick beim Schaukeln zusahen. Kurz darauf verschwanden jedoch die schönen Bilder und die Szene mit dem Entführten Mann und den Männern im weißen Overall kam zum Vorschein.

Erschrocken wachte Theo auf. Schnell atmend saß er in seinem Bett und raufte sich die Haare.
Doch da hörte er plötzlich ein Geräusch. Es war nicht im Haus, es kam von der Straße.
Die Geräusche ähnelten Schreie, waren aber zu weit weg um sie als Schreie zu deuten.
Bin ich jetzt vom Traum oder von den Geräuschen wach geworden, fragte er sich, während er müde aus dem Bett stieg.
Da er jetzt sowieso wach war, konnte es ja nicht schaden nach draußen zu sehen.

Er zog die blauen Vorhänge zur Seite und blickte auf die Straße. Dort standen die Typen im weißen Overall neben einem schwarzen Auto...

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