12.Kapitel

Theo verstand nicht ganz und versuchte sich einzureden, dass das etwas gutes sein musste. ,, Also...? Ok, nein, warte erst. Ich muss dir noch ein paar Fragen stellen."

Seine Augen wanderten zu dem Klemmbrett, dass vor ihm lag. ,,Warum bist du mit Mason hier hingekommen?"
Sollte das hier jetzt ein Verhör werden, fragte sich Theo.
,,Keine Ahnung", kam einfach aus ihm heraus. Es war eigentlich gar keine schlechte Frage. Genau wusste er es auch nicht. Er war einfach neugierig und wollte Mase nicht alleine gehen lassen.
Seufzend schrieb Collin sich etwas auf.
,, Ihr wisst aber schon, dass das strengstens Verboten ist. Aber das ist jetzt erst einmal ein anderes Thema. Was denkt ihr ist das hier?"
,,Man, was weiß ich. Ihr stalkt Leute und seid einfach verrückt." Theo merkte nicht, wie er aufgesprungen war.
,,Setz dich, du hast keinen Grund einfach aufzustehen", gab sein Gegenüber einfach von sich. Diese Worte machten ihn noch wütender, dennoch setzte er sich wieder und starrte ihn in seine Augen.
,,Also wisst ihr nicht, was hier vorsich geht", fragte Collin nun. Diese Frage überraschte Theo ein Bisschen. Er schüttelte den Kopf.
,,Wir sind einfach nur zwei Jungs, die es gerade nicht einfach haben", versuchte er es damit. Collin lachte:,, Damit kommst du nicht durch, Theo! Ich kenne dich besser als fu denkst." Obwohl es Theo auch irgendwie bewusst war, bekam er eine Gänsehaut, die ihn ein paar Minuten nicht los ließ. Collin wurde ernst.
,,Jetzt frage ich dich nocheinmal, arbeitest du für uns oder mit uns."

Theo wusste nicht, was er antworten sollte. Es kam viel zu überraschend und plötzlich. Bestimmt gab es eine gute und eine schlechte Antwort.
,,Was meinem Sie damit", fragte er schließlich.
,,Für oder mit uns, Theo?"
Mehr sagte Collin vorerst nicht, egal, was Theo ihn fragte. Es brachte nichts, dass er wütend wurde. Seine Fußfesseln hätten ihn sowieso davon abgehalten irgendwas dummes zu tun.

Er wusste nicht, wie lange es so ging. Vielleicht ein Stunde? Theo wusste einfach nicht, was er machen sollte.
Collin saß einfach nur still da und beobachtete ihn. Manchmal schrieb er sich etwas auf.
,,Soll ich, wenn ich für Sie arbeite, wie ein Sklave behandelt werden oder was", versuchte es Theo nocheinmal. Überraschend lachte Collin. Er lachte zimlich lange und bekam sich nicht mehr ein. Theo hoffte, dass das nicht ja heißen sollte. ,,Und wenn ich mit Ihnen arbeite, was soll ich machen?"
Schon wieder, besser als jeder Schauspieler, wurde Collin schlagartig wieder ernst und sein Lachen verschwand aus seinem Gesicht.
,,Du hast jetzt eine Minute Zeit dich zu entscheiden, ansonsten musst du daran denken, dass wir ganz schnell zu deiner Mutter können und auch deinen Freund haben, also überleg es dir." Erschrocken über die Worte, kam irgendwas aus ihm heraus:,, Ich arbeite mit Ihnen." Theo seufzte schwer, als ob er seine bisher schwerste Entscheidung seines Lebens machen musste. Ee schluckte und guckte erwartungsvoll zu Collin.
Ein grinsen machte sich auf ihm breit. Ob es gespielt oder ernst war, konnte man nicht erkennen. ,,Gut, ich wusste du entscheidest dich richtig. " Irgendwas ließ Theo aufatmen.

Anschließend richtete sich Collin auf und stand auf.
,,Wollen Sie mir nicht sagen, was ich machen muss?"
,,Ach ja! Nein, jemand wird dich hinführen und dir einfach sagen, was du machen musst, ich habe zu tun. Bis bald, Theo." Ohne sich nocheinmal umzudrehen verließ er den Raum und ließ Theo alleine zurück. Seine Gedanken kreisten mal wieder nur um die Frage: Was jetzt?
Weggehen konnte er natürlich nicht. Die unangenehme Fußfessel hielt ihn davon ab.

Was er eingewilligt hatte, konnte er ja nicht einmal erahnen und so genau wollte er es lieber nicht wissen.
Diesmal musste er auch nicht lange warten. Ein paar Minuten später kam ein muskelbepackter Mann herein. Man bekam das Gefühl, das seine braun gebrannten Arme durch den Muskelansatz gleich platzen würden. Der Mann hatte eine Glatze und schaute ihn streng an. Theo fühlte sich wie ein kleines Kind, dass irgendwas angestellt hatte und dem ärger erwartet. Der Mann befreite ihn wenigstens von der Fußfessel, was Theo überraschenderweise etwss beruhigte. Jetzt fühlte er sich nicht mehr allzusehr, wie ein Gefangener.

Muskelpacket packte ihn am Arm und führte den Jungen durch das Gebäude. Es fühlte sich nicht einmal mehr, wie Minuten an, als sie durch das scheinbar endlos wirkende Gebäude liefen. Theo war so schön müde genug und Hunger hatte er nun auch wieder. Die kahlen Wände machten ihn so langsam verrückt. Alles wurde in weiß gehalten unf nirgendwo war auch nur ein Fenster zu sehen. Oft fragte er sich, wie groß das Gebäude war.
Endlich schloss Muskelpacket, der weiterhin keinen Ton von sich gab, eine Tür auf.

Theo staunte nicht schlecht, als er den Raum betrat. Er hatte sich alles mögliche vorgestellt, aber nicht sowas. Unzählige Bildschirme, Knöpfe und was dazu gehörte befanden sich im Raum. Auch ein paar Arbeiter, die an den Computern saßen machten keinen allzu netten Eindruck.
So genau konnte man die Menschen nicht beurteilen. Alle trugen ihre weißen Outfits, waren älter und konzentrierten sich nur auf die Bildschirme. Was war daran denn so interessant, fragte sich Theo, der darauf noch gar nicht geachtet hatte.
Der Raum wirkte, wie der, in dem sie am Anfang seines Aufenthalts gefangen genommen wurde, nur deutlich größer.
Auf den Bildschirmen erblickte man verschiedene Gesichter. Wahrscheinlich abermals die Kameras, überlegte Theo. Muskelpacket schubste ihn etwas nach vorne, nicht heftig. Als Theo sich beschweren wollte und sich umdrehte, war der Mann bereits wieder an der Tür. Warum geht der denn jetzt und was soll ich hier? Theo hatte keine Ahnung, was er jetzt machen sollte.

Kurz darauf kam ein kleiner Mann auf ihn zu. Jedenfalls wsr er nicht viel älter und trug eine schwarze Brille. Anschließend fiel Theo auf, dass niemand, den er begegnet war, einer der Ohrstöpsel trug.
,,Hallo Theo, willkommen im Überwachungsraum. Ich nehme mal an, dass du bereits erahnt hast, dass hier durchschnittliche Probanten aufgezeichnet werden. " Theo nickte zustimmend, verstand jedoch kein Wort.
,,Super!" Seine etwas quietschiege Stimme verlieh dem Mann etwas besserwisserisches Getue.
,,Dann können wir ja bequemlos fortfahren, nehme ich an." Nach einem etwas misstrauischen Blick zu Theo, wandte er sich zu einem freien Platz, gegenüber 4 Bildschirme und viele Knöpfe. Manche der Knöpfe blinkten oder hatten verschiedene Farben. Theo hatte keine Ahnung, wie er das auseinander halten sollte.
,,Du erblickst hier diese 4 Probanten! Sie wurden dir zugeteilt. Übrigens das Bild bzw der Hintergrund ändert sich, je nachdem welchen Weg der Probant nimmt. Jedenfalls, deine Aufgabe ist es, genau aufzupassen, ob sie alles richtig machen. Sobald du, sei es nur eine Vermutung denkst da passiert etwas, dann drücke diesen Knopf 5 mal. Wenn du dir genau sicher bist, drücke 10 mal. " Während seine Worte, zeigte der Mann, der sich immer noch nicht vorgestellt hatte, auf einen blinkenden roten Knopf. ,,Warte, bestimmt kann ich dir ein Beispiel zeigen. "
Irgendwie klärte ihn Theo für verrückt. Seine Augenbrauen zuckten immer wieder aufgeregt, genau wie seine Augen.
Auf einen der Bildschirme befand sich ein circa 9 Jährige Junge. Genau auf den starrte der Mann seid ein paar Minuten ohne sich zu regen. Theo wurde es allmählich etwss komisch zu mute und wollte beinahe jemand anderem bescheid sagen. Als der Brillenmann sich endlich regte. ,,Genau, der Junge hier hat heute morgen nicht gefrühstückt und seine Farbe ist bereits orange." Der Mann grinste breit. Waren heute alle Erwachsenen verrückt, fragte sich Theo und musste an seine Mutter denken. Er schluckte. Wie gerne würde er sie jetzt einfach umarmen und...
,,Sag mal, Junge! Hörst du mir überhaupt zu? Wir können dir auch von Anfang an die zweite Option geben. Sei Froh über diese Chance und hör zu. " Theo war desweiteren bei seiner Mutter in Gedanken gewesen. Wie es ihr woll geht?
Theo zögerte. Er wusste nicht, was mit dem Jungen passiert und er war noch ein Kind. Auch wenn die Farbe Orange nichts gutes hieß, wollte Theo am Liebsten nicht drücken.
,,10 mal, Theo! Das ist doch nicht so schwer."
Theo zögerte. Der Junge sprang gerade fröhlich springend auf einer Straße entlang.
Brillenmann war nicht sehr geduldig und nahm es selbst in die Hand. Er drückte genau 10 mal.
,,Feigling", zischte dieser noch, während der rote Knopf 10 mal aufblinkte.

(Übrigens ich versuche immer über 100 Wörte hin zu bekommen. In diesem Kapitel waren es 1393 Wörter. Was meint ihr passiert mit dem Jungen und was hättet ihr gemacht? Ich freue mich immer über eure Meinung😉)

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