43

Mein Kopf war in Davids Brust vergraben und wir lagen seit einer gefühlten halben Stunde nur herum, aber es tat verdammt gut. Er hatte seinen Kopf in den Nacken gelegt und seufzte tief. ,,Sollen wir rausgehen?", fragte ich ihn, weil ich merkte das ihn das etwas bedrückte. Er nickte nur leicht und setzte sich auf, was ich ihm nach tat. Bevor ich aufstehen konnte, hielt er mich an meinen Armen fest und drückte mir einen sanften, langen Kuss auf den Mund.

,,Du meinst raushumpeln?", fragte er nun und ich erkannte ein Grinsen auf seinen Lippen.

Nachdem wir unsere Schuhe angezogen hatten und aus dem Haus gingen, entschieden wir uns in den Wald zu gehen. Von ihm aus konnte man auch zu dem Platz, den ich ihm Anfangs gezeigt hatte, gelangen, auch wenn es etwas länger dauerte. Als wir angekommen waren, setzten wir uns an die gleiche Stelle, wie beim letzten Mal. ,,Hast du heute noch Training?", fragte ich. ,,Ja, in 2 Stunden. Ich überlege aber noch ob ich gehe", entgegnete er und ich nickte verstehend.

,,Hier war unser erster Kuss", sagte ich lächelnd, nachdem wir eine Weile schwiegen. ,,Und jetzt küssen wir uns an dieser Stelle zum gefühlten Tausendsten Mal", murmelte er und schloss den kleinen Abstand zwischen unseren Lippen. Meine Hand wanderte automatisch zu seinem Nacken und zog ihn näher zu mir, während er seine Hände auf meinen Hüften ablegte. Sanft drückte er mich nach hinten, sodass wir auf dem Boden lagen, aber das störte uns kaum. David ließ von mir ab und sah mir tief in die Augen, wobei sein Mund leicht geöffnet war. Ich küsste ihn noch einmal leicht, bevor ich ihn hochdrückte um mich selbst hinzusetzen. ,,Das hier wird für immer unser Platz bleiben", wisperte ich und malte Kreise auf seine Hand.

*Etwas später*

Mein Freund war zum Training gegangen und ich wieder zuhause. Gerade telefonierte ich mit Kim, die total aufgeregt am Telefon quietschte, dass ihr Freund an dem folgendem Wochenende kommen würde und mit auf den Ball kam. Ich freute mich lachend mit ihr, aber ihre Aufregung war lustiger. Als ihre Mutter sie dann zum Abendessen rief, legten wir auf und ich ging auf meinen Kleiderschrank zu. Ich brauchte noch etwas für Samstag, aber hatte nicht wirklich eine Idee, weil ich nicht zu overdressed auftauchen wollte, denn immerhin war es nicht Mal unser Abschluss Ball und wir waren nur als Dankeschön eingeladen. Aber Short's und T-Shirt war auch zu Simpel. Ich stieß verzweifelt einen Seufzer aus und fuhr mir durch die Haare. Mode und Klamotten waren noch nie meins gewesen, aber wie auf Bestellung kam meine Mutter ins Zimmer, die sich da definitiv besser auskannte als ich.

,,Mama", jaulte ich verzweifelt auf. ,,Ja?", fragte sie lachend und hob eine Augenbraue. ,,Du musst mich beraten. Was soll ich am Samstag zum Ball anziehen?", fragte ich sie und setzte mich trotzig auf den Boden. Meine Mom kramte ein wenig in meinem Schrank herum, bis sie geheimnisvoll sagte : ,,Warte kurz. Ich hole kurz etwas aus meinem Kleiderschrank, das könnte dir gefallen."

Kaum eine Minute später kam sie wieder, mit dem breitesten Grinsen im Gesicht und mein Mund klappte auf. ,,Mom woher ist das?", fragte ich erstaunt. ,,Nunja es war eigentlich für dich gedacht, bei schickeren Anlässen, aber du hast es weder zu Gesicht bekommen noch getragen, weil es wohl in Vergessenheit geraten ist", antwortete sie mir und klatschte begeistert in die Hände. Ich stand so gut es ging auf und nahm fasziniert das Kleid in die Hände. Es war in einem Türkis gehalten und fiel locker nach unten. (Siehe Bild)

,,Probier es mal an", sagte meine Mutter ermutigend und ich nickte.

Staunend stand ich vor dem Spiegel, denn es schaute wirklich nicht schlecht aus, im Gegenteil. Das Kleid war nicht "too-much" und ich würde damit auch nicht alle Aufmerksamkeit wecken. Ich hielt meine braunen Haare hoch und drehte mich vorsichtig vor dem Spiegel. ,,Das sieht Klasse aus", flüsterte ich schon fast und meine Mutter stand breit lächelnd hinter mir. ,,Und dazu noch eine kleine weiß-rosa Farbene Tasche und weiße Schuhe?", fragte sie und ich nickte zögerlich. Ich betrachtete mich im Spiegel und antwortete : ,,Auf High-Heels kann ich mit meinem Bein gut verzichten, aber das mit der Tasche klingt gut."

Nachdem ich mir wieder meine gemütlichen Sachen angezogen hatte, stellten meine Mutter und ich mein Outfit grob zusammen und im Anschluss hängte ich alles in den Kleiderschrank, denn mein Freund sollte das ganze noch nicht zu Gesicht bekommen.

Daraufhin sprang ich unter die Dusche, natürlich so, dass mein Gips geschützt war, und machte mich anschließend Bett fertig. Meine Haare ließ ich Luft trocknen und legte mich anschließend in mein Bett, um noch ein paar Folgen Gossip Girl anzusehen. Es war erst 19:00 Uhr und somit hatte ich noch viel Zeit, bevor ich schlafen ging.

Gegen 22:00 Uhr schaltete ich dann meinen Laptop aus, hörte noch Musik und scrollte auf meinem Handy rum. Ich schrieb meinem Freund noch : ,,Gute Nacht. Heute war schön, ich liebe dich <3."

Kurze Zeit später beschloss ich dann schlafen zu gehen, denn ich litt echt an Schlafmangel.

*Freitag*

Heute wurde alles für den morgigen Ball fertiggemacht, denn niemand mehr musste die Aula nutzen. Der riesige Bereich war wirklich erfolgreich geschmückt worden.

Wenn man die Aula betrat hingen über einem überall künstliche Eiszapfen und im ganzen Raum riesige weiße Kronleuchter. Alles war weiß, silber und blau gehalten und eine Treppe führte zu der Bühne und da würde dann eine Rede gehalten werden. Das Buffet, unter anderem mit einem Schokobrunnen, war an der Seite und mindestens genauso groß. Auch wenn es nicht unser Ball war, freuten wir uns darauf, denn das war ja auch etwas ganz neues.

Wir mussten solange bleiben, bis wir so weit fertig waren und es war jetzt schon 14:00 und wir waren vielleicht bei der Hälfte. ,,David und Vivienne holt ihr bitte aus Raum 178 den Karton mit den Lichterketten?", fragte meine Deutschlehrerin an uns gerichtet und wir nickten. Der Raum lag ein Stockwerk höher und David hob mich vorsichtig die Treppen hoch. Der Karton war im Regal in der hinteren Ecke und während mein Freund den Karton holte setzte ich mich auf das Pult.

Als wir alles beisammen hatten, gingen wir wieder hinunter und brachten unserer Lehrerin den Karton.

Kim sah mich wissend an und ich sah sie mit meinem "Willst-du-mich-verarschen?" Blick lachend an, was sie dazu brachte noch mehr mit den Augenbrauen zu wackeln. ,,Okay für heute seid ihr fertig", verkündete ein Lehrer und alle atmeten erleichtert auf, weil es verdammt anstrengend war.

,,Endlich Wochenende", atmete David erleichtert aus und ich drückte ihm lächelnd einen Kuss auf die Lippen. ,,Hast du heute noch was vor?", fragte ich ihn und er schüttelte nach kurzem nachdenken den Kopf. ,,Zu mir oder zu dir?", fragte . ,,Zu mir", sagte ich und nickte bestätigend.

***

Ihr seid alle toll, nicht vergessen <3

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top