21

- Vivienne's P.o.V. -

Wir gingen hinein und..

und das Haus toppte alles. Natürlich war es kein riesiges Haus, wir waren ja immernoch auf einer auf Klassenfahrt, aber ich hatte es mir echt schlimmer vorgestellt.

Wenn man hereinkam war eine Wand, die den Eingangsbereich und das Wohnzimmer rechts abtrennte und wenn man geradeaus ging war dort eine relativ große Küche. In der geschlossenen Tür neben der Treppe, die rechts neben der Küche war, fand sich ein Badezimmer vor. Wir gingen begeistert die Treppen hoch und ich ließ erst einmal meinen Koffer unten, den musste David gleich nach oben tragen.

Es waren links und rechts je 2 Türen. Jeder hatte ein Einzelzimmer, zum Glück, und wir suchten uns jeder ein's aus.

Es gab keinen Streit dabei, denn erstens sahen alle Zimmer gleich aus und zweitens waren wir aus diesem Alter raus. Mein Zimmer war komplett weiß gehalten, aber es sah nicht 'spießig' oder zu schlicht aus, sondern schön. An der linken Wand stand ein Bett, daneben ein Nachttisch und auf der gegenüberliegenden Seite war ein Kleiderschrank und ein Spiegel angebracht.

An der Wand gegenüber der Tür waren 2 große Fenster und man hatte einen tollen Ausblick auf einen.. Pool? Aber ich sah, dass das ein Pool für alle war, denn jedes Haus hatte eine Terassentür die in den selben Garten führte.

Ich fand das Zimmer echt schön, immerhin musste ich 2 Wochen hier drin schlafen. Es war nicht allzu groß, sodass man das Gefühl hatte, es ist leer, sondern war genau richtig.

Ich ging wieder aus dem Zimmer raus und eine Tür weiter.

„Leute hier ist das 2. Bad ", rief ich, in der Hoffnung, Lara und Kim würden mich hören. Sie kamen beide auf den Flur und schwärmten voller Begeisterung : ,,Es ist so toll hier!"

„Und ich habe einen Pool endeckt ", sagte ich und zog das U lang.
„Aber wir teilen uns ihn mit allen glaube ich. Jede Terassentür führt dorthin ", fügte ich noch hinzu, als wir in meinem Zimmer standen.

„Oh mein Gott ", quietschte Lara und Kim und ich lachten nur.

,,Sollen wir unsere Koffer holen?", fragte Kim. Lara und ich nickten und wir gingen wieder die Treppen hinunter. Auf halber Strecke bemerkte ich, dass David und die anderen Jungs in unserem Haus standen und David schaute mich etwas besorgt an : „Vivienne, du darfst nicht zu viel laufen wegen deinen Rippen. Und hier deinen Koffer, ich bring ihn dir hoch", sagte er und kam mir entgegen auf der Treppe.

Er hob mich hoch, dass mein Oberkörper an seinem Rücken war und er meine Beine in der Hand hatte. ,,Hey lass mich runter ", quietschte ich empört, aber es war schon zu spät, denn wir waren bereits in meinem Zimmer. Er schloss die Tür hinter uns, warf mich behutsam aufs Bett und küsste mich lange.

„Das musste ich jetzt tun", murmelte er zwischen zwei Küssen und ich lächelte breit.

„Habt ihr eure Sachen schon fertig eingeräumt? Ich muss das nämlich noch tun", sagte ich und sah ich fragend an.

„Ja, größtenteils. Ich helf dir", erwiderte er. Ich sagte nur grinsend : ,,Danke." Ich legte meinen Koffer auf das Bett und öffnete ihn.

Ich drückte ihm meine Klamotten nach und nach in die Hand und er räumte sie in den Kleiderschrank. Meine Unterwäsche war noch übrig und ich wollte sie eigentlich einräumen, aber er nahm sie auch und sagte noch : ,,Uhh schick", bevor er sie in die Schublade legte. Dafür fing er sich einen Killerblick meinerseits ein, aber er grinste nur frech.

Mein Handy, mein Laptop, mein Ladekabel und solche Sachen legte ich auf den Nachttisch und schloss mein Handy an's Ladegerät an. Handtücher und Sachen die in's Bad gehören wollte ich nachher dort einräumen. Ich spürte plötzlich zwei warme Hände an meiner Taille und ich drehte mich lächelnd um.

„Wir müssen nachher noch eine Salbe holen. Geht es denn wieder einigermaßen?"

„Ja, es tut nicht mehr weh beim laufen, aber jede kleinste Berührung an meinen Rippen tut höllisch weh", entgegnete ich.

„Okay", sagte er, küsste mich ein letztes Mal und wir gingen nach unten.

„Uh die Turteltäubchen sind auch mal wieder da", sagte Marc mit wackelnden Augenbrauen und ich wurde puterrot, aber David gab ihm nur einen Schlag gegen den Hinterkopf.

Wir saßen alle auf der Terasse und nach und nach kamen auch die anderen Schüler in den Garten. Ich glaube niemand dachte daran, dass wir uns eigentlich vorne treffen wollten, selbst die Lehrer waren hier. ,,Wir verlegen unseren Treffpunkt wohl jetzt auf hier ", begann unsere Lehrerin als alle da waren.

,,Jetzt kommen alle Informationen die niemanden interessieren, aber ich bitte euch trotzdem zuzuhören. Da wir euch euren Schlaf lassen wollen ist das Frühstück erst um 10:30. Ihr seht ja sicher alle die Tische neben euch und hier werden wir essen. Falls das Wetter mal weniger gut werden sollte, was ich aber nicht glaube, können wir uns rein setzen. Das Mittagessen gibt es um 14:30 und das Abendessen um 19:00 Uhr. Hier in der Nähe gibt es einen Supermarkt, ihr habt Kühlschränke in euren Häusern, also wenn euch das Essen zu wenig sein sollte könnt ihr euch dort etwas kaufen. Um 01:00 Uhr haben alle in ihren Häusern zu sein und wir wollen niemanden dabei erwischen, wie er in einem anderen Haus schläft. Nun zum Programm. Wir bieten zwar die erste Woche etwas an, aber sonst ist euch fast alles selbst überlassen. Ihr dürft aber nicht ohne Bescheid zu sagen zum Strand gehen, wenn ihr also geht, weist ihr mindestens eine Lehrperson darauf hin, ansonsten habt ihr alle unsere Handynummern, wenn irgendwas ist. Wir treffen uns Morgens beim Frühstück und bieten dann das jeweilige Programm an und Nachmittags findet noch ein Treffen statt. Wir haben großes Vertrauen in euch, dass ihr hier keinen Mist baut."

Alle applaudierten, auch ich, und viele zogen sich um, weil sie wahrscheinlich in den Pool wollten. David sah fragend in die Runde und ich sagte zögernd : ,,Ich bin eher für den Strand."

Marvin, Kim, Lara, Marc und Tom stimmten mir alle zu und auch David nickte. Wir beschlossen uns alle umzuziehen und dann anschließend bei uns wieder zu treffen. Wir Mädchen gingen in Richtung Treppe und Kim und Lara waren schon weg. David und ich standen nur noch unten, weil die anderen Jungs schon zu ihrem Haus gegangen waren und ich sagte : ,,David warte mal."

„Was ist Schatz?", fragte er.

„Ich habe überall Narben. Auch an den Oberschenkeln ", sagte ich schluckend und flüsterte den letzten Teil eher.

„Ich komme mit nach oben, du ziehst dich erstmal um und wir schauen dann okay? ", sagte er  und strich mir über meine Haare. Er legte seine rechte Hand plötzlich an meine Kniekehlen und trug mich nach oben. Ich konnte nur noch darüber lächeln, weil ich mich sowieso nicht wehren konnte. ,

„Warte eben draußen ", sagte ich und er nickte brav. Ich kramte meinen schwarzen Bikini heraus und entschied mich dagegen die Tür abzuschließen, ich meine er ist mein Freund und würde sowieso nicht hereinkommen, wenn ich es nicht wollte.

Ich zog mir den Bikini an und atmete einmal tief aus, als ich vor dem Spiegel stand.

„Kannst rein kommen ", rief ich leise und hoffte, er hörte mich. Er öffnete die Tür und ich stand unsicher dar.

Er schaute an mir herunter und sagte grinsend : ,,Deine Figur lenkt davon ab." 

„Nein jetzt im Ernst ", sagte ich und schaute auf den Boden, der sehr interessant aussah.

„Ich glaube auf deine Rippen achtet man eher, wegen dem riesen Fleck. Aber auch so, man sieht es nicht mehr so stark, vertrau mir. Du bist wunderschön, auch mit Narben. Die verblassten zeigen, wie stark du bist", sagte er mir und gab mir einen stups auf die Nase.

,,Okay ", sagte ich als ich einmal tief ein- und wieder ausatmete.

„Warte hier ich zieh mich eben um ", sagte er lächelnd. Ich setzte mich auf mein Bett und griff nach meinem Handy. ,,Sind angekommen. Sieht echt schön hier aus. Bilder kommen später :* ", schrieb ich meiner Mutter. Ich wusste, dass sie meinem Vater auch von der Nachricht erzählen würde, also brauchte ich ihm nicht auch noch schreiben.

***

Ihr seid alle toll, nicht vergessen <3

Gute Nacht :)

Song im Anhang : Imagine Dragons - On Top Of The World

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top