1. Das traute Heim

Ich wachte auf und befreite mich aus meiner kuschelwarmen Bettdecke. Danach trat ich ans Fenster und schob die Beigen Vorhänge beiseite. Ach wie sehr liebte ich diesen Anblick!

Draußen war gerade der Morgen angebrochen, sodass der Himmel noch dunkel war und man die Sterne funkeln sehen konnte. Doch das, was mir am meisten gefiel war er!

Der Mond!

Er schien wie in jeder Nacht strahlend hell auf die Erde herab, fast so als ersetze er die Sonne. Ich bekam einfach nicht genug davon!

Ich atmete tief ein und aus,während ich die Frische des Morgens genoss. Das Wetter war noch relativ angenehm, sodass ich die Brise genoss.

In unserer kleinen Stadt schienen schon kleine Lichter in den Häusern, sodass es wie ein Sternenhimmel aussah. Ich betrachtete diesen schönen Anblick noch eine Weile, ehe ein Klopfen ertönte. ,,Junger Herr!", rief eine zarte, weibliche Stimme und ich gewährte ihr den Einlass. Sie war mein persönliches Dienstmädchen und kümmerte sich so gut wie es ging um mein Wohlbefinden. Wie immer lächelte sie mich an und ich erwiderte es. ,,Habt ihr gut geschlafen?", fragte Luisa, während sie mein Bett machte und mir Kleidung zum Anziehen heraussuchte. ,,Ja, danke der Nachfrage!", erwiderte ich knapp und schaute weiter aus meinem Fenster, während Luisa ihre Aufgaben erledigte.

Nachdem sie fertig war, kam sie mit gesenktem Haupt zu mir. ,, Du musst deinen Blick nicht abwenden. Ich bin immerhin nur ein ganz normales Kind und zudem erst 15! Das fühlst sich nicht richtig an!", sagte ich ruhig, wobei mein Blick sich nicht von der Stadt wandte.

,,Ich bin mir dessen sehr Wohl bewusst, aber...aber sie sind nichts desto trotz der leibliche Sohn unseres Königs! Wie könnte ich mir selbst je wieder in die Augen sehen, wenn ich seinem einzigen Kind nicht mal ordentlich Respekt erweisen kann?!", entgegnete sie etwas aufgebracht, was mich zum Grinsen brachte. Ich mochte sie einfach zu sehr, als das ich ihr dies Übel nehmen konnte. Sie hatte halt ihren eigenen Stolz. Und den respektierte ich!

,,Ok, ich gebe mich geschlagen! Aber bitte benehme dich in meiner Gegenwart als eine Kameradin, anstatt einer Untertanin! Dies würde mich wirklich erfreuen! Alle sind in letzter Zeit so anders in meiner Nähe, dass ich langsam anfange die Gesellschaft zu meiden!", sagte ich träge und schenkte ihr ein mattes Lächeln. Sie schaute mich eine Weile überrascht an, was sich aber schnell in Mitgefühl änderte. Voller Überzeugung meinte sie:,, Meiner Meinung nach haben sie dies nicht verdient! Es sind nicht alle Prinzen so net wie sie, mein junger Herr. Jeder im Schloss weiß, wie sehr sie sich um ihre Untertanen kümmern. Ich... nein Wir sind durchaus davon überzeugt, dass sie einestages ein sehr mächtiger und barmherziger Herrscher werden!" Ich blickte in ihre blauen Augen, die pure Entschlossenheit ausstrahlten.

,,Danke sehr, aber selbst wenn dies, was du sagst wahr sein sollte, manchmal fühle ich mich irgendwie völlig fehl am Platz!", sagte ich gelassen, wobei sie mich streng an sah. ,,So sollte man nicht denken!", entgegte sie, wobei ich kichern musste. ,,Ja,ja, ich habe verstanden!", ergab ich mich letztendlich mit einem schmunzeln. Bevor Luisa das Zimmer verlassen hatte, flüsterte ich ihr ein leises:,, Dankeschön!", zu! Sie blieb nicht stehen und entgegnete nichts mehr, dass einzige was sie tat, war die Tür hinter sich zu schließen. Ich kannte sie jetzt lang genug, sodass ich zu hundertprozent sicher war, dass sie es gehört hatte. Mit einem Seufzer blickte ich raus aufs Meer.

Wie es wohl wäre die Welt zu erkunden?

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