Kapitel 35
Ich wollte nicht darüber reden.
Zugegeben, ja. Ich hatte gesagt ich würde nach Hause gehen um mit Dad darüber zu reden aber das war gelogen, denn sobald er seinen Mund geöffnet hat, hatte ich keine Lust zu hören warum sie wieder angetanzt war.
Dafür bin ich viel zu sehr enttäuscht von dem was passiert ist.
In mir schwebt immer wieder die Hoffnung, dass Dylan Sarah vielleicht auch nicht gesehen haben könnte.
Aber dann wiederum stellt sich mir die Frage, warum er mich geküsst hat.
Dass er Sarah gesehen hat, ist viel realistischer, weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass ich Dylan mehr bedeuten kann, als ich denke.
Ich will mich nicht in einer Hoffnung verfangen und dann noch härter eins ausgewischt bekommen.
Ich vergrabe meinen Gesicht in mein Kissen.
Ich weiß, dass ich irgendwann mit Dad über Lindsay reden muss und genau so weiß ich, dass ich mir jetzt nichts wegen Sarah bei Dylan anmerken lassen darf.
Kurz gesagt: ich hasse mein Leben.
Ich höre ein Klopfen an meiner Tür, sodass ich mein Gesicht, das bestimmt ziemlich eingedrückt aussieht, vom Kissen hebe und meinen Dad an meiner Tür stehen sehe.
,,Wir hatten keine Zeit darüber zu reden, aber was ist das denn da an deiner Augenbraue", fragt er mich während er im Türrahmen lehnt.
,,Eine Wette, die wir verloren haben", lüge ich und mein Dad schmunzelt.
,,Es steht euch", sagt er und kurz bin ich überrascht, dass er nichts negatives dazu sagt.
Er seufzt und setzt sich dann zu mir aufs Bett.
,,Hör zu, vielleicht war ich anfangs etwas zu hart zu ihm und dir. Es ist einfach nur, dass du eben das erste Mal einen Freund hast und dein Freund so jemand wie Dylan ist", sagt er und ich weiß nicht ob ich den Rest überhaupt hören möchte.
,,Dylan ist kein schlechter Mensch, keine Frage, aber so wie ich ihn kannte, dachte ich irgendwie er wäre zu kühl und unempfindlich für dich. Ich dachte du wärst einfach ein weiterer Zeitvertreib für ihn. Ich hab mir einfach Sorgen um dich gemacht", sagt er und legt seine Hand auf mein angewinkeltes Knie.
Ich lächele leicht.
,,Aber gestern hab ich gesehen, dass du ihm wirklich etwas bedeutest und, dass du alt genug bist für dich zu entscheiden. Zumindest manchmal", sagt er und lacht dann und meine Augen füllen sich erneut mit Tränen.
Ich lächele als ich plötzlich schniefe.
,,Ach Bella", sagt er und schließt mich in seine Arme.
Wenn er nur wüsste.
,,Ich hab das Gefühl du wirst immer emotionaler, je länger du Zuhause rumhängst. Ich koche gleich und brauche noch ein Paar Sachen. Würdest du sie mir kaufen gehen?", fragt er mich und obwohl ich eigentlich gar keine Lust habe, nicke ich und gebe ihm die Sachen die Micky mitgeschickt hatte.
Dann laufe ich mit einer hässlichen Stofftüte, die mein Dad mir gegeben hat in Richtung Supermarkt.
Ich kann mir vorstellen, dass ich ziemlich fertig mit dem Leben aussehe.
Würde mich nicht wundern, wenn mir jemand hier und jetzt eine Spende zudrücken würde, weil ich irgendwie obdachlos aussehe.
Gerade als ich vor dem Gemüseregal stehe, spüre ich eine Hand an meiner Schulter. Wäre lustig, wenn mir jetzt jemand wirklich was spenden würde.
Etwas langsam drehe ich mich um und schaue in zwei blaue Augen.
Sie sind etwas höher positioniert und ein Lächeln legt sich auf die vollen Lippen der Person mir gegenüber.
Schade, keine Spende.
,,Belana", kommt es von Lorraine und ich korrigiere sie augenblicklich.
,,Bella", sage ich und stelle fest wie sehr ich meinen eigentlichen Namen mit Dylan in Verbindung bringe.
,,Sorry, Bella", sagt sie und kichert und ich quäle mich zu einem falschen Lächeln.
,,Wo warst du heute?", fragt sie mich und stemmt ihre kleinen Hände in ihre schmale Hüfte.
Ich ziehe meine Augenbrauen zusammen.
,,Na das große Training vor dem Spiel", sagt sie und meine Augen weiten sich.
Mist! Wie konnte ich das vergessen? Wahrscheinlich warst du zu sehr damit beschäftigt dich selbst zu bemitleiden, Bella.
,,Eigentlich ist man als Freundin immer dabei. Das ist ungeschriebenes Gesetz", sagt sie und kichert, während sie ihre Haare nach hinten wirft.
,,Ich hatte keine Zeit", sage ich knapp und wende mich zu dem Gemüse um zu entscheiden welches Brokkoli ich nehmen soll.
,,Ich musste Hiram und Dylan anfeuern", sagt sie und etwas, das in ihrer Stimme mitschwingt, gefällt mir garnicht.
Natürlich wird sich Dylan freuen, wenn ihn Lorraine anfeuert.
Meine Augen verengen sich zu Schlitzen.
,,Du kommst doch heute Abend bestimmt zum Spiel", sagt sie und ihre Tonlage ist merkwürdig.
,,Natürlich", sage ich schnell während ich mich wieder ihr zuwende und ich weiß, dass ich ihm den Gefallen nicht erfüllen werde und ihn von Lorraine anfeuern lassen werde.
,,Gut dann bis zum Spiel um 19 Uhr", sagt sie und lächelt merkwürdig, sodass ich zum Brokkoli greife und es in eine dünne Plastiktüte lege. Ihr Blick fährt runter auf mein hässliche Stofftüte.
,,Bis dann", sage ich dann und lächele und sie winkt mir zu und entfernt sich von mir.
Frustriert schnüre ich die Plastiktüte zu und beobachte wie sie nach einem kalorienarmen Müsli greift.
Ich kaufe die restlichen Sachen und liefere sie bei Dad ab, sodass er sich bei mir bedankt.
In meinem Zimmer angekommen, schmeiße ich mich aufs Bett und beschließe ein bisschen zu schlafen. Mein Leben ist einfach zu anstrengend.
_
,,Bella, Essen ist fertig", höre ich eine Stimme und öffne meine Augen.
Mit zusammen gezogenen Augenbrauen und halbgeöffneten Augen starre ich meinen Dad verwirrt an und hoffe, dass sich das Bild bald verschärft, was nach einigen Sekunden auch passiert.
Langsam realisiere ich, was passiert ist und richte mich immer noch etwas müde auf und streiche über meine Augen.
Dad lächelt mich an.
,,Jetzt komm bevor das Essen kalt wird", sagt er und ich richte mich auf als mir plötzlich etwas einfällt und meine Augen sich weiten und ich hellwach bin.
,,Wie viel Uhr ist es Dad?", frage ich ihn hektisch und er schaut verwirrt auf seine Uhr.
,,18:53 Uhr", antwortet er langsam und ich fasse mir an meine Haare.
,,Mist! Dad du musst mich zur Schule fahren!", sage ich und mein Dad schaut mich überrumpelt an.
,,Dylans Footballspiel ist in genau 7 Minuten", sage ich hektisch und strampele eilig von meinem Bett runter.
Ich renne ins Bad wo ich mir schnell mein Gesicht wasche und meine Haare kurz versuche zu entwirren was mir nicht gelingt, sodass ich mit immernoch leicht durcheinander wirkenden Haaren aus dem Bad gerannt komme und sehe wie mein Dad schon die Treppen runter geht mit dem Autoschlüssel in seiner Hand.
Wir steigen ins Auto und ich starre auf die Straße als mein Dad losfährt und nach kurzer Zeit hält der Wagen auf dem Schulparkplatz, der ziemlich voll ist.
Ich öffne die Tür und laufe mit schnell schlagendem Herzen in Richtung des Footballplatzes und sehe auf die vollen Tribünen bevor mein Blick suchend auf den Platz gleitet.
Sie haben noch nicht angefangen, stelle ich erleichtert fest.
Als ich die Mannschaft entdecke, sehe ich die ebenfalls suchenden Augen von Dylan.
Er scheint nach jemand bestimmten zu suchen.
Ich will schreien, dass ich hier bin, aber ich weiß, dass es viel zu merkwürdig wäre.
Selbst für mich.
Vor allem wenn er sich nicht nach mir umsieht.
Ich steige langsam auf die Tribünen ohne meinen Blick von ihm zu reißen.
Und plötzlich trifft sein Blick meinen. Ich sehe wie seine Statur sich aufrichtet und plötzlich hebt er seinen Arm und winkt.
Ich bleibe still stehen.
Dann drehe ich mich nach hinten um zu sehen ob jemand bekanntes dort sitzt, aber Fehlanzeige.
Ich drehe mich langsam zurück als ich selbst aus dieser Entfernung sehe wie ein leichtes Grinsen sich auf sein Gesicht legt.
Plötzlich muss ich auch schmunzeln bevor ich zögerlich meine Hand hebe um zurück zu winken.
Und dann lacht er und irgendwie muss ich plötzlich auch lachen sodass er sich langsam abwendet und seinen Helm wie alle anderen aufsetzt und mir noch einen letzten Blick schenkt.
Ich seufze als ich mir verlegen über den Arm streiche.
Für den Moment habe ich alles vergessen. Den Schmerz, alles was mir Sarah gesagt hat.
Er kann das so gut. Ich will daran glauben, dass es nicht für unsere Show ist.
Ich seufze erneut als ich mich umsehe und merke wie viele Leute mich anstarren, sodass ich augenblicklich erröte.
Ein Paar mittleren Alter grinst mich an und als ich feststelle das selbst mein Dad es mitbekommen hat, will ich im Erdboden versinken.
Doch plötzlich grinst er und setzt sich zu Tim und Micky, die zu meiner Überraschung nur Reihen hinter mir sitzen und ebenfalls grinsen.
Plötzlich sucht mein Blick nach Ava sodass ich sie nach kurzer Zeit etwas weiter entfernt von den beiden entdecke, wie sie mit Sira, Reed, Madelaine, Lorraine und Ramires dort sitzen als sich meine Augen weiten.
Was ist das bitteschön für eine merkwürdige Kombination?
Alle starren mich an und ich bin gezwungen mich zu ihnen zu bewegen.
Als ich vor ihnen ankomme legt sich ein erzwungenes, komisches Lächeln auf meine Lippen.
,,Hey Leute", sage ich leise.
Sira begrüßt mich mit einem lauten ,,Hey! Wir dachten du kommst schon garnicht mehr. Dylan hat die ganze Zeit nach dir gesucht!", sodass ich erröte.
Von Ava kriege ich ein Grinsen, als ich sehe wie sie neben Ramires sitzt, der mir lächelnd zu nickt.
Von Reed kriege ich ein ,,Hey" und daraufhin ein breites Grinsen.
Also eines muss man gesagt haben.
Wenn es ein Paralleluniversum gäbe, in dem alles irgendwie anders gekommen wäre, dann wäre ich mit Sicherheit Hals über Kopf in Reed verknallt.
Halt die Klappe, Bella.
Ich schüttele meinen Kopf leicht und hoffe, dass die anderen es nicht bemerken.
Aber dann passiert etwas, dass mich komplett aus der Bahn wirft.
Madelaine lächelt mich an. Anders als die vorherigen Male, fast schon entschuldigend.
Dann sehe ich wie Reeds Hand sich von hinten auf ihren Rücken legt, unauffällig, aber nicht unauffällig genug, als dass ich es nicht mitbekommen würde.
Schließlich bringe ich mich dazu auch zu lächeln. Ein wissendes Lächeln und irgendwie verzeihe ich ihr ein bisschen.
Nicht alles, dafür ist es noch viel zu früh und die Zeichen sind zu unklar, aber ein bisschen, weil sie den ersten Schritt gemacht hat.
Sie lächelt weiterhin bevor sie sich ihre roten Haare hinter die Ohren steckt.
Und dann wendet sich mein Blick zu Lorraine, während sich ihr rechter Mundwinkel hebt.
,,Du hast dein Versprechen gehalten", sagt sie nur und ich könnte auflachen.
,,Ja", sage ich nur grinsend und werde schon von Sira auf den Platz neben ihr gezogen.
,,Unerträglich hier", kommt es aus ihrem Mund gepresst.
,,Ava und Ramires flirten. Sie hat mich genötigt ihn mit zu schleppen. Und Reed und Madelaine sind kurz davor hier ein Kind zu zeugen. Und Lorraine ist einfach merkwürdig", plappert sie los und meine Laune steigt augenblicklich bei ihrem Gerede.
,,Und Dylan hat die ganze Zeit nach dir gesucht mit seinem Blick. Er hat sogar schon Lorraine gefragt", sagt sie und wackelt mit ihren Augenbrauen. Meine Augenbrauen heben sich leicht. Er hat sogar Lorraine gefragt?
Ich haue ihr auf die Schulter.
,,Sei leise", flüstere ich.
,,Du kannst mir doch nicht sagen, dass nichts passiert ist. Ava hat mich schon eingeweiht", labert Sira weiter und ich haue mir meine flache Hand gegen die Stirn.
,,Bitte halt die Klappe", sage ich und sie grinst weiter.
,,Das Spiel beginnt", höre ich Madelaines aufgeregte Stimme und dann wie sie ihre Hände zusammen klatscht und irgendwie ist es immernoch komisch Madelaine zu hören wie sie positiv in meiner Nähe redet.
Ihre Stimme klingt wie eine komplett andere. Ihre Tonlage ist um einiges weniger gekünstelt und ihre Stimme viel tiefer als sonst. Ich finde ihre Stimme einfach tausend Mal angenehmer wenn sie redet.
Kann aber auch daran liegen, dass sie mich zum ersten Mal nicht runter macht.
,,Sie ist garnicht mal so schlimm wenn sie einem dann mal nicht versucht den Hals abzuschnüren", flüstert Sira und ich lache.
,,Wobei ich glaube, dass sie von Reed diszipliniert wird", ergänzt sie und ich lache so laut, dass sich alle zu mir drehen.
,,Also früher hätte ich ja gesagt, dass es eine Verschwendung sei, dass ein überirdisch gut aussehender Junge sich mit Madelaine beschäftigt, aber jetzt denke ich sogar, dass es eine Wohltätigkeit für die Gesellschaft ist. Eine Furie weniger, zumindest eine halbe ", sagt Sira und ich kann nicht mehr vor lachen, sodass man nicht mal mehr mein Gelächter hört sondern nur noch zwischendurch wie ich einatme und auf mein Knie haue.
Schließlich fängt auch Sira an zu lachen und alle anderen beobachten uns so als hätten wir nicht mehr alle Tassen im Schrank. Was wahrscheinlich auch irgendwo stimmt. Mir fehlen bestimmt ein Paar und Sira ein Paar mehr.
Schließlich, als wir uns nicht mehr einkriegen, wenden sich alle langsam von uns ab und beobachten das Spiel.
Nach mehreren Versuchen lenken wir auch schweren Herzens unsere Konzentration auf das Spiel.
Zugegeben ich habe gar keine Ahnung von Football.
Aber ich schätze mal es ist ein gutes Zeichen als Dylan den Ball in der Hand hat und rennt.
Als sich alle neben mir aufrichten und schreien, tue ich es ihnen gleich.
Und dann wird das Geschrei zu einem Jubel und ich stelle fest, dass wir einen Punkt gemacht haben, dass Dylan einen Punkt gemacht hat!
Ich springe vor Freude auf und klatsche in meine Hände.
Und dann nach weiteren Minuten macht das Gegenteam einen Punkt und meine Augen fokussieren sich auf einen Spieler und ich ziehe meine Augen zu Schlitzen.
Ich bin mir nicht sicher ob es eine bestimmte Person ist, weil der Helm zu viel von dem Gesicht des Spielers verdeckt, sodass ich beschließe zu warten, bis er seinen Helm auszieht, bevor ich irgenwelche Vermutungen treffe.
Es steht Gleichstand und die Aufregung steigt in meiner Brust.
Nicht, dass ich mich jemals für Football interessiert hätte, aber jetzt tue ich es irgendwie.
Ich starre auf die Tabelle mit den roten Lichtern in der Dunkelheit und stelle fest, dass nicht mehr viel Zeit übrig geblieben ist. Sie Zeit vergeht unglaublich schnell.
Aufgeregt schaue ich wie alle anderen auf das Feld und sehe wie Max, der Typ von der Party, der Koloss, ihr wisst schon, den Ball in den Händen hat sodass wieder alle anfangen zu kreischen.
Aufgeregt beobachte ich wie sich das Gekreische in ein noch lauteres verwandelt als ich sehe wie unser Team noch einen Punkt macht.
Glücklich hüpfen alle von unserer Schule auf.
Die letzten Minuten sind brisant und knapp und alle hoffen, dass das gegnerische Team keinen Punkt macht, was zu unserem Glück nicht passiert.
Überglücklich laufen einige runter und andere bleiben auf den Tribünen.
Ich weiß nicht recht, was ich machen soll, als ich sehe wie die Freundinnen von den Footballspielern vor dem Zaun auf ihre Freunde warten.
Muss ich das auch machen?
Aber dann fokussiere ich meinen Blick wieder auf den Typen von gegnerischen Team der seinen Helm absetzt.
Meine Augen weiten sich.
,,Arthur!", schreie ich.
Scheinbar laut genug, denn der Typ aus dem Flugzeug dreht sich verwirrt in meine Richtung bevor sich sein Blick erhellt und er mir breit lächelnd zuwinkt.
,,Wer ist der süße Typ?", fragt Sira mich und ich grinse.
,,Habe ihn im Flugzeug kennengelernt", antworte ich lächelnd, während ich sie mit mir die Treppen runter ziehe und sehe wie die restlichen Leute uns folgen.
Wie konnte ich nur vergessen ihm zu schreiben?
Arthur kommt ebenfalls näher an den Zaun.
,,Arthur! Ich habe vergessen dir zu schreiben!", sage ich als ich ihm die Hand reiche über den brusthohen Zaun.
Naja brusthoch für mich.
Er reicht mir lächelnd seine Hand.
Und dann hält er seine Hand Sira hin, die sie ebenfalls schüttelt.
,,Sira", sagt Sira breit lächelnd, was er erwidert.
,,Arthur", stellt er sich vor.
,,Wo ist Dylan?", fragt Arthur dann als sich eine Hand plötzlich auf seine Schulter legt.
,,Gut gespielt, Arnold", höre ich seine Stimme und mein Blick gleitet zu Dylan der leicht verschwitzt mit seinem Helm und seinem Shirt ausgezogen seinen Arm auf Arthurs Schulter gelegt hat.
,,Arthur", korrigiere ich ihn und versuche meinen Blick von Dylans Oberkörper nehmen.
Ich weiß ganz genau, dass er mir die Flecken unter die Nase reiben will.
Siras Mund ist ebenfalls weit geöffnet.
,,Ebenfalls gut gespielt", sagt Arthur und dreht sich lächelnd zu Dylan, der seinen Arm langsam von seiner Schulter nimmt und sich zu mir wendet.
Ich starre in seine grünen Augen und merke wie wohl ich mich in seiner Nähe fühle.
Dann springt er mit Leichtigkeit über den Zaun bevor er seine Sachen auf den Boden ablegt.
Überrascht schaue ich ihn an, als er mich an meiner Taille näher zu sich zieht.
Mir geht nicht aus dem Kopf, dass das nur Show ist.
,,Mein Dad ist da", sage ich leise und er schaut überrascht zu den Tribünen, genau wie ich als ich meinen Dad uns zu lächeln sehe bevor er nickt und seinen Blick von uns abwendet.
,,Er hat auch zugeschaut?", fragt Dylan und schaut immer noch überrascht zu mir, sodass ich langsam nicke.
,,Ich habe verpennt und er musste mich fahren", sage ich leicht beschämt und er fängt an zu lachen, sodass ich auch schmunzeln muss.
Dann plötzlich zieht er mich näher zu sich und überrascht mich mit einem kurzen Kuss auf die Lippen.
Nicht lange, schon fast zu kurz als, dass ich es realisieren könnte, aber es passiert.
Und wie immer erröte ich. Man das kann doch so nicht weiter gehen.
Er lächelt schief und dann entfernt er sich von mir, als ich feststelle, dass Sira und Arthur uns die ganze Zeit zugeschaut haben. Ich schaue sie entschuldigend an, beide grinsen aber nur.
Dylan springt wieder über den Zaun um nach seinen anderen Sachen zu greifen.
Plötzlich legt sich die Hand vom Koloss Max auf Dylans Schulter.
,,Haben wir nicht gesagt, dass die unscheinbaren immer die heftigsten sind. Schaut euch seinen Oberkörper an!", schreit Max und mein Mund klappt auf, als Dylan anfängt zu lächeln.
Die Jungs in der Umgebung fangen an zu lachen und ich will einfach im Erdboden versinken.
Das Gelächter geht irgendwann zu Ende und ich bin erleichtert, als wenigstens Hiram nicht lacht.
,,Gut gespielt", grinse ich ihn an und er lächelt.
,,Danke, gut gejubelt", sagt er und ich verbeuge mich spaßeshalber, sodass wir beide lachen. Dylan beobachtet uns und wendet sich dann ab.
Dann tauchen Lorraine und alle anderen neben mir auf.
Ava lächelt und Ramires läuft zu Sira. Reed klopft Dylan lächelnd auf die Schulter sodass sie sich kurz umarmen.
Dann wendet er sich zu Madelaine, die alles etwas zurückgezogen beobachtet, bevor sie den Spielern inklusive Dylan gratuliert, sodass er lächelt.
,,Gut gespielt", kommt es jetzt von Lorraine, sie lächelt und streicht sich eine Haarsträhne hinter ihr Ohr.
Mein Blick liegt auf ihr und irgendwie liegt ihr Blick mehr auf Dylan als, dass er es auf Hiram tut.
Meine Hand formt sich zu einer Faust und ich atme schwer aus.
,,Danke", sagt dann Dylan lächelnd und wendet sich zu mir.
,,Gehen wir?", fragt er mich und ich bin etwas überrascht, dass er das Gespräch mit Lorraine so knapp hält.
,,Eh ja", sage ich etwas überfordert. Ich starre kurz zu Lorraine die genau so überrascht schaut.
,,Warte eben hier, ich ziehe mich schnell um", sagt er dann und entfernt sich von mir.
Ich drehe mich zu den anderen.
Reed ist in ein Gespräch mit Madelaine und Ava verwickelt, während Sira sich mit Ramires, Arthur und Hiram unterhält. Lorraine neben mir schaut Dylan hinterher, sodass ich meine Augenbrauen zusammenziehe.
,,Hallo. Hier spielt die Musik", kommt es plötzlich aus meinem Mund gesprudelt, sodass sich Lorraine überrascht zu mir dreht.
Ich hätte einfach einmal die Klappe halten sollen, wie ich es 95% der Zeit in meinem Leben tue.
Warum habe ich ausgerechnet jetzt meinen Mund geöffnet.
Sie zieht verwirrt ihre Augenbrauen zusammen.
,,Du sahst so versunken in deinen Gedanken aus, da dachte ich ich hole dich zurück in das hier und jetzt", lüge ich und Lorraine schaut nur noch verwirrter.
Was auch immer. Jetzt wo Dylan verschwunden ist kann sie sich umgucken wie sie will.
Also wende ich mich von ihr ab und drehe mich zu Arthur, der gerade etwas scheinbar überlustiges erzählt.
Als ich mitbekomme, dass er den anderen vom Flug erzählt, beschließe ich nicht zuzuhören, weil das mit Dylans merkwürdigem Verhalten doch peinlich war.
Als ich mich kurze Zeit später wieder umdrehe, stelle ich fest, dass Dylan eine Jogginghose und ein enges weißes Shirt angezogen hat und sich gerade mit meinem Dad unterhält.
Oh mein Gott.
Bitte Dad sag nichts peinliches.
Als ich zwischen den beiden hin und hersehe, sehe ich plötzlich wie Dylans Augen sich weiten und er schon fast rot wird.
Oh. Mein. Gott.
Ich laufe schnell auf die beiden zu um das Gespräch zu beenden, aber bei meiner Geschicktheit stolpere ich über meinen eigenen Fuß und maule mich direkt vor Dylan und meinem Vater.
Wie wäre es, wenn ich jetzt einfach liegen bleiben würde.
Nie mehr aufstehen und hoffen, dass Archäologen irgendwann in 200 Jahren meine mumifizierte Leiche hier finden und darüber spekulieren, wie es möglich gewesen ist, dass Menschen mit so wenig Hirnmasse überlebt haben.
Leider macht Dylan meine Pläne kaputt, als er mich an den Armen packt und hochhebt als wäre ich ein Kleinkind.
,,Verreck mir nicht vor deinem Vater", flüstert er und ich ziehe wütend meine Augenbrauen zusammen.
Was wenn ich verrecken möchte?
Ich schaue beide an als wäre nichts passiert und lächele.
Schließlich wendet sich mein Vater zu Dylan.
,,Also ich weiß ja, dass Bella meine Tochter ist, aber manchmal ist sie so merkwürdig, dass ich mir wünsche sie wäre es nicht", sagt mein Dad und fängt an zu lachen sodass Dylan kurze Zeit später mit einstimmt.
Nicht cool. Garnicht cool wie die sich hier gegen mich verbünden.
,,Oh das können sie mich mal fragen. Ich könnte einen Roman über Belanas merkwürdige Eigenschaften schreiben", sagt Dylan dann grinsend und schaut zu mir.
Ich schaue ihn entgeistert an, als mein Dad anfängt zu lachen.
Danach fragt mein Dad mich ob wir jetzt nach Hause fahren sollen, aber Dylan kommt mir zuvor und sagt, dass er mich kurz entführen muss unter der Bedingung, dass er mich rechtzeitig zuhause ablässt.
Mein Dad stimmt lächelnd zu und dann zieht mich Dylan schon auf den Parkplatz.
,,Wir müssen reden", sagt er dann als wir vor seinem schwarzen Jeep stehen.
Und bevor ich antworten kann, knurrt mein Magen.
Na klasse.
Ein Schmunzeln legt sich auf Dylans Lippen.
,,Ich hatte keine Zeit für Essen, weil ich verpennt habe", sage ich beschämt und er zieht eine Augenbraue hoch.
,,Steig ein", sagt er dann und öffnet mir die Tür.
,,Was machen wir?", frage ich ihn und er seufzt.
,,Etwas essen, bevor du mir zusammen klappst", sagt er und ich fange an zu grinsen. Essen.
,,Was hat mein Dad dir eigentlich gesagt?", frage ich dann langsam als ich mich anschnalle.
Dylan schüttelt nur seinen Kopf.
,,Vergiss es", sagt er nur und ich sehe wieder wie er leicht rot wird.
Ich glaube nicht, dass ich es wissen will, wenn selbst Dylan Lopez errötet.
_____
Na was glaubt ihr, was er gesagt hat? Wir werdens wohl niemals erfahren.
Ein langes aber langweiliges Kapitel. I'm sorry.
Bitte vergesst nicht zu voten, falls es euch gefallen hat.
Wer ist dafür, dass ich einen Spin-Off zu Reed und Bella in einem Paralleluniversum schreibe? :,D
Nein Spaß.
Und wer hat alles To all the boys I've loved before geguckt? Ich bin verliebt und irgendwie hat's mich ein bisschen an DfDD erinnert :D
Peter Kavinsky ist ein Traum *^*
Ich gucke den Film bald nochmal und überlege auch die Bücher zu lesen.
Wer den Film noch nicht geguckt hat, dem würde ich den auf jeden Fall empfehlen.
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