8
Eren P.O.V.
Adrenalin schoss in sein Blut als er all die schießenden und teilweise verletzten Menschen um sich herum sah. Eren kribbelte es in den Fingern etwas zu tun. Mit voll geladener Waffe stürzte er sich mitten in die Menge und verlor Toby dabei schnell aus den Augen. Einige aus ihrer Schule waren bereits angeschossen und krümmten sich teilweise auf dem Boden. Ein paar weiß gekleidete Jüngere huschten hinter einer Hauswand entlang und Eren erkannte sie sofort als den Sanitätsdienst. Ein Glück gab es noch andere außer Ihnen, die es geschafft hatten nicht komplett überrumpelt zu werden. Hastig näherte er sich dem großen Schulgebäude und räumte auf seinem Weg einige Gegner aus dem Weg. So langsam bildete sich auf dem Boden ein rotes Blutbad. Für einen Normalsterblichen wäre das hier wohl eine Szene aus einem Horrorfilm. Und sie befanden sich mitten drin. In dieser Ecke des Geländes waren nicht ganz so viele Angreifer, aber auch lange nicht so viele Schüler oder Trainer. Die, die um diese Uhrzeit normalen Unterricht hatten saßen wohl gerade in den Klassenräumen und wussten nicht was vor sich ging. Sie würden alle sterben, wenn nicht bald etwas passieren würde. Gerade als er mitten auf einem Vorplatz stand entdeckte er ungefähr 20 Meter entfernt eine bekannte Gestalt. Elizabeth wurde von einem verhüllten Mann auf den Boden geschupst und gewürgt. Warum auch immer war sie die einzige die ihm bei dem ganzen Gemätzel ins Auge stach. Für den Bruchteil einer Sekunde haderte er mit sich selbst. Wenn sie tot wäre hätte er gewonnen. Was für ein Gedanke. Eren schüttelte den Kopf und plötzlich wurde er verdammt wütend. Energie schoss in ihn und um dieser Platz zu machen schoss er geradewegs drei Gestalten in den Kopf. Unauffällig Schlich er sich auf fünf Meter heran und hielt die Waffe vor sich. Bevor der Mann sie noch länger halten konnte schoss er ab. Direkt ins Herz. Die schwarze Gestalt fiel schlaff in sich zusammen.
Elizabeth P.O.V.
Sie realisierte gar nicht, dass Eren sich angeschlichen hatte und war umso erstaunter als der mann vor ihr, fast auf sie rauf fiel. Schnell rollte sie sich zur Seite und fing wie wild an zu husten und zu röcheln. Man sah ihr wohl an, dass das Gesicht schon leicht rot war, da ihr Gehirn nicht genug Sauerstoff bekommen hatte. Sie sah zu Eren hinauf und wusste erst gar nicht was sie sagen sollte. Zu erstaunt war sie gewesen, dass er sie gerettet hatte und nicht einfach liegen gelassen hat. Plötzlich war all der Hass auf ihm vergessen und sie vergaß alles um sich herum. Jedoch nicht lange, denn ein Geschrei weckte sie wieder und sie stand auf und griff ihre Waffe die ein paar Meter weiter weg lag und fing wieder an zu schießen. ,,Danke" Sagte sie etwas schuldbewusst und schaffte es gar nicht ihm in die Augen zu sehen. Etwas unangenehm war es ihr ja schon, aber immerhin lebte sie noch.
Eren P.O.V.
Seine Ohren dröhnten von all den Schüssen und Schreien um ihn herum. Der Mann den er gerade erschossen hatte blutete den ganzen Boden voll, welches sich mit dem Wasser einer Pfütze vermischte. Erneut bereit zu scheißen (again 😂) hob er die Waffe und sah ihr zu, wie sie aufstand und fast schon peinlich berührt wirkte. Trotz der Lautstärke um sie herum herrschte eine unangenehme Stille. Der Moment war aber schnell vorbei, denn Eren entdeckte ein paar schwarze Umrisse auf dem Schuldach. Innerhalb einiger Sekunden hatte er sie aber schon im Visier und sah zu, wie sie nacheinander erschlafften und umfielen. Zu Ihrem 'Danke' gab es nichts zu sagen. Wenn er es sich recht überlegte wusste er nicht einmal was in ihn gefahren war. Aber zum nachdenken war zum Glück keine Zeit. Eren hatte sich in seinen Gedanken verloren, das war sicher. Aufmerksam stellte er sich mit dem Rücken zu ihr und wollte das Thema wechseln. Die Frage wer diese Gestalten waren lag immer noch in der Luft. "Was wollen die hier?" fragte er sie laut während erneut ein Gegner zu Boden ging. Seine Muskeln spannten sich bei jedem Schuss an und alles konzentrierte sich auf einen Punkt. Verfehlt hatte er noch keinen. Von weitem sah er ein paar Schüler und Lehrer aus der Schule laufen, beschützt von ein paar bewaffneten Gangmitgliedern Erens. Hatten die sich also doch noch dazu entschlossen etwas sinnvolles zu tun. Wenigstens mussten sie sich darum jetzt keine Sorge mehr machen. Aber wie sollte das weiter gehen?
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top