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Elizabeth P.O.V.

Der Angreifer brüllte auf ,,Verdammt!" Schrie er wütend und als Eren ihn von sich weg schubste, ergriff er die Chance und schnitt so gut es ging mit seinem Messer seinen Oberschenkel lang, was eine Wunde von ca 25cm die ziemlich tief war und sofort anfing zu bluten hinterließ. Bevor er jedoch noch irgendwas machen konnte, ging Elizabeth dem ,Befehl' von Eren nach und erschoss ihn mit einem sauberen Kopfschuss. Sie war froh freies Schussfeld zu haben und ging sofort runter zu Eren der mit seinem Bein zu tun hatte. ,,Das muss Abgebunden werden" Murmelte sie wieder ganz konzentriert und sah sich noch einmal im langen Flur um. Es war aber wieder Totenstill. Der Hall von dem Pistolenknall war bereits vorüber und man hörte wieder nur die Schüsse von draußen. Ohne zu zögern riss sie dann Stofffetzen von ihrem Shirt ab und band sie um und über die Wunde. ,,Jetzt sind wir quitt, Mmh?" Fragte sie ihn und lächelte leicht. Er hatte ihr Leben gerettet, sie nun seins.

Eren P.O.V.

Eren hatte sich schon erhofft er würde einfach so davon kommen. Falsch gedacht. Der brennende Stich in seinem Bein verursachte bereits jetzt schmerzen. Das Blut sprudelte nur so aus der Wunde und ihm wurde so schwarz vor Augen, dass er den Schuss von Elizabeth gar nicht mehr hörte. Stöhnend biss er sich auf die Zähne und fluchte irgendwelche zusammenhanglose Sätze von sich hin. Tatsächlich war noch keine seiner Verletzungen zuvor so tief gewesen. Das konnte er bereits jetzt mit Sicherheit sagen. Unfähig irgendwie zu helfen sah er ihr zu wie sie sich sein Bein ansah und daraufhin wild begann Stücke aus ihrem Shirt zu reißen. Ein Glück reagierte sie so schnell. Im Unterricht lernten sie zwar wie man mit Verletzungen aller Art umgehen sollte, aber was nützen das wenn man selbst nichts machen konnte. Eren saß nur auf dem Boden, unfähig einen Gedanken zu fassen der gerade irgendwie hilfreich gewesen wäre. Nachdem der provisorische Verband fertig war ging es schon wieder einigermaßen. Eigentlich war er ja auch relativ hart im nehmen. "Schon wieder" presste er aus zusammengebissenen Zähnen heraus und versuchte irgendwie zu grinsen, was ziemlich bescheuert aussehen musste.

Elizabeth P.O.V.

Sie schmunzelte etwas als sie sein Gesichtsausdruck sah. Sie war sich sicher, er wollte grinsen, auf hart tun, wie es eben bei Kerlen ist. Jedoch sah sein Gesicht eher nach dem Gegenteil aus. Er schien schmerzen zu haben, jedoch war ihm das sicherlich nicht zu verübeln. ,,Kannst du aufstehen?" Fragte sie dann langsam und musterte sein Bein. Die Verbände würden nicht lange genug die Blutungen zurück halten. Er würde verbluten wenn sie sich nicht beeilen würden. ,,Du brauchst unbedingt richtige Medizinische Hilfe." Murmelte sie nur. Leider hatte sie kein Handy bei um jemanden zu erreichen, der ihr helfen konnte. ,,Entweder wir gehen das Risiko ein und laufen los oder ich gehe schnell allein Hilfe holen. Das wäre bestimmt Sicherer für dich." Bemerkte sie zum Schluss und war selber etwas verwundert das sie plötzlich so nett war, aber ihr war nie aufgefallen wie er war, wenn er alleine war. Eigentlich war das aber immer so, denn in Anwesenheit andere verhielt man sich immer anders als allein. Vermutlich war es bei Elizabeth das selbe. Sie stand dann kurz auf, wobei man nun sehen konnte wie viel Stoff von ihrem Shirt ab war. Sie hatte so oder so ein recht Kurzes Top angehabt, nun hatte man aber freien Blick auf ihre Rippen, die btw schon blau waren. Daran dachte sie aber nicht und machte nur ein nachdenkliches Gesicht. Hier drinnen wäre Eren nämlich wirklich sicherer. Draußen würde er ihr wohl oder übel zur Last fallen. Jetzt würde er sie auch kaum beschützen können, falls etwas passiert und sie wollte nicht riskieren, dass das Bein noch mehr anfängt zu bluten. Das würde ihr auch noch fehlen.

Eren P.O.V.

Der Schnitt war noch tiefer als er im ersten Moment gedacht hatte. Das Blut sickerte bereits durch den Verband durch und Eren gab sich größte Mühe nicht allzu weinerlich zu sein und vermied den Blick auf seine Wunde. Sie hatte Recht. Hier würde sicherlich niemand mehr herkommen, nach dem schon alles evakuiert wurde. Da sein Stolz zu groß war sie einfach für ihn gehen zu lassen versuchte er einmal aufzustehen, gab es aber wieder auf. "Hmpf" schnaubte er mürrisch und war frustriert, dass er absolut nichts dagegen tun konnte, dass sie nun mal die einzige Hilfe war die er hatte. Es wäre am vernünftigsten sie einfach gehen zu lassen. Innerlich frustriert schnappte er sich seine Waffe, die nur ungefähr einen Meter weit entfernt herumlag und sah wieder zu ihr. Ihm viel das Loch in ihrem Shirt erst jetzt auf, vermied es aber auf die nackte Haut zu sehen. Noch unangenehmer ging es ja wohl nicht. "Geh schon." sagte er nicht gerade freundlich und mit kratziger Stimme. Jetzt würde er ihr ja wieder etwas schuldig sein. Hörte das denn nie auf?

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