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Elizabeth P.O.V.
Elizabeth war gerade in einem der großen Trainingshallen und saß mit ihrer Gang auf den Boden. Sie waren gerade dabei sich aufzuwärmen und redeten dabei. Noch hatte die junge Frau gute Laune, doch wenn sie daran dachte, dass es gleich wieder ans Nahkampf Training gehen würde, konnte sie nur die Augen verdrehen. Es gab nichts schlimmeres für sie. An sich war sie vielleicht nicht die schwächste, doch gegen jeden Jungen in dieser Halle würde sie verlieren. Deshalb weigert sie sich oft und gerne dabei mitzumachen und geht lieber in die andere große Halle. Die Halle bei der nur geschossen werden durfte. Sie liebte diese Geräusche und diesen Geruch nach verbranntem Ruß. Heute jedoch hatte sie sich vorgenommen mit zu machen. Vielleicht waren die Trainer heute so gnädig und wollten nur Partnerkämpfe die unter sich stattfinden und nicht Partnerkämpfer, bei denen alle zusahen. Sie wusste jedoch noch nicht, dass es genau das war, was heute von den Jugendlichen abverlangt werden würde. Und hätte sie gewusst, gegen wem sie antreten muss, hätte sie lieber noch geschwänzt.
Die Trainer riefen dann nach zehn Minuten die Schüler um eine Matte zusammen, bei der sie erklärten was heute passieren würde. ,,Heute wird es Partnerkämpfe geben, die von euren Mitschülern kritisiert werden." Sagte der Mitte 40 Jahre alte Trainer, der für sein Alter ziemlich gut und durchtrainiert aussah.
Eren P.O.V.
Das Geschwätze seines besten Freundes Toby ging Eren regelrecht links rein und rechts wieder heraus. Er war viel zu sehr damit beschäftigt in seinem Kopf alle möglichen Handgriffe durchzugehen, wie man seinen Gegner schnellstmöglich zu Fall bringen konnte. Mit etwas genervter Stimme wimmelte er Toby ab. "Pscht ich versuch mich zu konzentrieren." Der neben ihm Sitzende schüttelte nur den Kopf und nahm die Tatsache, dass er keine Antworten auf seine Fragen bekommen würde, einfach an. Die große Gruppe saß getrennt auf dem Hallenboden der Trainingshalle. Im Gegensatz zu den Meisten freute sich Eren auf die folgende Trainingseinheit. Es gab auf der gesamten Schule niemanden der ihm im Nahkampf das Wasser reichen konnte. Abgesehen von den Ausbildern vielleicht. An eine Niederlage wollte er nicht einmal denken und Eren hoffte sogar auf einen einigermaßen ebenbürtigen Gegner. Auf Kindergartengehoppse und halbherzige Schläge hatte er wenig Lust. Aufmerksam hörte er den Trainern zu, wie sie nacheinander die Kampfpartner vorlasen und zu seiner Linken ein lauter Jubelschrei von Toby kam, der sich über seinen bekanntlich schwachen Gegner freute.
Toby wusste von sich selbst, dass er nicht der Beste im Nahkampf war und gegen die meisten hier keine Chance hatte. Sein Spezialgebiet lag in einem komplett anderen Themenfeld. Deshalb war die Nachricht gegen Robin Peterson zu kämpfen auch so erleichternd. Jeder wusste wie zugegeben unbegabt Robin war. "Ej hast du gehört? Ich hab den Gewinn schon in der Tasche" meinte Toby begeistert zu seinem besten Freund, dessen Reaktion aber nur ein Grummeln war.
Elizabeth P.O.V.
Die 17 Jährige musterte die beiden Jungs, die sie nur vom Namen kannte. Man würde auch als Laie erkennen, wer hier gewinnen würde. *der arme* dachte sie nur und sah ihm bemitleidenswert hinterher, als er gerade dabei war auf die Matte zu gehen. Lange ging der Kampf nicht und der schwächere Kerl lag mit Nasenbluten auf der Matte und keuchte. Der andere jedoch jubelte, und so tat es auch seine Gruppe. Auch der Anführer schien recht begeistert zu sein. Jedoch musterte er ihn auch kritisch. Sicher hat er einige Fehler entdeckt, die er besser machen würde. Sie kannte diesen Jungen, es war Eren Eastbourne. Sie konnten sich beide nicht wirklich ausstehen und das wussten sie. Beide waren hohe, anerkannte Respektspersonen und Leader einer Gang. Eigentlich hassten sie sich. Es kamen zwei Leute in die Halle und brachten den Halb bewusstlosen raus und in ein Krankenzimmer.
,,Elizabeth, Eren. Ihr zwei bitte." Wurde danach aufgefordert. Und Elizabeth schluckte erstmal schwer und musste mit sich kämpfen, dass ihre Kinnlade oben blieb. Das war doch sicherlich nicht deren Ernst. Einer Freundin von ihr, Diana, klopfte ihr nur auf die Schulter und schubste sie in den Ring rein. Sie war immer schon so dreist zu ihr gewesen, jedoch durfte sie es als beste Freundin auch. Sonst niemand. Genervt sah sie Eren an. Das einzige wobei sie sich beweisen konnte, war ihre flinke Art und Weise sich fortzubewegen. Außerdem war sie athletisch. Vielleicht könnte sie das von einem blauen Auge verschonen. Das wäre für sie schlimmer als Nasenbluten. Sie zog noch einmal ihren Zopf fest, und sah ihn herausfordernd an.
Eren P.O.V.
Natürlich observierte er den Kampf seines Freundes genau. Es kribbelte ihm in den Fingern, wenn Toby einen Fehler machte oder die Technik nicht komplett ausführte. Logischerweise gewann er dennoch. Wie sollte es auch anders sein. Während Robert aus der Halle geschleift wurde schlug er dem Gewinner anerkennend auf die Schulter, welcher völlig begeistert von sich war. "Nicht übel." murmelte Eren und hörte dabei bereits dem Trainer zu, wie er die nächste Gruppe verkündete. Zeit um Toby zu erklären welche Fehler er begangen hatte und wie er diese korrigieren konnte hatte er noch genug. Seine Reaktion als Elizabeths und sein Name vorgelesen war, war positiv. Er wusste so ziemlich wie sie tickte und hatte sie bereits kämpfen sehen. Wenn er die Tatsache, dass ihre beiden Gangs verfeindet waren, beiseite legte musste er zugeben, dass sie auf einem guten Weg war die Ausbildung zu bestehen. Ihre Schießkünste waren nachdem was er gesehen hatte relativ gut. Aber Nahkampf? In Erens Mundwinkel tauchte ein verstecktes Grinsen auf, als er daran dachte wie 'schlecht' sie angeblich war und dass es ein klarer Sieg für ihn sein würde. Händereibend trat er in den Ring und hörte hinter sich das Gejubel seiner Gruppe. Vorraussehend, wie er war nahm er sich in Acht zu selbstsicher zu sein. Selbstvertrauen war gut, aber man sollte es nicht übertreiben. Seine grünen Augen observierten ihre Bewegungen während jemand die Starterlaubnis gab. An ihren kleinen, gezielten Schritten erkannte er sofort, dass sie bei diesem Kampf auf Wendigkeit setzte. Langsam war er aber auch nicht. Angriffslustig sah er sie an und machte ein paar Schritte nach vorne.
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