Mystik Falls
"Mystik Falls also?", interssiert sah er sie an. "Na dann sollten wir uns wohl langsam auf den Weg machen, es ist ein weiter Weg." Verwundert sah sie in das grinsende Gesicht ihres Onkels. Dann zuckte sie nur mit den Schultern und begab sich zu ihrem Range Rover. Das glänzend schwarze Auto, war zwar nur ein weiteres ihrer Sammlung, dennoch liebte sie ihre Autos wie eigene Kinder. Klaus setzte sich auf den Beifahrersitz und schlug die Tür zu. "Sicher das du mitkommen willst?" Er nickte und sie fuhren los.
"Ich kann auch ein paar Stunden fahren. Du siehst müde aus Chloe." Klaus versuchte nun bereits seit einer halben Stunde vergeblich sie zu überreden ihn den Rest des Weges fahren zu lassen. Vergeblich. Es standen ihnen noch gute drei Stunden Fahrt bevor, ehe sie Mystik Falls erreichen würden. Ohne auf seine Worte zu achten fuhr Chloe einfach weiter. Den Blick starr auf die Straße gerichtet. Stille breitete sich aus. "Was hast du eigentlich vor, wenn du Bonnie findest?", fing er wieder ein Gespräch an. "Ich werde ihr die Scheiße aus dem Leib prügeln und sie dann zerfetzen.", reagierte sie auf seine Frage. "Hast du schon mal daran gedacht, das Damon vielleicht freiwillig bei ihr ist, falls er es überhaupt ist..." Für einen kurzen Augenblick, dachte er, er hätte einen Funken der Trauer in ihren Augen erkannt, doch dieser erlosch eben so schnell wie er gekommen war. "Nein. Das wäre total unlogisch. Das würde er niemals tun und jetzt sei ruhig ich muss mich auf die Straße konzentrieren. "Weißt du Chloe, viele sind für weniger gestorben.", grinste Klaus sie an. "Das kann ich nur zurückgeben." Dann herrschte endgültig Ruhe im Wagen.
Das Chloe leicht angeschlagen aussah, war die Untertreibung des Jahrhunderts. Als sie Stunden später in Mystik Falls ankam, schlug die Kirchturmuhr vier. "Also wo hast du vor während deines Aufenthalts hier zu leben verehrte Nichte? Doch nicht etwas in der Salvator-Pension oder?" Klaus war ebenfalls müde und glaubt es oder nicht, ein müder Klaus Mikaeslson ist fast so schlimm wie ein wütender. "Nein. Wir fahren zum Anwesen. Besser gesagt du, ich war lange nicht mehr in dessen Nähe und will jetzt nicht das Navi anschalten.", gab Chloe genervt zurück. Klaus war sichtlich zufrieden in sein altes Zuhause zu fahren, dort fühlte er sich, mal von New Orleans abgesehen, am wohlsten. Also stieg er ohne weitere Widerworte auf den Fahrersitz und wartete bis Chloe ebenfalls ins Auto gestiegen war.
Klaus wurde in den frühen Morgenstunden durch laute Schreie aus dem unterem Stockwerk geweckt und beschloss der Ruhestörung auf den Grund zu gehen. "Verdammt Stefan, ich schwör dir wenn du mir jetzt nicht gleich sagst wo er ist und ich herausfinden sollte, dass du dieser Hexenschlampe geholfen hast, ihn zu verstecken , hat dein letztes Stündlein geschlagen!", schrie Chloe aufgebracht in das Telefon. Der Wohnbereich war eine einzige Müllhalde. Vasen lagen zersplittert auf dem Boden, Gemälde hingen, wenn überhaupt, nur noch schief an den Wänden und der große Glastisch lag im ganzen Zimmer verteilt. "Ich sagte dir doch Chloe, ich kann es dir nicht sagen, es ist alles kompliziert. Ich muss jetzt auch auflegen.", hörte Klaus Stefan Salvators Stimme. "Stefan, wag es ja nicht!"- und schon hörte sie nur noch ein tuten. Wutentbrannt warf sie ihr Handy gegen die Wand, wo es gegen ein weiteres Gemälde prallte und dieses mit herunterzog. "Chloe beruhige dich!", fuhr ihr Onkel sie an. "Beruhigen? Wieso sollte ich das tun? Ich werde ihn umbringen, ich werde sie alle umbringen. Die werden es noch bereuen sich mit mir angelegt zu haben.", schrie sie aufgebracht und wollte aus dem Haus stürmen, wurde jedoch vorher von ihrem Onkel am Arm gekackt . "Wenn etwas passiert, werde ich nicht da sein können um dir zu helfen.", starr sah er seiner Nichte in die Augen. "Ich will deine Hilfe nicht." Dann riss sie sich los und war verschwunden.
Sie lief zur Salvator-Pension, zum Friedhof, der High School und vielen weiteren Plätzen, an denen sie sich hätten aufhalten können. Ohne Ziel irrte sie letztendlich durch Mystik Falls. Jeder, der sie ansprach oder auch nur schief ansah, hat diesen Tag nicht überlebt. Jedoch hatte sie nicht einmal mehr daran Spaß und das Blut half auch nicht ihre Stimmung zu bessern. Sie sah immer noch wie ein Bilderbuch Vampir mit blasser Haut und rote Augen aus. Es war bereits dunkel, als sie durch das kleine Wohnviertel lief. In den meisten der Häuser war das Licht bereits erloschen. In einzelnen flackerte noch das Licht des Fernsehers durch die Fenster und an einem Haus brannte noch licht auf der Veranda. Sie sah zwei Menschen, eng umschlungen da stehen und reden. Aus einem ihr unerklärlichen Grund, zog dieses Szenario ihre Aufmerksamkeit auf sich und sie begann das Gespräch der beiden zu belauschen. "Ich bin so froh, dich endlich wieder zu haben. Du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich alles aufnehmen musste um dich wiederzubekommen. Ich liebe dich Elena." Diese Stimme wahr männlich. "Ich bin so froh wieder hier zu sein. Du weißt gar nicht wie ich das alles hier vermisst habe. Bonnie, Caroline, Stefan, Ric und dich natürlich. Dich habe ich am meisten vermisst Damon. Ich liebe dich so sehr."
Das darauffolgende Bild würde sich für immer in Chloes Kopf einbrennen.
Er küsste sie. Zärtlich, so... voller Liebe. Das war der Moment, an dem ihr Herz endgültig zerbrach und sie ihren Verstand ausschaltete. Sie handelte schnell und ohne nachzudenken. Einfach aus dem Impuls heraus, stürzte sie los und riss Elena aus seinen Armen. Mit einem schmerzlich klingendem Schrei kam sie auf dem Boden auf und hielt sich den Arm, welcher ungesund verdreht aussah. "Chloe?! Was zu Hölle machst du denn hier?", schrie Damon sie aufgebracht an, ehe er zu seiner Freundin eilte und sich ihren Arm ansah. "Was ich hier mache?! Ist das dein scheiß ernst? Ich suche dich! erst verschwindest du einfach so von meiner Party, dann bist du monatelang unauffindbar und jetzt finde ich dich hier, wie du mit einer billigen Kopie von Katherina rum machst?!" - "Ich habe dir doch eine Nachricht zukommen lassen. Über Bonnie.", versuchte er sich rauszureden. "Damon wer ist das?", wollte nun Elena wissen, welche nur durch Damons Hilfe stehen konnte. "Ja genau, diese miese kleine Hexe, diese Nachricht, welche ich erhalten habe, war eine Drohung, dich nie wieder zu sehen und nichts anderes. Ich habe sie durch ganz Italien, bis hier her verfolgt und was finde ich? Dich zusammen mit dieser Doppelgängerschlampe. Weißt du was, Ich habe noch nie Doppelgängerblut getrunken, mal sehen wie das schmeckt." Ehe Damon sich versah, hatte Chloe sich schon Elena geschnappt und war mit ihr in die Dunkelheit der Nacht verschwunden.
"Nik?! Bist du da?", schrie Chloe durch die Villa, als sie mit Elena im Gepäck ankam. "Ich bin im Wohnzimmer. Wieso rieche ich Blut Chloe?" Schnurstracks lief sie in seine Richtung und zerrte den Doppelgänger einfach hinter sich her. "Sie nur, ich habe jemanden mitgebracht.", grinste sie ihren Onkel an. "KLAUS?", schrie Elena erschrocken. "Oh, ihr kennt euch bereits? Dann wird das hier ja noch lustiger." Ehe Klaus etwas erwidern konnte, hatte seine Nichte ihre Zähne bereits in Elenas Hals vergraben.
Er hielt sie nicht davon ab. Eher musste er sich selbst im Zaum halten auch einen Schluck zu nehmen. "Was macht sie hier Chloé?", fragte er seine Nichte, nachdem sie von der Doppelgängerin abgelassen hatte und Elena bewusstlos zu Boden sackte. "Ich habe ihn gefunden Nik. Er hatte eine Chance gefunden mit ihr zusammen zu sein und mich angeschrieben. Die Hexe hat sich nur einen Spaß mit mir erlaubt. Sie haben nur mit mir gespielt…wie mit einem kleinem Mädchen", entrüstet sag sie ihrem Onkel in die Augen. Es war das erste Mal, das er so etwas wie Trauer in ihren Augen sah.
Diese braunen Augen, welche normalerweise unlesbar waren oder nur so vor lebensfreude strotzten, waren jetzt mit Tränen gefüllt und blickten ihn wehleidig an. Aber aus Trauer wird irgendwann Wut und aus Wut wird Gleichgültigkeit...
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