49- WRESTLEMANIA
"Seth! Wach auf, es ist Wrestlemania!" Ich klopfte auf seine Brust und küsste ihn sanft auf die Stirn. Zehn Minuten später saßen wir unten im Esszimmer und frühstückten alleine, meine Familie schlief noch. Wenn man bedachte, dass wir gestern noch etwas länger wach waren und sie heute Abend viel zu erleben hatten, fand ich das nur fair. Ich schrieb ihnen noch einen kleinen Zettel.
Hey Mom und Josie,
Seth und ich sind schon los gefahren. Wir haben noch Zeug zu tun und so. Ihr seht uns nachher im Ring, euer kleines Mädchen hat ihre Ehre und den Championship zu verteidigen! Gruß an Jay <3
Der Architekt und ich fuhren in die Allstate Arena, in der das heutige Event stattfinden würde. Auf dem Weg zu unseren Lockers lief uns Vince über den Weg. "Na, wen sieht man denn hier schon so früh? Freut mich, dass ihr hier seid!" Schon war der Herr im jeansblauen Anzug wieder weg. "Bonny, bist du aufgeregt?", wollte Seth wissen als wir seine Sachen deponiert hatten, ich schüttelte den Kopf und meinte: "Kaum, was ist mit dir?" Er lächelte schief und schloss die Augen. "Sehr aufgeregt." Das brachte mich zum Grinsen und ich boxte ihn spielerisch. "Kein Grund zur Sorge, alles wird gut, du bist ein zukünftiger Champion." "Und du wirst für immer einer sein. Mein kleiner Champion", er zwinkerte mir zu. "Du bist doof", lachte ich und knuffte ihn in die Seite.
Ich rannte in den Raum vor dem Gorilla, um Lea abzuholen. Sie hatte soeben die allererste Wrestlemania Battle Royal der Frauen gewonnen. Es dauerte ein wenig, bis sie im Backstagebereich ankam, doch sobald dies geschehen war, stürmte ich auf sie zu und umarmte sie fest. "Lea! Du warst großartig! Du hast sie alle fertig gemacht! Ich bin stolz auf dich!" Auch ein paar andere gesellten sich zu uns und gratulierten ihr. "Superman, hast du mich gesehen?", sie drückte Roman. Dieser nickte und pflanzte einen kleinen Kuss auf ihre Stirn. "Natürlich, Baby Girl. Du warst einfach toll." Wo die Liebe hinfällt. Ich grinste und musste an Seth und mich denken. In unserem Fall wächst da definitiv kein Gras mehr... "Buh!", brüllte jemand und hob mich aus dem Nichts hoch. Wie am Spieß, stieß ich einen lauten Schrei aus. Alle Augenpaare waren auf mich gerichtet, einige lachten über mich. Dann sah ich dem Horror ins Gesicht. Im Brautstyle hielt er mich in den Armen und lächelte mich an. "Ich hasse dich, Liebling", flüsterte ich, sprang aus seinem Griff und entdeckte Dean, der mit Ro, der einen Arm um Lea gelegt hatte, redete. Seth trat näher zu mir und umarmte mich fest. "Ihr schafft das. Wartet draußen auf mich, der letzte Kampf findet gleich nach euch statt." Er nickte und nuschelte in meine Haare: "Du schaffst es auch, Sweetheart. Werd' bloß nicht zu aufgeregt, wenn ich nicht da bin, um dich zu beruhigen. Ich liebe dich." Bevor er mich loslassen konnte, zog ich ihn an der Hand zu mir zurück und blickte ihm tief in die braunen Augen. "Ich werde nachher vor Aufregung sterben, das weißt du. Abschiedskuss vor meinem Tod", lachte ich und gab ihm einen innigen Kuss. Dann sprang ich herüber zu Dean und warnte ihn: "Mach' keinen Scheiß, Lunatic! Viel Spaß da draußen, Jungs." Nach einer flüchtigen Umarmung schritten die Hounds of Justice heraus und ich hörte, wie das Publikum zu jubeln anfing. Lea und Roman waren bereits in ihre Lockerrooms verschwunden, nun stand ich also alleine da. Ein Monitor flimmerte vor sich hin und zeigte mir das Geschen von Draußen. Ich wusste nicht, wie ich die Zeit totschlagen sollte, ohne verrückt zu werden. Mir das Match anzuschauen machte mich total fuchsig. Am liebsten hätte ich auf der Stelle Goldberg am Arm in den Ring geschliffen und ihn fertig gemacht. Ich schloss die Augen, holte tief Luft und vergrub mein Gesicht in den Händen. Instinktiv lehnte ich mich an die Wand und klinkte mich total aus meiner Umwelt aus. Bleib cool. Take it easy. Du schaffst das, warum bist du überhaupt aufgeregt? Nichts kann schief gehen. Du hast dein Match, ob du verlierst oder gewinnst ist komplett egal. Du wirst gegen Dad kämpfen und du wirst wieder Backstage gehen und es alles überleben. Ruhig bleiben und einen kühlen Kopf bewahren, das war der Schlüssel zum Erfolg. Jedoch war es genau das, was ich nicht konnte. Doch halt. Wenn ich nicht still stehen kann, dann flippe ich eben aus.
Kerzengerade stellte ich mich hin und begann auf der Stelle zu springen und zu laufen. Ich drehte mich im Kreis, erst nach rechts, dann nach links. Meine Knie zog ich hoch zu meinen Ellenbogen, breitete die Arme aus und schüttelte alles, was nicht niet und nagelfest war. Dann machte ich einen an die Wand gelehnten Handstand und blieb für eine Zeit lang so stehen. Zugegebenermaßen, bereitete mir das alles ziemlichen Spaß. Eine Person kam vorbei und sah sich mit einem verzweifelten Blick um. "Dad, suchst du jemanden?" Er sah sich um erkannte mich dann auf den Händen stehend Liegestütze machend. "Mäuschen, stell dich mal normal hin", bat er. Seinem Befehl kam ich sofort nach. Anstatt jedoch in seine Arme zu fallen, sprang ich auf seinen Rücken und klammerte mich wie ein Äffchen an ihm fest. "Aufgeregt?", wollte er wissen und lachte grollig. Nickend patschte ich auf seinen Kopf. "Und wie. Ich könnte sterben. Ich könnte jemanden umbringen." "Tja, du-" "Und die Gewinner und damit die neuen WWE SmackDownLive Tag Team Champions sind The Shield!" Jojo hatte Goldberg unterbrochen, und als wir diese Nachricht erhalten hatten, ließ ich Bill los und landete auf dem Boden. "Sie haben's geschafft! Wir sind alle Champions!", freute ich mich und hüpfte wie ein Flummi weiter herum. Goldberg jedoch schloss mich in eine enge Umarmung und redete mir ein: "Glückwunsch! Pass auf Mäuschen, ich geh da jetzt raus, du kommst nach. Egal was passiert, die Botschaft wird verkündet. Ich bin stolz auf dich!" Mit diesen Worten verließ er den Raum und machte sich bereit, in wenigen Sekunden vor die Menge zu treten. Viele meiner Freunde kamen, um die Jungs zu belagern, diese waren jedoch, wie ich es ihnen gesagt hatte, unten am Ring geblieben. "Warum sind sie noch nicht da?", wollte Jimmy Uso wissen, der ein Geschenk für die beiden Chaoten vorbereitet hatte. "Sie warten auf den Champ", berichtete ich, "ich geh gleich raus." "Hals und Beinbruch, du packst das!", wünschte er mir und umarmte mich. Bevor ich durch den Türrahmen laufen konnte, hörte ich eine laute Stimme nach mir rufen: "Stopp! Bonbon warte!" Mit einer schwungvollen Drehung wandte ich mich Naomi zu, die mich stürmisch umarmte. "Ich mach's kurz: Mach' sie alle fertig! Ich zähl' auf dich, Baby Gangster. Du bist Number 1." Geschmeichelt nickte ich und riss mich von ihr los, als ich meine Musik hörte. "Run girl, run!" Während ich das Ehepaar hinter mir ließ und zum Gorilla rannte, dachte ich; Auf zum Sieg! Wir packen das, der Rest des Abends gehört nur mir! Eigentlich hatte ich vor, einen coolen Auftritt hinzulegen, jedoch war ich so auf Rille, dass ich, bis ich zum Anfang der ewig langen Rampe kam, gar nicht daran dachte in die Bremsen zu treten. "BONNY!" Quer durchs Publikum rief jeder meinen Namen. Wie angewurzelt blieb ich stehen. Der Himmel war bereits dunkelblau gefärbt, die Arena tobte. Leute tanzten, Leute klatschten, Leute brüllten, Leute filmten. Ich löste den Championship von meiner Hüfte und hielt ihn in die Luft. Mit zitternden Händen bewegte ich mich in Richtung Ring. "Und seine Gegnerin, aus dieser Stadt hier, Chicago in Illinois. Sie wiegt 65 kg und ist 165 Zentimeter groß. Sie ist die aktuelle und allererste WWE World Heavyweight Championesse." Bevor ich am Ring ankam, schwang ich ein Bein über die Zuschauerbande. "Na komm!" Meine Cousine hüpfte zu mir herauf. Ich knuddelte sie ein mal fest. "Wehe du verlierst den Titel", drohte sie mir und wir mussten lachen, dann ließ ich sie los und warf meiner Mutter ein Luftküsschen zu. "Hab dich lieb, Mom!", sagte ich ihr, umarmte sie und sah, wie einige Tränen an ihrer Wange herunter liefen. Ihr kleines Mädchen hatte es geschafft. Der Traum ist wahr, ich bin bei Wrestlemania.
Jojo nickte mir zu, als ich um den Ring herum zu den Jungs ging. "Leute, ich bin so stolz", flüsterte ich, sodass nur wir drei uns hören konnten. Nach zwei kurzen Umarmungen flog ich über die Ropes in den Ring und stellte mich in meine Ecke. John Cone, der Ringrichter, bat mich um meinen Titelgürtel und hielt ihn in die Höhe, nachdem ich ihm den selbigen ausgehändigt hatte. Kampfbereit schüttelte ich meine Fäuste aus und machte mich locker. Als Cone die Ringglocke läuten hat lassen, wollte Bill mich mit einem Spear umrennen, was ich mit einem Spinning Heel Kick verhindern konnte. Um ihm keine Chance zu geben, mich auszukontern, schlug ich wie wild auf ihn ein. Mit viel Schwung aus den Seilen und einer Clothesline rammte ich ihn um. Nachdem ich ihm mit vielen Tritten und Fäusten eingeheizt hatte, richtete er sich langsam auf. In meinem Kopf rasten die Gedanken herum. Was jetzt, was soll ich noch machen? Instinktiv rannte ich mit Anlauf auf meinen fast-Dad zu und stieß ihm meine Schuhsohlen mit einem Basement Dropkick in die Brust. So ging das nocheinmal weiter, bis er meinen Scissorskick auskonterte und mich mit dem Gesicht voraus auf die Matte beförderte. Trotzalledem schaffte ich es ihm erneut auszuweichen und ihn mit einem Dropkick durch die Ringseile zu befördern. Aufgeladen hüpfte ich auf der Stelle und sah zur anderen Hälfte des Rings. Dann wanderte mein Blick zu Dean und Seth, die mich gebannt anguckten. Wie auf der Flucht rannte ich los, um mir Anlauf zu holen, ich federte in die Ropes und breitete meine Flügel aus. Ich sprang über das oberste Seil und machte einen Salto, alles schien wie in Zeitlupe vor mir zu stehen. Während ich flog, hörte ich Sebastian Hackl: "Ein Engel fliegt! Ein wunderschöner Tope Con Hilo von Bonny!", vom deutschen Kommentatorenpult rufen. Gerade als Goldberg aufstand, landete ich in seinen Armen und riss ihn von den Beinen. Dann zerrte ich ihn zurück in den Ring und stieg auf die Ropes. Hab ich das je vor Publikum gemacht? Zuerst holte ich mir Kraft aus dem tosenden Publikum, dann schloss ich die Augen. Indem ich einen Rückwärtssalto zeigte und mit dem Bauch auf Goldberg landete, vollführte ich eine Shooting Star Press, der ein Cover folgte. Kurz vor der 3 hob er seine Schulter an. "Wow, das war so knapp! Nicht mehr lange, dann verteidigt Bonny ihren Titel", kommentierte Byron Saxton. Nickend saß ich auf meinen Knien. Ich entschloss mich, es mit einem Bonny-canrana zu versuchen, also stellte ich mich über Bill und wollte ihn gerade in die andere Ecke schleudern, als er plötzlich hinter mir stand und um mich herum griff. Anstatt mich wie sonst zu umarmen, wurde das ein sauberer German Suplex, bei dem es nicht blieb. Es folgten weitere Suplessen, eine Clothesline und ein Big Boot von Goldberg. Wie ein Sack Reis sackte ich in mich zusammen und kämpfte, um wieder auf die Beine zu kommen. Wir hatten schon so viel eingesteckt. Auch Bill war dabei, wieder ruhig zu werden und sich zu sammeln. Alles dreht sich... in welcher Ecke liege ich überhaupt? Unter Qualen stand ich auf meinen wackeligen Beinen, ich hatte keine Ahnung, wo oben und unten war, geschweige denn rechts und links. Vorsichtig setzte ich einen Schritt nachdem anderen nach vorne, als ich plötzlich wieder umgehauen wurde. Ich nahm an, dass es ein Spear war, doch bevor ich vor Schreck die Augen aufreißen konnte, spürte ich, wie ich hoch gehoben wurde. Das Blut lief hinunter in meinen bereits schmerzenden Kopf. Mit einem lauten Krachen plumpste ich zurück auf die Matte. Doch das war anscheinend nicht genug, denn das Ganze wiederholte Bill noch vier Mal. "Das ist der fünfte Jackhammer! Das ist doch verrückt!" "Ja, das ist es wirklich. Seht euch Bonny an. Sie ist überhaupt nicht mehr bei der Sache, ihr Blick ist ganz leer. Kann sie aus dem Pinfall entkommen?" Ich spürte eine schwere Last auf meinen Schultern und fühlte, wie mein Gegner in meine Kniekehle griff, um mir das Cover zu erschweren. Muss mich wehren... komm schon, krieg die Schulter hoch!; zwangen mich meine Gedanken. Plötzlich wurde es wieder ganz leicht. Da, ich schaffte es einen Arm zu heben! Doch da erkannte ich, dass Goldberg bereits von mir abgelassen hatte und der Ringrichter drei Finger in die Luft hielt. Erschöpft kippte ich zurück auf den Boden der Tatsachen und rollte mich aus dem Ring. Etwas, das man niemals tun sollte, wenn man nicht auf seinen eigenen Beinen stehen kann. Ich erblickte Dean und Seth, die zu mir stürmten. Das Letzte, was ich fühlte, war der harte Hallenboden an meiner linken Schläfe, dann wurde alles schwarz.
Seth's P.o.V.:
Goldberg pinnte Bonny ziemlich nah an den Seilen, wir alle hofften, sie könnte ein Ropebreak erzielen. Leider schoss ihre Hand erst in die Höhe, als der Referee bei drei angekommen war und Goldberg das Cover bereits abgerochen hatte. Sie fiel zurück auf die Matte. Sie sieht überhaupt nicht gut aus. Vermutlich wollte sie unter dem untersten Rope aus dem Ring steigen. Doch ihre Beine knickten unter ihr weg und ihr Kopf schlug auf dem Boden auf. Dean und ich knieten uns sofort zu ihr, der Lunatic Fringe holte einen Ringrichter und gab Bescheid, dass wir eine Trage brauchen würden. "Ich möchte hier noch etwas loswerden, denn ich habe gestern etwas erfahren, das das Leben zweier Menschen verändern könnte", kam es dann aus dem Ring. Dean und ich hörten nur mit einem halben Ohr zu. Goldberg sah in das Publikum und sprach in sein Mikrofon: "Bonny hat sich wirklich unglaublich gut geschlagen. Aber das wundert mich nicht. Sie hat das Kämpfer-Gen in sich. Sie wird viele Rekorde brechen. Irgendwann wird sie unbesiegbar sein. Denn sie ist meine Tochter." Was?! Auch die Menge auf den Sitzplätzen war geschockt. "Wir wussten es nicht. Bis gestern. Doch wir sind seit dem Royal Rumble schon wie Vater und Tochter." Bonny regte sich währenddessen immer noch nicht. "Dieser Titel, bleibt also in der Familie." Goldberg wollte bestimmt kommen und Bonny in den Ring holen, um zusammen mit ihr zu feiern, jedoch war dies im Moment nicht möglich. Als er bemerkte, dass etwas nicht mit ihr stimmt, kam er aus dem Ring gesprintet und nahm sie hoch. Den Gürtel legte er auf ihren Körper und fragte uns, was passiert war. "Sie ist ohnmächtig geworden. 'Ne Trage ist unterwegs." Dean legte eine Hand auf seine Schulter, um ihn zu beruhigen, aber das klappte nicht. "Kommt mit Jungs", forderte der neue Champion und machte sich auf den Weg zur Rampe. "Bill, bleib ruhig, ihr wird gleich geholfen!" Ich rannte ihm hinter her und wollte ihn aufhalten, was wie ein verrückter Einfall von Dean schien. Er blieb nicht stehen, er drehte sich nur zu mir um und meinte hektisch: "Das Mädchen braucht Hilfe, Himmel Herrgott! Ich werd' sicher nicht hier rumstehen." Mit der kleinen, ohnmächtigen Bonny, die den Titelgürtel auf dem Bauch liegen hatte, im Arm, lief Goldberg die ewig lang scheinende Rampe hinauf. Als wir nach einer Unendlichkeit im Backstagebereich ankamen, rannte Bill sofort weiter zum nächsten Arzt. Der Gorilla war voll mit Leuten, die uns empfangen wollten, doch wir hatten keine Zeit für sowas. "Sie braucht einen Arzt, verdammt nochmal! Macht Platz!" Wir schlängelten uns durch die Traube aus Menschen. Endlich hatten wir den Doc erreicht, Dean haute sofort die Tür zu. Goldberg weigerte sich seine Tochter loszulassen, er rief den Arzt herbei. Plötzlich und ohne Vorwarnung schoss Bonny in die Höhe und holte tief Luft. "Maus! Mach das nie wieder, hörst du!" Er schloss sie fest in die Arme. Sie rieb sich die Augen und erblickte dann den Championship, der auf ihrem Schoß lag. "Hab ich's geschafft? Hab ich ihn verteidigt?", wollte sie wissen und nahm den Gürtel in die Hand. Wir schüttelten die Köpfe und sie ließ ihren sinken. Glücklich nahm ich sie in den Arm und flüsterte: "Wenigstens lebst du noch, Sweetheart. Wie fühlst du dich?" Sie seufzte und hielt sich den Kopf. "Okay. Ich glaub mir geht's soweit gut. Wo bin ich?" Der Doktor winkte und lächelte: "Bei mir, kennst mich doch. Ich untersuch dich mal, du warst für ein paar Minuten nicht anwesend." Sie nickte, ließ sich durchchecken und beantwortete die Fragen des Arztes. "Was ist passiert?" Hilflos sah sie mich an und zuckte die Schultern. Als wir alles geklärt hatten begleitete ich sie in ihren Lockerroom. Vorsichtig nahm ich sie in den Arm und wisperte in ihr Ohr: "Ich hab mir solche Sorgen gemacht, Sweety. Ich bin so froh, dass es dir gut geht." Sie schmiegte sich an mich und wollte mich nicht mehr gehen lassen. "Seth. Ich liebe dich. Wirklich. Auch wenn ich dir das viel zu selten sage. Du bist der Beste. Ich liebe dich mehr als Mozzarella, du weißt, was das bedeutet. Du warst immer da, wenn ich dich gebraucht hab. Ich bin so glücklich dich zu haben, du bist einfach... unbeschreiblich." Grinsend verstärkte ich meinen Griff um sie und senkte meinen Kopf auf ihren. "Du bist die Beste. Obwohl ich früher echt Angst hatte, dass du mit 'ner Knarre in meinem Zimmer stehst. Ich weiß, dass du dich sogar vor mich stellen würdest, wenn mich eine Pistolenkugel treffen würde, du würdest mich niemals aufgeben. Ich liebe dich so sehr, das glaubst du mir nicht. Du bist mein Ein und Alles." Ich strich ein paar Haare aus ihrem Gesicht und küsste sie leidenschaftlich. Dann sah ich ein zitterndes Lächeln auf ihren Lippen. "Weinst du?" "Noch nicht... warte, warte, ich muss die Tränen unterdrücken", lachte sie dann und fiel mir erneut um den Hals.
Als wir bei ihr zuhause angekommen waren, bemerkte ich, dass die ehemalige Championess auf dem Beifahrersitz eingeschlafen war. Ich trug sie hoch in ihr Zimmer und ließ sie behutsam ins Bett sinken. "Bevor du gehst, erstmal danke fürs hoch tragen", lachte sie aus dem Nichts. Über meine Schulter sah ich zu ihr herüber, sie hatte sich bereits aufgesetzt. "Danke. Danke für alles. Ich liebe dich. Te amo. Je t'aime. I love you. Ti amo. Seni seviyorum. Jag älskar dig. Ik hou van je. Ich kann es nicht auf genug Sprachen sagen." Ich grinste und küsste sie auf die Stirn. "Das waren jetzt 8, soweit ich das verstanden habe, und eine reicht mir vollkommen. Solange ich verstehe, was du sagst."
💙Ende gut, alles gut!💙
Wir sind am Ende angekommen. Ich glaub das gerade nicht. Aaaaaah das tut weh!
Es war kein typisches Ende. Eigentlich habe ich dieses Buch viel länger geplant, hätte ich es so umgesetzt, dann hätten wir irgendwann doppelt so viele Kapitel.
Aber ich dachte mir gerade(also letzten Sommer): "Warum ziehst du das so in die Länge? Du willst sowieso einen Zeitsprung machen, also fängst du einfach einen neuen Band an." Dies ist letzendlich gerade passiert. Teil 2 ist bereits in Planung, das Gerüst steht schon, selbst die ersten zwanzig Kapitel sind schon da.
Was ich einfach lustig finde ist, dass ihr das hier wahrscheinlich erst im Jahre 2019 lesen werdet (und zwar am 23. März!) und ich das hier am 31. Juli 2018 schreibe. 😂 Grüße aus der Vergangenheit!
Die neue Geschichte heißt "Bonny - Unforgettable?". Es war sooo schön die erste ernste Story für euch zu schreiben und ich habe mich über all eure Votes und jeden Kommentar total gefreut. Ich hab euch soo lieb, das glaubt ihr nicht! 💙
Ich hab noch einen kleinen Epilog für euch! Er wird nächste Woche erscheinen. Ich musste gerade ein Kapitel löschen, hatte mich aber so gefreut, dass wir die 50 geschafft haben, also wird der Epilog ins Spiel gebracht! Marketing. 😂 Ich liebe euch, bis bald meine Pizzaslices! 🍕😜
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