22- Der Junge mit dem Erdbeerkuchen
Randy's P.o.V:
Ich konnte einfach nicht einschlafen. Müde setzte ich mich im Bett auf und schaute auf mein Handy. Es war gerade mal 00:23 Uhr. Ich beschloss auf What'sApp vorbeizuschauen. Das mache ich oft, wenn ich nicht schlafen kann, ich gehe alte Chatverläufe durch oder lösche Bilder in meiner Galerie, die ich nicht mehr brauche. Dann sah ich, dass eine bestimmte Person gerade online war. Warum bist du noch wach?
Ran: Warum bist du online? Solltest du nicht schlafen?
Bonny: Das Selbe könnte ich dich fragen. Kann nicht mehr einschlafen, und du?
Ran: Auch nicht. Du weißt, dass du immer zu uns kommen kannst, wenn du irgendwas brauchst.
Bonny: Ja, ich weiß. Ich bin nur froh, dass ihr mich gefunden habt und ich wieder in Ruhe im Bett liegen kann.
Ran: Verstehe ich. Und jetzt leg dein Handy weg. Gute Nacht und schlaf gut.
Bonny: Zu Befehl, Sir! Gute Nacht
Nach ein paar Stunden, in denen ich es doch noch schaffte, zur Ruhe zu kommen, stand ich vor ihrer Tür. Doch sie öffnete sie nicht. Zuerst schrieb ich ihr eine Nachricht, dann rief ich sie jedoch an. "Randy?", sprach sie verschlafen in den Hörer. "Hey, die stumme Jule redet", bemerkte ich grinsend. "Wie viel Uhr ist es, Kleines?", wollte ich von ihr wissen. "10 nach 8...", grummelte sie noch müde, "Ist okay, ich mach dir ja schon auf", setzte sie dann fort. Ich hörte ein lauter werdendes Tapsen. "Buh!", erschreckte ich die Wrestlerin, als sie die Tür öffnete. Bonny riss ihre mittlerweile wieder blau strahlenden Augen auf und kreischte: "AHH! Ran, du verdammtes Gesichtskotelett! Komm rein", lachte sie, nachdem sie mit ihrem Schrei das halbe Hotel aufgeweckt hatte. Ich schloss ihre Tür und umarmte sie zur Begrüßung. "Hey Kleines. Wie geht's dir?" Sie drückte mich von ihr weg und holte tief Luft, hielt sich den Rücken. Mit einer schmerzverzerrten Miene stützte sie sich an der Wand ab. "Ran, kannst du mir 'nen Gefallen tun? Kannst du dir mal meine Rippen ansehen?" Sie hob ihr Shirt ein Stück und drehte sich von mir weg. Ich ging hinter ihr auf die Knie und sah mir die Stelle genauer an, sie war rötlich und lila gefärbt und es sah ziemlich böse aus. Vorsichtig legte ich meine Hand an ihre linke Seite und drückte leicht darauf. Bevor ich sie überhaupt fragen konnte, ob ihr diese Berührung weh tat, keuchte sie: "Stopp! Mach das nicht."
"Bonny, das sieht überhaupt nicht gut aus. Ich fahr dich ins Krankenhaus." Sie schlug meinen Vorschlag ab und setzte sich auf die Bettkante. "War das Baron?", wollte ich wissen. Sie meinte, sie hätte sich in der Nacht erschrocken und sei an den Badewannenrand geknallt. Nach dem Schrei gerade eben glaube ich ihr das sogar.
Bonny's P.o.V.:
Auf der Fahrt in's nächste Krankenhaus bin ich eingeschlafen. Randy muss wohl alles mit den Ärzten geregelt haben, denn ich wachte in einem hellem Zimmer auf. Ich. Hasse. Krankenhäuser. Diese Atmosphäre und der Geruch machen mich irre. Randy hatte mir eine Notiz auf den kleinen ausklappbaren Tisch neben meinem Bett gelegt:
Ich hol dir noch ein paar Sachen,
bin gleich wieder da.
-Ran
"Sag mal Liebes, wer ist denn dieser Randy, von dem du immer redest?"
Oh nein. Meine Zimmernachberin sah mich lächelnd an. Sie war schon etwas älter, vielleicht um die 70 rum. "Hab ich im Schlaf gesprochen?", fragte ich peinlich berührt, sie nickte und erzählte: "Ja. Von einem Randal. Ist das dein Freund?" Ich setzte mich auf und verschränkte meine Hände auf dem Tisch. "Er kümmert sich in letzter Zeit um mich. Er kommt bestimmt bald wieder. Haben Sie mitbekommen, wie ich hier her gekommen bin?"
Die Dame erklärte mir, dass das Personal hier wohl ziemlich im Stress wäre, sie jedoch selbst geschlafen habe, als ich hier her gebracht wurde. Sie schien wirklich nett zu sein.
"Ich bin übrigens Emma, und du, meine Liebe?" "Bonny", entgegnete ich.
Wir unterhielten uns eine ganze Weile und ich erzählte ihr, warum ich überhaupt hier war. Außerdem verriet sie mir, dass sie Krebs hat, und hofft, schnell wieder auf die Beine zu kommen. "Und Randy achtet jetzt auf dich", stellte die ältere Frau fest.
Nach einiger Zeit ging die Tür auf und die Viper betrat mit einer Tasche in der Hand den Raum. "Guten Morgen Schlafmütze, und guten Tag Mrs. Evergreen", freundlich begrüßte er uns und lachte, als er sah wie zerzaust meine Haare waren. Den Namen der Frau muss er wohl vom Türschild abgelesen haben.
"Ist das nicht Randy Orton? Ist das dein Randal?", fragte Emma Evergreen verwundert. Glücklich sah ich zu Randy und bestätigte ihre Frage. Dieser war etwas verwirrt, woher Emma von ihm wusste. Ich zwinkerte ihm zu und flüsterte: "Ich rede im Schlaf." "Oh grüne Neune, mein Enkel Titus ist ein riesiger Wrestling Fan. Ich verstehe davon leider nicht sehr viel." Randy bat sie, mehr über ihren Enkelsohn zu erzählen.
"Tja wisst ihr Kinder, meine Tochter und ihr Mann sind bei einem Autounfall gestorben. Seitdem sorge ich mich um meinen kleinen Titus. Jetzt ist er schon satte 13 Jahre alt, wie die Zeit doch vergeht. Er ist jetzt bestimmt in der Cafeteria und holt sich einen Kuchen, ich hab ihm ein wenig Taschengeld mitgegeben. Ich muss so schnell wie nur möglich wieder gesund werden, damit ich wieder nachhause kann, weil sich jetzt die Nachbarin um ihn kümmert. Die ist ein echter Drache. Er hat mir erzählt, dass sie ihn geschlagen hat und sich überhaupt nicht um ihn sorgt. Ich mache mir solche Sorgen um den kleinen Titus."
Der arme Junge, Gewalt gegen Kinder ist so abartig. Das kotzt mich an.
"Grany, ich bin wieder da!", schallte eine quakende Stimme, Titus musste wohl gerade im Stimmbruch sein. Er nennt seine Oma auch Grany? Genau wie NaeNae und ich damals.
"Oh mein Gott! RANDY ORTON!", rief er stotternd und ließ beinahe seinen Erdbeerkuchen fallen. Ein sehr süßer Junge. "Oh mein Gott! Können Sie mir ein Autogramm geben und kann ich ein Foto mit Ihnen machen?!", Titus freute sich einen Keks, als Randy sich zu ihm beugte und ihn umarmte. "Klar, komm her", lud ihn Randy ein und die beiden posierten ein bisschen. "Oma, kannst du ein Foto von weiter weg machen?", bat er seine Großmutter, sie schüttelte jedoch den Kopf und lachte: "Du weißt doch, wie sehr ich immer zittere." "Ich kann das machen!", sagte ich stolz und winkte Titus zu mir her, damit er mir das Handy geben konnte. Die Augen des 13 Jährigen wurden groß und er stutzte: "BONNY?! Was machen Sie denn hier?", entsetzt starrte er mich an und drückte mir sein Handy in die Hand. "Das erkläre ich dir später, jetzt ist aber erst mal dein Fotoshooting dran." Die beiden Jungs stellten sich zusammen hin und warfen die Hände in die Luft, wie Randy es immer im Ring tat. Dann versuchte der Teenager meinem Kumpel einen RKO zu geben und wir lachten alle. "Outta nowhere!", bemerkte er und tätschelte den Kopf des Jungen. "So Titus, jetzt komm mal her", forderte ich, setzte mich im Schneidersitz hin und bat ihm einen Platz auf meinem Bett an. "Woher kennen Sie meinen Namen?", wollte er überrascht wissen und nahm Platz. "Von deiner lieben Oma Emma hier drüben. Du darfst uns übrigens dutzen." Eifrig nickte Titus und bat mich auch um ein Autogramm und ein Selfie. Zuerst band ich mir jedoch die Haare zusammen, und dann lächelten wir in die Linse. Randy und ich unterschrieben noch auf seiner Handyhülle. Nun fiel mir auf, dass Titus' Augen zwei verschiedene Farben hatten. Das linke war grün und das rechte blau. Soweit ich mich erinnern kann hieß das Iris-Heterochromie, das hatte ich irgendwann mal in der Schule gelernt. "Also, warum bist du hier?", erkundigte sich der kleine Mann.
Ich streckte mich erst ausgibig, dann fing ich an: "Seth Rollins hat mich so sehr erschreckt, dass ich ausgerutscht bin, und dann mit vollem Karacho gegen den Badewannenrand gekracht bin." Titus brach in schallendem Gelächter aus. "Was?!" "Ach das war Rollins? Den muss ich mir nochmal vorknöpfen", stellte Randy fest.
Plötzlich betrat ein Arzt das Zimmer und schaute mich seltsam an. "Ähm... is was Doc?"
"Entschuldigt ihr beide, aber Ihre Frau, beziehungsweise deine Mutter, muss jetzt untersucht werden. Würdet ihr bitte vorrübergehend den Raum verlassen? Daiert auch nicht lange, ja?" Wir lachten und ich stellte klar, dass ich weder Titus' Mom, noch Ran's Frau war. Der Arzt entschuldigte sich wegen dem Irrtum und schickte die beiden raus.
"Miss Everhart, wir konnten Sie leider noch nicht untersuchen, wir sind hier leider alle im Stress. Deshalb haben wir Sie bei der lieben Mrs. Evergreen untergebracht. Was ist denn falsch mit Ihrer Niere?" Empört schüttelte ich den Kopf. Jap offentsichtlich, die sind voll durcheinander. "Mein Rücken. Vielleicht ist er geprellt oder so."
Zuerst: nochmal DANKE für die 1k Reads. Wer eine kleine Dankesrede will, der kann bei Heyoo vorbei schauen. (Mir fällt gerade auf, dass wir echt schon weit gekommen sind, die Zeit vergeht so schnell und meine kleine Story wird von Woche zu Woche länger und älter. Und ich hoffe sie gefällt euch. 💙)
Yaaay, neue Bekanntschaften! Was haltet ihr den von 'dem Jungen mit dem Erdbeerkuchen' und Emma? Was, denkt ihr, wird noch so passieren? Ich will all eure Theorien da unten lesen! Danke, meine Slices, 🍕 bis nexte Woche
Eure Bonny 💙😜
Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top