Kapitel 28
Er schüttelt seine Schwester ab und kickt mit Sand nach ihr, bevor er weiter den Strand hinuntergeht.
"Na schön", sagt er. "Du kannst mitkommen."
Rapunzel kreischt und klatscht dann in die Hände. "Wo bist du? Ich hol dich ab." Erst jetzt fällt Hicks auf, dass sie überhaupt nicht mehr müde klingt.
"Ähm, Dr. Grobian sagte: Destin."
"Okay. Wo ist Destin?"
"Er sagte Destin, und er sagte Floria."
"Okay, verstehe. Lass mich mal sehen...."
Er hört ein Klicken im Hintergrund. "Okay, es sieht so aus, als müsste ich fliegen, aber ich kann morgen da sein. Kommt Heidrun auch mit?"
"Nicht in einer Millionen Jahren."
Rapunzel reißt ihm das Handy aus der Hand, springt zur Seite und rennt damit davon, während sie hineinbrüllt: "Du kannst darauf wetten, dass ich mitkomme! Und bring mir wieder dieses Zitronenkes-Dings mit, ja, Punzi? Und etwas von diesem glänzenden Zeug, das ich mir auf die Lippen schmieren kann, wenn sie zu trocken werden...."
Hicks massiert sich die Schläfen mit den Fingerspitzen und grübelt darüber nach, was er da eigentlich tut.
Einen Moment lang zieht er ernsthaft in Erwägung, Astrid lieber zu entführen.
Astrids P.o.V.:
Ein unliebsamer Morgen graut diesig vor den Erkerfenstern im Wohnzimmer.
Ich stöhne und ziehe mir die Decke über den Kopf, während ich in das stoische Gesicht der Standuhr in der Ecke blicke.
Ich habe mir das Wohnzimmer zum Schlafen ausgesucht, weil es der einzige Raum im Haus ist, in dem nur eine Uhr steht.
Die ganze Nacht über habe ich die Treibholzuhr bewundert und mir nicht gestattet, auf ihr Ziffernblatt zu gucken.
Das letzte Mal habe ich um zwei Uhr morgens versagt.
Jetzt ist es sechs Uhr und ich habe zum ersten Mal seit Raffs Tod vier Stunden am Stück geschlafen.
Außerdem verrät mir die Uhr, dass in 2 Stunden der erste Tag meines Abschlussjahres beginnt.
Dafür bin ich nicht bereit.
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