Kapitel 16
Astrids P.o.V.:
Ich spritze Raff so viel Wasser ins Gesicht, dass man damit einen kleinen Hausbrand löschen könnte.
Ich will sie nicht ertränken, nur ihren Augäpfeln ein kleines Meersalzpeeling verpassen. Irgendwann glaubt sie, dass ich aufgehört habe, und öffnet die Augen - und den Mund. Großer Fehler. Die nächste Welle umspült ihr Rachenzäpfchen und schwappt bis in ihre Lunge, bevor sie schlucken kann.
Sie würgt undbhustet und reibt sich die Augen, als wäre sie mit Pfefferspray attackiert worden.
"Klasse, Astrid! Jetzt habe ich nasse Haare!", prustet sie. "Zufrieden ?"
"Nein."
"Ich habe mich entschuldigt." Sie schnäuzt sich in die Hand und wäscht den Schnodder im Meer ab.
"Ekelig. Und eine Entschuldigung reicht da nicht."
"Na schön. Ich werde es wiedergutmachen. Wass willst du ?"
"Deinen Kopf unter Wasser drücken, bis ich mich besser fühke", gebe ich zurück. Ich verschränke die Arme vor der Brust, was schwierig ist, wenn man auf einem Surfbrett sitzt, das im Kielwasser eines vorbeifahrenden Schnellboots hin und her schaukelt.
Raff weiß, dass es mich nervös macht, so weit draußen zu sein, aber mich festzuhalten, wäre ein Zeichen von Schwäche.
"Meinetwegen, weil ich dich liebe. Aber deswegen wirst du dich auch nicht besser fühlen."
"Das werde ich erst mit Sicherheit wissen, wenn ich es versucht habe." Ich halte Blickkontakt und richte mich ein wenig auf.
"Na schön, Aber du wirst immer noch wie ein Albino aussehen, wenn du mich wieder rauflässt."
Sie schaukelt das Brett und zwingt mich dazu, mich festzuhalten.
"Nimm deine schnoddrigen Pfoten vom Surfbrett. Und ich bin kein Albino. Nur weiß." Eigentlich will ich meine Arme wieder verschränken, aber dann würdeb wir umkippen, und irgendwie ist es doch einfacher, meinen Stolz herunterzuschlucken als den Golf von Mexiko.
"Weißer als die meisten." Sie grinst. "In meinem Bikini würden die Leute denken, du wärest nackt." Ich lasse meinen Blick über ihren weißen String-Bikini wandern, der sich wunderschön abhebt. Sie ertappt mich dabei und lacht.
"Na ja, vielleicht werde ich hier ja ein bisschen braun", sage ich errötend. Ich spüre, wie ich einknicke, und ich hasse es.
Nur dieses eind Mal will ich weiter wütend auf Raff sein.
"Du meinst wohl, du holst dir hier einen Sonnenbrand. Apropos, hast du dich eingecremt ?"
Ich schüttele den Kopf.
Sie schüttelt ebenfalls den Koof und schnalzt mit der Zunge wie ihre Mutter. "Dachte ich mir. Wenn du es getan hättest, wärest du von der Brust dueses Jungen abgerutscht und nicht daran festgeklebt."
"Ich weiß", stöhne ich.
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