Letzter Tag...

D/N

Heute ist der letzte Tag, der letzte Tag an dem ich klein bin. Ist irgendwie kaum zu glauben. Conan sagte mir heute Morgen, dass wir uns heute Abend von Ran und Kogoro verabschieden werden, danach gehen wir zum Professor, bei dem wir Abends die Tablette nehmen. Am morgen sind wir dann wieder groß und können als Shinichi und D/N zur Hochzeit.

Ich bin echt aufgeregt und hoffe, dass Ai's Pille wirklich macht das wir für immer groß sind. Außerdem habe ich Angst davor wieder groß zu sein, was wird dann wohl passieren? Was wird wohl aus Shinichi, wenn ich wieder in Osaka bin? Oder mit Kaito?

Ob sie mich vermissen werden? Oder was sie wohl tun werden? Shinichi wird bestimmt weiterhin Fälle lösen, und Kaito wird weiterhin klauen. Aber was werde ich tun? Ich hatte vor zu Studieren, aber ob ich das jetzt noch wirklich will? Ich habe so viele Fragen, die sich ab morgen alle lösen. Aber eine Frage, lässt mir einfach keine Ruhe.

Wie wird Shinichi reagieren, wenn er erfährt, das ich zurück nach Osaka gehe?

Wird er traurig sein? Sauer? Enttäuscht?

,,Na ihr zwei, freut ihr euch schon auf zu Hause?" Fragte eine lächelnde Ran die gerade die Küche bedraht, ich sah von meinen Händen hoch und sah wie Conan nickte. Auch ich nickte langsam und sah wieder auf meine Hände, plötzlich umarmte mich Ayumi und presste mich an sie, mit ihr habe ich mich am besten verstanden. Ich werde sie um ehrlich zu sein, echt vermissen.

,,Können wir nicht nochmal alle zusammen etwas unternehmen?" Fragte sie traurig und kuschelte sich an mich, ich legte meinen Kopf gegen ihren und Ran machte mit meinem Handy ein Bild von uns, langsam fühle ich mich von Ran echt gestalkt.

,,Ja lasst uns auf den Jahrmarkt gehen, da gibt es Riesenräder und sowas!" Freute sich Genta und als alle damit einverstanden waren, machten wir uns auf den Weg. Während wir liefen hielten Ayumi und ich Händchen, ihre Hand ist so klein das es schon echt süß ist. Zum Jahrmarkt brauchten wir zwanzig Minuten, die laute Musik konnte man aber schon vom weitem hören.

Als erstes liefen wir zum Riesenrad, bei dem sich meine Augen weiteten als ich es sah.

,,Das ist ja Rosa!" Sagte ich und sah zu Ran hoch, diese lachte aber nur und sagte das wir Kinder in einen Sitz sollen und sie in einen einzelnen geht. Nach zehn Minuten kamen wir drann und konnten uns dann setzten, ich sah am Fenster und Conan neben mir. Anfangs war noch alles okey, doch als alle saßen waren wir alle etwas zusammen gequetscht.

Und dann ging es los.

Das Rad bewegte sich und ich wäre am liebsten aus dem Fenster gesprungen, denn ich habe ziemliche Platz/Höhenangst und beides ist gerade vorhanden. Von unten sah das Riesenrad nicht so hoch aus, und das in so einer Sitzbox oder wie man die nennt, so wenig Platz ist wusste ich auch nicht.

Mein Atem verschnellerte sich immer mehr und mein Körper begann zu zittern, meine Hände fingen an zu schwitzen und ich wusste nicht mehr wo ich hinsehen soll. Conan der direkt neben mir saß bemerkte das und sah mich besorgt an, meine Augen wurden langsam glasig und ich bekam einen Kloß im Hals. Jetzt bereute ich es wirklich, hier drinnen zu sein, währe ich doch nur mit Ran gefahren.

Conan legte seinen rechten Arm um meinen Rücken und streichelte meine Hüfte, seine linke Hand nahm meine und streichelte auch diese, was mich zumindest so beruhigte das ich nicht weinen musste.

,,Wieso bist du denn mitgefahren, wenn du immer noch solche Angst hast?" Fragte er mich ruhig und küsste meine linke Wange, Conan oder besser gesagt Shinichi weiß das ich Höhenangst habe, denn das habe ich schon immer.

,,Ich dachte es sei nicht mehr so schlimm." Antwortete ich und legte meinen Kopf auf seine Schulter, Conan streichelte meinen Kopf während ich meine Augen schloss. Als wir endlich wieder unten waren und aussteigen konnten, konnte ich kaum laufen da meine Beine noch so wackelig waren. Conan umarmte mich fest, weshalb ich mich schnell beruhigte.

,,Geht es wieder?" Fragte er und wartete auf meine Antwort, ich nickte nur und blieb noch etwas in seinen Armen. Nachdem auch Ran bei uns ankam, liefen wir weiter. Ich sah mir sehr vieles an und kaufte auch mal eine Kleinigkeit, irgendwann tippte mir jemand auf die Schulter, es war Conan.

Er hielt ein Lebkuchenherz in der Hand, aber so das ich nicht sehen konnte was darauf steht. Mit roten Wangen stand er vor mir und sah so aus, als würde er gerade mit sich selbst kämpfen, besser gesagt, als wollte er etwas machen weiß aber nicht ob er es wirklich soll. Er hatte sich dann aber dafür entschieden.

Conan drückte mir das Herz in die Hände und küsste mich vor allen, meine Augen weiteten sich natürlich, da er das noch nie gemacht hat. Von den anderen hört ich ein ,,Aww" oder ein kichern, als Conan sich lösste, küsste er noch meine Wange und lief grinsend weg. Meine Wangen glühten und mein Körper war wie erstarrt, ich wusste erst gar nicht was ich tun soll. Als ich jedoch wieder zu mir kam, drehte ich das Lebkuchenherz und laß was darauf stand.

Aww wie süß, ich hätte mir denken können das sowas kommt. Schnell lief ich zu den anderen und drückte mein Herz fest an mich, wir machten alle zusammen noch sehr viel. Irgendwann kam ich auf die Idee mit Conan zu einem Bootsverleih zu gehen, als wir dort ankamen war zum Glück sehr wenig los. Wir bekamen ein Boot, dass ausah wie ein Schwan. Es war alles sehr romantisch, wir saßen allein in dem Boot, das Wasser war ruhig, die Sonne ging langsam unter und die Vögel sangen leise.

,,Conan, wirst du es vermissen so klein zu sein?" Fragte ich um die Stille zu beenden.

,,Keine Ahnung, es gibt bestimmt Momente in denen ich gerne wieder Conan währe, aber ich bin auch echt froh wieder Shinichi zu sein. Diese ganzen Lügen hören endlich auf und das versteck spielen, ich kann endlich wieder ich sein. Und du?" Antwortete er und sah zu mir herüber.

,,Ich werde es auch manchmal vermissen." Sagte ich und lächelte ihn kurz an, bevor ich mir den Sonnenuntergang ansah. Nach ungefähr zehn Minuten fuhren wir zurück und liefen zu Ran und den anderen, bei ihnen angekommen machten wir uns auf den Weg zurück zur Detektei, wobei wir auf dem Weg auch gleich Ayumi, Genta und Mitsuhiko nach Hause brachten.

,,So ihr beiden geht jetzt eure Sachen packen und ich mache euch noch etwas Essen zum mitnehmen, fals ihr hunger bekommen solltet." Lächelte Ran und wuschelte Conan und mir in den Haaren herum, wir machten uns auf den Weg in unsere Zimmer und begannen zu packen. Da ich aber noch Kleidung in Conan's Zimmer habe, musste ich zu ihm, nachdem ich aus Ran's Zimmer alles hatte.

Ich klopfte und lief in das Zimmer herein, Conan war gerade dabei sein Bett ordentlich zu machen und bemerkte mich daher nicht. Ich wollte zu seinem Schrank laufen, doch ich sah das Conan meine Klamotten auf einen Stuhl gelegt hatte, also lief ich zu ihm und packte sie ordentlich in meinen Koffer. Fertig damit schrieb ich D/A/N das sie unten vor der Haustür warten soll, danach lief ich mit meinem Koffer nochmal in Ran's Zimmer und holte dort mein Kleid das ich morgen für die Hochzeit anziehen würde, das legte ich vorsichtig in den Koffer und schloss ihn.

Nachdem Conan auch fertig war, liefen wir zusammen zu Ran in die Küche, die gerade zwei bräunliche Tüten schloss. Ran hatte uns wirklich Essen eingepackt, als würden wir jetzt zur Schule gehen.

,,Ah ihr zwei seit ja schon fertig. Also ich habe jedem von euch Brot gemacht, dann eine Flasche Kakao und eine Flasche Wasse, und fals ihr keine Brote wollt habe ich auch noch Äpfel und Bananen dazu." Zählte sie auf und gab uns die Tüten, dankend nahmen wir sie an und umarmten sie.

,,Ich werde euch vermissen, passt gut auf euch auf ja?"

,,Ja Ran." Sagten Conan und ich gleichzeitig, was uns drei zum lachen brachte. Kogoro war leider nicht da, weshalb wir uns nicht von ihm verabschieden konnten. Ran brachte uns bis zur Haustür, wo wir meine "Tante" trafen. Conan und ich setzten uns in ihr Auto während sie unsere Koffer in den Kofferraum verstaute, sie redete dann noch kurz mit Ran bevor sie selbst einstieg und los fuhr.

,,Hach, deine Tante zu spielen ist echt anstrengend." Seufzte sie, was mich zum lachen brachte.

,,Du hast doch kaum etwas gemacht außer dich mit Ran anzufreunden."

,,Äh hallo? Ich bin letztens fast gestorben vor Angst, als du plötzlich verschwunden warst." Sagte sie übertrieben dramatisch und lachte etwas.

,,Erzähl keinen Quatsch, das erste das du tun würdest wenn ich sterben würde, währe dir mein Auto zu nehmen."

,,Ja aber danach würde ich trauern."

,,Na gut zu wissen." Lachte ich und sah aus dem Fenster, selbst Conan lachte etwas. Ja D/A/N war noch nie eine "normale" Freundin, mit ihr kann man echt jeden scheis machen. Wo manche Freundinnen "Spinnst du?" sagen, würde D/A/N nur "Los geht's" sagen. Nach ein paar Minuten kamen wir vor dem Haus des Professors an und stiegen aus, D/A/N holte unsere Koffer und brachte uns noch zur Haustür.

,,Ah da seit ihr zwei ja, kommt rein." Lächelte der Professor uns an, ich verabschiedete und bedankte mich noch bei D/A/N und lief rein. Ai kam und zeigte uns die Zimmer in denen wir schlafen werden, mein Zimmer war direkt neben dem von Conan. Eigentlich war immer geplant das wir in einem Zimmer schlafen, aber wenn wir uns während der Nacht zurück verwandeln, könnte es sein das wir um uns schlagen und wir wollen uns ja nicht verletzten.

Ich stellte meinen Koffer neben das Bett und holte mein Kleid heraus, das hing ich, mit Hilfe eines Stuhles, an der Schranktür auf damit es nicht zerknittert. Danach lief ich runter in die Küche und setzte mich an den braunen Holztisch, der Professor meinte, Conan, Ai und ich sollten jetzt noch viel essen, da wir unsere Kräfte in der Nacht gebrauchen könnten.

Er hatte für uns leckeres Ramen gemacht, was man eigentlich sehr leicht runter bekommt. Wir drei aßen so viel wir konnten, als ich fertig war fühlte ich mich, als würde ich gleich platzen, ich glaube ich habe in meinem Leben noch nie so viel gegessen.

,,Also ihr drei denkt daran, nur in Unterwäsche schlafen." Sagte der Professor bevor wir Kinder die Küche verließen, Ai war schon in ihrem Zimmer während Conan und ich noch langsam die Treppe hoch liefen. Vor meinem Zimmer sah ich kurz zu Conan der auch zu mir sah, wir lächelten uns sanft an, bevor wir in unseren Zimmern verschwanden.

Conan

Seufzend setzte ich mich in das Bett und sah die kleine Pille in meiner Hand an.

Ich werde nie wieder Conan sein, nie wieder werde ich mich verstecken müssen. Endlich kann ich mein richtiges Leben weiter leben, endlich kann ich glücklich werden und jemanden glücklich machen. Ein letztes mal atmete ich tief ein und aus bevor ich das Wasserglas nahm, und die Pille schluckte.

Egal wie hard diese Nacht werden wird, ab morgen ist alles besser. Und das erste was ich als Shinichi machen werde, ist zu D/N zu gehen und sie küssen.

Mit diesem Gedanken, schlief ich langsam ein.

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