131. Kapitel
Niall bleibt mit Mittags. Dann muss er leider wieder los, doch langweilig wird mir danach nicht. Liam und zwei Beamte der Polizei betreten kurz nach dem Mittagsessen, welches Louis aus einem Restaurant hat kommen lassen, das Zimmer.
Sie alle setzen sich um das Bett herum und Louis und ich setzen und ein wenig auf.
„Also." beginnt Liam. „Zunächst scheint es wohl so, dass niemand wirklich mitbekommen hat, dass du vergiftest wurdest, Louis." erzählt er. „Genau so wenig hat irgendjemand außer Harry Jackson gesehen, aber seine Fingerabdrücke sind auf den Fotos im Umschlag.
„Fotos?" fragt Louis verwirrt und Liam nickt. Er holt den Umschlag heraus. Sofort spanne ich mich an. Mit Handschuhen nimmt er die Bilder heraus und legt sie auf eine Folie, welche einer der Polizisten auf der Bettdecke ausgebreitet hat. Louis betrachtet die Bilder und sieht zu mir. „Das alles hat er geschickt?" Ich nicke. „Den Abend vor der Party." sage ich leise. Ich hatte Liam Bescheid gegeben, wo er den Umschlag finden kann und er hat sich keine Zeit gelassen, ihn aus meinem Kleiderschrank zu holen und untersuchen zu lassen.
„Was eine Scheiße." flucht Louis nur. „Außerdem habe ich Jackson Whittemore heute im Fotostudio gesehen." erklärt Liam. „Er arbeitet, als wäre alles absolut normal. Er wiegt sich in Sicherheit und das soll auch erst einmal so bleiben." - „Was?" fragt Louis entsetzt und sieht zwischen Liam und den Polizisten umher, als hätten Sie ihm gerade die Apokalypse angekündigt.
„Mr. Tomlinson, Jackson Whittemore kann die Fotos nicht gemacht haben. Sein Chef, Mr. Malik hat uns bereits den Terminkalender der letzten Monate zukommen lassen und für die Bilder, die morgens gemacht wurden, hat er ein Alibi. Oft war er bereits im Studio." Louis schüttelt den Kopf. „Das kann nicht sein." - „Doch Louis." seufzt Liam. „Und das bedeutet, dass Jackson nicht alleine gearbeitet hat." schlussfolgert er.
„Was? Noch jemand?" frage ich leise und mir rutscht mein Herz in die Hose. Augenblick fühle ich mich unwohl. Jeder könnte es gewesen sein. Jeder könnte die Bilder gemacht haben und der Fakt, dass nicht klar ist, wer es war, lässt mich erschaudern.
„Keine Sorge, Mr. Styles. Wir finden seinen Kollegen." versichert mir der Beamte. Ich sehe mir die Fotos an. „Jackson kann die Bilder gar nicht gemacht haben." sage ich leise. „Was?" fragt Louis verwirrt und sieht mich fragend an. „Er.. er ist ein zu guter Fotograf, als dass er solche Bilder macht. Es ergibt keinen Sinn, dass er nicht auf das Licht geachtet hätte, denn bessere Fotos wären interessanter für die Presse, oder nicht?" frage ich und der Polizist nickt und notiert es sich. „Ja, das ergibt Sinn. Können Sie uns vielleicht noch etwas sagen, was ihnen an den Bildern auffällt." Ich nicke. „Darf ich?" frage ich und deute auf die Fotos. „Nur zu." erwidert er und ich nehme es in die Hand. Ich vergleiche die Fotos und vor allem bei den dunkleren Bildern aus dem Club fällt es mir auf. „Es ist keine wirklich gute Kamera. Vielleicht von einem Handy gemacht, aber dann ist es so alt, dass es die Lichtverhältnisse nicht gut korrigieren kann." beobachte ich. „Ich schätze es ist gute vier Jahre alt. Mindestens."
„Aber es ist jemand aus dem Jewel. Er muss auf der Gästeliste stehen." fügt Louis nachdenklich hinzu. „Oder er hätte jedes mal Glück gehabt, hinein gelassen zu werden, aber das ist unwahrscheinlich."
„Ich besorge Ihnen die Liste." sagt Liam sofort und die Polizisten nicken. „Gibt es sonst noch etwas, dass ihnen aufgefallen ist?" fragen sie, aber ich schüttle den Kopf. „Nein, tut mir leid."
Sie verabschieden sich. Liam bleibt bei uns. Er seufzt. „So lange, wie wir nicht wissen, wer es ist, muss das Jewel geschlossen bleiben." sagt er. Louis stöhnt genervt. „Er hat es auf mich abgesehen, Liam. Es geht ihm ums Geld." Ich bleibe still. Ich verstehe einfach nicht, wieso Jackson das gemacht hat. Ich begreife nicht, weswegen er Louis auch noch töten wollte. Er hat ein gutes Einkommen; er bräuchte das Geld nicht, aber gerade bodenständig ist er auch nicht.
„Kennst du Jackson irgendwo her?" frage ich Louis nach einiger Zeit leise. „Nicht das ich wüsste." erwidert er. Liam hat das Foto aufgedruckt, welches auf der Internetseite des Studios zu finden ist. Louis sieht ihn auf dem Foto an, als würde er ihn am liebsten auf der Stelle verbrennen und anschließend in die Themse werfen. „Sein Motiv ergibt keinen Sinn." sagt auch Liam. Dann wendet er sich an mich. „Wusste er wer Louis ist, bevor du es erzählt hast?" fragt er mich. „Ich habe es nie wirklich erzählt." antworte ich nachdenklich. „Irgendwann hat er es zwischen durch mal mitbekommen, als ich mit Zayn gesprochen habe, aber da schien es ihm ziemlich egal zu sein. Ich glaube schon, dass er ungefähr eine Ahnung hatte. Aber es hat nicht danach ausgesehen, als würde er dieser Sache große Beachtung schenken."
Dann fällt es mir wieder ein. „Das war, als ich den ersten Artikel über Louis und mich gesehen habe. Da hat man mich nur an den Tattoos erkannt." sage ich etwas aufgeregter. „Da hat er von dir erfahren!"
Liam sieht mich skeptisch an. „Bist du sicher, Harry?" will er wissen. „Ja, ziemlich." Liam schüttelt nur kaum merklich den Kopf. „Das Bild ni der Zeitung stammt auch von ihm.. oder naja, seinem Kollegen. Es ist hier im Umschlag gewesen. Er muss es also schon vorher bereits gewusst haben."
Das Foto gehört auch dazu?
Ich bleibe stumm. Tausende Gedanken schwirren durch meinen Kopf, aber keiner von ihnen verschafft mir wirklich Klarheit über das Geschehene. Wieso habe ich nicht bemerkt, dass ich bisher auch nicht wusste, woher dieses Bild stammt? Es ist doch nur logisch, dass die selbe Person es gemacht hat! Es ist die einzig vernünftige Erklärung dafür, dass es plötzlich in der Presse war.
Sanft streicht Louis mir über den Handrücken, doch ich merke, wie ich langsam aber sicher, noch unruhiger werde. „Ist schon klar, was Jackson sonst noch alles von mir hat?" fragt Louis an meiner Stelle und ich bin gerade unglaublich dankbar dafür. Liam schüttelt den Kopf. „Noch nicht, aber sobald wir einen Beschluss haben, wird seine Wohnung durchsucht, wenn er gerade im Studio ist. Danach werden wir ihn fest nehmen. Wir haben die Hoffnung, dass auf den Materialien Hinweise auf seinen Kollegen zu finden sind. Aber damit er ihn nicht warnt, muss er denken, dass alles in Ordnung ist." erzählt Liam uns den Plan der Security und der Polizei.
„Außerdem bekommt ihr dann euer Geld wieder." sagt Liam und sieht wissend zu mir. Ich habe ihm auch gesagt, dass sich die Rechnung im Hausmüll befinden sollte. Er weiß also, dass ein kleines bisschen von mir ist. Louis merkt seinen Blick und sieht ihn fragend an. Dann sieht er zu mir. Er braucht die Frage gar nicht erst auszusprechen, damit ich sie verstehe. Auch wenn er noch stumm ist, weiß ich, dass es ihn gerade wundert, weswegen Liam von unser beider Geld spricht.
„Ich habe meine Konten als erstes leer geräumt." sage ich leise. „Es ist nicht viel, aber ich wollte nur so viel, wie wirklich nötig war, von dir nehmen." Louis' Augen werden groß. „Bedeutet das, dass alles was du hast, aktuell bei diesem Bastard ist?!" Ich nicke leicht und gehe davon aus, dass Louis sich über Jackson aufregen wird; verständlicher Weise. Stattdessen nimmt er mein Gesicht sanft in seine Hände und küsst mich liebevoll. „Ich liebe dich so verflucht sehr." sagt er leise und lässt unsere Lippen wieder auf einander treffen.
„Was?" frage ich leicht verwirrt, aber Louis lächelt nur. „Du hast alles hergegeben, damit mir nichts passiert, obwohl du genau wusstest, dass du auch alles von meinem Konto hättest nehmen können." stellt er fest. „Aber das ist doch selbstverständlich!" sage ich perplex und verstehe gerade nicht ganz, worauf Louis hinaus will. Er lächelt nur und küsst mich erneut.
„Ich dachte du wüsstest es." sage ich leise. „Dein Bankier hat dich doch angerufen."
„Ich dachte der Rest wäre aus dem Safe gewesen." erklärt er. „Ein Teil davon." stimme ich zu.
„Wenn ihr noch etwas braucht, ich bin draußen." gibt Liam und kurz Bescheid und verlässt dann das Zimmer.
Es herrscht eine drückende Stille. „Weißt du, Harry. Das Geld ist mir eigentlich ziemlich egal." sagt Louis leise. „Es geht mir mehr darum, dass du alles getan hast, damit mir nichts geschieht."
Oh, Louis...mein Louis.
„Ich liebe dich." ist das Einzige, was ich antworte und das Einzige, was ich als als Begründung brauche.
„Es tut mir leid." sagt er leise und sehe zu ihm und schüttle den Kopf. „Was meinst du? Du musst dich doch für nichts entschuldigen." erwidere ich.
Louis verschränkt unsere Finger miteinander. „Doch." Seine Stimme ist leise und sein Ton verrät, dass er in diesem Augenblick nichts weiteres, als einfach nur absolut ehrlich ist.
„Ich hatte die ganze Zeit über bedenken, dass du mich verlässt; dass du jemand besseren findet. Jemand der nicht so viele abgefuckte Geheimnisse und Seiten hat." beginnt er leise. „Und du hattest so oft Gründe dir jemand andren zu suchen, aber du bist immer geblieben... ich weiß nicht, wie ihr da noch glauben konnte, dass du mich verlässt... Ich meine du hast all dein Geld weggegeben, damit mir nichts geschieht."
„Es geht hier doch nicht um das Geld, Lou." sage ich leise. „Du bist mir so viel wichtiger, als alles, was ich je haben könnte. Ich würde mit dir auch in einer Wohnung leben, die nur ein Zimmer hat." antworte ich ihm und sehe, dass er glücklich lächelt.
„Ich habe dich doch überhaupt nicht verdient." sagt er leise und ich verdrehe die Augen. „Fang doch nicht schon wieder damit an." erwidere ich nur. Louis schmunzelt ein wenig und beugt sich zu mir. „Ich habe nie gesagt, dass ich dich gehen lasse."
Dann küsst er mich. Ich seufze leise und lehne mich gegen ihn. Sofort stupst er sanft mit seiner Zunge gegen meine Lippen. Er Kuss wird inniger, sinnlicher und raubt mir jeglichen Verstand. Alles das, worüber ich mir gerade noch den Kopf zerbrochen habe, ist wie weggefegt. Ich brauche nur Louis, um glücklich zu sein. Es ist absolut egal, wie aussichtslos die Situation ist, wie verzweifelt ich bin, oder was um mich herum geschieht; mit Louis funktioniert es und wird es immer funktionieren. Er ist der Grund, weswegen ich weiß, dass wir auch Jacksons Kollegen vor Gericht stellen werden; er ist der Grund, weswegen ich weiß, dass wir es überstehen würden, selbst wenn jeden einzelne Bild in den Zeitungen erscheint.
Er ist der Grund, weswegen mein Herz endlich ein Zuhause gefunden hat und ich endlich weiß, wo ich hin gehöre.
welches motiv hat er wohl..
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