Kapitel 120

Kleine sanfte Küsse wecken mich. Ich öffne langsam meine Augen. "Guten Morgen", grinst mein Wecker und drückt mir einen langen Kuss auf die Lippen. "Guten Morgen", murmel ich gegen seine Lippen. Er löst sich von mir und küsst mich kurz auf die Stirn. "Steh auf, wir wollen zum Strand. Und du musst noch etwas essen!", grinst er und zieht mich hoch. "Machst du mir denn etwas?", mit Welpenaugen sehe ich ihn an. "Was willst du denn gerne essen?"-"Hm... eine Pizza wäre nicht schlecht", lache ich. "Nein Spaß. Mir würde ein belelegtes Brötchen vollkommen ausreichen." Lächelnd nickt er. Ich stehe auf und verschwinde im Bad.

Im Wohnzimmer erwartet mich ein Thorin mit vorbereitetem Frühstück für mich. Er hat, wie schonmal, einen Caopuccino, zwei Marmeladenbrötchen und einen Cookie für mich gemacht. "Danke", ich gebe ihm einen Wangenkuss. Dann setze ich mich hin und fange an zu essen.

"Wann müssen wir beim Strand sein? Und wer kommt alles?", frage ich ihn nebenbei und packe in die Tasche Wasser, Handtücher und einen Ball ein. "Wir treffen uns um 13.00 Uhr bei der Seebrücke. Und es kommen unsere halt. Also meine Neffen, die Elben und deine Mädels. Wer sollte denn sonst noch kommen?"-"Weiß nicht. Hätte ja sein können das du die Zwillinge auch 'eingeladen' hast", antworte ich schlicht und schließe die Tasche.

"Können wir jetzt doch immer noch machen oder nicht?", grinst er. "Rein theoretisch schon!"

Ich zücke mein Handy und schreibe Kjell sofort eine Nachricht. Er ist sofort einverstanden. "Kjell, Tjark, Mika und Pauli kommen auch vorbei!", informiere ich den Zwergenkönig. "Pauli?", fragt er verwirrt. "Ja?"-"Ist deine Schwester alleine hier?", fragt er erschrocken. "Nein! Sie ist mit Kjell, Tjark und Mika hier!"-"Was hat sie mit den Fußballern zutun?"-"Mika ist ihr Freund!", lache ich. Bei Thorin geht ein Licht auf. Lachend gebe ich ihm die Tasche.

"Gehen wir?", einverstanden nickt er. Wir verlassen unser Apartment und machen uns auf den Weg zur Seebrücke. Hand in Hand rennen wir durch die Straßen.

Doch unterwegs treffen wir wieder auf eine Person, die uns echt gestohlen sein kann.

"Guck mal wer da ist. Der König und seine Königin!", ohne ein Kommentar kommt er aber auch nicht aus. "Was willst du schon wieder?", genervt sehe ich ihn und seine Trulla an. "Nicht viel", grinst er. "Kannst du dich nicht mit anderen Dingen beschäftigen? Geh doch dein Weib knallen. Aber belästige uns nicht!", mache ich ihm eine Ansage. "Bist du etwa eifersüchtig, dass Tim dich für mich verlassen hat?", spricht die Puppe. "Pfff. Ne! Ich verstehe nicht was Männer an solchen Barbie's wie dir toll finden! Du bist ja richtig künstlich!", sage ich abwertend. Chantal verzieht ihr Gesicht zu so einer typischen Tussengrimasse. Ich äffe sie nach.

"Wie geht es eigentlich unseren Kind?", will Tim wissen. "Wie bitte? Unserem? Ich glaube ich habe mich verhört oder? Das ist nicht DEIN Kind", ich funkel ihn böse an. "Wessen denn?"-"Thorin's und meins!", zische ich. "Ach ja. Sicherlich. Diese Vogelscheuche ist der Vater oder was? Sieh ihn dir doch mal an!", spottet Tim. Thorin spannt sich immer mehr an und quetscht mir meine Hand. Ich löse mich aus seinem Griff.

"Er ist keine Vogelscheuche. Hast du eigentlich mal in den Spiegel geguckt?"-"Ja natürlich. Ich sehe immer 2 Stunden lang in den Spiegel und betrachte meine Männlichkeit", erzählt er arrogant. "Männlichkeit? Welche Männlichkeit?!", lacht diesesmal Thorin. "Die, die du nicht besitzt. Du siehst aus wie Conchita Wurst! Dir fehlt nur noch ein Kleid", grinst er provokant. Thorin gibt mir meine Tasche. Langsam geht er auf Tim zu doch ich halte ihn zurück.

"Lass ihn. Er ist dumm. Lass dich nicht auf sein nicht vorhandenes Niveau runter", flüster ich ihm ins Ohr. "Genau! Hör auf sie. Mädchen", provoziert er ihn weiter. "Alter Tim. Hast du denn nichts besseres zutun? Such dir andere gegen die du auch eine Chance hast. Dein Niveau ist nicht mal halb so hoch wie seins!", konter ich.

"Das sagst du mir? Schätzchen, sieh dir mal diesen Bartarsch an! Grauenvoll sowas. Bart und lange Haare. Kein Kommentar dazu." Thorin reißt sich aus meinem Griff und geht auf Tim zu. Oh nein. Es wird jetzt bestimmt eine Prügelei geben!

Wie gesagt. Die boxen sich jetzt nicht im Ernst. Ich hole schnell mein Handy und rufe Sophie an.

"Hallo?"

"Sophie, schick mir bitte die Jungs her. Wir sind vor unserem Apartmenthaus."

"Was ist passiert?!"

"Thorin prügelt sich mit Tim! Bitte schick mir alle her. Aber nur die Jungs! Am besten Fili, Kili, Kjell und Thrandy!"

"Ja! Die sind gleich da!"

Sie legt auf. Die beiden prügeln weiter. Irgendwie ist es amüsant zu zusehen wie Tim verliert aber mit Thorin ist es schon anders. Was ist wenn er verliert? Obwohl, so leicht kann er garnicht verlieren. Schließlich ist er ein König und guter Kämpfer!

Die 4 Jungs kommen an. Sofort greifen sie ein. Kjell und Thranduil halten Tim fest. Fili und Kili deren Onkel. Aber Thorin ist immer noch auf hundert achtzig. "Thorin, hey! Beruhig dich bitte!", ich lege meine Hände an seine Wangen und zwinge ihn mir in die Augen zu gucken. "Och nein! Nicht dein Ernst!", er hat jetzt ein richtig fettes blaues Auge. "Jungs bringt ihn bitte zum Apartment!", befehle ich. Die Zwergenprinzen befolgen meiner Anweisung.

Jetzt mal zu Tim. Ich gehe zu ihm. "Du hast Nasenbluten", stelle ich fest. Er knurrt mich an. Ich boxe ihm zusätzlich auf die Nase. Er geht in die Knie. "Jetzt hast du eine gebrochene Nase!", hönge ich an. "Nicole!", fassungslos sieht mich Kjell an. "Was? Er hat das verdient!", unschuldig sehe ich den Spieler an. "Geht ihr wieder zum Strand? Wir kommen gleich nach", ich kratze überlegen am Kopf. Beide nicken, lassen Tim los und gehen. "Du bist ein Arschloch Tim Rändler!" Ich gehe Richtung Apartments.

Kopfschüttelnd betrete ich mein Apartment. "Thorin, du bist ein Idiot!", kommentiere ich sofort. Fili und Kili kichern. "Jungs ihr könnt wieder zum Strand. Danke für eure Hilfe. Wir kommen gleich nach", mit diesen Worten schicke ich die beiden wieder weg. "Du siehst so creepy aus. Echt... das geht garnicht! Dieses Auge zerstört deine Schönheit!", jammer ich. Thorin zuckt nur mit den Schultern.

"Wieso hast du dich überhaupt auf ihn eingelassen?", frage ich Thorim und suche ein Kühlakku. "Er hat mich provoziert!", kommt es sauer aus dem Wohnzimmer. "Ja... aber du hättest dich trotzdem nicht darauf einlassen sollen!", ich wickel das Kühlakku in ein Tuch und gebe es Thorin.

"Halt es an dein Auge. Müsste bisschen helfen. Wenn wir zum Strand gehen, werden ich dein Auge mit bisschen Make Up abdecken!", befehle ich. Er nickt nur stumm. Ich setze mich auf einen Stuhl, stütze meine Ellenbogen auf meinen Knien ab und lege mein Kopf in die Hände. "Typisch Männer", entfährt es mir.

Nach einer halben Stunde nehme ich ihm das Kühlakku wieder ab. "Abends werden wir es wieder kühlen aber jetzt musst du mit bisschen Make Up auskommen", informiere ich ihn und hole meine Waschtasche.

"Und jetzt halt bitte still." Ich fange an sein blaues Auge abzudecken.

Mit Puder festige ich es und fertig. "Sieht jetzt nicht mehr ganz so schlimm aus! Kannst ja mal im Spiegel gucken", ich bringe die Tasche weg. Gefolgt von Thorin. Er guckt sich im Spiegel an. "Nicht schlecht. Was man mit eurem Mädchenkram alles machen kann", stellt er lachend fest. "Tja!", grinse ich.

"Wollen wir denn wieder zum Strand? Und jetzt ohne Prügeleien zwischendurch?", frage ich ihn mahnend. Er nickt, nimmt die Tasche und stolziert nach draußen. Ich folge ihm lachend.

Auf dem Weg zum Strand finde ich Tim's Handy. "Wem gehört das", Thorin sieht mich fragend an. "Tim."-"Bringst du ihm das zurück?"-"Ne! Ich schreibe seiner Freundin und die soll es denn abholen", erkläre ich. "Wie willst du da rein kommen? Er hat ein Passwort", sagt Thorin misstraurisch. Ich tippe 1234 ein. "Das ist auch ein Idiot", lacht Thorin. "Ja. Denkst du das er sich ein gutes Passwort einfallen lässt?", Thorin schüttelt den Kopf. Wir gehen weiter.

Ich durchsuche Tim's Handy. Oh Gott wie viele Bilder er von seiner Freundin hat. Und 99% davon sind einfach nur hässlich.

Ich finde alte Bilder von mir und ihm. Wieso hat er die nicht gelöscht? Ich war ihm ja nicht mal wichtig. Aber wäre es wirklich so, denn hätte er die Bilder nicht mehr. Ich schalte sein Handy aus und schreite in Gedanken neben dem Zwerg her.

Wir setzen uns zu den anderen. Die Jungs trinken ihr Bier und die Mädels quatschen miteinander. Nur ich bin abwesend.

"Nicole! Hey? Ich spreche mit dir!", Kjell wedelt mit seiner Hand vor meinem Gesicht. "Eh, was? Ja ich habe zugehört. Du hast eben von Fußball gesprochen", antworte ich gabz verplant und sehe ihn an. "Nein eben nicht. Ich habe dich gefragt, weshalb sich Thorin mit deinem Ex geprügelt hat."-"Ouh."-"Woran hast du gedacht? Du bist ganz woanders." Fragend sehe ich ihn an. "Komm mal mit!", er zieht mich hoch. Dann gehen wir zur Brücke.

"Was ist mit dir los?", sofort stellt er mich zur Rede. "Nichts. Ich habe nur kurz nicht zugehört", entgegne ich. "Du hast mir die ganze Zeit nicht zugehört. Wo bist du mit deinen Gedanken?", durchdringend sieht er mich mit seinen Augen an. "Ich habe nur überlegt weshalb Tim immer noch Bilder von mir und ihm hat. Eigentlich hätte er die doch löschen sollen. Ich war ihm doch sowieso nicht wichtig", erzähle ich einfach darauf los. "Er ist dir immer noch wichtig! Du hast immer noch Gefühle für ihn", stellt Kjell fest. "Nein! Ich habe keine Gefühle für ihn", streite ich ab. "Du belügst dich gerade selber."-"Nein! Ich habe keine Gefühle für Tim! Die sind vor 3 Jahren schon verschwunden."-"Nicole. Du lügst. Gesteh es doch."-"Ich werde aber nichts gestehen was nicht wahr ist!", ich möchte gehen aber Kjell zieht mich wieder zu sich.

"Gib doch einfach zu das du noch Gefühle für diesen Typen hast." Ich schüttel mit dem Kopf und sehe zu den anderen. Oder eher gesagt zu Thorin. "Du möchtest es nicht wahr haben weil Thorin jetzt an deiner Seite ist. Du willst ihn nicht verletzen und hast Angst", flüstert er mir ins Ohr. "Das stimmt nicht! Ich. Habe. Keine. Gefühle. Für. Tim! Er geht mir am Arsch vorbei! Thorin ist derjenige, dem ich mein Herz geschenkt habe! Er wird auch derjenige bleiben! Keiner würde seinen Platz einnehmen können! Und jetzt hör auf mir die ganze Zeit das gleiche unter die Nase zu reiben", fauche ich ihn an.
Sauer gehe ich wieder zurück. "Du stehst trotzdem noch auf ihn!", ruft er mir nach. Dummer Fußballer! Ich lasse mich nie mehr wieder auf Fußballer ein. Tim hat mir vollkommen ausgereicht. Ich dachte Fußballer wären treu. Aber ich habe mich geirrt.

Ich bleibe kurz stehen. Dann atme ich tief durch und gehe so ruhig wie möglich und mit einem Lächeln auf den Lippen zu den anderen.

Neben Thorin lasse ich mich nieder. Lächelnd legt er einen Arm um mich.

Spät abends machen wir uns alle auf den Weg zu unseren Apartments. Thüdi und ich trödeln hinter Thaddi und Sophie.

Ich schließe das Apartment auf. Erschöpft schmeiße ich mich auf das Bett. "Ach wie herrlich!", kommentiere ich. Thorin lacht. Doch ich richte mich sofort wieder auf und gehe ins Bad. Ich hole meine Abschminktücher.

"Thorin, sofort setzen!", forder ich von ihm und schubse ihn auf das Bett. "Was ist denn jetzt los?", schmunzelt er. "Ich muss dich abschminken!", er rollt mit den Augen. "Wenn es weh tut sag Bescheid!" Er nickt.

"Aua!"-"Sorry! Das dauert nichtmehr lange!"-"Nicole! Das tut weh!", motzt er rum. "Heul doch nicht. Ich dachte du wärst ein König!"-"Ja bin ich doch auch! Aber es tut trotzdem weh! Pass bitte mehr a... AH!"-"Jetzt bin ich fertig! Heulsuse", kommentiere ich und schmeiße die Tücher weg.

"Du musst heute noch das Kühlakku ranhalten. Und wenn es geht über Nacht auch. So heilt es besser", informiere ich ihn. "Och nein!", er stöhnt genervt auf. "Doch!", ich hole das Kühlakku und wickel es in ein Tuch.

"Hier! Sofort ans Augen legen", erteile ich ihm. Dann suche ich nach einem Verband.

"Ich werde dir jetzt dieses Ding um deinen Kopf wickeln! Ja? Dann musst du es nicht die ganze Zeit halten! Und wenn der Verband denn drum ist, legst du dich sofort hin", hinweise ich ihn. Er nickt. "Gut." Sofort mache ich mich ans Werk.

"Fertig!", zwitscher ich. "Aber jetzt hinlegen!", sage ich wieder streng. Lachend legt er sich hin. "Komm denn wenigstens zu mir", jammert er. Ich springe zu ihm in den Arm. "Ich habe vergessen das Licht auszumachen", stelle ich fest. "Ja. Jetzt musst du wieder aufstehen!", er lacht mich aus. "Tzzz!", ich hüpfe schnell zum Lichtschalter, schalte das Licht aus und lege mich wieder hin.

Kleine Info! Es kommen noch zwei Kapitel. Dann beginnen die Zeitsprünge. Ich hoffe ihr findet die nicht allzu schlimm, denn ich habe kaum noch Ideen und langsam möchte ich mit dem Buch auch abschließen. Hoffe es sind keine allzu große Zeitsprünge. Und wenn, denn tut es mir leid :(

Ok es werden doch ziemlich große Zeitsprünge. Zuerst sind es zwei monate Zeitsprung, denn vier Monate und dann ein Jahr. Danach geht es normal weiter und dann beende ich es (das Buch).

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