23rd December
Santa Claus Is Coming To Town
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Hektisch hielt ich nach Audrey Ausschau, doch sie war nirgends zu sehen. Mist! Was mache ich denn jetzt?
"Zoe!", hörte ich Zach rufen. "Warte!" Mein Kopf schoss zur Treppe und ich sah ihn, wie er diese hinunter gesprintet kam. David direkt hinter ihm. Sofort reagierte ich und quetschte mich in die Menschenmasse. Ich musste Audrey finden. Alleine würde ich nicht nach Hause gehen. Es war schon spät und man wusste nie, wer alles unterwegs war.
"Bitte, Zoe! Warte doch!" Ich ignorierte ihn weiterhin und versuchte mir schnell einen Weg durch die tanzenden Leute zu bahnen. Das war gar nicht so leicht. Ich wurde ständig angerempelt, aber auch ich rempelte des Öfteren welche an.
"Zoe, komm schon", meinte David, welcher plötzlich vor mir aufgetaucht war. Ich blieb wie angewurzelt stehen und sah mich mit geweiteten Augen um.
"Lass mich!", zischte ich in seine Richtung und verschwand dann in eine andere, bevor er mich festhalten konnte. Ich quetschte mich von der Tanzfläche runter und lief planlos in die Küche, als ich Zach noch irgendwo in der Menge sah. Wieso war Audrey nirgendwo aufzufinden? Machte sie schon wieder mit Sam irgendwo rum?
In der Küche wurde ich belustigt angesehen, als sich hektisch hineingerannt kam.
"Wirst du von einem Mörder verfolgt?", lallte ein Mädchen und begann daraufhin zu kichern. Ich runzelte meine Stirn und sah zu ihr. Sie hielt sich an der Küchentheke fest, ihre Haare waren verwuschelt und ihr Lippenstift verschmiert. Sie sah wirklich...wild aus.
"So ähnlich", murmelte ich bloß und ließ meinen Blick in der Küche schweifen, in der Hoffnung, dass ich ein Versteck oder Audrey fand.
"Brauchst du Hilfe?", sprach nun ein Junge, der langsam auf mich zu kam. "Ich könnte dich beschützen." Meine Augen scannten ihn einmal von oben bis unten, bis ich wieder in sein Gesicht blickte und die Nase rümpfte.
"Nein danke", erwiderte ich.
"Zoe!", hörte ich Zach irgendwo rufen. Ich zuckte zusammen und starrte nach hinten. Ich musste mich beeilen. Ich wollte nicht, dass er mich wieder in seine widerlichen Hände bekam.
Ich rannte also einfach zu der Tür, die neben dem Kühlschrank war und öffnete diese. Ich erblickte eine Treppe, welche hinunter ins Dunkle führte.
"Da ist ein Lichtschalter links", murmelte ein anderer und er hatte recht.
"Wenn einer fragt, ihr habt mich nie gesehen!", sagte ich. Ich machte das Licht an und sprintete die Treppen nach unten. Was war das hier bloß? Sah aus wie ein Aufbewahrungsraum oder so. Der Raum war ziemlich groß und verwinkelt. Ich erkannte weitere Türen, doch leider waren die meisten abgeschlossen. Es gab zwei Sofas, viele Regale mit Büchern und anderem Zeug, einen alten Fernseher, Gartengeräte und vieles mehr.
Plötzlich hörte ich, wie die Tür zur Küche aufging und versteckte mich schnell unter der Treppe, da sich dort eine dunkle Nische befand. Ich hielt die Luft an, da ich Angst hatte, man würde mich hören. Jemand kam die Treppe langsam hinunter gestiegen und ich kniff meine Augen zu. Bitte lass es nicht Zach sein! Bitte lass es nicht David sein!
"Zoe?", fragte Zach. "Bist du hier unten?" Ich sagte nichts und betete, dass er mich nicht finden würde. Hatten mich die Idioten oben in der Küche wirklich verraten? Betrunkenen Menschen sollte man wirklich nicht trauen.
"Komm schon! Versteck dich doch nicht vor mir! Ich habe dir doch nur geholfen!", versuchte er es. Ich schüttelte leicht den Kopf und betete, dass er endlich wieder hoch ging. "Zoe!" Er schien eine Runde in dem Raum zu drehen, doch er entdeckte mich nicht.
Sobald er wieder die Treppe hoch ging, machte ich meine Augen auf und als die Tür zur Küche mit einem lauten Knall zu ging, atmete ich erleichtert auf. Endlich war er verschwunden. Ich trat aus meinem Versteck hervor und fuhr mir durch die Haare. Ich konnte nicht mehr. Das war definitiv zu viel für einen Abend. Ich musste Audrey finden, doch das würde bestimmt noch Stunden dauern bei so vielen Menschen und zwei Verfolgern.
Ich trat um die Ecke, da ich den Plan hatte, wieder nach oben zu gehen. Allerdings saß jemand auf dem Sofa und ich schrie auf. Sofort legte ich eine Hand auf meinen Mund und machte große Augen. Ich lauschte, doch es schien keiner in der Küche mitbekommen zu haben, dass ich geschrien hatte.
"So schlimm sehe ich doch gar nicht aus", grinste David mir entgegen, als ich ihn erschrocken anstarrte.
"Was machst du hier!?", zischte ich, als ich meine Hand runter nahm. "Wie hast du mich hier gefunden?!"
"Süße, ich bin ein Elf. Schon vergessen? Ich kann deine Gedanken lesen", erklärte er und ich verengte meine Augen.
"Das ist so unfair!"
"Ich würde es eher hilfreich nennen."
"ABER NICHT FÜR MICH!!!"
"Doch", meinte er und stand auf. "Du bist nämlich erleichterter mich zu sehen, als diesen Zach."
"Das stimmt doch gar nicht!", verschränkte ich meine Arme.
"Oh doch", grinste er und kam mir näher. Ich ließ mich nicht von ihm einschüchtern und blieb stehen. Als er vor mir stand, sah ich zu ihm hoch.
"Du nervst", sagte ich langsam und mit Nachdruck.
"Und du liebst es", antwortete er darauf. Ich schnaubte und schüttelte den Kopf.
"Gar nicht wahr!", beschwerte ich mich.
"Doch, Zoe", grinste er. "Es hat keinen Sinn es zu leugnen. Ich kenne die Wahrheit."
"Was für eine Wahrheit?", tat ich so, als wüsste ich nicht, wovon er redete.
"Ich weiß, dass du es weißt", neckte er mich.
"Pft", machte ich. "Du würdest ohne deine Elfen-Fähigkeiten nichts hinbekommen." Das schien gesessen zu haben, da er mich erstaunt und leicht verletzt ansah, doch es war nur ein kurzer Moment, bevor er wieder sein typisches Grinsen aufsetzte.
"Soll ich dich nach Hause begleiten, bevor du dich auf dieser Party zu Tode gesucht hast nach deiner Freundin?", fragte er plötzlich und nun sah ich ihn verwirrt und erstaunt zu gleich an.
"Ehm...also..." Ich wusste nicht, ob das so eine gute Idee war. Außerdem hatte ich diese Frage gerade überhaupt nicht erwartet.
"Was ist?", fragte er grinsend nach. "Kam die Frage unerwartet?" Meine Augen weiteten sich leicht und ich räusperte mich, als ich spürte, wie sich meine Wangen leicht erhitzten.
"Natürlich nicht", sagte ich schnell. Sein Grinsen wurde breiter und ich erinnerte mich an seine Fähigkeit Gedanken zu lesen. "Shit", murmelte ich und er begann zu lachen.
"Du bist echt unglaublich. Na komm, ich begleite dich nach Hause." Er ging an mir vorbei und ich sah ihm zu, wie er schon die Treppe hoch ging. Als er oben war und bemerkte, dass ich ihm noch nicht gefolgt war, drehte er sich um und streckte seine Hand aus. "Na kommst du jetzt?" Schnell nickte ich und folgte ihm. Hoffentlich trafen wir nicht auf Zach.
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