12th December
Driving Home For Christmas
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"Zoe! Wir wollen zum Weihnachtsmarkt!", rief meine Mutter von unten.
"Komme!", rief ich zurück. Ja, ich redete noch mit meiner Mutter, aber nur so viel wie nötig war. Chloe hatte zwar mit ihr geredet, doch sie schien irgendwie eingeschnappt zu sein. Das machte keinen Sinn, denn sie war ja diejenige, die sich daneben benahm, aber nun gut. Ich versuchte mich einfach zusammen zu reißen, da ich keinen Streit wollte.
Als Chloe sich mit ein paar alten Schulfreundinnen getroffen hatte gestern, blieb Tyler zu Hause und wir hatten zusammen ein paar Gesellschaftsspiele zusammen gespielt. Ich liebte es einfach, Monopoly, Mensch ärgere dich nicht oder Scribble zu spielen. Auch Siedler von Catan war eins meiner Favoriten, doch Tyler war für Monopoly und so saßen wir fünf Stunden am Tisch im Wohnzimmer und hatten uns gegenseitig versucht in den Ruin zu treiben. Es war ganz lustig, da wir uns neue Spielregeln ausgedacht hatten und deswegen konnten wir auch so lange spielen.
"Das wird lustig!", grinste David und lief mir hinterher, als ich aus dem Zimmer gehen wollte. Allerdings stoppte ich und sah ihn böse an.
"Du bleibst hier!", befahl ich.
"Ich komm gerne mit und sehe dir zu. Du bist manchmal ganz schön tollpatschig. Ich mein, vielleicht landet diesmal Glühwein auf deiner Mutter oder so", zuckte er grinsend mit den Schultern.
"Wehe! David, das geht zu weit! Du sollst mich doch bloß von Santa Claus' Dasein überzeugen!"
"Aber wer sagt denn, dass ich das nicht schon die ganze Zeit tue?" Ich sah ihn genau an. Was meinte dieser Typ eigentlich immer? Musste er so komisch sein?
Ich schüttelte bloß meinen Kopf und schloss die Tür vor seiner Nase. Zufrieden stellte ich fest, dass er mir nicht nach unten folgte.
"Endlich", meinte meine Mutter. Wir fuhren alle in einem Auto und hörten dabei Weihnachtsmusik.
In der Stadt angekommen, parkten wir in einem der Parkhäuser und gingen zu Fuß zum Weihnachtsmarkt. Es war kalt und schon dunkel, weswegen die Stände mit ihren Lichtern so schön aussahen. Wir schlenderten ein wenig über den Markt und redeten über die verschiedenen Dinge, die wir sahen. Zwischendurch sah ich mal nach hinten. Es war voll, aber trotzdem fühlte ich mich irgendwie beobachtet. Vielleicht war ich auch einfach nur paranoid. Schließlich wusste ich immer noch nicht, wer dieser komische Stalker war.
Ich versuchte, das komische Gefühl zu ignorieren und sah mir die vielen verschiedenen Sachen an, die die unterschiedlichen Stände verkauften. Es waren viele schöne Dinge dabei und Chloe kaufte sich ein paar kleine Teile für Ihre Wohnung. Auch ich kaufte mir eine kleine Figur von einem Elfen, da sie so niedlich aussah. Sie würde bestimmt gut in mein Zimmer passen.
Nachdem auch meine Mutter ein bisschen von der selbstgemachten Weihnachtsdeko gekauft hatte und noch eine Figur für Ihren Garten gefunden hatte, suchten wir uns etwas zu essen. Allerdings gab es eine große Auswahl und man konnte sich kaum entscheiden.
Als dann alle endlich etwas zu essen hatten, stellte ich mich an einen Tisch und begann mein Abendessen zu verzehren. Chloe und Tyler waren noch kurz woanders hin gegangen, um uns allen Getränke zu holen. Wieder hatte ich das Gefühl, beobachtet zu werden, weswegen ich einen unauffälligen Blick auf die Menschenmasse warf. Allerdings konnte ich nichts auffälliges erkennen und ich fragte mich, woher dieses Gefühl kommen konnte. Es war doch logisch, dass mich Leute ansahen, wenn es so voll war und natürlich hatten sie alle keine besondere Absicht. Zumindest hoffte ich es.
Irgendwann hatten wir dann alle aufgegessen und entschieden uns, noch eine Runde auf dem Weihnachtsmarkt zu drehen, um vielleicht einen kleinen Nachtisch zu finden, da Tyler uns von einem speziellen Gebäck erzählte, welches er schon immer geliebt hatte. Dazu sagten wir nicht nein und waren offen, um etwas Neues auszuprobieren.
Die ganze Zeit fühlte ich mich noch beobachtet, aber ich versuchte einfach nicht mehr großartig nach hinten oder zur Seite zuschauen. Aber als Marcus dann beim Bezahlen war, blickte ich doch einmal nach rechts und entdeckte ein mir bekanntes Gesicht. War das nur Zufall? Er sah kurz in meine Richtung. Als er mich entdeckte, lächelte er. Schwach lächelte ich zurück. Zach war ja ganz okay, aber ich hatte eigentlich nicht vor ihn jetzt noch zu treffen. Hoffentlich kam er nicht zu uns, da ich ihn nicht meinen Eltern vorstellen wollte, zumal auch Chloe dabei war. Nachher kam bestimmt noch irgendein blöder Spruch. Deswegen drehte ich mich einfach wieder nach vorne und nahm das lecker duftende Gebäck von Marcus entgegen. Genüsslich bis ich hinein.Ich musste Tyler recht geben, es schmeckte ausgezeichnet gut!
Kurz dachte ich an David. Er war wirklich die ganze Zeit in meinem Zimmer geblieben. Irgendwie konnte ich das nicht so recht glauben, auch wenn ich ihm gesagt hatte, er solle nicht mit auf den Weihnachtsmarkt kommen. Ein klein wenig schlecht fühlte ich mich schon, dass ich ihn abgewiesen hatte, aber es war ungewohnt, dass ständig jemand neben mir her lief und blöde Sprüche machte, die nur ich hörte. Außerdem konnte auch nur ich ihn sehen und dass er meine Gedanken lesen konnte, davon wollte ich gar nicht erst anfangen. Das war sowieso total merkwürdig und ungerecht. Schließlich waren Gedanken da, um sie vor anderen Leuten geheim zu halten! Aber wenn dann so ein komischer dahergelaufener Typ meinte, er wäre Weihnachtself und könne meine Gedanken lesen, was leider auch stimmte, da ich dies selbst erlebt hatte, dann musste man immer aufpassen, woran man gerade dachte.
Dann tauchte wieder eine Frage auf, die ich mir schon ein paar mal gestellt hatte. Gab es auch Momente, wo er sich für mich unsichtbar machen konnte? Vielleicht war er mir doch auf den Weihnachtsmarkt gefolgt, aber hatte sich einfach nur unsichtbar gemacht, sodass ich ihn nicht bemerken würde. Vielleicht stand er direkt neben mir! Oh Gott das wäre total gruselig!
Das Gefühl verfolgt zu werden legte sich auf der Autofahrt nach Hause und ich wunderte mich wirklich, woher dieses Gefühl kommen könnte. Natürlich machte es mir Sorgen, dass ich wahrscheinlich von einem verrückten, irren Stalker schon seit einigen Tagen verfolgt wurde, doch viel konnte ich dagegen ja nicht machen.
Dann fiel mir ein, dass David im Park erwähnt hatte, dass es dieses Mädchen in der Clique von Audrey und Sam nicht sein konnte. Wen also könnte er gemeint haben? Er musste das einfach wissen! Zu Hause würde ich ihn sofort fragen.
Zu Hause angekommen wünschte ich allen eine gute Nacht und verschwand nach oben in mein Zimmer. Natürlich war David nicht vorzufinden und ich fragte mich wirklich, wo er nun wieder war. Er tauchte immer plötzlich wieder auf und ich hoffte, dass er diesmal auch wirklich wieder auftauchte. In der Zwischenzeit packte ich meine kleine Elfen Figur aus dem Papier, was die Figur beschützt hatte und suchte einen geeigneten Ort dafür in meinem Zimmer. Als ich einen schönen Platz gefunden hatte, stellte ich diese dorthin und trat ein paar Schritte zurück. Leicht legte ich meinen Kopf schief und betrachtete die winzige Figur. Sie hatte die perfekte Größe. Nicht zu groß und nicht zu klein. Man konnte sie noch perfekt erkennen, aber die Details auf den Klamotten und im Gesicht konnte man erst bei näherem Hinsehen erkennen. Zu niedlich!
"Ach wie süß bin ich das?" Mal wieder zuckte ich zusammen und sah blitzschnell zur Seite. Dort stand er. David. Ich hatte ja nur darauf gewartet, dass er plötzlich wieder auftauchte und mich erschreckte, so wie es eben seine Art war.
"Wieso solltest du das sein? Wie kommst du da drauf?"
"Halloho! Elfen Figur! Ich - Weihnachtself!", half mir auf die Sprünge. Ich verdrehte nur meine Augen und sah wieder zu der kleinen Figur. Vorsichtig nahm ich sie in die Hand und strich über das kleine Gesicht.
"Gibst du ihm einen Namen?", fragt er mich. Verwundert sah ich hoch.
"Warum sollte ich einer kleinen Figur einen Namen geben?" Ich hatte ja nicht mal meinen Kuscheltieren großartigen Namen gegeben, außer sowas wie Hundi, Katzi und Bärchi. Ich war einfach nicht so die Kreative in puncto Namen. Das hatte ich wahrscheinlich von meinen Eltern geerbt.
"Ach komm schon! Du musst ihr doch einen Namen geben, der kleinen süßen Figur!"
Ich überlegte kurz und grinste dann. Ich sah hoch zu David und er runzelte seine Stirn. "Warum grinst du jetzt so?"
Ich behielt meine Miene und sagte dann: "David."
"Was ist?", fragte er.
"Ich nenne sie David."
"Wen? Die Figur?", fragte er verwundert.
"Natürlich die Figur! Wen denn sonst?"
"Okay...und wieso?"
"Halloho! Elfe! Du - Weihnachtself! Ist doch logisch!", machte ich ihn nach. Sofort fing er wieder an zu grinsen.
"Das ist ja süß von dir. Du hast mich wohl sehr gern."
"Ja", lachte ich auf. "Träum weiter!" Im nächsten Moment war er mir dann wieder sehr nah gerückt und ich blickte ihn erschrocken an.
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Das verspätete Kapitel von gestern! Sorry! Hatte keine Zeit! Ich bezweifle außerdem, dass das Kapitel für den 13. heute noch rauskommt...
I'm sorry,
Spy °-°
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