39: Traitor
"Liam nein!", ich lachte laut während ich zugleich versuchte mich an Liam's Schultern festzuhalten, so dass er mich vielleicht doch nicht ins Wasser werfen konnte. "Bitte nicht.", kicherte ich weiter. "Das Wasser ist so kalt."
Doch er hatte kein erbarmen mit mir, denn im nächsten Moment fiel ich ins Wasser. Es war wirklich so kalt wie ich es mir vorgestellt hatte, weswegen ich erschrocken nach Luft schnappte als ich wieder auftauchte.
"Du Verräter!", rief ich lachend ehe ich losrannte und so gut ich konnte in Liams Arme sprang, der bis vor einigen Sekunden noch vollkommen trocken war.
Er lachte nur während er mich auffing. "Es ist wirklich kalt, huh?", bemerkte er nur. Während er mich aufrecht an seine Brust hielt. Er war Warm, verglichen zu der Kälte des Wassers weswegen ich mich nur weiter an seinen Körper drückte.
Wir waren ein weiteres Mal alleine, die Anderen waren noch immer am Spiel dran aus dem Liam und ich rausgeschmissen wurden. 'Wir wären nicht richtig dabei' oder 'Wir spielen das Spiel nicht richtig' wurde uns vorgegaukelt, was uns nicht wirklich störte. Denn so konnten wir wieder alleine sein. Ohne die beobachteten Augen der Anderen.
"Wie konntest du nur?", lachte ich weiter während ich meine Arm um seinen Nacken schling während sich meine Beine um seine Hüften klammerten um besseren halt zu bekommen.
"Du hast es verdient, nach deiner Aussage, dass ich es nie schaffen würde dich einzufangen. Denn ich bin so ein langsamer Beta", grinste er, meine Stimme etwas nachahmend. "Wer ist nun der langsame Beta?", fragte er und schaute mir über die Schulter blickend in die Augen.
"Ich hab dich gewinnen lassen.", behauptete ich nur, die Nase hochziehend und seinem Blick ausweichend. Er lachte nur, so das sein Oberkörper gegen ihren vibrierte. "Ja, klar!"
Bis sein Lachen verstummte, standen wir einfach da im Wasser. Ich in seinen Arme und das Wasser um uns herum. Wir waren wieder die jungen Teens die damals von den Todeslisten und Attentäter wegrannten. Die so Verliebt waren, dass die Attentäter machbar schienen und wir genossen das bekannte Gefühl einfach. Nur dieses Mal ohne Adrenalin sondern mit vollkommener Ruhe.

"Können wir nicht für immer so bleiben?", flüsterte Liam gegen meine Lippen ehe er sie ganz leicht und vorsichtig an meine presste. Vielleicht hatte er angst, dass ich ausweichen würde oder ausrasten würde, weswegen er so vorsichtig war. Doch das tat ich nicht. Im Gegenteil; ich lehnte in den Kuss hinein. Denn Kuss so vertiefend.
Wären da nicht die unterbrechenden Schritte entlang des Ufers hätte ich nicht versprechen können was zwischen Liam und mir passiert wäre. Stattdessen sprangen wir auseinander als wären wir vom Blitz getroffen worden.
Ich blickte über meine Schultern um nachzusehen ob uns irgendjemand erwischt hatte. Doch es schien so als wären die beiden Täter zu im Gespräch vertieft um überhaupt mitzubekommen, was vor ihnen war.
Erst als Mason das Shirt über sein Kopf streifte blickte der Junge endlich nach vorne. "Ach, hier seit ihr.", lächelte er und machte Schritte ins Wasser.
In der Zwischenzeit hatte ich etwas mehr Distanz zwischen Liam und mir erschaffen, dass es nun aussah als hätten wir ein humanes Gespräch gehabt und nicht als hätten wir rumgemacht wie die Tiere.
"Wo hätte man sonst hin können?", fragte ich grinsend.
"Naja, es gibt hier viele Möglichkeiten, zum Beispiel im Wald verschwinden.", da erlosch mir das grinsen, als ich endlich realisierte wer mit Mason mit dabei war.
"Warum seit ihr hier?", wunderte sich nun Liam. Sein blick auf Mason haftend.
"Wir haben die Spielrunde beendet.", antwortete er und watete tiefer ins Wasser. "Die Anderen werden auch gleich kommen."
Und wie es Mason angesprochen hatte, waren die Anderen auch schon zu sehen. Scott und Malia gefolgt von unseren Lieblingsbleichlingen, Lydia und Stiles. Und ehe man sah, waren alle bereits im Wasser.
Lydia in einem Gespräch mit Stiles während Liam, Mason, Malia und Scott den Ball hin und her schossen, den Scott mitgebracht hatten.
Die Situation von aussen beobachtend konnte ich nur für mich lächeln. Ich genoss es, dass all meine Freunde so glücklich und sorglos waren. Vor allem nach diesem Jahr, dass wir hinter uns hatten. Es tat gut, meine Freunde mal als die Teens zu sehen die sie waren und nicht als die Werwölfe und Banshee, die zu viel Verantwortung hatten als es für sie gut waren.
"Also, was ist dein Deal?", unterbrach mich plötzlich eine Stimme. Von meinen Freunden wegblickend, konnte ich sehen, das Hayden nun plötzlich vor mir stand.
"Wovon redest du?", meine Augen verdunkelten sich. Es gefiel mir nicht wirklich, dass sie so nahe bei mir war.
Wie jeder wusste, war mein Plan, ihr das ganze Wochenende aus dem Weg zu gehen. Um jede mögliche Eskalation zu vermeiden.
"Was ist dein Deal?", wiederholte die Brünette nur ihre Frage, jedes einzelne Wort betonend. Dies brachte mich nur dazu meine Augen zu verdrehen.
"Hör zu, ich habe wirklich keine fucking Ahnung, wovon du sprichst.", war alles, was ich sagen konnte. Ich schloss meine grünen Augen mit ihren braunen. Ich konnte jetzt schon fühlen wie ich wütender wurde und wir sprachen nicht mal eine Minute miteinander. Es schien, dass ihre Anwesenheit in meiner persönlichen Blase genug war, um mich zu verärgern, weswegen ich mich dazu entschied lieber hier zu verschwinden ehe ich mich nicht mehr kontrollieren wollte.
(Sieht ihr wie ich wollte sagte und nicht konnte?)
Ohne ein weiteres Mal in das Gesicht von Hayden zu blicken, watete ich aus dem Wasser. Packte meine Kleidung und machte mich auf dem Weg zu unseren Zelten.
Liebend gerne würde ich weiter im Wasser bleiben und den Jungs zu schauen wie sie den Ball hin und her warfen. Wie das Wasser auf Liams trainierter Brust aussah, ihm beim Lachen zu zuhören, doch wenn ich weiter da bleiben würde, würde nichts gutes passieren.
Es wirkte so als wäre meine Abwesenheit doch aufgefallen, denn bevor ich mir überhaupt ein Plätzchen im Wald aufsuchen konnte, stand Stiles auf dem Zeltplatz.
"Alles okay bei dir?", fragte der bleiche Spasst mich besorgt. Ich nickte nur knapp: "Alles bestens."
"Du bist so plötzlich verschwunden. Warum?", seine Augenbrauen waren zusammengezogen während er mich musterte.
Ich zuckte einfach mit den Schultern. "Keine Ahnung. Hatte keine Lust mehr auf das Wasser.", antwortete ich ohne mit der Wimper zu zucken. Es war keine Lüge, die Lust war mir wirklich vergangen doch es hatte wenig mit dem Wasser zu tun und mehr wer im Wasser war.
"Es ist nicht nur das, stimmts?" Wieder zuckte ich nur mit den Schultern, was wollte ich da denn Antworten. Stiles schlüpfte schnell in sein Shirt ehe er eine Hand auf meinen Rücken legte: "Komm, lass uns etwas laufen gehen.", sagte er, während er mich zu gleich in die Richtung eines Pfades im Wald führte.
"Es ist Hayden, stimmts?", wiederholte er sich während er hinter mir , dem Wald Pfad entlang, her lief. "Ich hab gesehen, wie ihr euch unterhalten habt."
"Eine Unterhaltung konnte man das nicht nennen.", meinte ich nur knapp. "Sie ist einfach auf mich zugekommen und wollte wissen was mein Deal war."
"Okay?", verwirrt zog Stiles seine Augenbrauen zusammen. "Und was ist dein Deal?"
"Wenn ich nur wüsste, was die damit fragen wollte. Ich weiss doch nicht, was ihrer Meinung nach, mein Deal ist.", sagte ich nur wütend. "Und als ich wollte, dass sie mir genauer erklärte was sie wollte, hat sie nur den verdammten Satz wiederholt."
"Das ist wirklich komisch.", murmelte der Junge nur. Mehr konnte er nicht dazu sagen. Was wollte er auch dazu sagen. Er konnte Hayden nicht einschätzen, dafür hatte er zu wenig Zeit mit ihr verbracht und er würde auch nicht mehr Zeit mit ihr verbringen nur um sie einschätzen zu können.
"Weisst du...", begann ich als wir endlich am, vom Weg versprochenen, Aussichtspunkt ankamen. Ich holte kurz Luft, während ich mir mit der Hand etwas zu wedelte. Es war wirklich heiss hier. Aber kein Wunder, dass ist Kalifornien.
"Ich bin froh, hier zu sein.", lächelte ich sanft. "Das ganze hier, fühlt sich an wie ein erfundener Ort an dem fast alles perfekt ist."

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