Eine Idee mit Folgen | Larry
"Duuu Hazzaaaa?", fragte Louis und zog dabei die letzten Silben besonders in die Länge. Harry, der sich lesend auf einen der Sessel ihres Zimmers gelümmelt hatte, gab nur ein genervtes Brummen von sich. Wenn der Wuschelkopf schon so anfing, war seine Chance aus der Sache (was auch immer sie sein mochte) herauszukommen ziemlich gering. Also entschied er sich für das seiner Meinung nach einzig Richtige und ignorierte Louis. Wenn er ihn nicht hörte, könnte er auch nicht in eine seiner absolut bescheuerten, und für Harrys Geschmack häufig viel zu gefährlichen, Ideen verwickelt werden. Nur allzu gut erinnerte er sich an das eine Mal, als Louis den Hotelflur mit Müllsäcken ausgelegt hatte um ihnen eine Wasserrutsche zu bauen. Dass der Flur weder abfallend war und die Angestellten des Hotels sicherlich wenig Lust hätten die Sauerei am Ende wieder sauber zu machen, hatte er in seinem Enthusiasmus natürlich großzügig übersehen. Auch Harrys Proteste, dass sie nicht einfach den kompletten Gang fluten konnten, nur weil Louis der Meinung war unbedingt im Februar auf einer Wasserrutsche rutschen zu wollen, waren mit einer Handbewegung von Seiten des Wuschelkopfes abgetan worden. Und da ansonsten nur noch Niall bei ihnen gewesen war, Liam und Zayn waren wer weiß wohin verschwunden, hatte der Mission Wasserrutsche zu Harrys Leidwesen nichts mehr im Wege gestanden. Spätestens als Louis mit Harrys Shampoo in der einen und dem Duschkopf, dessen Schnur gerade soweit gereicht hatte, in der anderen Hand in der Tür ihres Hotelzimmers stand, hatte Harry erkannt, dass jeder Widerstand zwecklos war. Zehn Minuten später hatten sie beide, denn natürlich hatte Louis Harry zu einer gemeinsamen "Fahrt" überreden können, vollkommen durchnässt und mit Seifenblasen zwischen den Zehen und Fingern vor der Hotelleitung gestanden. Bis heute war es Harry ein Rätsel wie sie es lebend aus dem Büro des stinkwütenden Hotelleiters geschafft hatten. Er vermutete, dass ihre schuldbewussten Mienen und Louis reuevolles Lächeln maßgeblich zur Entspannung der Situation beigetragen hatten. Wahrscheinlich hatte auch der Anruf von Simon einiges wieder gerade gebogen.
Jedenfalls hatte Harry sich an jenem Tag geschworen nie wieder bei Louis dummen Aktionen mitzumachen. Seine Überzeugung geriet allerdings etwas ins Wanken, als er doch kurz an seinem Buch vorbei schielte und direkt in Louis blaue Augen sah. Er hatte wirklich schöne Augen. Das Blau strahlte in einer Intensität, die Harry unwillkürlich angenehme Schauer über den Rücken jagte. Er blinzelte kurz um die Benommenheit abzuschütteln und vielleicht auch um dem faszinierenden Farbspiel vor ihm zu entfliehen. Stattdessen wandte er sich wieder seinem Buch zu und tat als würde er konzentriert lesen. Tatsächlich wartete er aber nur darauf, dass Louis endlich aufgab. Ein plötzliches Gewicht auf seinem Schoß belehrte ihn eines besseren.
"Louis, was genau soll das werden?", fragte er, die Augenbraue skeptisch nach oben gezogen. Der Wuschelkopf auf ihm sah ihn nur triumphierend an. "Hah! Ich wusste du hast mich bemerkt", grinste er und sein Lächeln erzeugte kleine Knoten in Harrys Magen. "Es wäre schwierig es nicht zu tun, schließlich sitzt du auf mir", brummte Harry. Er erhielt keine Antwort. Stattdessen bettete der Ältere seinen Kopf auf Harrys Brust und legte sich somit vollends auf ihn. Automatisch schlang Harry einen Arm um die Taille seines besten Freundes und inhalierte den Dupft von Louis Haaren, die ihn an der Nase kitzelten. Sie rochen nach Lou und nach Harrys Shampoo, was Harry mit einem sanften Augenrollen quittierte. Manchmal fragte er sich wie der Junge nur jedes Mal zu faul sein konnte um sein eigenes zu benutzen. Aber so wirklich stören tat es ihn nicht, wenn Louis sein Shampoo benutzte. Erstens könnte er eh wenig dagegen tun und zweitens mochte er es irgendwie, wie sich der Geruch mit Louis eigenem vermischte. Er roch dann nach zu Hause, nach Geborgenheit.
Beinahe wäre Harry weggedöst, es wäre schließlich nicht das erste Mal, dass sie zusammengekuschelt einschliefen. Doch Louis Bewegungen gefährlich nahe an seinem Schritt holten ihn recht schnell wieder in die Realität zurück. "Lou", flüsterte er leise und fuhr sanft durch die kurzen braunen Haare. Keine Antwort. Nur das Wackeln von Hüften aus seinen, als Louis offenbar versuchte eine bequemere Position zu finden. "Louis", wisperte Harry, diesmal mit mehr Nachdruck. Der Körper auf ihm kam zum Stilliegen und Harry atmete erleichtert auf. Einen Moment herrschte wieder Stille. Nur Louis gleichmäßiges Atmen war zu hören.
"Was ist denn Haz?", erklang dann die erstaunlich wach klingende Stimme des Wuschelkopfes. Blut schoss Harry in die Wangen und bildete einen süßen Kontrast zu seiner sonst recht blassen Haut. "Ähm, nichts. Du lagst nur etwas unbequem", nuschelte er und vergrub die Nase noch tiefer in den verwuschelten Strähnen. "Oh, tut mir leid", murmelte Louis und begann sich wieder zu bewegen. Okay, das war definitiv zu viel für Harrys jugendlichen Körper! Wenn er nicht bald etwas unternahm würde Louis ganz sicher merken, dass er langsam Probleme in bestimmten Zonen bekam. Und der würde sicher einige unschöne Erklärungen fordern.
"Halt still Louis!", sagte Harry etwas harscher als geplant, als ihm das Herumgerutsche zu viel wurde. Er spürte bereits wie ihm seine Boxer etwas eng wurden. "Alles in Ordnung Hazza?" fragte Louis, aber zu Harrys Verwunderung glaubte er ein Grinsen aus der Stimme seines besten Freundes herauszuhören. "Ich ähm....ja natürlich", stotterte Harry und seine Wangen färbten sich noch ein wenig röter. Wenigstens floss sein Blut jetzt in seinen Kopf statt in seinen Schritt.
Er spürte Louis vibrierendes Lachen auf seiner Brust. Die Art wie er dabei seine Finger in Harrys Shirt krallte, half ihm nicht unbedingt sich wieder zu beruhigen. Im Gegenteil, das fühlte sich verdammt gut an. Was diese Hände wohl noch alles mit ihm anstellen könnten? Schließlich war Louis älter und hatte sicherlich mehr Erfahrung als Harry. Bevor seine Gedanken noch weiter in diese Bahnen abdriften konnten, lenkte er das Gesprächsthema schnell auf etwas anderes.
"Was wolltest du eigentlich vorhin?", fragte er in Ermangelung einer anderen Idee. "Du meinst bevor ich dich als übergroßes menschliches Kissen missbraucht habe?" Aus Louis Stimme war klar seine Belustigung herauszuhören. "Ja genau. Außerdem bin ich nicht übergroß. Du bist einfach sehr klein." Er konnte es sich einfach nicht verkneifen seinen Wuschelkopf ein wenig zu necken. "Das...mein Lieber...", knurrte Louis und das Geräusch ließ in Harrys Bauch Feuerwerke steigen "...ist eine dreiste Lüge!"
"Ist es das?", schmunzelte Harry und zwickte den Älteren leicht in die Seite. "Hey!", kreischte Louis emört auf und schlug Harry auf die Finger, der sich vor Lachen auf dem Sessel kringelte. "Das war gemein. Dann erzähl ich dir eben nicht von meiner tollen Idee", schmollte Louis und schob gespielt trotzig die Unterlippe nach vorne. Da Harry ihm noch nie lange beim Schmollen zusehen konnte, legte er schnell beide Arme um den Wuschelkopf und zog ihn zurück an seine Brust. "Ach komm schon Loubou", spielte er seine Karte aus, von der er wusste, dass sie bei Louis immer wirkte. Und wie erwartet wurde dieser ganz aufgeregt und hibbelte leicht in Harrys Armen hin und her. "Ich habe eine wunderbare Idee! Und ich bin mir sicher sie wird dir auch gefallen", rief er und freute sich offensichtlich wie ein kleines Kind darüber. Es war verdammt niedlich und Harry musste sich sehr zusammenreißen ihn bei diesem Anblick nicht einfach durchzuknuddeln. Stattdessen begnügte er sich damit, mit seinen Fingern sanfte Muster auf Louis Oberschenkel zu malen.
"Ich...", begann dieser und machte eine dramatische Pause. "...will Gitarre lernen!", führte er dann zu Ende. Harrys Hände erstarrten in ihrer Bewegung. Damit hatte er nicht gerechnet. "Und du wirst es mir beibringen", quiekte Louis und sah ihn dann begeistert an.
Harrys Kehle war auf einmal ganz trocken und er räusperte sich kurz, ehe er antwortete. "Warum fragst du nicht Niall? Er kann das viel besser als ich." Fast sofort bemerkte er wie Louis Körper sich etwas anspannte. Um ihn zu beruhigen begann er wieder seine Finger über den Stoff seiner Jeans tänzeln zu lassen. "Willst du es mir denn nicht beibringen?" In Louis Stimme schwang eine Unsicherheit mit, die Harry nicht von ihm gewohnt war. Normalerweise wusste Lou immer genau was er wollte und wie er es zu tun hatte. Doch jetzt wirkte er beinahe schüchtern, wie er da auf Harrys Schoß saß, die Schultern erwartungsvoll angespannt und die blauen Augen etwas gesenkt, als wolle er Harrys grünen ausweichen. Leicht hob Harry sein Kinn an und brachte ihn somit dazu ihn anzusehen. Blau traf Grün und einen Moment hatte er wieder das Gefühl in den Ozeanen vor sich zu versinken. Doch er riss sich zusammen. Das hier war wichtig. Er wusste nicht ganz weshalb, aber er war sich sicher, dass es so war. "Natürlich würde ich gerne Lou", sagte er mit ruhiger Stimme und einem sanften Lächeln im Gesicht. "Ich war nur überrascht, dass du nicht zu Niall gehst. Sicherlich ist er ein besserer Lehrer als ich und er weiß auch viel mehr darüber", begann er zu erklären und er glaubte einen Funken Erleichterung in Louis Augen erkennen zu können. Er sah auf jeden Fall viel entspannter aus als noch vor einigen Sekunden.
"Niall meinte er hätte keine Zeit und ich solle dich fragen", gab Louis zu und lächelte ihn immer noch mit diesem schüchternen Ausdruck auf dem Gesicht an. Ein beißender Schmerz durchzuckte Harry und er konnte nicht verhindern, dass er sich bei diesen Worten schlecht fühlte. Er war also nur die zweite Wahl gewesen. Bei jedem anderen wäre es ihm egal gewesen, aber bei Lou...
Louis schien zu bemerken, dass etwas nicht stimmte, denn dieses Mal war er es, der Harrys Kinn wieder zu sich drehte, um den Blickkontakt wiederherzustellen.
"Was ist los Haz? Bist du wütend auf mich?", fragte er und Besorgnis klang in seiner Stimme mit. Harry zuckte ertappt zusammen. Louis konnte ihn schon immer lesen wie ein offenes Buch. Manchmal fand er es erschreckend wie schnell der Wuschelkopf ihm anmerkte, dass etwas nicht mit ihm stimmte. Doch die meiste Zeit genoss er es einfach nicht so viele Worte zu brauchen. Nur jetzt gerade wäre ihm lieber, Louis hätte es nicht bemerkt. Wie sollte er denn erklären, dass er eifersüchtig auf einen seiner besten Freunde war, nur weil sein bester Freund eher zu ihm gegangen war, als zu Harry? Wie sollte er erklären, dass sich bei dieser Aussage viele kleine Nadeln in sein geschwollenes Herz gebohrt hatten? "Ich...nein. Ja. Nicht so wirklich", begann er und ordnete dann seine Gedanken. Das war doch lächerlich. Sie waren seit mehr als zwei Jahren befreundet. "Ich weiß es ist dumm, aber ich dachte ich wäre deine erste Wahl gewesen. Aber natürlich bist du erst zu Niall. Ich war ja sogar selbst überrascht, weil ich davon ausging, dass du dich bei sowas eher an ihn wenden würdest. Tut mir leid. Das war irgendwie dumm von mir", erklärte er etwas zerknirscht.
"Das ist nicht dumm, Haz", lächelte Louis und zauberte Harry damit die kleinen Grübchen ins Gesicht, die er immer bekam, wenn er sich über etwas ernsthaft freute oder aufgeregt war. "Ich würde es sehr gerne von dir lernen. Zumindest, wenn du es auch willst", fügte Louis mit einem schüchternen Lächeln hinzu.
"Für dich immer", sagte Harry vielleicht etwas zu schnell und er spürte bereits wie sich seine Wangen erwärmten.
Louis knuffte ihn kurz in die Seite, bevor er aufstand und in seiner gewohnt fröhlichen Art meinte: "Dann geh ich das gute Stück mal aus Nialls Zimmer holen."
Ein paar Minuten später saßen sie einander gegenüber auf dem weichen Teppich des Hotelzimmers. Louis mit dem Rücken zur Couch und Harry an den Sessel gelehnt.
"Also das ist ein G-Chord", sagte er gerade. Seine Stimme war ruhig und konzentriert. So wie immer, wenn er etwas erklärte. Louis hörte ihm fasziniert zu und bekam nur am Rande mit wie Harry über Fingerstellungen und Saitennamen sprach. Er war viel zu sehr von der Vollkommenheit des Jungen vor sich abgelenkt. Die vollen roten Lippen bewegten sich beim Sprechen und das süße Gesicht wurde von dunkeln Locken eingerahmt, die so verführerisch weich waren. Harrys Wangen waren noch leicht gerötet und es fiel Louis äußerst schwer sich auf seine Worte zu konzentrieren.
"Jetzt probier du", meinte Harry in diesem Moment und riss Louis aus seinen Tagträumereien. Zögerlich griff der Wuschelkopf nach der Gitarre und versuchte Harrys Fingerhaltung nachzumachen. "Das geht nicht" brummte er frustriert, nachdem es ihm auch nach dem fünften Versuch nicht gelang seine Finger so auf die Saiten zu legen, wie Harry es ihm vorgemacht hatte.
"Natürlich geht das Lou", wies Harry ihn zurecht, aber ohne Schärfe in der Stimme. "Bei dir vielleicht. Aber bei mir nicht!". Frustriert starrte Louis auf die Gitarre. So bekam er erst mit, dass Harry seinen Platz verlassen hatte, als sich schmale Finger um die seinen legten, um sie richtig zu positionieren. Louis hielt den Atmen an, als ihm dieser unbeschreibliche Geruch in die Nase stieg, der Harry immer umgab.
"Lou", meinte besagter Lockenkopf amüsiert und Louis Kopf ruckte hoch. Harry lachte sein Lachen, dass jedes Mal ein Kribbeln durch Louis Adern fließen ließ. "Du musst dich schon auf die Saiten konzentrieren", rügte Harry und sah ihn belustigt an. Louis konnte nur zurückstarren. In dieses unfassbar schöne Grün. Kurt schweifte sein Blick zu Harrys Lippen. Wie gerne würde er ihn jetzt küssen. Ihre Gesichter waren sich auf einmal so nah.
Langsam neigte er seinen Kopf ein wenig mehr, gefangen in den grünen Spiegeln. Wie in Trance bemerkte er, dass auch Harry sich langsam zu ihm hin beugte. Die Gitarre ruhte vergessen auf Louis Schoß. Das Einzige, was jetzt wichtig war, war Harry und dieser Moment. "Lou", flüsterte sein Lockenkopf leicht unsicher und sah ihn forschend an.
"Haz" murmelte Louis zurück, ohne in seiner Bewegung inne zu halten. "Bist du sicher, dass das eine gute Idee ist?". Harrys Stimme klang leicht zittrig, seine Nase nur wenige Zentimeter von Louis entfernt. "Ganz sicher", sagte Louis, ehe er seine Lippen auf Harrys legte. Ein Gefühl der Wärme erfüllte ihn und seine Augen fielen flatternd zu. Harry war weich und zart und schmeckte leicht nach dem Pfefferminzkaugummi, den er vorhin gekaut hatte. Er war perfekt. Langsam bewegte Louis seine Lippen auf Harrys, und dieser ahmte seine Bewegungen begierig nach. Nebenbei fragte Louis sich ob das hier sein erster Kuss war, so unerfahren wie er augenscheinlich war. Aber als sich Harrys Hände in seinen Nacken legten und mit erstaunlicher Zielstrebigkeit durch seine Haare glitten, war es Louis egal. Es war egal was um sie herum passierte, es zählten nur Harry und seine Lippen, die so wunderbar warm auf Louis lagen. Als wären sie nur hierfür gemacht.
Als ihnen die Luft knapp wurde beendeten sie den Kuss. Die Hände noch immer beim jeweils anderen, die Köpfe noch immer näher als es unter Freunden üblich gewesen wäre.
"Das war gut", flüsterte Harry und ein schüchternes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Louis nickte nur, noch immer etwas außer Atem. Das war definitiv der beste Kuss gewesen, den er je bekommen hatte. Bevor er das allerdings aussprechen konnte wandelte sich das glückliche Grinsen auf Harrys Gesicht zu einem unsicheren Ausdruck und er begann leise vor sich hin zu plappern, ohne zu bekerken, dass Louis ihn leicht belustigt und liebevoll anschaute.
"Also ich meine. Es war halt gut. Okay und so. Wir sind schließlich Freunde. Da kann das mal passieren. Also nicht, dass es was bedeutet hätte. Es sei denn du willst, dass es etwas bedeutet. Weil eigentlich würde ich gerne....aber das ist dumm. Weil du siehst das bestimmt nicht so und-" Er quiekte erschrocken auf als Louis seine Hände mit den seinen verschränkte. Entzückt starrte Harry auf ihre verschlungenen Finger um dann unsicher in Louis Augen zu sehen.
"Ich mag dich sehr gerne, Harry. Ziemlich gerne sogar", sagte Louis und Harrys Lächeln wurde noch breiter. "Ich würde dich gerne häufiger küssen, dich im Arm halten und nachts neben dir einschalfen. Ich will dir die Welt zu Füßen legen und die dümmsten Geschichten mit dir erleben. Und zwar als mehr als nur Freunde." Harry starrte ihn kurz an, überrascht von der Intensität und der Ernsthaftigkeit dieser Worte. "Meinst du das ernst?", flüsterte er dann schließlich und sah Louis mit großen hoffnungsvollen Augen an. "Todernst", erwiderte Louis ohne zu zögern.
"Das würde ich auch sehr gerne. Ich mag dich nämlich auch. Mehr als nur Freunde", sagte Harry und drückte leicht Louis Hände.
"Hab ich schon mitbekommen. Deine Latte vorhin war ziemlich deutlich zu spüren", grinste Louis und Harry lief puterrot an.
"Das...das...ich...also", begann er zu stottern und Louis kicherte leise. "Harry, ich wollte dich nur aufziehen. Ich finde dich auch echt heiß, wenn du es genau wissen willst", grinste er und freute sich über Harrys gerötete Bäckchen. Doch er wollte jetzt nicht nur reden. Viel lieber würde er wieder Harrys Lippen auf seinen und seine Hand in seinen Haaren spüren. "Und jetzt küss mich endlich du Idiot", brummte er, kurz bevor sich ihre Lippen wieder zu einem süßen Kuss vereinten. Und das ließ sich Harry nicht zweimal sagen.
Später am Abend, als Lou und Harry längst aneinandergekuschelt auf dem Sofa eingeschlafen waren, kam ein gut gelaunter Niall ins Zimmer geschlichen und betrachtete zufrieden sein Werk. Dann schnappte er sich seine Gitarre vom Boden und verließ leise summend den Raum. Wieder mal war ein Plan à la Niall Horan aufgegangen.
19. Juli 2020
All the Love Regulus_Black00
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