9. Kapitel
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Bei Adrians Worten machte sich eine Gänsehaut auf meinem ganzen Körper breit. Plötzlich wünschte ich mir nichts sehnlicher als mit Adrian allein zu sein. So gerne ich Elli und Nate auch mochte, momentan wünschte ich mir nichts sehnlicher, als dass die beiden aus diesem Haus oder zumindest in ein anderes Zimmer verschwinden würden.
„Hast du mir zugehört?", riss mich meine beste Freundin aus meinen Gedanken.
Verwirrt sah ich sie an, was sie offenbar als ein Nein interpretierte.
„Ich habe gefragt, ob wir etwas zu essen bestellen sollen, aber so wie du Adrian ansiehst weißt du offenbar schon, was du heute vernaschen willst", schmunzelte Elli.
Ich verschluckte mich bei ihren Worten an meiner eigenen Spucke. Wieso musste sie auch immer so unfassbar direkt sein?
„Da hast du absolut Recht", antwortete Adrian. „Also entweder verschwindet ihr beide oder legt euch Ohrstöpsel zu, denn Gia und ich müssen etwas unter vier Augen besprechen."
Ohne dass ich hätte protestieren können, schnappte er nach mir, warf sich meinen Körper über die Schulter und war schon die halbe Treppe hoch, bis ich realisierte, was hier gerade vor sich ging.
„Adrian, das war unhöflich", schimpfte ich halbherzig.
„Es gibt nichts, was mir im Moment mehr egal sein könnte", antwortete er. Ich hörte ein Grinsen aus seiner Stimme heraus. „Ich will alle Tage und Nächte nachholen, die wir getrennt waren. Was übersetzt für dich bedeutet, dass du heute Nacht nicht schlafen wirst."
Ein Kribbeln zog sich durch meinen Körper. Adrian trug mich geradewegs in sein Schlafzimmer und verlor keine Zeit, die Tür mit seinem Fuß ins Schloss zu treten. Allerdings verschwendete er keine Zeit, um die Tür abzuschließen, sondern ließ mich direkt auf sein Bett fallen.
Ich stützte mich mit meinen Ellbogen halb liegend ab und sah ihn lächelnd an. „Und jetzt?"
Mit seinen stürmischen Augen taxierte er mich. „Zieh dich aus."
„Ich mag es aber viel lieber, wenn du das für mich tust", neckte ich ihn.
„Glaub mir, ich auch. Dich auszuziehen ist besser als das Auspacken der Geschenke an Weihnachten. Aber wenn du dich nicht sofort ausziehst, würde kein Kleidungsstück überleben, welches du gerade trägst." Adrians dunkle, raue Stimme verschaffte mir eine Gänsehaut. Er griff nach meiner Taille und zog mich so weit zu sich hoch, dass ich vor ihm stand, bis er uns drehte, sodass er sich auf das Bett setzen konnte, während ich zwischen seinen Beinen stand.
„Was hast du vor?", fragte ich.
„Ich brauche eine gute Sicht für das, was jetzt folgen wird", erwiderte Adrian. „Also, worauf wartest du? Zieh dich aus."
Während er nicht eine Sekunde den Blick von mir nahm, machte sich in mir ein leichtes Gefühl des Unwohlseins breit.
„Wo ist dein Selbstbewusstsein hin, Kleine?", provozierte er mich. Meine Wangen mussten bereits knallrot leuchten.
Zögernd griff ich nach hinten, um den Reißverschluss des engen Kleides zu öffnen, das ich trug. Meine Hände zitterten so stark, dass ich den kleinen Zipper nicht zu fassen bekam.
„Brauchst du Hilfe?" Adrian sah mich mit geweiteten Pupillen an. Ich nickte, da mein Hals zum Sprechen viel zu trocken war. Geschmeidig erhob er sich und ging um mich herum, während seine Finger von meinem Schlüsselbein zu meiner Schulter tanzten.
Ich spürte seinen heißen Atem in meinem Nacken, während er den Reißverschluss quälend langsam öffnete. Ich schloss meine Augen. „Wunderschön", murmelte er leise und platzierte einen federleichten Kuss in meinem Nacken.
Als ich meine Augen wieder öffnete, saß Adrian schon wieder vor mir. „Mach weiter."
Unter seinem Blick fühlte ich mich wie die schönste Frau auf Erden, weswegen mein Unwohlsein langsam aber allmählich verflog. Ich schob mir langsam die Träger von den Schultern und strich dabei absichtlich langsam über mein Schlüsselbein. Innerlich quiekte ich vor Freude, als ich sah, wie sich Adrians Pupillen noch eine Spur weiteten.
„Du bist ein kleiner Teufel, weißt du das?", brummte er und fuhr sich durch die Haare.
Langsam schob ich mein Kleid bis zu meiner Taille herunter.
„Kein BH?" Adrian schluckte angestrengt.
„Zu unbequem." Ich konnte mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, was er mit einem leisen Stöhnen quittierte.
„Weiter." Adrians Befehlston verwandelte meine Beine in Wackelpudding.
Ich tat, was er sagte, und schob das Kleid so weit runter, dass es zu Boden fiel und ich heraussteigen konnte.
Adrian riss die Augen auf. „Verdammt, Gianna. Wieso trägst du verdammt nochmal nichts unter diesem Kleid?"
Ich schmunzelte. Auf ein Höschen hatte ich ebenfalls verzichtet. „Wie gesagt, zu unbequem."
Ich trug nur noch die Strümpfe, die mit Hilfe eines Gummibandes auf der Innenseite an meinen Oberschenkeln hafteten. Gerade als ich mich leicht bücken wollte, um auch sie loszuwerden, griff Adrian meine Handgelenke.
„Die behältst du an, Kleine", knurrte er. Mit einem Ruck zog er mich einen Schritt näher, sodass ich ihn beinahe berührte. Seine Hand lag immer noch um meine Handgelenke.
„Sag mir, wieso trägst du keine Unterwäsche, wenn du nicht wusstest, dass ich nach Hause komme?", wollte er mit dunkler Stimme von mir wissen.
„Ich habe jeden Tag gehofft, dass du nach Hause kommst", erwiderte ich.
„Du hast also seitdem ich weg war nie Unterwäsche getragen?" Adrian musterte mich mit einem lodernden Blick. „Interessant. Ich denke, diese Regel führen wir ein. Ein absolutes Unterwäsche-Verbot in diesem Haus."
„Gleiches Recht für alle", gab ich zurück und sah ihn frech an.
„Immer langsam, Teufelin."
Dieser neue Spitzname gefiel mir auf eine seltsame Art und Weise.
„Sag mir, hast du mich vermisst?", wollte Adrian wissen. Ich nickte. „Ich habe dich auch vermisst. Dein Lachen, deine Unschuld, deine Augen, deine roten Wangen, deine Stimme, einfach alles habe ich vermisst. Aber weißt du, was ich ganz besonders vermisst habe?"
Ich schüttelte den Kopf.
„Ganz besonders habe ich vermisst, dass du immer so bereit für mich bist", raunte Adrian mir zu und drückte unvermittelt seinen Daumen auf meine Klitoris, was mich beinahe in die Knie zwang. Ich konnte das Stöhnen, das meine Kehle verließ, nicht zurückhalten. „Hast du dich selbst berührt, als ich es nicht konnte?"
Ich schüttelte den Kopf. „Nein", keuchte ich und wurde damit belohnt, dass Adrian seinen Daumen langsam kreisen ließ.
„Und warum nicht?", wollte Adrian von mir wissen.
„Weil ich wusste, dass es sich niemals so gut anfühlen würde", seufzte ich und öffnete meine Beine ein wenig weiter. Ein enttäuschter Laut entfuhr mir, als Adrian seine Hand plötzlich zurückzog.
„Dreh dich um." Ohne es zu hinterfragen, leistete ich seinen Worten folge. „Gib mir deine Hände." Ich streckte meine Hände nach hinten und fuhr erschrocken zusammen, als ich spürte, wie er seinen Gürtel um meine Handgelenke wickelte und festzog.
„Zu stramm?", fragte er, während Adrian mein Schulterblatt küsste. Ich schüttelte den Kopf. Er drehte mich wieder zu sich und zog mich an sich, um mich intensiv zu küssen, bevor er sich von mir löste. Der Blick, mit dem er mich bedachte, war definitiv nicht jugendfrei.
„Auf die Knie."
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Entschuldigt bitte die lange Pause. Es gab einige private Angelegenheiten, die ich regeln musste und die mich sehr getroffen haben. Darunter musste leider diese Geschichte leiden.
Ich versuche mich wieder an regelmäßigen Updates, bin aber noch nicht wieder auf der Höhe und noch dabei, einiges zu verarbeiten.
Danke schon mal für euer Verständnis.
Love y'all
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