POV Leonora
Ich blinzelte, als ich langsam aus dem Schlaf erwachte. Es dauerte einen Moment, bis ich realisierte, dass ich mich in einer ungewohnt Position befand – mein Kopf lag auf Timothées Bauch, meine Hand ruhte immer noch leicht auf seiner Seite. Ich spürte, wie er leicht atmete, während sein Blick auf meinem Gesicht lag.
Sofort schoss mir eine Welle der Peinlichkeit durch den Körper. „Oh mein Gott...“ murmelte ich und richtete mich langsam auf. „Das tut mir so leid. Ich wollte dich nicht... als Kissen benutzen.“
Timothée konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Kein Problem, sieht ziemlich bequem aus.“ Er legte eine Hand auf sein Herz, dramatisch gespielt. „Ich werde wohl als das gemütlichste Kissen Frankreichs bekannt werden.“
Ich rollte mit den Augen und musste dann selbst lachen. „Du bist unmöglich.“
„Ach komm schon, du hättest mich sofort geweckt, wenn ich auf deinem Bauch eingeschlafen wäre.“ Er zwinkerte mir zu. „Vielleicht mache ich das morgen, dann sind wir quitt.“
„Sehr witzig.“ Doch ich konnte nicht anders, als über seine lässige Art zu lachen. Das Gefühl der Peinlichkeit verschwand allmählich, und ich entspannte wieder. Irgendwie schaffte er es immer, mich zum Lachen zu bringen, egal wie unangenehm die Situation war.
Wir blieben beide noch im Bett liegen, entspannt und leichtfüßig nach dem lockeren Austausch. Timothée griff zur Fernbedienung und schaltete den Fernseher ein. Er zappte durch die Kanäle, bis er bei einer Berichterstattung zur bevorstehenden Fashion Week hängen blieb. Die Bildschirme flimmerten mit glamourösen Szenen von Models, Designern und Vorbereitungen für die große Show.
„Ah, die Fashion Week,“ sagte er beiläufig. „Paris in seinem Element.“
Ich kuschelte mich in die Kissen und schaute mit halbem Interesse auf den Bildschirm. Die Moderatoren rätselten gerade darüber, welcher Star mit welcher Begleitung auf der Fashion Week erscheinen würde. Timothée wurde natürlich auch erwähnt.
„Also, wer wird wohl mit Timothée Chalamet auftreten? Die Gerüchteküche brodelt.“
Ich verdrehte leicht die Augen. „Natürlich. Immer die gleiche Frage.“
Aber der andere Moderator winkte die Gerüchte ab und sagte mit einem süffisanten Grinsen: „Ach, ich weiß nicht... Chalamet ist doch definitiv schwul. Die ganze Sache mit der Stuntfrau ist doch nur PR. Glaubt mir, er ist kein Frauenheld.“
Ich setzte mich auf und schaute Timothée an, der mich mit hochgezogenen Augenbrauen ansah. Einen Moment herrschte Stille, dann fing Timothée laut an zu lachen. „Oh Mann, sie haben’s endlich raus. Wie konntest du das nur all die Jahre nicht bemerken?“ Er zwinkerte mir zu.
Ich stieß ihn spielerisch mit dem Ellbogen an. „Na klar, völlig offensichtlich, so wie du küsst.“
„Ey! Es ist wirklich erstaunlich, was die Leute sich zusammenreimen,“ sagte er schließlich, als sein Lachen abebbte. „Vielleicht sollte ich wirklich schwul sein, wäre doch weniger Drama.“
Ich schüttelte den Kopf und lachte mit. „Sie haben doch alle keine Ahnung. Aber wenigstens können sie jetzt beruhigt sein.“
„Genau, jetzt kann ich dich zur Fashion Week mitnehmen und sie denken immer noch, ich wäre PR-technisch unterwegs.“ Timothée grinste mich an, legte seinen Kopf zurück aufs Kissen und schaltete den Fernseher leiser. „Ich frage mich wirklich, wie lange das noch weitergeht.“
Ich lächelte, während ich den Kopf wieder in die Kissen sinken ließ. „Es spielt keine Rolle, was sie sagen. Ich glaube, die Welt wird immer das sehen, was sie sehen will.“
„Das stimmt wohl,“ sagte er und sah mich einen Moment nachdenklich an. „Aber für uns macht das keinen Unterschied, oder?“
Ich spürte, wie eine leichte Wärme durch mich hindurchzog, als ich ihm in die Augen sah. „Nein, das tut es nicht. Wir sind Freunde“
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