21. Kapitel

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Ich wusste nicht, wie wir in meine Wohnung gekommen waren. Der ganze Weg entzog sich meiner Erinnerung.

„Möchtest du etwas trinken?", fragte ich Adrian schüchtern, während ich meinen Mantel aufhing.

Er nickte. „Gern. Ich nehme einfach nur Wasser."

Ich ging in die Küche und nahm zwei Gläser aus dem Schrank. Ich goss in beide Wasser hinein und schnitt zwei Scheiben von einer Zitrone ab, die ich an den Rand der Gläser steckte.

Mit den beiden Gläsern ging ich zurück ins Wohnzimmer, wo es sich Adrian in der Zwischenzeit bereits auf dem Sofa bequem gemacht hatte.

Ich reichte ihm sein Glas und machte Anstalten, mich in den Sessel zu setzen, als Adrian gluckste.

Mit einer gehobenen Augenbraue sah ich ihn an.

„Gerade noch so verführerisch und jetzt traust du dich nicht mal, dich neben mich zu setzen?", fragte er belustigt.

Da war was dran. Irgendwo auf dem Weg von der Haustür zu meiner Wohnung hatte ich meinen Mut verloren.

„Komm her", sagte Adrian streng und stellte sein Glas auf den kleinen Beistelltisch.

Nervös erhob ich mich, stellte mein Glas ebenfalls weg und machte einige Schritte auf ihn zu. Gerade als ich mich neben ihn setzen wollte, packte er meine Hüfte und zog mich auf seinen Schoß.

Unsere Gesichter waren bloß Zentimeter voneinander entfernt, sodass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Er roch nach Pfefferminzzahnpasta und einem fruchtigen Duft, den ich nicht zuordnen konnte.

„Du musst mir schon sagen, was du möchtest, Kleine." Adrian lehnte sich entspannt zurück und beobachtete mich mit einem intensiven Blick.

Durch seine Worte nervös wollte ich aufstehen, doch er hielt mich an Ort und Stelle. „Du brauchst mir gegenüber nicht schüchtern sein. Erzähl mir, was du gesehen hast, was ich mit dir anstellen soll."

Verschreckt sah ich ihn an. Nie im Leben, nicht mal hundert Pferde würden mich dazu bringen, ihm von meinen Sexfantasien zu erzählen.

„Habe ich dich geküsst?", fragte Adrian leise. Ich nickte.

Er beugte sich vor und ließ seine Lippen einmal über meine Wange gleiten. „So?"

Ich schüttelte bebend den Kopf. Seine Lippen wanderten leicht über die meinen, doch so schnell wie sie da waren, waren sie auch wieder weg. „So?"

Wieder schüttelte ich den Kopf. Urplötzlich griff Adrian in meinen Nacken und zog mich so dicht an ihn heran, dass unsere Lippen nur Millimeter voneinander entfernt waren. „Dann glaub ich weiß ich, was du meinst."

Erst berührten mich seine Lippen nur federleicht, liebkosten den Schwung meiner Lippen. Sanft ließ er seine Finger in meinem Nacken kreisen und biss mir leicht in meine Unterlippe, woraufhin ich scharf ausatmete. Auf einmal wurde sein Griff fester und ich hatte das Gefühl, die Zeit blieb stehen. Adrian küsste mich - küsste mich richtig, als würde es kein Morgen mehr geben. Er nahm mich in Besitz und seine Zunge bat unermüdlich um Einlass. Ich versuchte, ihm standzuhalten, doch er machte mir schnell klar, wer hier die Führung übernahm. Schließlich löste er sich von mir, fuhr mit seiner Zunge über seine Lippen und sah mich mit glühenden Augen an. „So?"

Feuerrot nickte ich. Wir beide atmeten schwer und als ich etwas Aufforderndes in Adrians Augen sah, gab ich mir einen Ruck.

„Du ... du hast mich berührt", murmelte ich kaum hörbar.

„Wo?", wollte er wissen.

„Du weißt wo", sagte ich und lief vor Scham noch ein wenig dunkler an.

„Nein, ich hab keine Ahnung", grinste er. Verdammt sollten er und seine Spielchen sein.

Zögernd nahm ich seine Hand und führte sie an meine Brust. „Hier."

Das ließ sich Adrian nicht zwei Mal sagen. Ohne den Blick von meinem Gesicht zu lösen, knöpfte er Stück für Stück meine Bluse auf, bis er sie mir von den Schultern schieben konnte. Als hätte ich es geahnt, trug ich heute meinen besten weißen Spitzen-BH, der nur das Allernötigste verdeckte und meinen Brüsten zu einer weiblicheren Form verhalf.

„Verdammt, Gia, für wen hast du diesen Stofffetzen gekauft?", brummte Adrian finster. „Sag jetzt nichts Falsches."

„Für mich selbst. Ich mag es, schöne Unterwäsche zu tragen. Ich fühle mich selbstbewusster damit", antwortete ich zögerlich.

Adrian legte den Kopf in den Nacken und schluckte. Sein Kehlkopf bewegte sich dabei und plötzlich spürte ich erneut ein Ziehen im Unterleib. „All die Männer in der Firma und keiner weiß, dass du quasi nichts unter deiner Bluse trägst. Wie soll ich jemals wieder konzentriert arbeiten können?"

Ich rutschte ein wenig auf seinem Schoß hin und her. „Gott. Gib mir eine Minute. Ich muss mich gerade wirklich beherrschen."

Fast schon belustigt blickte ich in Adrians Gesicht und mir entwich ein kleines, leises Glucksen. Sofort öffneten sich seine Augen. „Hast du gerade gelacht?"

Ich musste wieder glucksen. Schneller als ich gucken konnte hatte mich Adrian auf seinem Schoß umgedreht, sodass ich mit dem Rücken zu ihm saß. Er umfasste von hinten meinen Hals und zwang mich so, mich komplett auf ihn zu legen.

„Das hättest du lieber nicht tun sollen, Gianna", hauchte Adrian mir ins Ohr und öffnete im gleichen Atemzug meinen BH. „Wirklich wunderschön. Aber ich will sehen, was darunter ist." Achtlos flog mein BH in eine Ecke des Wohnzimmers.

Plötzlich war nichts mehr von der spielerischen Stimmung zu spüren. Die Luft war geladen und voller sexueller Energie. Völlig bewegungsunfähig lag ich auf Adrians Brust, während er mit einer Hand gemächlich Kreise auf meinem Bauch zeichnete.

„Willst du, dass ich dich berühre?", fragte mich Adrian leise. Ich nickte. „Sprich, ich will deine Stimme hören."

„Ja. Bitte", flehte ich schon beinahe. Doch Adrians Hand bewegte sich nicht.

„Hast du dir das denn auch verdient?", wollte er wissen. Ich schluckte und bereute augenblicklich, dass ich vorhin gelacht hatte. Jetzt, in diesem Moment, wollte ich nichts sehnlicher als endlich von ihm berührt zu werden.

„Es tut mir leid", flüsterte ich und hoffte, er würde mich endlich berühren. Sein Finger berührte die untere Wölbung meiner Brust und ich drängte mich seiner Hand entgegen, doch sie war verschwunden.

„Was soll ich tun?" Die Frage war mir schon fast ein wenig unangenehm, da ich mich so unterwürfig verhielt. Aber ich konnte nicht anders.

„Bitte mich darum", verlangte er.

„Bitte berühr mich endlich, Adrian", bat ich gequält, während die Spannung in meinem Unterleib immer mehr anstieg.

„Ich hab dich nicht verstanden, Kleines", hörte ich seine Stimme.

„Bitte berühr mich, bitte! Lass mich kommen, ich halt das nicht mehr aus, bitte", schrie ich schon fast.

„Na wenn das so ist ..."

Und plötzlich spürte ich einen kreisenden Finger auf meiner Brust. Ich hätte in Tränen ausbrechen können, so gut fühlte es sich an. Ich drängte mich ihm entgegen und Laute verließen meinen Mund, die ich von mir selbst nicht kannte. Unerbittlich massierte Adrian meine Brustwarze, bis ich bei jeder Bewegung nur noch zusammenzuckte, da ich so empfindlich war. Doch ich konnte einfach nicht kommen.

„Adrian ..", flehte ich kaum hörbar.

„Ja bitte, meine Schöne?"

„Rede mit mir." Ich wurde erneut rot, doch ich wusste, dass ich dadurch Erlösung erlangen würde.

„Was soll ich dir sagen, Liebes? Wie unglaublich du dich unter meiner Hand anfühlst? Wie sehr es mich anmacht, zu sehen, wie du deinem Höhepunkt immer näher kommst und das durch mich? Wie sehr ich darauf brenne, deine kleine, unberührte Blüte zu spalten und dich mit meinen Fingern zu ficken? Dass ich es kaum erwarten kann, dass du dich auf mein Gesicht setzt und ich dich so lange lecke und mit meiner Zunge ficke, bis du Sterne siehst? Ist es das, was du hören willst, meine Kleine?" Seine Stimme wurde mit jedem Wort dunkler und rauer.

Ich japste nach Luft und stöhnte auf. Ich war so kurz davor.

„Komm für mich. Gib dich mir hin, Gianna, und komm für mich." Und genau das tat ich.

Als ich mich von meinem Höhepunkt erholt hatte, richtete ich mich auf und drehte mich zu Adrian um. „Das war nur der Anfang, Kleines."

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