# 8


Kapitel 8:

Da der Chief in gemeinsamer Absprache mit Levi, ihr einen 4-wöchigen Zwangsurlaub verpasst hatte, saß Yuuri am zweiten Tag bei ihrem Bruder und Eren. Sie hatte es zuhause einfach nicht mehr allein ausgehalten, die Einsamkeit zerfraß sie schier. Seitdem bewohnte sie das Gästezimmer des jungen Ärzte-Paars. Wie jedes erste Wochenende des Monats war Pärchen Treffen angesagt und Yuuri hoffte, dass dieser Viktor auch wieder dabei war. Das letzte fiel aus, da Levi und Eren arbeiten mussten und es nicht verschieben konnten. Zum ersten Mal freute sie sich auf das Treffen. Aufgeregt lief sie durch die Wohnung, als es dann klingelte und die ersten Gäste ankündigte wurde sie nur noch nervöser, aber als er nicht dabei war, ging sie niedergeschlagen und traurig zurück ins Zimmer. Vielleicht lag ihm ja nichts an ihr und er war damals nur höflich zu ihr oder noch schlimmer, er war schon vergeben und ihre Hoffnung umsonst.

"Wo hast du den Chris gelassen?", fragte Hanji, Pitchit und sah sich um. "Der versucht Viktor aus dem Büro zu bekommen. Seit Wochen verschanzt er sich dort drin.", erzählte er ein bisschen traurig. "Yuuri, hast du das...?! Wo ist die denn schon wieder?", fragte Eren, der sich nach ihr umsah. „Wie? Sie ist auch hier?", kam es hoffnungsvoll von dem Thailänder. „Ja, wurde vom Chief und mir zwangsbeurlaubt, nachdem ich ihn darum bat. Ich schau mal in ihrem Zimmer", verkündete Levi, als er schon in die Richtung lief.

Dort angekommen, klopfte er sachte an die Tür. "Herein.", kam es leise aus diesem.

"Kommst du, die anderen sind da." "Warum? Ich habe ja nicht einmal den Hauch einer Chance. Womöglich sitzt er zuhause bei seiner Frau und isst gemütlich zu Abend. Geh und genieße den Abend Levi", entgegnete sie niedergeschlagen und sah aus dem Fenster. Tränen stiegen ihr bei diesem Gedanken in die Augen.

"Woher willst du das wissen? Hat er das gesagt", fragte der schwarzhaarige neugierig nach, doch seine Schwester schüttelte nur den Kopf. "Also, jetzt komm und begrüße die anderen", forderte er sie auf, doch stieß dabei auf taube Ohren. Seufzend verließ er das Gästezimmer wieder und schloss leise die Tür.

"Und?", wollte Eren neugierig wissen. "Sie kommt nicht", antwortete er leise und betrat die Küche. "Auch nicht zum Essen?", fragte der Braunhaarige traurig und Levi schüttelte nur den Kopf.

"Echt super, ja das sind gute Neuigkeiten, danke Schatz ... ja bis gleich", sprang Pitchit glücklich auf. "Was ist los?", fragte Armin und sah den Kleinen neugierig an. "Chris ist auf dem Weg hierher mit Victor", sagte er voller Stolz und lächelte alle an. "Ich geh und sag es ihr", schnell verschwand Eren in Richtung Yuuri.

"Yuu, Liebes", klopfte er an die Zimmertür und öffnete sie leise. Yuuri lag zusammengerollt im Bett und Eren konnte ein leises Wimmern hören. Es brach ihm immer wieder das Herz, wenn er die schwarzhaarige weinen hört. Leise ging er auf sie zu und legte sich vorsichtig zu ihr, legte dabei seine Arme um sie. Sofort drehte sie sich zu ihm um und krallte sich in sein grünes Hemd. "Shhh ... alles gut ... ", hauchte er und strich ihr beruhigend über den Rücken. "Er hatte damals recht ... ich bin es nicht wert, geliebt zu werden", schluchzte sie und krallte sich mehr in das Hemd. "Quatsch, rede keinen Unsinn. Ich habe außerdem gute Neuigkeiten für dich", lächelte er sie an und wischte die Tränen von ihrer Wange. "Neuigkeiten?", hauchte sie mit belegter Stimme. Wild nickte der Braunhaarige und zog sie aus dem Bett. "Mach dich fertig, Chris ist auf dem Weg hierher und er hat Victor dabei", sagte er und zog sie mit aus dem Zimmer und schubste sie ins Badezimmer. Etwas perplex stand sie vor dem großen Spiegel und sah hinein. "Er kommt", hauchte sie und wischte sich schnell die angetrockneten Tränen aus dem Gesicht. Dreißig Minuten später stand die junge Polizistin wieder in dem Zimmer vor dem Kleiderschrank, in dem sie die Klamotten verstaute, die sie mitgebracht hatte. Die Wahl war schwer, aber nicht unmöglich, sie zog ein mittellanges, schwarzes Kleid heraus, das sie mal mit Hanji gekauft hat. Ihrer Meinung nach sah sie darin 'rattenscharf' aus. Yuuri, die die Klingel hörte, wurde nervös und band sich die Haare zu einem einfachen Zopf zusammen. Kleine Strähnen hingen ihr aus der Reihe, was ihr einen eigenen Touche gab.

Mit schnellen Schritten war sie bei den anderen im Wohnzimmer. Alle Augen waren auf sie gerichtet, als sie ins Wohnzimmer kam. Eren, Mike, Chris und Pitchit pfiffen durch die Zähne. Levi und Hanji lächelten sie einfach nur an und Viktor bekam den Mund nicht mehr zu. Auch er hat die letzten Tage und Wochen gelitten. Heute hatte er sich vorgenommen, nachdem er erfahren hatte, dass Yuuri auch wieder da sein würde, sich mit ihr zu unterhalten, letztes Mal hatte er nicht den nötigen Mut aufgebracht. Doch heute wollte er sie kennenlernen und lachen sehen. Er wollte das sehen, was Chris ihm immer wieder vor schwärmte.

Nachdem alle Yuuri bestaunt hatten, bat Eren, am Tisch Platz zu nehmen. Was sie auch taten. Alle setzten sich so hin, dass Yuuri und Viktor sich gegenübersaßen.

Welch eine Überraschung, es gab zum Essen, Yuuris Lieblingsessen 'Eren's Orgasmus-Lasagne' "Yuuri, kannst du mir mal eine Frage beantworten?", stellte Chris die Frage und stocherte im Beilagen Salat herum. "Mh", kam es von ihr und sie schaute ihm in die Augen, als er seine Frage stellte. "Warum heißt es eigentlich Orgasmus-Lasagne? Wie kamst du denn darauf?" Yuuri bekam ein breites Grinsen, welches Victor weiche Knie bescherte, zum Glück saß er schon. "Das ist ganz einfach, Chris. Als damals Eren und Levi zusammenkamen, waren, glaube ich, 2 Monate, kam Levi völlig fertig von der Klinik. Eren hatte frei und hat diese Lasagne gemacht. Naja, jedenfalls, als Levi jedes Mal eine Gabel zu sich nahm, hatte er Stöhngeräusche von sich gegeben, weil sie so lecker war, Levis Worte, nicht meine. Deswegen hat sie diesen Namen von mir bekommen." Erklärte sie stolz und lächelte dabei. Alle Augen richteten sich nun auf Levi und Eren. "Wirklich interessant", kam es schelmisch von Hanji und setzte dieses unheimliche Grinsen auf. Alle am Tisch kicherten, bis auf Levi, der mit leichter Röte auf den Wangen, den Kopf schüttelte und aus seinem Weinglas trank. Eren, der neben ihm saß, grinste noch breit übers Gesicht, als eh schon. "Eren ist aber auch ein guter Koch", mischte sich nun Armin mit ein und schenkte seinem besten Freund ein aufrichtiges Lächeln.

Als dieses lang gehütete Geheimnis aufgedeckt wurde, aßen alle die leckere Lasagne und unterhielten sich über verschiedene Dinge. Auch Yuuri und Viktor kamen etwas ins Gespräch.

Kurze Zeit später klingelte das Telefon. Eren stand auf und ging hin. "Jäger?", kurz lauschte er dem Gespräch, bis er die Augen auf seine Gäste richtete und das Lächeln erstarb.

"Ja ok, verstanden. Ja, sind unterwegs", somit legte er auf.

"Was ist denn los, Bärchen", wollte Levi von seinem Freund wissen, der seine ernste Miene sah.

"Wir müssen Schatz, es hat eine Massenkarambolage gegeben, Hanji, Mike, Pitchit, Armin, ihr solltet auch los. Ihr, werdet wahrscheinlich auch demnächst angefunkt." Kaum ausgesprochen, gingen die jeweiligen Pager an. Alle sprangen auf und machten sich auf den Weg. "Ich muss eh hierbleiben, ich räume auf", rief Yuuri in das Gewusel. "Ok.", kam es von Eren. Bevor Levi die Wohnung verließ, gab er seiner Schwester noch einen Kuss auf die Wange und wünschte ihr einen schönen Abend mit Viktor, kurz darauf verließ er als letzter die Wohnung.

Und plötzlich war alles ruhig, alle waren weg bis auf Yuuri und Viktor.

Beide schauten sich lange in die Augen, Blau traf auf Braun.

Dann riss Viktor sich von ihren Augen los. „Komm, lass uns auf dem Sofa Platz nehmen", kam es von ihm und machte eine einladende Handbewegung. Yuuri folgte dieser Einladung und setzte sich mit etwas Abstand neben ihn.

"Tja, jetzt sind wir allein. Ich denke mal ich sollte mich richtig vorstellen, mein Name ist Viktor Nikiforov, ich bin Auto und Nachfolger der V.N Verlage. Komme ursprünglich aus Russland, wohne aber seit meinem zehnten Lebensjahr hier in New York." Begann er das Gespräch nervös und lächelte die Schwarzhaarige an.

Yuuri, die fasziniert von ihm war, nickte ihm leicht zu, bevor auch sie zu sprechen begann. "Yuuri Ackermann, Detektiv beim New Yorker Morddezernat, aber im Moment habe ich eine Zwangspause verordnet bekommen. Freut mich dich kennen zu lernen, Viktor", lächelte sie und streckte ihm ihre Hand entgegen.

Erfreut nahm er ihre Hand an, sie war klein und zart. Unbewusst hielt er sie länger als üblich, doch als er ihren fragenden Blick bemerkte, ließ er schnell los und entschuldigte sich. „Oh, entschuldige, aber deine Hände sind zarter, als ich es mir vorgestellt hatte", plapperte er blind drauf los. Yuuri grinste ihn leicht an. "Wie hast du dir denn meine Hände vorgestellt?", fragte sie jetzt neugierig. "Nah, rau eben und rissig von den Waffen oder so", Viktor schaute nur auf ihre Hände, als er das sagte. Yuuri begann leise zu lachen, Viktor hat ein schreckliches Vorstellungsvermögen. Er konnte schwören, dass sein Herz einen Moment aufgehört hat zu schlagen. Nur um dann einen Marathon zu laufen. Er schaute ihr in das lachende Gesicht und war sich sicher, dass er noch nie so etwas Schöneres gesehen hatte. Als Yuuri sich wieder eingekriegt hatte, setzte sie zum Sprechen an. "Hahaha Vic, du bist der absolute Hammer ... Hahaha ... Also ich ...", sie räusperte sich und versuchte, ihre Stimme ernster klingen zu lassen. „Nein, das ist nicht der Fall. Raue Hände weisen darauf hin, dass sie nicht ausreichend gepflegt werden. Aber das ist in meinem Job auch nicht unbedingt der Fall. Ich habe zwar eine Waffe, vermeide es aber, diese zu verwenden.", erklärte sie. Viktor, der grad dasaß und Yuuri ansah wie das achte Weltwunder, realisierte nur langsam, was sie sagte und wie sie ihn nannte. Es brachte sein Herz zum Schmelzen.

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