# 9
So willkommen beim vorletzten Kapitel.
Katsuki Pov:
Shouto war die ganze Zeit abwesend, hatte sich sogar an seinem Tee verbrüht, denn er sich in den Schoß kippte anstatt in die Tasse.
„Babe hey, hör mit dem Grübeln auf, das bringt nichts, lenk dich ab dann fällt es dir bestimmt ein.", sagte ich und nahm sein Gesicht in meine Hände.
„Ablenken, ja? Und dieses Irren einfach weitermachen lassen. Vergiss es, Katsuki.", zischte er genervt und schlug meine Hände weg, danach stand er auf und verließ die Küche.
„Babe!", rief ich ihm nach und folgte ihm daraufhin ins Wohnzimmer. Er stand auf der Terrasse und starrte einfach ins Nichts. Plötzlich hatte ich die Idee wie ich ihn ablenken konnte. Schnell ging ich ins Bad, zog mein Hemd, T-Shirt und Hose aus, tauschte dies gegen eine lockere Shorts, holte dann noch das Massageöl vom Regal und ging wieder zu ihm. Da es über 30 Grad hatte, war es eine Wohltat nur eine Shorts zu tragen.
Vorsichtig legte ich meine Arme um seinen Bauch und küsste seine Schulterblätter. „Babe tust du mir einen Gefallen?", fragte ich und bekam eine brummende Antwort. „Leg dich bitte auf die Liege.", sagte ich und öffnete ihm das Hemd, doch er löste meine Hände und ging wieder rein. Verdutzt und leicht angesäuert sah ich ihm nach. Mein Plan ging leider nicht auf, weshalb ich ihm wieder ins kühle Innere folgte.
Plötzlich klingelte das Telefon und Shouto nahm ab.
„Todoroki, bei Bakugo?", nahm er den Anruf entgegen. Auf einmal änderte sich sein Ausdruck und er sah panisch aus.
„Ja, ich komme sofort.", sagte er und legte auf. „Was ist?", fragte ich ihn und mit weit aufgerissenen Augen sah er mich an. „Mein ... Bru- T-Touya ist im Krankenhaus.", sagte er und wurde immer blasser. „Was ist passiert?", fragte ich und ging auf ihn zu. „Er wurde auf dem Boot angegriffen.", sagte er. „I-Ich muss zu ihm.", hängte er kurz darauf dran und verließ das Wohnzimmer. „Babe warte ich komm mit!", rief ich und folgte ihm, völlig außer Acht lassend, dass ich meine Bermuda Shorts trug und eine Weste, die ich mir schnell übergeworfen hatte. Nach zwanzig Minuten kamen wir am Krankenhaus an.
Mit schnellen Schritten waren wir am Empfang. „Guten Tag, ich möchte mein Bruder Touya Todoroki sehen.", sagte er emotionslos. Und langsam begriff ich was Touya mir damals sagen wollte. Shouto zeigte kaum Emotionen, um sich nicht angreifbar zu machen.
„Ihr Bruder befindet sich gerade in einer Untersuchung, warten Sie im Besucherbereich, wir werden Sie dann aufrufen.", sagte die Krankenschwester und tippte auf dem Computer herum. „Sofort. Ich will ihn sofort sehen.", sagte er und starrte die Empfangsdame mit einem eiskalten Blick an. „Notaufnahme, Schockraum 3.", sagte sie eingeschüchtert. Ohne ein weiteres Wort ging er in Richtung Notaufnahme.
Touya Pov:
Orientierungslos lag ich in einem Bett und starrte an die weiße Decke. Plötzlich tauchte ein weibliches Gesicht in meinem Blickfeld auf. Sie sagte etwas, doch ich konnte es nicht hören. Ich war so müde. "Ich will schlafen.", dachte ich und schloss meine Augen. Aber immer, wenn ich am Abdriften war rüttelte man an meiner Schulter.
Alles fühlte sich taub an, doch gleichzeitig brannte mein Körper.
Ich überlegte, wie es dazu gekommen war, doch mein Kopf war leer.
Irgendwann wachte ich wieder auf, wieder blickte ich auf eine weiße Decke.
"Er hat schwere Verbrennungen dadurch erlitten. Wir mussten Haut von einem Toten transplantieren.", hörte ich eine Unbekannte männliche Stimme.
"Wie konnte das passieren?"
Das war Shoutos Stimme.
"Wird er wieder gesund?"
Mum? Was? Ich dachte sie wäre in Australien?
"Ja, aber es wird eine Weile dauern, bis er wieder seinen Dienst als Feuerwehrmann antreten kann, wenn er es seelisch schafft.", sagte wieder die unbekannte, männliche Stimme.
Ich hatte Durst und machte mit einem Brummen auf mich aufmerksam.
"Touya mein Schatz, alles gut, Mummy ist hier.", sagte sie und sah mich mit tränenden Augen an. Ich wollte ihr sagen, dass alles gut ist, aber ich konnte nicht sprechen. Ich bekam kein Ton heraus. Dann deutete ich irgendwie auf den Becher, der auf dem kleinen Tisch neben mir stand und Shouto verstand es sofort. „Hier.", sagte er und führte den Strohhalm zu meinen Lippen. Es tat gut als das trockene Gefühl nachließ. Aber sprechen konnte ich dadurch immer noch nicht.
Einige Tage später wurde ich verlegt. Nach und nach erfuhr ich was passiert war, doch ich konnte mich nicht mehr daran erinnern. Mum, Shouto, Natsuo und Fuyumi kamen mich regelmäßig besuchen.
Gerade wurde ich mit dem Mittagessen fertig, als es an der Türe klopfte. Meine Stimme hatte ich immer noch nicht. Lag wohl daran, dass ich am ganzen Körper Verbrennungen hatte, verursacht durch eine Säure, die mir jemand übergegossen hatte.
„Hallo Bruder, geht es dir gut?", begrüßte mich Natsuo und ich nickte ihm zu. „Das freut mich. Hör mal Shouto hat mir von dem Feuerteufel erzählt. Und ich habe mal meine Fühler ausgestreckt.", begann er und setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett. Natsuo ist beim FBI für das Profiling zuständig und ich war neugierig darauf, was er in Erfahrung bringen konnte.
„Ich habe mir erlaubt ein Profil für euren Täter zu erstellen und ich denke er ist aus deinem Umfeld. Er hat, wie ich erfahren habe, Zugang zu brennbarem Material und kennt sich gut mit Stromkreisen aus.", begann er und ich hörte ihm genau zu. Plötzlich stand Shouto und Katsuki im Zimmer. Ich hatte sie gar nicht gehört.
„Sagtest du Stromkreise?", mischte sich unser kleiner Bruder ein. Natsuo nickte bestätigend.
„Ich kann mir vorstellen, wen wir suchen.", sagte der Weiß-rothaarige, verwirrt sahen wir ihn an.
„Keigo.", warf er in den Raum. Ich verstand nicht. Was sollte er damit zu tun haben? Meinen verwirrten Gesichtsausdruck bemerkte Katsuki recht schnell, weshalb er meine Frage aussprach. „Takami?", sagte Katsuki und sah fragend zum Größeren.
„Ja, sein Vater hatte doch diese Elektrofirma. Vor einigen Jahren aber brannte sie ab und Keigo hat einen Hass auf Touya, weil er in seinen Augen nicht schnell genug gehandelt hatte, oder nicht Touya?", erzählte er und langsam erinnerte ich mich. Als Antwort nickte ich.
"Dann sollten wir uns einmal mit ihm unterhalten.", sagte Natsuo und stand auf. "Kuriere du dich aus, wir machen das.", fügte er hinzu und lächelte mich leicht an. Dann verließen sie mein Zimmer.
Es war Jahre her, dass ich meine anderen beiden Geschwister das letzte Mal gesehen habe. Natsuo und meine Schwester Fuyumi wohnten und arbeiteten beide in New York. Er beim FBI und sie arbeitet an einer Gehörlosen High School in Manhattan.
"Schließlich ist es mein Job solche Leute aus dem Verkehr zu ziehen.", ertönte Shoutos stolze Stimme, kurz bevor er das Zimmer verlassen hatte. Ja stolz kann er wirklich auf sich sein. Leicht verzog ich meine Lippen zu einem Lächeln und nickte ihnen zu, dann fiel die Tür ins Schloss.
Keine Fünf Minuten später betrat ein Arzt mein Zimmer.
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