Kapitel 3

Y/n:

Das Gebäude war mordern. 
So etwas habe ich noch nie gesehen.
Ach du Scheiße.

Überall hingen Fernseher, die entweder die nächste Stunde für die jeweilige Klasse anzeigten, oder wenn mal eine ausfiel.
In den Gängen gab es sogar Spinte, welche man mit einem Fingerabdruck öffnen konnte.

Fast garnichts auf dieser Schule war aus Holz, welches den Anschein gab, dass sie älter aussehen könnte, als sie eigendlich ist.
Das meiste war aus weißem Marmor oder Stein angefertigt worden.

Was mir sehr gefiel, war auch die Freundlichkeit, die hineingebracht worden war. Trotz der Moderne, die ich eigendlich gar nicht mochte, standen viele Pflanzen und Gemälde in den Fluren oder random Bücher auf irgendwelchen Tischen.
Es gab sogar Kafeespender!! KOSTENLOS!

Die Fenster waren rießig, sodass man einen großen Teil von Tokio sehen konnte.
Egal ich kann das später alles bewundern, zuerst muss ich mein Klassenzimmer finden.

Die Schule war wirklich rießig, überall kreutzen sich Gänge und es fühlte sich an als wäre man in einem Labyrinth.
Gott sei dank gab es Schilder, die mir den Weg leiten konnten.

Da. "1B, im ersten Stockwerk, auf der rechten Seite".

Ich lief schnell mit meinem Longboard in der linken Hand die Treppen hoch und bog in den rechten Gang ab.

Ich lief an verschiedene Klassenzimmer vorbei, wobei mir auffiel, dass die Klasse 1A besonders laut war.
Puh zum Glück bin ich nicht dort. Ich hasse Adhs Schüler.

Als ich endlich vor der Klassenzimmertür der 1B stand, atmete ich nochmal tief ein und aus.
Okay, ich stelle mich nett vor und lächle.
Ganz chillig bleiben.

Ich hob meine Hand und klopfte leicht an der Tür. Ich wartete still, bis ich ein "Herein" hörte und öffnete langsam die Tür.

Das Klassenzimmer war komplett voll.
Ungefähr 30 Schüler saßen komplett geordnet einzelnd auf ihren Plätzen.

Ich biss mir nervös auf die Lippen, während ich zum Klassenleiter vortrat.

Die ganze Aufmerksamkeit lag auf mir. Ich spührte wie sie mich musterten, wie sie redeten. Über mich.

"Ach Hallo! Y/n oder? Du bist 15 Minuten zu spät gekommen, ist aber nicht schlimm."
Der Lehrer lächelte mich an und ich erwiderte sein Lächeln schief.

In mir stieg immer mehr Hitze auf.
Komm schon Y/n, nur noch 1 Minute, dann kannst du dich hinsetzen! Konzentrier dich und bau keine Scheiße!

Als ich meinen Blick zur Klasse wandte, sagte der Lehrer: "So liebe Klasse 1B, wir bekommen heute eine neue Schülerin. Ja, es ist die letzte Schulwoche, aber sie kommt diese Woche nur zur Probe für das nächste Schuljahr."

Als ich die Schüler ansah, sah ich ungefähr 3/4 von ihnen flüstern. Ich hätte schwören können, es ging über mich. Sie sahen mich die ganze Zeit mit angewiederten Blicken an und grinsten nebenbei auch.
Bestimmt, weil ich mit dem weiten Hoodie wie ein Penner aussah.

Ich bohrte meinen Daumen in meinen Zeigefinger, da ich bei ungeigneten Situationen nicht meine Finger knacksen sollte.

"So stell dich ruich mal vor."

Okay, setz jetzt das nette Lächeln auf. Und wehe ein behindertes.

Ich nahm einen tiefen Atemzug und setzte mir ein weniger peinliches Lächeln, als vorhin auf.

"H-hey m-mein Name ist.. ist Y-..Y/n L/n."

Viele grinsten, oder mussten sich ein Lachen verkneifen, manche taten es sogar.
Ich wollte einfach nur im Erdboden versinken.

FUCK MAN, WIESO JETZT?! Wieso musste ich vedanmt nochmal immer stottern?!

Der Lehrer lachte nicht, aber ich sah, dass seine Lippen bebten. Trotzdem lächelte er freundlich.

Aufeinmal, nach einem kurzen Moment der Stille, sagte ein blonder Junge mit einem verstohlenem Lächeln: "Aha und woher kommst du? Du siehst gerade nicht Japanisch aus und sprechen tust du es ja auch mit einem Akzent."

Ich kniff meine Augen zusammen.
Was geht dich das an du grinsender Bastard.

Ich lächelte zuckersüß und antwortete darauf hin: "Hergezogen bin ich aus der USA aus San Francisco und geboren bin ich in Südeuropa, falls du es genauer wissen willst, in Spanien. Deswegen bin ich auch nicht so weiß, wie die Wand, wie du es bist, worauf du warscheinlich angedeutet hast. Achja und das auf meinem Gesicht sind Sommersprossen, keine Muttermahle."

Der Lehrer schnappte nach Luft.

Ups, kam also doch nicht so gut an.

"Was ist dein Quirk?", fragte dieser Typ jetzt komplett ernst und etwas genervt.

"Was geht dich das an, wirst du doch sowieso im Laufe der Woche erfahren."

Jetzt hasste mich die Klasse noch mehr. Mir war es scheißegal.
Ich hasse es so sehr, wenn nur das Interesse bei Schülern auf dem Quirk liegt.

Nach einem kurzem Moment der Stille, sagte der Lehrer langsam peinlich berührt: "Such dir einfach einen freien Platz aus."

Es gab zwei freie Plätze. Einer neben einem Jungen mit Augenringen und schwarz, violetten Haaren, der wie ein Emo aussah und einer neben einem Mädchen mit komischen grünen Haaren und aussah wie eine Zicke.
Ich entschied mich für die Zicke, nicht dass der Emo aus so einer Sekte noch den Teufel auch mich hetzte. Dabei grinste er auch wie ein Pädophiler.
Nein danke.

Als ich auf dem Platz, neben dem von dem Mädchen zuging, legte dieses arrogante Miststück ihre Tasche auf meinen Stuhl, als Zeichen, dass nichts frei wäre und guckte mich mit ihrem Bitch-Blick an.
Du kleine Nutte.

Ich blickte zum Lehrer, der gerade ein paar Papiere sortierte und sich nicht auf die Klasse konzentrierte.
Okay, ich weiß ich werde nur so unbeliebter. Aber ich bin gerade zu verhasst auf diese Klasse.

Ich nahm die Tasche von dem Mädchen, schmiss sie auf dem Boden und als der Lehrer hochschaute, worauf ich wartete, sagte ich mit liebevoller Stimme: "Oh deine Tasche ist dir runtergefallen, warte ich helfe dir schnell die Sachen aufzuheben."

Sie blieb nur regungslos auf dem Stuhl sitzen und starrte mich verwirrt, aber auch wütend an.

Darauf sagte der Lehrer: "Ibara, Y/n sammelt gerade deine Schulsachen auf, die du runtergeschmissen hast, steh gefälligst auf und hilf ihr!"

Ibara also aha. "Ibara die Bitch", so bist du jetzt in meinem Kopf eingespeichert.

Ich grinste innerlich. Ich wusste, dass der Lehrer das sagen würde. Alles verlief, wie nach meinem Plan.
Ibara die Bitch kniete sich zu mir runter, starrte mich an, wie ein Insekt was man beseitigen müsste und flüsterte stumm: "Du bist tod"
Jap, das weiß ich.

Ich zuckte nicht mal mit der Wimper, obwohl mein Herz raste. "Gerne", erwiederte ich stumm und gab ihr genau den gleichen Bitch-Blick, wie sie mir.

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Die Stunde war vorbei und wir hatten eine halbe Stunde Pause in der Mensa.
Ich hatte mich oft gemeldet und hatte alles richtig. Ich gebe zu, ich bin schlau. Kämpfen und die Anwendung meines Quirks ist nicht mein Ding, aber Pläne ausdenken und solches Zeug kann ich gut.

Als ich gerade meine Sachen einpackte und aufstehen wollte, packte jemand meine Hand.
Ich drehte mich um und schaute Ibara an.

Bevor ich noch reagieren konnte, verdrehte sie meinen Arm so, dass nur noch eine kleine Bewegung fehlte, sodass sie mir den Arm brechen konnte. Ich schnappte schmerzerfüllt nach Luft, doch sie griff fester zu.
Danach nahm sie meine andere Hand und drückte, mich mit dem Bauch gepresst gegen die Wand.

Alter wie schnell ist sie?! Vor einer Sekunde hatte sie gerade mal nach meiner Hand gegriffen.
Der Lehrer war schon weg und nur Ibara und ich waren im Klassenzimmer.

Ich versuchte gelassen zu bleiben und drehte meinen Kopf langsam in ihre Richtung und schaute sie gelangweilt an.

"Ja?", stieß ich gelangweilt hervor. "Willst du mir irgendetwas sagen?"
Mein Herz pochte so laut, dass es fast unmöglich war, dass sie es nicht hörte.

Sie musterte mich mit ihren dunkelgrünen, fast schwarzen Augen eine Weile und ich schaute sie direkt an. Langsam bewegte sich ein Mundwinkel und sie fing an zuckersüß, wie die größte Pick-me Schlampe zu lächeln.

"Süße, du hast dich mit der falschen angelegt. Ich würde dir echt nicht weiter empfehlen, mehr Scheiße in dieser Klasse zu bauen, denn je weniger du bist wie wir, desto mehr wirst du auch anders behandelt.
Und glaub mir, das willst du nicht."
Ich blieb still und hörte ihr nur weiter zu.

Egal was ich tue, jedes Wort könnte mein halbes Ende bedeuten. Ich weiß nicht, welchen Quirk sie hat und dieser währe sowieso stärker als meiner.
Dieses Mädchen ist nicht ohne Grund auf der elite Schule.

"Mhm, du bleibst also still." Sie schien kurz machzudenken und aufeinmal kam ihr irgendein Gedanke in den Kopf.

Sie griff in meine Haare und fing an zu grinsen.

"Hast du diese dunklen Haare von deiner Huren-Mutter? Mir gefallen sie sehr."

Jetzt sagte ich was. "Wie hast du sie genannt?" Ich biss meine Zähne zusammen. Lass dich nicht von solchen Menschen wütend machen, sie wollen dich nur provozieren.

Sie starrte mich kühl an.
"Ach sie kann ja sprechen. Ja deine Mutter ist eine Hure."

Wieso nennt sie meine Mutter so deutlich "Hure"? Auf was will sie hinaus?

Sie starrte in mein fragendes Gesicht und aufeinmal fing sie laut an zu lachen. "Du hast keine Ahnung was ich meine, oder? Hat es dir deine Mutter etwa nicht erzählt??"
Jetzt packte sie mich fester an.

"Egal ich sag es dir einfach. Warum bist du auf dieser Schule? Du hast doch nicht mal den Aufnahmetest oder die Abschlussprüfung vollzogen, oder? Ich sag es dir."

Ich bekam langsam Angst.
Sie legte eine kurze Pause ein und schaute mich intensiv an.

"Deine Hurenmutter hatte mit einem Mann, genauer gesagt, dem Bürgermeister von Tokio geschlafen, nur, dass dann ihre Tochter auf die Schule gehen kann und er das für dich regelt"

Mir dämmerte es. Nein das kann nicht wahr sein. Nein, nein, nein. Das stimmt nicht. Woher sollte sie das wissen?
Mein Körper fing langsam an zu zittern, weil diese Position so unbequem war.

"N-nein."
Fuck, sie bemerkt jetzt, wie nervös ich bin.

Jetzt schaute sie mir komplett ernst, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken in die Augen. "Weil er es mir gesagt hat. Er ist mein Vater, Bitch."

Ein Stechen durchzuckte meine Brust.
Wtf?! Was ist das für ein Psychospielchen von dir?!
Sie kniff ihre Augen zusammen.

"Ich sehe, dass du mir nicht glaubst. Frag sie ruich. Mein Vater hat eine Affäre mit ihr. Vielleicht ziehen sie sogar zusammen. Dann sind wir Stiefschwestern."

Meine Ader pochte und ich ballte meine Hände zu Fäusten.
Ich hasse sie. Nicht diese Bitch, sondern meine Mutter. Deswegen passiert mir das gerade. Deswegen hassen sie mich. Nicht nur wegen dem was ich getan habe, sondern, weil ich von der Schule bevorzugt wurde. Sie macht sich an diesem scheiß Bürgermeister heran, nur damit sie Geld bekommt und ich auf die beste Schule gehen kann. ICH HASSE SIE.

"Ohh, ist da jemand wütend?"

Sie will mich provozieren. Sie will sich einen Grund geben, mich fertig zu machen. Aber ich bin so wütend. Ich kann mich einfach nicht kontrollieren. Ich kann nicht!

Ich konnte nicht mehr. Ich will hier einfach raus und aufeinmal schrie ich: "Halt deine scheiß Fresse du Bitch!"

Ich wusste, dass ich es bereuen bereuen würde.
Sie griff mit ihren Fingern so fest in meine Haare, dass ich zusammen zuckte.

Langsam kam sie meinem Ohr näher und flüsterte mit eiskalter Stimme: "In diesem Klassenzimmer wird nach meinen regeln gespielt. Leute die diese Regeln nicht befolgen, werden ausgelöscht. Und du befolgst diese nicht. Das ist garnicht gut, weißt du das Y/n?"

Sie spuckte meinen Namen regelrecht aus, bevor sie mich mit meinen Haaren vorzog, mir nochmal in die Augen schaute und dann so fest mit meinem Kopf gegen die Wand hämmerte, dass ich zusammenbrach.

Das einzige was ich wahrnahm, war dieser pochende Schmerz an meiner Stirn und an meinem Auge.

Danach ließ sie mich liegen und ging. Sie ging einfach aus dem Klassenzimmmer, als wäre nichts passiert.

Während ich halb bewusstlos halb bei Bewusstsein auf dem Boden lag, stieg mir ein metallischer Geruch in die Nase. Blut.

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