Kapitel 17

Y/n:

10:34. Ich bin fast eine Stunde zu spät.

Als ich die Tür öffnete, saß schon meine Mutter im Wohnzimmer und telefonierte mit jemanden.

"Du warte, ich rufe dich gleich zurück. Ja bis gleich."

Sie legte auf und sprang kurz danach sofort auf.

Uff, die letzten Stunden waren so schön. Gott, bitte hilf mir, dass das jetzt nicht den ganzen Tag kaputt macht.

"Wo warst du?! Ich habe dich hundert mal angerufen und du hast dich kein einziges mal gemeldet! Ich hätte fast die Polizei gerufen.",fuhr sie mich an.

Ich rollte unmerklich die Augen.
"Also das mit der Polizei ist ja übertrieben. Du hast vor fünf Sekunden hier seelenruhig mit wer weiß wem geredet.", murmelte ich leise.

"Was hast du gesagt?"

"Nichts, nichts. Ja tut mir leid, ich habe die Zeit vergessen. Nächstes Mal melde ich mich."

Sie war leicht überrascht, aber änderte nicht ihren Gesichtsausdruck.
"Okay."

"Gute Nacht, ich gehe jetzt."

Ich ging die Treppen hoch und spührte, wie meine Mutter mir hinterherschaute.

"Gute Nacht.", hörte ich und dahinter noch ein "Hab dich lieb", was so leise war, dass man es kaum hören konnte.
Jaja ist klar.

Als ich hochging ließ ich mich sofort auf mein Bett fallen und atmete tief ein und aus.

Noch zwei Tage. Danach kann ich machen was ich will. Nur noch zwei Tage. Ich schaffe es. Ich bin bereit.

Freitag (letzter Schultag) Y/n:

Verzweifelt betrachtete ich mich im Spiegel von oben bis unten und versuchte nicht in Panik zu geraten.
Okay ich bin ganz und garnicht bereit.

Meine Mutter zwang mich um 6 Uhr morgens aufzustehen, damit ich meine Haare waschen konnte, sie glätten und dann noch ein zu kitschiges Outfit anzuziehen.

Da ich ja gestern von der Schule verwiesen wurde ( was auch für mich keinen Sinn ergab, weil es ja nur für einen Tag war) verbrachte ich meine Zeit damit mich Mental auf den heutigen Tag vorzubereiten.

Naja vielleicht fragt ihr euch "was kann schon passieren, das ist der letzte Tag?". Vieles. Glaubt mir Mobber zeigen auch am letzten Schultag vor den Sommerferien keine Gnade. Nein da ist es sogar noch reizvoller für sie, dir den Kopf ins Klo zu stecken, weil sie wissen wie lange du sie geglättet hast.

Egal ich lass mich von dieser Bitch nicht einschüchtern. Wenn sie mich auch nur anfässt dann hacke ich ihre versammte Hand ab.

Ich grinste. Okay das hat geholfen.

Aufeinmal durchzuckte durch mich aber ein scharfes Schmerz in meiner Kopfhaut. "Ah Mom! Du hast mich verbrannt verdammt nochmal!"

"Nein habe ich nicht."

"Natürlich hast du, denkst du ich denke mir die Schmerzen einfach aus?!"

Keine Antwort.

Sie richtete meine Haare schon seid über 40 Minuten her und ich musste zugeben sie sahen wundervoll aus.

Als ich vom Stuhl aufstand fielen sie bis zu meiner Taille runter. "Wow."
Ich konnte kaum meinen Blick abwenden.

"Deine Haare sind wunderschön. Du weißt nicht wieviele Frauen für solche gesunden langen dicken Haare tuhen würden." Sie lächelte.

Okay irgendetwas stimmt mit ihr nicht. Seid wann ist sie so gut drauf? Ist es wegen ihrem neuen Freund oder mag sie mich mal.

Ich betrachtete mein Outfit. Es war ganz Schlicht: Hellerblauer Rock und dazu ein hüpsches Top und dazu weiße Handschuhe die bis zu den Ellenbogen reichten.
Ich sah aus als währe ich die Königen des Meeres.

Ich lächelte. "Danke."

"Bitte, aber tuh die Handschuhe weg, dann würde es viel besser aussehen."

"Nein ich will sie anbehalten." Sie wusste nichts von dem Selbstverletzen und das sollte auch so bleiben.

Sie rollte mit den Augen. "Wenn du meinst, dann los wir fahren."

Als sie aus dem Bad ging betrachtete ich mich nocheinmal.

Ich war wirklich schön.

Okay ich schaffe das. Ich gehe jetzt in diese verdammte Schule und zeige es jedem! Ich habe keine Angst. Ich. Kann. Das. Ich. Gebe. Nicht. Auf.

Als ich endlich den Mut gepackt habe aus dem Bad raszugehen, war meine Mutter schon aus dem Haus.

Ich nahm meine Tasche und verließ den einzigen Ort, wo ich keine Angst hatte. Außer vor meiner Mutter.

Katsuki:

"Wow, du siehst ja aus wie ein richtiger Gentleman."

Denki sah mich mit grinsendem Gesicht an und zwinkerte mir zu.

Es stimmte auch. Ich hatte ein Jacket mit schwarzer Hose dazu an.

Ich rollte mit den Augen. "Ja weil ich erzogen worden bin im Gegenteil zu dir."

Aufeinmal prustete er los. "HAHAHAHAHA! JA IST KLAR!"

Okay das war wirklich kein Gutes Argument, meine Mutter hat mich gezwungen das anzuziehen. Das musste er aber nicht wissen.

Wir standen bei unserem Treffpunkt, wo sich unsere Straßen kreuzten.
Wo ist Kiri dieser Dreckskerl.

Genau in dem Moment kam er auch um die Ecke. Genau wie ich in Jacket und schwarzer Hose.

Auf seinem Gesicht bildeten sich Grüpchen, als er lächelte und sofort wurden meine Gedanken wieder in den vorletzten Tag zurück katapultiert, als er mich mit dem genau selben Lächeln angelächelt hat und mich umarmt hat.

"Ey Kiri wieso bist du auch verkleidet wie ein Gentleman?"

"Zuerst mal guten Morgen. Und das heißt nicht verkleidet sondern angezogen."

Denki rollte mit den Augen und schaute uns beide skeptisch an.

"Denki, der Schuldirektor hat uns angewiesen das wir am letzten Schultag alle etwas schicker auftreten sollten."

Ach du scheiße das hatte ich ja komplett vergessen, zum Glück hat meine Mutter mich in diesen Anzug gezwungen.

Kiri runzelte seine Stirn und starrte hoffnungslos Denki in kurzer Shorts, einem bunten Hemd und Flip-Flops an. Er sah aus als würde er ins Freibad gehen, ihm fehlte nur noch ein Schwimmreifen um der Schulter.

"HAHAHAHAHA! JETZT BIST DU DAS OPFER!"

Er nahm hektisch seine schwarze Sonnenbrille ab. "Ja wann wurde des denn bitte gesagt?!"

"Warte lass mich bitte nachzählen... gestern um 9 Uhr, 11 Uhr und schließlich 13 Uhr. Achja und die unzähligen Male in der Mensa wo ich dich daran erinnert habe und du nur mit jaja geantwortet hast."

"Achjaa das, aber.-"

Ich ließ ihn nicht aussprechen. "Kein aber wir müssen los."

"Arsch.", murmelte er.

Y/n:

"Ich glaube mir ist schlecht."

"Lügner, ab raus mit dir du hast nur noch fünf Minuten."

Ich saß im Auto meiner Mutter und schaute den ganzen Schülern nach, die so glücklich wie noch nie in die Schule gingen.

Das kann doch nicht sein. Bin ich die einzige die wirklich keine Lust auf diesen scheiß hat?

"Y/n!"

Sofort wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
"Äh ja?"

"LOS!"

Sofort stieg ich aus. "Okay bye." Danach schloss ich sofort die Tür ohne auch nur auf eine Antwort von ihr zu warten.

Ich blieb noch kurz auf der Straße stehen bis meiner Mutter wegfuhr und wagte erst danach den ersten Schritt.

Okay du schaffst das. You are the eye of the tiger. Eye of the tiger. Eye of the t..-

"Y/n!"

Ich zuckte bei dem Klang meines Namens auf. Sie klang nicht positiv erfreut.

Als ich mich schnell umdrehte, sah ich aber Gott sei dank nur Kyoka.
Eine laufende Kyoka. Eine besorgte Kyoka. Eine Kyoka die sich auf mich stürzte und wegen der ich fast auf den Boden gefallen bin.

Sie umarmte mich so fest sie konnte und auch wenn ich keine Luft mehr bekommen konnte, spürte ich eine gewisse Wärme in mir.

"Chill mal! Was ist denn los?"

"Ich habe von dem Vorfall mit Ibara gehört und das du gestern nicht zur Schule gehen konntest! Wieso hast du dich verdammt nochmal nicht gemeldet, ich habe dir mindestens über hundert Nachrichten geschrieben!"

Ich musste lächeln. Sie hat sich Sorgen um MICH gemacht, sie kennt mich erst seid ein paar Tagen und sie.. Ach sie ist einfach unbeschreiblich toll.

"Was lächelst du jetzt?!"

"Tut mir echt leid, ich durfte nicht an's Handy aber ich hätte dir wirklich sofort geantwortet." Das stimmte auch gestern hatte meine Mutter mir für den ganzen Tag mein Handy einkassiert.

"Gut so und jetzt lass losgehen."
Sie hackte sich unter meinen Arm ein und so gingen wir zusammen zur Schule. Es sah aus als währen wir ein altes Ehepaar.

"Achja und bevor ich es vergesse, ich würde deine Haare zu 101% smashen."

Ich musste lachen und das Stechen in meiner Brust hörte langsam aber sicher auf.

Der Schulhof war so sehr beschmückt als währe es Weinachten. Überall Schleifen, die Bäume beschmückt wie Weihnachtsbäume und überall gab es Stände, für Zuckerwatte, Burger und etc. Es sah wirklich fabelhaft aus.

Als sich die Wege von mir und Jiro trennten und ich vor meinem Klassenzimmer stand hielt ich kurz inne. Okay ich hoffe mir springt keine Faust ins Gesicht oder hoffentlich klatschen mir keine Efeuranken in die Fresse.

Doch als ich die Tür öffnete, ist genau das geschehen, mit dem ich am wenigsten gerechnet hätte.

(Okay ich sag es immer wieder, aber tut mir leid dass ich solange nichts gepostet habe ich hatte WIRKLICH keine Zeit! Bitte seid gnädig, ich musste für Physik und Englisch lernen :,) aber da jetzt bald Weinachtsferien sind hoffe ich dass ich mal mehr Motivation habe etwas zu posten. Naja schonmal Frohe Weinachten meine Lieben und viel Spaß beim Lesen! :>>) ~1496 Wörter

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top